{"id":413116,"date":"2021-11-26T11:59:20","date_gmt":"2021-11-26T11:59:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/massiver-erneuerbaren-ausbau-senkt-die-preise-und-veraendert-den-strommarkt-analyse-von-aurora-energy-research-zu-energieplaenen-der-ampelkoalition\/"},"modified":"2021-11-26T11:59:20","modified_gmt":"2021-11-26T11:59:20","slug":"massiver-erneuerbaren-ausbau-senkt-die-preise-und-veraendert-den-strommarkt-analyse-von-aurora-energy-research-zu-energieplaenen-der-ampelkoalition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/massiver-erneuerbaren-ausbau-senkt-die-preise-und-veraendert-den-strommarkt-analyse-von-aurora-energy-research-zu-energieplaenen-der-ampelkoalition\/","title":{"rendered":"Massiver Erneuerbaren-Ausbau senkt die Preise und ver\u00e4ndert den Strommarkt: Analyse von Aurora Energy Research zu Energiepl\u00e4nen der Ampelkoalition"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;    &#8211; Studie von Aurora Energy Research analysiert Auswirkungen des Koalitionsvertrags von SPD, Gr\u00fcnen und FDP auf den deutschen Strommarkt &#8211; Starker Ausbau von Photovoltaik und Windenergie senkt die Gro\u00dfhandelsstrompreise im Vergleich zum Status quo bis 2030 um 13 Prozent &#8211; Steigende CO2-Preise durch Ausweitung des Emissionshandels auf weitere Sektoren k\u00f6nnten Marktwerte der <!--more-->Erneuerbaren stabilisieren, die sonst unter Kannibalisierungseffekten leiden  Die Pl\u00e4ne von SPD, Gr\u00fcnen und FDP f\u00fcr die Energieversorgung werden den deutschen Strommarkt in den kommenden Jahren erheblich ver\u00e4ndern. So werden die Gro\u00dfhandelsstrompreise im Jahr 2030 um 13 Prozent niedriger liegen als bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung. Gleichzeitig k\u00f6nnten die Marktwerte der Erneuerbaren erheblich unter Kannibalisierungseffekten leiden, wenn nicht steigende CO2-Preise dem entgegenwirken. Die Emissionen des Stromsektors sinken dagegen weniger stark, weil der Strombedarf durch zunehmende Elektrifizierung anderer Sektoren deutlich ansteigt. Das sind Ergebnisse einer neuen Studie, f\u00fcr die die Strommarktanalysten von Aurora Energy Research den gerade vorgestellten Koalitionsvertrag in ihre Berechnungsmodelle integriert haben.  Der Koalitionsvertrag der neuen Regierung sieht einen deutlich st\u00e4rkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien vor: Bis 2030 sollen 200 Gigawatt (GW) Photovoltaik installiert sein, w\u00e4hrend im aktuellen EEG 2021 nur 100 GW angepeilt waren. Bei der Windkraft auf See ist das Ziel nun 30 statt bisher 20 GW und f\u00fcr die Windkraft an Land sollen zwei Prozent der Fl\u00e4che bereitgestellt werden. Insgesamt w\u00e4chst so die Kapazit\u00e4t von Wind- und Solarenergie von heute knapp 110 GW bis 2030 auf 320 bis 350 GW, w\u00e4hrend die bisherigen Regierungspl\u00e4ne auf 191 GW zielen. &#8222;Dazu kommen noch das Vorziehen des Kohleausstiegs auf idealerweise 2030, eine Reform des bestehenden Strommarktdesigns, eine Beschleunigung der Wasserstoffstrategie sowie die Abschaffung der EEG-Umlage bis 2023&#8220;, sagt Casimir Lorenz, Energiemarktexperte bei Aurora Energy Research. &#8222;All diese Pl\u00e4ne beeinflussen die Entwicklung des Strommarkts erheblich, wie unsere Berechnungen zeigen.&#8220;   Die Stromnachfrage wird in den kommenden Jahren stark ansteigen, abh\u00e4ngig davon wie hoch der zus\u00e4tzliche Bedarf durch die Elektrifizierung anderer Sektoren sein wird. Trotz der Annahme eines hohen zus\u00e4tzlichen Strombedarfs sinken unter den Bedingungen der neuen Regierungspl\u00e4ne die durchschnittlichen Gro\u00dfhandelsstrompreise im Jahr 2030 um 13 Prozent gegen\u00fcber der Fortsetzung der aktuellen Politik. Grund daf\u00fcr ist, dass der massive Erneuerbaren-Ausbau den durch die h\u00f6here Nachfrage entstehenden Preissteigerungseffekt \u00fcberkompensiert. Gleichzeitig sinken in den Aurora-Modellen durch den starken Zuwachs der Kapazit\u00e4ten die Marktwerte f\u00fcr Photovoltaik und Windenergie: Bei Photovoltaik um 44 Prozent, bei Windenergie an Land um 35 Prozent und auf See um 31 Prozent. &#8222;Das liegt an den stark ausgepr\u00e4gten Kannibalisierungseffekten der Erneuerbaren&#8220;, sagt Lorenz. &#8222;Allerdings d\u00fcrfte dieser Effekt sich abschw\u00e4chen, wenn die Pl\u00e4ne zur Einf\u00fchrung eines gemeinsamen Emissionshandel f\u00fcr alle Sektoren umgesetzt werden und damit die europ\u00e4ischen CO2-Preise ansteigen. Trotzdem muss man das im Auge behalten, denn sinkende Marktwerte machen eine Finanzierung von Erneuerbaren auf Basis von Markterl\u00f6sen und ohne staatliche F\u00f6rderung schwieriger.&#8220;   Der Anteil der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch steigt mit den Pl\u00e4nen der neuen Regierung auf 80 Prozent im Jahr 2030 und liegt damit um ein Drittel h\u00f6her als die 60 Prozent, die sich aus dem derzeit eingeschlagenen Ausbaupfad ergeben. Die Emissionen des Stromsektors sinken dadurch bis 2030 auf 107 Megatonnen CO2 im Vergleich zu 128 Megatonnen beim Status-quo-Szenario. &#8222;Dieser R\u00fcckgang ist geringer als durch den starken Erneuerbaren-Ausbau zu erwarten w\u00e4re&#8220;, sagt der Energiemarkt-Analyst. &#8222;Das liegt daran, dass das Szenario &#8222;Koalitionsvertrag&#8220; auch eine h\u00f6here Stromnachfrage durch die verst\u00e4rkte Elektrifizierung anderer Sektoren wie Verkehr und W\u00e4rme beinhaltet. Den vergleichsweise schwach sinkenden Emissionen im Stromsektor stehen somit Emissionseinsparungen in den neu elektrifizierten Sektoren gegen\u00fcber.&#8220;   Weitere Ergebnisse und Details der Studie finden Sie unter https:\/\/auroraer.com\/insight\/german-governments-coalition-agreement\/  Am Dienstag, 30.11.2021 um 10 Uhr, stellen die Studienautoren ihre Ergebnisse in einem \u00f6ffentlichen Webinar vor. Infos und Anmeldung unter https:\/\/auroraer.com\/webinars\/german-governments-coalition-agreement\/  Aurora Energy Research ist ein Spezialist f\u00fcr Analysen und Modellierungen der europ\u00e4ischen und globalen Energiem\u00e4rkte. Gegr\u00fcndet 2013 von \u00d6konomen an der Universit\u00e4t Oxford, um dem steigenden Bedarf an hochwertigen Daten und Fakten zum Energiemarkt zu begegnen, sind wir mittlerweile unter anderem der gr\u00f6\u00dfte Anbieter von Strommarktanalysen in Europa. Mit mehr als 170 Energieexperten sowie B\u00fcros in Berlin, Oxford, Sydney und den USA unterst\u00fctzen wir Unternehmen, Regierungen und Institutionen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette bei langfristigen strategischen Entscheidungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.auroraer.com\/  Pressekontakt:  Matthias Hopfm\u00fcller Tel.: +49 176 48864196 E-Mail: Presse_DE@auroraer.com  Original-Content von: Aurora Energy Research, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/122303\/5083756\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; Studie von Aurora Energy Research analysiert Auswirkungen des Koalitionsvertrags von SPD, Gr\u00fcnen und FDP auf den<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-413116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/413116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=413116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/413116\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=413116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=413116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=413116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}