{"id":421473,"date":"2022-03-27T10:12:14","date_gmt":"2022-03-27T10:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/7-jahre-not-der-krieg-und-die-klimakrise-im-jemen-bedrohen-leben-lebensgrundlagen-und-kultur-krieg-abholzung-und-wuestenbildung-verschaerfen-ernaehrungsunsicherheit\/"},"modified":"2022-03-27T10:12:14","modified_gmt":"2022-03-27T10:12:14","slug":"7-jahre-not-der-krieg-und-die-klimakrise-im-jemen-bedrohen-leben-lebensgrundlagen-und-kultur-krieg-abholzung-und-wuestenbildung-verschaerfen-ernaehrungsunsicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/7-jahre-not-der-krieg-und-die-klimakrise-im-jemen-bedrohen-leben-lebensgrundlagen-und-kultur-krieg-abholzung-und-wuestenbildung-verschaerfen-ernaehrungsunsicherheit\/","title":{"rendered":"7 Jahre Not: Der Krieg und die Klimakrise im Jemen bedrohen Leben, Lebensgrundlagen und Kultur \/ Krieg, Abholzung und W\u00fcstenbildung versch\u00e4rfen Ern\u00e4hrungsunsicherheit"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"7 Jahre Not: Der Krieg und die Klimakrise im Jemen bedrohen Leben, Lebensgrundlagen und Kultur \/ Krieg, Abholzung und W\u00fcstenbildung versch\u00e4rfen Ern\u00e4hrungsunsicherheit\/ Islamic Relief stellt im Jemen, Nahrungsmittel, Wasser, Gesundheitsversorgung bereit, um Unterern\u00e4hrung und gef\u00e4hrliche Krankheiten wie Covid-19 und Cholera zu bek\u00e4mpfen \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/50131 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/78738471-4252-4351-8ad6-d388bace40a3\/Projektbild_Cholera_Jemen.jpg\" \/><\/p>\n<p>K\u00f6ln (ots) &#8211;   W\u00e4hrend sich die Krise im Jemen zum siebten Mal j\u00e4hrt, ben\u00f6tigen etwa 21 Millionen Menschen &#8211; mehr als zwei Drittel der jemenitischen Bev\u00f6lkerung &#8211; humanit\u00e4re Hilfe. 17,4 Millionen Menschen sind von akutem Hunger und Nahrungsmittelknappheit betroffen sind. Die Klimakrise und Einfuhrbeschr\u00e4nkungen bedrohen Mensch und Natur.<!--more-->  Der Jemen befindet sich in einer der schlimmsten humanit\u00e4ren Krisen der Welt. Sieben Jahre nach Beginn der schweren Eskalation des Konflikts wird die Lage im Land immer verheerender.   &#8222;Sch\u00e4tzungen zufolge sind durch den Krieg im Jemen fast 400.000 Menschen ums Leben gekommen, und mehr als 21 Millionen Menschen ben\u00f6tigen humanit\u00e4re Hilfe. Der Hunger ist weit verbreitet und wird durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch noch verschlimmert, so dass Millionen von Menschen nicht wissen, woher sie ihre n\u00e4chste Mahlzeit nehmen sollen&#8220;, erkl\u00e4rt Nuri K\u00f6seli, Pressesprecher von Islamic Relief Deutschland, die dramatische Lage des Landes.   &#8222;Die Hungersnot ist eine st\u00e4ndige Bedrohung und die von Islamic Relief im Jemen unterst\u00fctzten Kliniken haben M\u00fche, die vielen unterern\u00e4hrten Patienten, insbesondere Kinder, zu versorgen.   Die chronische Unterfinanzierung und die fehlende notwendige internationale Reaktion erschwert die Krise, da humanit\u00e4re Hilfsorganisationen aufgrund fehlender finanzieller Mittel eingeschr\u00e4nkt sind und ihre Hilfe nicht ausweiten k\u00f6nnen.&#8220;   Neben den Menschen im Jemen leidet auch die Umwelt unter den Auswirkungen der anhaltenden Krise. Das Land war bereits zuvor von \u00dcberschwemmungen, D\u00fcrre und schweren Sandst\u00fcrmen bedroht, doch die durch die Krise ausgel\u00f6ste zunehmende Entwaldung und W\u00fcstenbildung f\u00fcgt ihm weiteren Schaden zu.   Steigende Nachfrage nach Holz  Aufgrund der Blockade der von den Huthi kontrollierten Gebiete und der Einfuhrbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Hafen von Al Hodeidah sind Menschen und Unternehmen gezwungen, B\u00e4ume f\u00fcr Brennholz zu f\u00e4llen. Seit 2018 wurden mehr als 5 Millionen B\u00e4ume gef\u00e4llt &#8211; allein in der Hauptstadt Sana&#8217;a werden j\u00e4hrlich mehr als 889.000 B\u00e4ume gef\u00e4llt, um B\u00e4ckereien und Restaurants zu versorgen.   Die steigende Nachfrage nach Holz hat eine Welle der Abholzung ausgel\u00f6st, deren Auswirkungen f\u00fcr die langfristige Entwicklung des Jemen verheerend sind. Die Nachfrage und die hohe Arbeitslosigkeit haben dazu gef\u00fchrt, dass einige ehemalige Landwirte, deren Land nicht mehr bewirtschaftet werden kann, sich dem Holzeinschlag zuwenden, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.   Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr W\u00e4lder und Waldgebiete wurden aufgegeben und der Verlust von Lebensraum hat einige V\u00f6gel sowie andere Tierarten zur Abwanderung gezwungen.   Klima und Ern\u00e4hrungsunsicherheit: Wasser- und Nahrungsmangel f\u00fcr Mensch und Tier  Abholzung und W\u00fcstenbildung versch\u00e4rfen das ohnehin schon verheerende Problem der Ern\u00e4hrungsunsicherheit im Jemen, indem sie einstige landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4chen vernichten und die Quellen f\u00fcr sauberes Trinkwasser ersch\u00f6pfen.   Millionen von Menschen stehen am Rande einer Hungersnot, und Unterern\u00e4hrung ist weit verbreitet. Viele Familien wissen nicht, woher ihre n\u00e4chste Mahlzeit kommen soll.   Menschen und Vieh sind im gesamten Jemen vom Wasser- und Futtermangel bedroht, und die schrumpfenden Anbaufl\u00e4chen entziehen denjenigen, die darauf angewiesen sind, die M\u00f6glichkeit, sich und ihre Familien zu ern\u00e4hren. 75 Prozent der jemenitischen Bev\u00f6lkerung leben in l\u00e4ndlichen Gebieten und sind auf stabile klimatische Bedingungen angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.   Ist dies nicht der Fall, sind Haushalte und Gemeinschaften gezwungen umzusiedeln, was zu einer der gr\u00f6\u00dften Binnenvertreibungen der Welt f\u00fchrt.   Nicht nur die H\u00e4user und Lebensgrundlagen der Jemeniten gehen durch den Klimawandel verloren. Die Krise hat zu einer Vernachl\u00e4ssigung der empfindlichen terrassenf\u00f6rmig angelegten landwirtschaftlichen Systeme gef\u00fchrt, die seit Jahrtausenden als Nahrungs- und Lebensgrundlage in dem gebirgigen Land dienen. In Verbindung mit extremen Wetterereignissen bedroht dies die Existenz dieser Lebensweise.   &#8222;Der Klimawandel ist eines der dr\u00e4ngendsten Probleme unserer Zeit, und oft tragen diejenigen, die am wenigsten dazu beigetragen haben, die Hauptlast seiner negativen Auswirkungen. Der Jemen ist da keine Ausnahme. Der Klimawandel verschlimmert die humanit\u00e4re Krise im Land&#8220;, sagt Ammar Abdulbaset Nagi Aldumini von Islamic Relief Jemen.   &#8222;Wir haben von Menschen geh\u00f6rt, die versuchen, mit dem Verkauf von Brennholz ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, weil sie keine andere Einkommensquelle haben, aber der Schaden, der dadurch in der jemenitischen Landschaft angerichtet wird, ist tiefgreifend. Ohne Ackerland und Landwirtschaft werden noch mehr Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren und in die Ern\u00e4hrungsunsicherheit gedr\u00e4ngt werden, und alle Bem\u00fchungen um eine langfristige Erholung werden ernsthaft behindert werden.&#8220;   &#8222;Um der Entwaldung Einhalt zu gebieten, m\u00fcssen sich alle beteiligten Parteien zun\u00e4chst auf ein Ende des Konflikts einigen. Eine dauerhafte Beendigung des Konflikts wird es den Jemeniten erm\u00f6glichen, Zugang zu dem von ihnen ben\u00f6tigten Brennstoff zu erhalten &#8211; erst dann kann der Jemen Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Verringerung der Armut ergreifen.&#8220;   Islamic Relief im Jemen  Islamic Relief ist seit 1998 im Jemen t\u00e4tig. Nach der Eskalation der Krise im Jahr 2015 hat die internationale Hilfsorganisation auch in Kooperation mit UN-Organisationen ihre Programme in dem Land deutlich verst\u00e4rkt.   Die Hilfsorganisation stellt Nahrungsmittel, Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung bereit, um Unterern\u00e4hrung und gef\u00e4hrliche Krankheiten wie Covid-19 und Cholera zu bek\u00e4mpfen.   In Zusammenarbeit mit dem Weltern\u00e4hrungsprogramm (WFP) werden Lebensmittel und Gutscheine an bed\u00fcrftige Menschen, darunter auch Binnenvertriebene, verteilt.   Die Teams vor Ort unterst\u00fctzen Gesundheitseinrichtungen bei der Versorgung und Aufkl\u00e4rung zur Bek\u00e4mpfung gef\u00e4hrlicher Krankheiten wie COVID-19 und Cholera. Seit Beginn der Pandemie hat Islamic Relief Medikamente und Ausr\u00fcstung, einschlie\u00dflich Beatmungsger\u00e4te, an Isolationszentren im Jemen geliefert.   Islamic Relief setzt sich f\u00fcr den Zugang zu sauberem Trinkwasser ein und unterst\u00fctzt Familien und Gemeinden in den kalten Wintermonaten durch die Bereitstellung von Lebensmitteln, Brennmaterial und Decken.   W\u00e4hrend des Ramadan und zu Kurban werden zudem Lebensmittelpakete verteilt, um bed\u00fcrftigen Menschen mit Nahrungsmittelsicherheit zu helfen.   Au\u00dferdem leistet Islamic Relief verwaisten Kindern lebenswichtige Hilfe unter anderem durch ihr Waisenpatenschaftsprogramm, das Tausende von Kindern im Land unterst\u00fctzt.   &#8222;Kinder sind im Jemen mit extremer Not konfrontiert. Die Menschen im Jemen brauchen die internationale Unterst\u00fctzung jetzt mehr denn je. Die Weltgemeinschaft steht in der Verantwortung, die lebensrettende Arbeit im Jemen fortzusetzen. Wir fordern die internationale Weltgemeinschaft auf, die Notsituation der Zivilbev\u00f6lkerung im Jemen nicht au\u00dfer Acht zu lassen!&#8220;, appelliert Nuri K\u00f6seli.   In den letzten Jahren haben die Unterst\u00fctzerinnen, Unterst\u00fctzer und Partnerinstitutionen von Islamic Relief mehr Geld f\u00fcr den Jemen gespendet als einige wirtschaftlich starke Regierungen.  Hintergrundinformationen:    &#8211;  Steigende Arbeitslosigkeit und Inflation f\u00fchren dazu, dass viele Familien keine Nahrungsmittel haben und andere Grundbed\u00fcrfnisse nicht decken k\u00f6nnen.  &#8211;  Mindestens 4 Millionen Menschen im Jemen sind Binnenfl\u00fcchtlinge.  &#8211;  Mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Dies beeintr\u00e4chtigt ihre Lebensgrundlagen, ihre Landwirtschaft und ihre Gesundheit. Zudem erh\u00f6ht der mangelnde Zugang zu sauberem Wasser das Risiko, sich mit durch Wasser \u00fcbertragenen Krankheiten wie Cholera anzustecken.  &#8211;  Jemenitische Kinder werden ihrer Zukunft beraubt, weil aufgrund des Konflikts rund 2 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen k\u00f6nnen.  &#8211;  Hinzu kommt, dass die Millionen von Kindern, die von Unterern\u00e4hrung und Hunger betroffen sind, wahrscheinlich lebenslang gesundheitliche Probleme haben werden, wenn sie \u00fcberleben.  &#8211;  Die chronische Unterfinanzierung erschwert die internationale Reaktion auf die Krise im Jemen, da einige Organisationen ihre Hilfe aufgrund fehlender finanzieller Mittel einschr\u00e4nken m\u00fcssen.   Pressekontakt:  Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin Telefon: 0221 200 499-2279 E-Mail: presse@islamicrelief.de  Original-Content von: Islamic Relief Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50131\/5181408\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (ots) &#8211; W\u00e4hrend sich die Krise im Jemen zum siebten Mal j\u00e4hrt, ben\u00f6tigen etwa 21 Millionen Menschen &#8211; mehr<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-421473","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=421473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421473\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=421473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=421473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=421473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}