{"id":425811,"date":"2022-05-26T10:22:02","date_gmt":"2022-05-26T10:22:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/126-deutscher-aerztetag-auf-herausforderungen-einer-gesellschaft-des-langen-lebens-einstellen\/"},"modified":"2022-05-26T10:22:02","modified_gmt":"2022-05-26T10:22:02","slug":"126-deutscher-aerztetag-auf-herausforderungen-einer-gesellschaft-des-langen-lebens-einstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/126-deutscher-aerztetag-auf-herausforderungen-einer-gesellschaft-des-langen-lebens-einstellen\/","title":{"rendered":"126. Deutscher \u00c4rztetag \/ Auf Herausforderungen einer Gesellschaft des langen Lebens einstellen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;   Bremen, 26.05.2022 &#8211; Der 126. Deutsche \u00c4rztetag in Bremen hat an die Bundesl\u00e4nder appelliert, die Zahl der staatlich finanzierten Medizinstudienpl\u00e4tze in Deutschland kurzfristig um mindestens 6000 zu erh\u00f6hen. Dies ist notwendig, um den steigenden Versorgungsbedarf in einer Gesellschaft des langen Lebens zu decken.<!--more--> Zudem steht die \u00c4rzteschaft in Deutschland vor einer enormen Ruhestandswelle. Rund 20 Prozent der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte scheiden in den kommenden Jahren altersbedingt aus dem Berufsleben aus. Unter den Kinder- und Jugend\u00e4rzten wird zwischen 2020 und 2025 sogar ein Viertel in den Ruhestand gehen.  &#8222;Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine legitime Forderung der jungen \u00c4rztegeneration. Wegen der starken Arbeitsverdichtung und wegen der strukturellen Verwerfungen des Gesundheitssystems entscheiden sich insbesondere junge \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr eine Teilzeitt\u00e4tigkeit. Es reicht deshalb nicht aus, nur die K\u00f6pfe zu z\u00e4hlen. Entscheidend ist die zur Verf\u00fcgung stehende \u00e4rztliche Arbeitszeit &#8211; und die nimmt kontinuierlich ab&#8220;, warnte auf der Tagung Dr. Ellen Lundershausen, Vize-Pr\u00e4sidentin der Bundes\u00e4rztekammer.  &#8222;\u00c4rztinnen und \u00c4rzte brauchen mehr Zeit, um ihren Patientinnen und Patienten Gelegenheit zu geben, Sorgen und N\u00f6te zu artikulieren und Fragen zu stellen&#8220;, betonte Bundes\u00e4rztekammer-Vize Dr. G\u00fcnther Matheis. &#8222;Die Ampelkoalition hat sich vorgenommen, die Arbeitsbedingungen der Gesundheitsberufe und Pflegekr\u00e4fte zu verbessern, an diesem Versprechen werden wir die Bundesregierung messen&#8220;, erkl\u00e4rte er.  Die Abgeordneten des \u00c4rztetages betonten in ihrer Aussprache zu diesem Schwerpunktthema, dass neben einer konsequenten Nachwuchsf\u00f6rderung auch die Rahmenbedingungen f\u00fcr \u00e4rztliche Arbeit neu gestaltet werden m\u00fcssten. Dies sei Voraussetzung daf\u00fcr, um m\u00f6glichst viele \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in der Patientenversorgung zu halten. Daf\u00fcr sei es erforderlich, die Zusammenarbeit von Praxen, Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens neu zu gestalten und enger zu vernetzen. Das im Koalitionsvertrag angek\u00fcndigte &#8222;B\u00fcrokratieabbaupaket&#8220; sei z\u00fcgig umzusetzen und eine Digitalstrategie f\u00fcr das Gesundheitswesen zu schaffen. Zudem seien finanzielle und strukturelle Unterst\u00fctzungsangebote bei einer Niederlassung und f\u00fcr den Praxisbetrieb in l\u00e4ndlichen und strukturschwachen Regionen notwendig, hei\u00dft es in einem Beschluss des \u00c4rzteparlaments.  Der Deutsche \u00c4rztetag h\u00e4lt zudem die Einf\u00fchrung valider Berechnungen f\u00fcr die patienten- und aufgabengerechte \u00e4rztliche Personalausstattung f\u00fcr dringend geboten.  &#8222;Die Bundes\u00e4rztekammer hat daf\u00fcr ein vom Berufsverband Deutscher An\u00e4sthesisten und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin entwickeltes Excel-Kalkulations-Instrument zur Personalbedarfskalkulation weiterentwickelt&#8220;, sagte Bundes\u00e4rztekammer-Vorstandsmitglied Dr. Susanne Johna. Ziel sei die Abbildung von Inhalten und Zeitkontingenten zur direkten und zur indirekten Patientenversorgung sowie f\u00fcr \u00fcber 100 weitere \u00e4rztliche Aufgaben und Pflichten. &#8222;Wir brauchen einen echten Paradigmenwechsel: Der Erl\u00f6s darf nicht den Bedarf bestimmen &#8211; vielmehr muss der Bedarf durch die Aufgaben bestimmt werden&#8220;, sagte Johna.  B\u00c4K-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Henrik Herrmann stellte den Abgeordneten des \u00c4rztetages dieses Personalbemessungsinstrument detailliert vor. Er betonte: &#8222;Im Ergebnis wurde ein flexibles, an die jeweilige hausinterne Betriebsorganisation anpassbares Kalkulationsinstrument entwickelt, das nach seiner Fertigstellung eine integrierte Gesamtkalkulation der ben\u00f6tigten Vollzeitkr\u00e4fte auf Basis qualitativ verbindlicher Kriterien erm\u00f6glicht.&#8220;  Der \u00c4rztetag hat die Bundes\u00e4rztekammer gebeten, dieses Personalbemessungsinstrument weiterzuentwickeln und den Nutzern zur Verf\u00fcgung zu stellen.  Der 126. Deutsche \u00c4rztetag tagt vom 24. bis 27. Mai 2022 in Bremen.  Informationen zu den Beratungen des \u00c4rztetages (https:\/\/195426.seu2.cleverreach.com\/cp\/71935780\/2fb06b4d57-rchdju)  Pressekontakt:  Stabsbereich Politik und Kommunikation Pressestelle der deutschen \u00c4rzteschaft Herbert-Lewin-Platz 1 10623 Berlin  Ansprechpartner: Samir Rabbata Telefon: (030) 40 04 56-700 Fax: (030) 40 04 56-707 E-Mail: presse@baek.de www.baek.de  Original-Content von: Bundes\u00e4rztekammer, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/9062\/5232302\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Bremen, 26.05.2022 &#8211; Der 126. 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