{"id":418816,"date":"2022-02-10T08:00:22","date_gmt":"2022-02-10T08:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/baumaterialien-im-jahr-2021-stark-verteuert\/"},"modified":"2022-02-10T08:00:22","modified_gmt":"2022-02-10T08:00:22","slug":"baumaterialien-im-jahr-2021-stark-verteuert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/baumaterialien-im-jahr-2021-stark-verteuert\/","title":{"rendered":"Baumaterialien im Jahr 2021 stark verteuert"},"content":{"rendered":"<p>WIESBADEN (ots) &#8211;    &#8211; St\u00e4rkster Preisanstieg bei einzelnen Baumaterialien seit Beginn der Erhebung &#8211; H\u00f6here Energiepreise wirken sich auch auf den Bausektor aus &#8211; Baugenehmigungen von Januar bis November auf dem h\u00f6chsten Stand seit 2006  Lieferengp\u00e4sse, Rohstoffknappheit, erh\u00f6hte Nachfrage im In- und Ausland haben sich auf den Bausektor ausgewirkt: Bauen ist im Jahr 2021 deutlich teurer <!--more-->geworden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise f\u00fcr einzelne Baustoffe wie Holz und Stahl im Jahresdurchschnitt 2021 so stark wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. So verteuerte sich Konstruktionsvollholz um 77,3 % gegen\u00fcber dem Vorjahresdurchschnitt, Dachlatten um 65,1 %, Bauholz um 61,4 %. Selbst die Preise f\u00fcr Spanplatten, f\u00fcr die in der Regel das Abfallprodukt S\u00e4gesp\u00e4ne genutzt wird, stiegen um 23,0 %. Zum Vergleich: Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte insgesamt legte im Jahresdurchschnitt 2021 um 10,5 % gegen\u00fcber 2020 zu.  Nicht nur die gestiegenen Holzpreise, auch die Stahlpreise treiben die Kosten auf dem Bau in die H\u00f6he: Betonstahl in St\u00e4ben war im Jahresdurchschnitt 2021 um 53,2 % teurer, Betonstahlmatten kosteten 52,8 % mehr als 2020. Betonstahl wird unter anderem im Rohbau zur Verst\u00e4rkung von Bodenplatten, Decken oder W\u00e4nden eingesetzt. Metalle waren 2021 insgesamt um 25,4 % teurer als im Vorjahr, was nicht ohne Folgen f\u00fcr Bauprojekte bleiben d\u00fcrfte. So verteuerte sich Halbzeug aus Kupfer und Kupferlegierungen, das beispielsweise f\u00fcr den Heizungsbau oder in der Elektroinstallation genutzt wird, um 26,9 % gegen\u00fcber dem Vorjahresdurchschnitt.  H\u00f6here Energiepreise wirken preistreibend  Preistreibend auf den Baustellen wirkten sich auch die gestiegenen Erd\u00f6lpreise aus. Bitumen auf Erd\u00f6lbasis verteuerte sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 36,1 % gegen\u00fcber 2020. Dieser Baustoff wird unter anderem im Stra\u00dfenbau verwendet, aber auch zur Abdichtung von D\u00e4chern, Geb\u00e4uden und Fundamenten gegen das Eindringen von Wasser. Die insgesamt hohen Energiepreise waren auch ein Grund f\u00fcr h\u00f6here Teuerungsraten bei im Bausektor vielfach genutzten chemischen Produkten. So lagen die Erzeugerpreise f\u00fcr D\u00e4mmplatten aus Kunststoff wie Polystyrol um 20,7 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Auch Epoxidharz, ein wichtiges Bindemittel f\u00fcr Farben und Lacke, verteuerte sich um 28,9 %.  Arbeiten am Bau ebenfalls deutlich verteuert  Mit den Baumaterialpreisen stiegen auch die Preise f\u00fcr Bauleistungen. Insgesamt verteuerten sich die Preise f\u00fcr den Neubau von Wohngeb\u00e4uden im Jahresdurchschnitt 2021 um 9,1 % gegen\u00fcber dem Vorjahr. Die Rekordteuerungsraten bei Holzbaustoffen d\u00fcrften ein Grund daf\u00fcr sein, dass es bei den Zimmer- und Holzbauarbeiten den st\u00e4rksten Anstieg im Rohbau gab. Sie verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 29,7 % gegen\u00fcber 2020. Doch auch in anderen Bereichen kletterten die Preise kr\u00e4ftig. Entw\u00e4sserungskanalarbeiten kosteten im Jahresdurchschnitt 10,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten 10,5 % und Klempnerarbeiten 10,4 % mehr.  Mehr Neubauten genehmigt  Trotz steigender Preise wurden in Deutschland zuletzt mehr Genehmigungen f\u00fcr Neubauten eingeholt &#8211; auch eine Folge staatlicher F\u00f6rderungsanreize. So endete am 31. M\u00e4rz 2021 die Antragsfrist f\u00fcr das Baukindergeld. Dies f\u00fchrte zu einem Boom von Baugenehmigungen im ersten Quartal. 2021 d\u00fcrfte das vierte Jahr in Folge ein Plus bei den Baugenehmigungen erreicht werden. Von Januar bis November 2021 stieg die Zahl der Baugenehmigungen von neuen Wohn- und Nichtwohngeb\u00e4uden gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum um 4,5 % auf rund 145 000, dem h\u00f6chsten Wert seit dem Jahr 2006 (2006: 161 000 Baugenehmigungen). Auch der Wert von 2006 war durch das Auslaufen einer staatlichen F\u00f6rderung gepr\u00e4gt: Am 31.12.2005 endete die Eigenheimzulage. Viele der daf\u00fcr beantragten Baugenehmigungen wurden erst Anfang 2006 final erteilt und statistisch erfasst.  In neu zu errichtenden Wohngeb\u00e4uden wurden von Januar bis November 2021 rund 293 000 Wohnungen genehmigt. Das waren 1,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen f\u00fcr Zweifamilienh\u00e4user um 24,6 %. Bei Einfamilienh\u00e4usern und Mehrfamilienh\u00e4usern kam es dagegen nur zu einer leichten Erh\u00f6hung um 1,2 % beziehungsweise 0,5 %.  Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Fr\u00fchindikator zur Einsch\u00e4tzung der zuk\u00fcnftigen Bauaktivit\u00e4t, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen. Allerdings nimmt die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen beziehungsweise noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bau\u00fcberhang), seit dem Jahr 2008 zu. Im Jahr 2020 lag der \u00dcberhang von genehmigten aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen bei rund 780 000 Wohnungen. Die tats\u00e4chliche Entwicklung der Baut\u00e4tigkeit wird in den Baufertigstellungen dargestellt. Ergebnisse zu den Baufertigstellungen und zum Bau\u00fcberhang im Jahr 2021 wird das Statistische Bundesamt im Mai 2022 ver\u00f6ffentlichen.  Die vollst\u00e4ndige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https:\/\/www.destatis.de\/pressemitteilungen zu finden.  Pressekontakt:  Statistisches Bundesamt Pressestelle www.destatis.de\/kontakt  Original-Content von: Statistisches Bundesamt, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/32102\/5142854\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WIESBADEN (ots) &#8211; &#8211; St\u00e4rkster Preisanstieg bei einzelnen Baumaterialien seit Beginn der Erhebung &#8211; H\u00f6here Energiepreise wirken sich auch auf<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-418816","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/418816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=418816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/418816\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=418816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=418816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=418816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}