{"id":414056,"date":"2021-12-08T15:54:52","date_gmt":"2021-12-08T15:54:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/wsw-streben-klimaneutralitaet-fuer-das-jahr-2035-an-foto\/"},"modified":"2021-12-08T19:27:35","modified_gmt":"2021-12-08T18:27:35","slug":"wsw-streben-klimaneutralitaet-fuer-das-jahr-2035-an-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wsw-streben-klimaneutralitaet-fuer-das-jahr-2035-an-foto\/","title":{"rendered":"WSW streben Klimaneutralit\u00e4t f\u00fcr das Jahr 2035 an (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full aligncenter\" title=\"Schwebebahn und Wasserstoffbus der WSW in Wuppertal-Oberbarmen \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/128710 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/b244eea7-8baa-41fc-baca-551456dca528\/WSW_Dekarbonisierung~erstoffbus_CMYK.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wuppertal (ots) &#8211; Die Wuppertaler Stadtwerke machen Ernst beim Klimaschutz. Bis 2035 will das Unternehmen bei Energieversorgung und \u00d6PNV klimaneutral sein. &#8222;Wuppertal hat nach den Hitzewellen und Starkregenereignissen der vergangenen Jahre durch das Hochwasser in diesem Sommer die Folgen des Klimawandels erneut hautnah zu sp\u00fcren bekommen.<!--more--> Das zeigt, dass wir beim Klimaschutz mehr Tempo aufnehmen m\u00fcssen.&#8220; Dabei sieht der Vorstandsvorsitzende der WSW, Markus Hilkenbach, die Wuppertaler Stadtwerke als Energieversorger und Verkehrsbetrieb in einer besonderen Verantwortung. Klimaschutz und CO2-Vermeidung sind f\u00fcr die WSW seit Jahrzehnten ein wichtiges Thema. Seit 1990 konnte das Unternehmen die CO2-Emission um 58 Prozent senken. W\u00e4hrend die WSW damals f\u00fcr 2,2 Millionen Tonnen CO2 j\u00e4hrlich verantwortlich zeichneten, waren es im Jahr 2020 noch 911.000 Tonnen. In dieser Betrachtung sind nicht nur die Emissionen einberechnet, die die WSW selbst, beispielsweise durch den Kraftwerksbetrieb zu verantworten haben, sondern auch die Emissionen der Vorlieferanten und der WSW Kunden. Mit der neuen Klimaschutzstrategie gibt sich die WSW nun einen festen Fahrplan. Bis 2030 sollen die Emissionen durch eine Vielzahl von Ma\u00dfnahmen um 80 Prozent gegen\u00fcber 1990 sinken, bis 2035 will das Unternehmen nicht nur selbst klimaneutral wirtschaften, sondern auch seine Strom- und Gaslieferungen klimaneutral stellen. &#8222;Der aktuelle Bericht des Weltklimarats ist unmissverst\u00e4ndlich: Wir d\u00fcrfen unsere Neutralit\u00e4tsziele nicht erst in 25 oder 30 Jahren erreichen, sondern m\u00fcssen dies bereits sehr viel fr\u00fcher tun&#8220;, sagt der WSW-Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Bell. 2018 hat WSW mit der Stilllegung des Kohle-Heizkraftwerks in Wuppertal-Elberfeld bereits einen gro\u00dfen Schritt beim lokalen Klimaschutz getan. 450.000 Tonnen CO2-Aussto\u00df pro Jahr werden dadurch vermieden. Auch bei der Mobilit\u00e4tswende wollen die Stadtwerke der Bergischen Metropole Vorbild sein. 2020 wurden die ersten zehn Wasserstoff-Busse angeschafft. Der Treibstoff f\u00fcr die emissionsfreien Fahrzeuge wird vor Ort produziert &#8211; mit Strom aus der M\u00fcllverbrennung. Bis Ende des Jahres wird die H2-Flotte auf zwanzig Busse erweitert. Mit solchen und weiteren Ma\u00dfnahmen, die sich zum Teil bereits in der Umsetzung befinden, wollen die WSW den Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Gase weiter reduzieren. Klimaschutzkriterien werden zuk\u00fcnftig auch im Einkauf und insbesondere bei der Strom- und Gasbeschaffung verbindlich angewendet. Investitionen in Anlagentechnik, Fahrzeuge und Standorte stehen zuk\u00fcnftig unter der Anforderung, zur Reduktion von Treibhausgasen beizutragen. Kundenseitig werden die WSW den Ausbau der Fernw\u00e4rme vorantreiben. So wird das Fernw\u00e4rmenetz im Innenstadtbereich in den n\u00e4chsten Jahren modernisiert und von Dampf auf Heizwasser umgestellt. Dies soll eine j\u00e4hrliche CO2-Ersparnis von 5.500 Tonnen erbringen. Auch den lokalen Ausbau der Erneuerbaren Energien wollen die WSW forcieren. Bei der Solarenergie sehen die WSW nicht nur Potenzial auf Geb\u00e4uded\u00e4chern, sondern auch bei Freifl\u00e4chenanlagen im Wuppertaler Stadtgebiet. Solche Anlagen k\u00f6nnten \u00fcber B\u00fcrgerfonds mitfinanziert werden. Aber auch Windkraft, die im Bergischen noch wenig genutzt wird, ist eine Option f\u00fcr Wuppertal. Dar\u00fcber hinaus wollen die WSW weitere Windpark-Projekte \u00fcber die Beteiligungsgesellschaft Binnenwind entwickeln. Gro\u00dfes Potenzial k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung der WSW auch in der Geothermie schlummern. In mehreren tausend Metern Tiefe unter Wuppertal liegen geologische Schichten, in denen Temperaturen von weit \u00fcber 100\u00b0C herrschen. Die M\u00f6glichkeiten der Nutzung von Erdw\u00e4rme aus gro\u00dfen Tiefen gilt es noch zu erkunden. Die WSW m\u00f6chten pr\u00fcfen ob es sinnvoll ist, die aus der Tiefe gewonnene W\u00e4rme in das Wuppertaler W\u00e4rmenetz zu integrieren. Dennoch: Als dichtbesiedelte Gro\u00dfstadt wird Wuppertal nicht in der Lage sein, seinen Energiebedarf vollst\u00e4ndig durch Erneuerbare Energien aus der eigenen Region zu decken. Daher wird auch die Frage nachpr\u00fcfbarer Zertifizierungen eine Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t spielen. Die bisher ge\u00fcbte Praxis, Gr\u00fcnstromzertifikate bei abgeschriebenen norwegischen oder \u00f6sterreichischen Wasserkraftwerken zu kaufen, sehen die WSW kritisch. &#8222;Das hilft weder der Energiewende noch dem Klimaschutz&#8220;, sagt WSW-Chef Hilkenbach. Mit der Online-Handelsplattform &#8222;Tal.Markt&#8220;, die sich ausschlie\u00dflich aus deutschen Gr\u00fcnstromkraftwerken speist, haben die WSW ein transparentes Kundenangebot mit echtem \u00d6kostrom als Alternative entwickelt. &#8222;Diesen Weg wollen wir auch bei der Zertifizierung unserer Energieangebote weitergehen&#8220;, so Hilkenbach, &#8222;Das bedeutet, dass wir nur Zertifikate nutzen werden, die einen substantiellen und nachpr\u00fcfbaren Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien leisten.&#8220; Er gehe davon aus, dass in einer kommenden EEG-Novelle die rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die daf\u00fcr notwendige Transparenz geschaffen werden. Lassen sich f\u00fcr die Dekade bis 2030 jetzt schon Ma\u00dfnahmen zur 80 Prozent-Emissionsminderung entwerfen, so ist der Schlussspurt zum Null-Emissions-Ziel in 2035 weitaus schwieriger zu planen. &#8222;Die restlichen 20 Prozent CO2, die wir bis 2035 einsparen wollen, werden ein gro\u00dfer Kraftakt, den wir nur gemeinsam mit unseren Gesellschaftern, der Stadt Wuppertal und unseren Kundinnen und Kunden bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen&#8220;, macht Markus Hilkenbach deutlich. Viele der notwendigen Klimaschutz-Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen heute noch nicht endg\u00fcltig bestimmt werden, denn die technologische Entwicklung sowie die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind nicht \u00fcberall absehbar. Das \u00e4ndert aus Sicht der WSW jedoch nichts daran, dass jetzt mit einer klaren Zielsetzung gehandelt werden muss. &#8222;Niemand behauptet, dass es einfach wird &#8211; und es bereits auf alle Fragen eine Antwort gibt. Aber wichtig ist, sich ein ambitioniertes Ziel zu setzen und einfach anzufangen&#8220;, meint der WSW-Vorstandsvorsitzende. Die Akteure in Wuppertal sind optimistisch und begreifen Klimaneutralit\u00e4t als gemeinsames Projekt der gesamten Stadtgesellschaft. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Bell sieht das kommunale Unternehmen beim Klimaschutz als &#8222;Enabler&#8220;, als &#8222;M\u00f6glichmacher&#8220;: &#8222;Die WSW helfen als Dienstleister, Unterst\u00fctzer und Vorbild, die gesamte Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu machen.&#8220; Infobox Die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH geh\u00f6rt zu den 15 gr\u00f6\u00dften Stadtwerken in Deutschland. Die Energietochter WSW Energie &amp; Wasser AG versorgt Privathaushalte, Industrie und Gewerbe in Wuppertal mit seinen 360.000 Einwohnern mit Strom, Gas und Fernw\u00e4rme sowie Energiedienstleistungen. Die WSW mobil GmbH betreibt den Wuppertaler \u00d6PNV mit rund 300 eigenen Bussen und der Schwebebahn. Zum Konzern-Verbund geh\u00f6rt au\u00dferdem die Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal, die die Abf\u00e4lle von 2,4 Millionen Menschen entsorgt. Pressekontakt: WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH Holger Stephan Pressesprecher Tel. 0202 569 3766 holger.stephan@wsw-online.de Original-Content von: WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/128710\/5094411\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wuppertal (ots) &#8211; Die Wuppertaler Stadtwerke machen Ernst beim Klimaschutz. 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