{"id":417652,"date":"2022-01-25T14:26:15","date_gmt":"2022-01-25T14:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/pol-se-kreis-pinneberg-polizei-warnt-vor-schockanrufen\/"},"modified":"2022-01-25T14:26:15","modified_gmt":"2022-01-25T14:26:15","slug":"pol-se-kreis-pinneberg-polizei-warnt-vor-schockanrufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pol-se-kreis-pinneberg-polizei-warnt-vor-schockanrufen\/","title":{"rendered":"POL-SE: Kreis Pinneberg &#8211; Polizei warnt vor Schockanrufen"},"content":{"rendered":"<p>Bad Segeberg (ots) &#8211;   Aktuell kommt es im Kreis Pinneberg zu einer H\u00e4ufung von Schockanrufen durch falsche Polizeibeamte. Bislang waren Anwohner in Bilsen, Schenefeld und B\u00f6nningstedt betroffen.  Kurz nach 13:00 Uhr meldete sich die angeblich v\u00f6llig aufgel\u00f6ste Tochter einer Schenefelderin und erkl\u00e4rte einen Unfall verursacht zu haben.<!--more--> Kurz darauf \u00fcbernahm eine angebliche Polizistin das Gespr\u00e4ch, dass abschlie\u00dfend vom zust\u00e4ndigen Staatsanwalt \u00fcbernommen wurde. Im Ergebnis sollte die Schenefelderin \u00fcber 50.000 Euro bezahlen, um eine Haftstrafe ihrer Tochter abzuwenden.  In Bilsen meldete sich gegen 13:15 Uhr ein angeblicher Polizeibeamter telefonisch bei einer 86-J\u00e4hrigen. Bei der Festnahme von Einbrechern seien Unterlagen aufgefunden worden, dass auch bei der 86-J\u00e4hrigen eingebrochen werden solle. Entsprechend fragte der Mann nach Wertsachen. Die Seniorin reagierte genau richtig, beendete das Gespr\u00e4ch und rief die 110 an.  Auch in der Kieler Stra\u00dfe in B\u00f6nningstedt hatten es die Betr\u00fcger mit der Masche der falschen Polizeibeamten vergeblich versucht.  Vor dem aktuellen Hintergrund warnt die Polizei zum wiederholten Male vor betr\u00fcgerischen Anrufen.  Derartige Anrufe sind ein bundesweites Ph\u00e4nomen, das oftmals durch \u00fcber\u00f6rtliche T\u00e4ter begangen wird. Unbekannte Anrufer versuchen immer wieder mittels dieser Masche an Bargeld und Wertgegenst\u00e4nde zu kommen.  Der Fantasie der Betr\u00fcger sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Nicht selten werden sie am Telefon aufdringlich oder betteln regelrecht um Hilfe. Oftmals verf\u00fcgen die Betr\u00fcger sogar \u00fcber Detailwissen und verunsichern die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger dadurch enorm. Die Zielrichtung ist dabei immer dieselbe. Die &#8222;Opfer&#8220; sollen Bargeld besorgen und es den Betr\u00fcgern aush\u00e4ndigen.  Die Polizei ruft insbesondere \u00e4ltere Menschen dazu auf, bei derartigen Anrufen hellh\u00f6rig zu werden und umgehend die Polizei zu informieren. Dar\u00fcber hinaus r\u00e4t die Polizei j\u00fcngeren Familienangeh\u00f6rigen, ihre lebens\u00e4lteren Verwandten und Bekannten f\u00fcr das Thema zu sensibilisieren.  Zudem k\u00f6nnen sich besorgte B\u00fcrger bei bestehender Unsicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen an jede \u00f6rtliche Polizeidienststelle oder gleicherma\u00dfen an das Sachgebiet Pr\u00e4vention der Polizeidirektion Bad Segeberg wenden (04551 884-2141). Dort erhalten vermeintliche Opfer, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter \u00f6rtlicher Geldinstitute, entsprechende Hinweise.  Wertvolle Sicherheitstipps f\u00fcr Senioren sind dem Bereich der Pr\u00e4vention der Homepage der Landespolizei Schleswig-Holstein unter  https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/Landesregierung\/POLIZEI\/Praevention\/Senioren\/_artikel\/sicherheitstipps_artikel.html  sowie der Internetpr\u00e4senz der Polizeilichen Kriminalpr\u00e4vention der L\u00e4nder und des Bundes unter  https:\/\/www.polizei-beratung.de\/themen-und-tipps\/betrug\/enkeltrick\/  unmittelbar zu entnehmen.  Die Maschen der T\u00e4ter:  Am Telefon geben sich Betr\u00fcger als vertrauensw\u00fcrdige Personen aus, um Geld zu erbeuten. Die T\u00e4ter schaffen es, \u00e4ltere Menschen am Telefon zu verunsichern oder zu ver\u00e4ngstigen. Viele sind dann bereit, Bargeld oder Wertsachen an die Kriminellen zu \u00fcbergeben. So gehen die T\u00e4ter vor:  Falsche Polizeibeamte  Die T\u00e4ter t\u00e4uschen durch die im Display angezeigte Rufnummer vor, von der Polizei zu sein (z. B. 110 oder Nummer der \u00f6rtlichen Polizeidienststelle).  Die Betr\u00fcger warnen beispielsweise vor einem geplanten Einbruch. Den Betroffenen bieten sie an, Bargeld oder Wertsachen von einem Kriminalbeamten an einen &#8222;sicheren Ort&#8220; bringen zu lassen. Sie geben vor, nach der akuten Gefahr alles zur\u00fcckzubringen.  Weitere Maschen: Betr\u00fcger warnen vor Falschgeld, das \u00fcberpr\u00fcft werden muss, oder vor Kriminellen, die das Konto der Angerufenen pl\u00fcndern wollen.  Enkeltrick  Die Betr\u00fcger rufen meist bei \u00e4lteren und alleinlebenden Personen an und geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus. Immer bitten sie kurzfristig um Bargeld.  Vorget\u00e4uscht wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage, beispielsweise ein Autokauf oder ein Unfall. Die Lage wird immer als \u00e4u\u00dferst dringlich dargestellt, um das Opfer unter Druck zu setzen. Sobald es bereit ist zu bezahlen, wird ein Bote geschickt, um das Geld abzuholen. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht zu Hause, wird er gebeten, unverz\u00fcglich zur Bank zu gehen, um dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der T\u00e4ter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht zu Fu\u00df bew\u00e4ltigen kann.  Gewinnversprechen  Die Betr\u00fcger versprechen ihren Opfern am Telefon hohe Gewinne. Die Methode ist immer \u00e4hnlich: Vor einer Gewinn\u00fcbergabe werden die Betroffenen aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen. Sie sollen Geb\u00fchren bezahlen, kostenpflichtige Telefonnummern anrufen oder an Veranstaltungen teilnehmen, auf denen minderwertige Ware zu \u00fcberh\u00f6hten Preisen angeboten wird.  Tipps f\u00fcr Ihre Sicherheit     &#8211;  Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie den H\u00f6rer        auf, wenn Ihnen etwas merkw\u00fcrdig erscheint.    &#8211;  Sprechen Sie am Telefon nicht \u00fcber Ihre pers\u00f6nlichen und        finanziellen Verh\u00e4ltnisse.    &#8211;  \u00dcbergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenst\u00e4nde an unbekannte        Personen.    &#8211;  Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten \u00fcber den       Anruf.    &#8211;  Wenn Sie unsicher sind:  Rufen Sie die Polizei unter 110 (ohne        Vorwahl) oder Ihre \u00f6rtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie        nicht die R\u00fcckruftaste.  <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/19027\/5130282\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bad Segeberg (ots) &#8211; Aktuell kommt es im Kreis Pinneberg zu einer H\u00e4ufung von Schockanrufen durch falsche Polizeibeamte. 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