{"id":421697,"date":"2022-03-30T15:00:00","date_gmt":"2022-03-30T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/bka-grosseinsatz-von-zeos-nrw-zka-und-bka-gegen-internationales-hawala-netzwerk-39-durchsuchungen-sechs-festnahmen-umfangreiche-beweismittel-sowie-vermoegenswerte-sichergestellt\/"},"modified":"2022-03-30T15:00:00","modified_gmt":"2022-03-30T15:00:00","slug":"bka-grosseinsatz-von-zeos-nrw-zka-und-bka-gegen-internationales-hawala-netzwerk-39-durchsuchungen-sechs-festnahmen-umfangreiche-beweismittel-sowie-vermoegenswerte-sichergestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-grosseinsatz-von-zeos-nrw-zka-und-bka-gegen-internationales-hawala-netzwerk-39-durchsuchungen-sechs-festnahmen-umfangreiche-beweismittel-sowie-vermoegenswerte-sichergestellt\/","title":{"rendered":"BKA: Gro\u00dfeinsatz von ZeOS NRW, ZKA und BKA gegen internationales Hawala-Netzwerk \/ 39 Durchsuchungen &#8211; sechs Festnahmen &#8211; Umfangreiche Beweismittel sowie Verm\u00f6genswerte sichergestellt"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211;   In einem Ermittlungsverfahren der Zentral- und Ansprechstelle f\u00fcr die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW), unter anderem wegen des Verdachts der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie Verst\u00f6\u00dfen gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz, haben Einsatzkr\u00e4fte der Staatsanwaltschaft D\u00fcsseldorf, des <!--more-->Bundeskriminalamtes (BKA) und des Zollkriminalamtes (ZKA), der Polizei Berlin und der Steuerfahndung in den fr\u00fchen Morgenstunden des 30. M\u00e4rz 2022 mit rund 700 Einsatzkr\u00e4ften in Berlin, Mittenwalde, Sch\u00f6nefeld, Hamburg, Essen, Mannheim sowie Ha\u00dfloch 39 Wohn- und Gesch\u00e4ftsobjekte durchsucht. Insgesamt richtet sich das Verfahren gegen 32 Beschuldigte, von denen sechs mit Unterst\u00fctzung von Spezialeinheiten der Berliner Bereitschaftspolizei festgenommen wurden. Im Zuge der Einsatzma\u00dfnahmen wurden in Vollziehung von drei Verm\u00f6gensarresten und weiterer Sicherungsma\u00dfnahmen 14 Konten, Bargeld und Verm\u00f6genswerte in H\u00f6he ca. 1,9 Millionen Euro, sowie eine Gewerbeimmobilie gesichert.  Die Ermittlungen entstanden aus einem Hinweis der US-Amerikanischen Drug Enforcement Administration (DEA) im M\u00e4rz 2018, wonach eine bis dahin unbekannte Person illegale Gewinne aus dem Handel mit Kokain sammeln, waschen und das auf diesem Wege legalisierte Geld an die Hinterm\u00e4nner im Ausland weiterleiten soll.  Der Hauptbeschuldige dieses Ermittlungsverfahrens ist ein 46 Jahre alter Beschuldigter aus Berlin. Er ist dringend verd\u00e4chtig, als sogenannter Gro\u00df-Hawaladar ein international agierendes Hawala-System betrieben und so einer Vielzahl von Kunden die M\u00f6glichkeit geboten zu haben, gegen Zahlung einer Provision Geld\u00fcberweisungen au\u00dferhalb des staatlich genehmigten Banken- und Finanzwesens &#8211; insbesondere von Deutschland in den Libanon &#8211; vorzunehmen. Zudem besteht der Verdacht, dass Gelder aus Straftaten Dritter gewaschen oder diesen f\u00fcr die Begehung anderer Straftaten zur Verf\u00fcgung gestellt wurden.  Der Hauptbeschuldigte entschied mutma\u00dflich \u00fcber die Eingliederung von Personen in das Netzwerk, koordinierte dessen Geldfl\u00fcsse und gew\u00e4hrleistete den Ausgleich der Liquidit\u00e4t zwischen den verschiedenen Ein- und Auszahlstellen, sogenannten Zahlungsb\u00fcros, in Deutschland und dem Libanon. Das auf diese Art und Weise bewegte Transaktionsvolumen betrug nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen f\u00fcr den Zeitraum seit November 2018 rund 165 Millionen Euro.  Der Ausgleich der Bargeldbest\u00e4nde in den deutschen Zahlungsb\u00fcros auf der einen Seite und den Zahlungsb\u00fcros im Libanon auf der anderen Seite erfolgt unter anderem durch den Transfer von Geldern f\u00fcr sogenannte R\u00fcckw\u00e4rtskunden.  Einer dieser Kunden, ein 42-j\u00e4hriger Autoh\u00e4ndler, steht im Verdacht, mit gebrauchten Lastkraftwagen aus \u00fcberwiegend osteurop\u00e4ischen Staaten gehandelt, diese anschlie\u00dfend nach Afrika exportiert und dort ver\u00e4u\u00dfert zu haben. In Zusammenarbeit mit einem weiteren Beschuldigten sollen die Erl\u00f6se auf noch unbekanntem Weg in den Libanon transferiert und dort wiederum den Zahlungsb\u00fcros zugef\u00fchrt worden sein. F\u00fcr den Erwerb der Lastkraftwagen erhielt der beschuldigte Autoh\u00e4ndler von dem 46-j\u00e4hrigen Hauptt\u00e4ter zwischen Januar 2019 und Juni 2020 mindestens 3,4 Millionen Euro Bargeld.  Im Laufe der Ermittlungen konnten zudem drei weitere Personen identifiziert werden, die offenbar ein weiteres Hawala-System betrieben haben, welches f\u00fcr den Kauf der genannten Lastkraftwagen in Anspruch genommen worden ist.  Den \u00fcbrigen Beschuldigten wird &#8211; in unterschiedlichem Umfang &#8211; die Beteiligung an der kriminellen Vereinigung, jeweils in Tateinheit mit der Erbringung unerlaubter Zahlungsdienste, vorgeworfen. Sie fungierten nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen in nachgeordneter Funktion als Betreiber von Zahlungsb\u00fcros, sammelten Gelder ein oder transportierten diese als Kuriere beziehungsweise waren damit betraut, durch staatliche Stellen beschlagnahmte Gelder unter Vort\u00e4uschung einer legalen Herkunft wiederzuerlangen. Im Vorfeld der Ma\u00dfnahmen wurden von der ZeOS NRW gegen acht Beschuldigte Haftbefehle erwirkt. Die Beschuldigten werden im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgef\u00fchrt Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel, dauern an.  Hinweis: Bis zu einer etwaigen rechtskr\u00e4ftigen Verurteilung gelten die Beschuldigten als unschuldig.  Presseanfragen richten Sie bitte an  ZeOS NRW  Pressestelle pressestelle@sta-duesseldorf.nrw.de 0211\/6025-2527 und 0211\/6025-2528  <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7\/5184722\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; In einem Ermittlungsverfahren der Zentral- und Ansprechstelle f\u00fcr die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW), unter<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-421697","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=421697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421697\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=421697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=421697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=421697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}