{"id":427261,"date":"2022-06-19T07:00:00","date_gmt":"2022-06-19T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/haendler-halten-an-muellflut-durch-ungewollte-werbepost-fest-umweltministerin-lemke-muss-ressourcenvergeudung-beenden\/"},"modified":"2022-06-21T23:39:43","modified_gmt":"2022-06-21T21:39:43","slug":"haendler-halten-an-muellflut-durch-ungewollte-werbepost-fest-umweltministerin-lemke-muss-ressourcenvergeudung-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/haendler-halten-an-muellflut-durch-ungewollte-werbepost-fest-umweltministerin-lemke-muss-ressourcenvergeudung-beenden\/","title":{"rendered":"H\u00e4ndler halten an M\u00fcllflut durch ungewollte Werbepost fest: Umweltministerin Lemke muss Ressourcenvergeudung beenden"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;    &#8211;  Umfrage der Deutschen Umwelthilfe zeigt: H\u00e4ndler wie Aldi S\u00fcd, Netto Nord oder Rossmann setzen klimasch\u00e4dliche Werbem\u00fcllflut fort  &#8211;  Mehr als 28 Milliarden gedruckte Werbeprospekte pro Jahr verschwenden Ressourcen, beschleunigen den Klimawandel und f\u00fchren zu zerst\u00f6rten W\u00e4ldern  &#8211;  Umweltministerin Lemke muss gesetzliches Opt-In-Verfahren wie in Luxemburg einf\u00fchren <!--more-->  Der Gro\u00dfteil deutscher Handelsunternehmen will die enorme Ressourcen- und Energieverschwendung durch ungewollte Werbeprospekte nicht stoppen. Das ergibt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 37 gro\u00dfen deutschen H\u00e4ndlern. Unternehmen wie Aldi S\u00fcd, Netto Nord, Rewe oder Rossmann halten demnach an der massiven Ressourcenverschwendung durch millionenfach verteilte, nicht adressierte Werbeprospekte fest. DerTextilh\u00e4ndler Kik, der Non-Food-Discounter Tedi und der Einzelh\u00e4ndler Woolworth waren die einzigen befragten Unternehmen, die das Versenden gedruckter Werbebrosch\u00fcren eingestellt haben. Die DUH fordert deshalb von Umweltministerin Steffi Lemke eine politische Regelung gegen ungewollte Werbepost. Pro Jahr werden insgesamt bis zu 28 Milliarden gedruckte Werbeprospekte ungefragt in deutschen Briefk\u00e4sten verteilt. Durch ein gesetzliches Opt-In-Verfahren w\u00fcrde Werbung nur noch in Briefk\u00e4sten landen, wenn dies ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht ist, etwa mit einem &#8222;Werbung &#8211; Ja bitte&#8220;-Schild.   &#8222;Nie war die Einsparung von Energie und Ressourcen wichtiger als jetzt&#8220;, sagt DUH-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Barbara Metz. &#8222;Wir k\u00f6nnen es uns nicht leisten, milliardenfach gedruckte Werbeprospekte zu produzieren, die anschlie\u00dfend ungelesen im M\u00fcll landen. Wie unsere Umfrage ergeben hat, ist der Gro\u00dfteil des Handels nicht zu wesentlichen \u00c4nderungen bereit. Deswegen muss Umweltministerin Lemke mit einer Opt-In-Regelung gegensteuern. Damit k\u00f6nnte die Bundesregierung ohne gro\u00dfen Aufwand die Werbem\u00fcllflut stoppen &#8211; und niemand muss auf etwas verzichten. Wer weiterhin Werbung will, bekommt sie. Der ungelesene und sinnlos produzierte Gro\u00dfteil der Prospekte aber wird eingespart. Allein durch einen Stopp der ungewollten Werbepost k\u00f6nnten pro Jahr bis zu eine halbe Million Tonnen CO2 eingespart werden. Als erstes europ\u00e4isches Land hat Luxemburg bereits vor zwei Wochen vorgemacht, wie so etwas umgesetzt werden kann.&#8220;   In der Umfrage der DUH wurde die mangelnde Dialogbereitschaft der H\u00e4ndler deutlich. Insgesamt 26 Handelsunternehmen antworteten nicht. Die restlichen Antworten offenbaren, dass weiter an unadressierter Werbepost als wichtigstem Marketinginstrument festgehalten werden soll. Sieben H\u00e4ndler rechtfertigten den massenhaften Einsatz von Werbeprospekten durch den Einsatz von Recyclingmaterial. Als Alternative zu gedruckten Prospekten sieht die DUH papierlose, onlinebasierte Angebotsinformationen.   Dazu meint der DUH-Leiter f\u00fcr Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer: &#8222;Auch ein Werbeprospekt aus Recyclingmaterial hat erhebliche Umweltauswirkungen. Auch daf\u00fcr wird viel Energie und Chemie eingesetzt und die Prospekte werden \u00fcber weite Wege bis zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern transportiert. Ungelesene Werbebrosch\u00fcren werden nicht sinnvoller, nur weil sie aus Recyclingpapier bestehen. Das schwedische M\u00f6belunternehmen Ikea, der Textilh\u00e4ndler Kik oder der Einzelh\u00e4ndler Woolworth zeigen, dass es auch ohne gedruckte Werbebrosch\u00fcren geht. Sie haben ihre Printkataloge und die Versendung von Werbebrosch\u00fcren eingestellt. Alternativ k\u00f6nnen Werbeangebote papierlos \u00fcber Online-Kunden- oder Prospektportale zur Verf\u00fcgung gestellt oder per Mail versendet werden. Zwar nutzen viele H\u00e4ndler bereits Online-Kommunikation, allerdings h\u00e4ufig nur als Erg\u00e4nzung, sodass die gro\u00dfen Mengen gedruckter Werbeprospekte nicht ersetzt werden. Dies muss jedoch das erkl\u00e4rte Ziel sein.&#8220;   Hintergrund:  Pro Jahr werden mehr als 28 Milliarden gedruckte Werbeprospekte ungefragt in deutschen Briefk\u00e4sten verteilt &#8211; mit verheerenden Folgen f\u00fcr Umwelt, Klima und M\u00fcllaufkommen. Zur Herstellung der Werbeprospekte werden pro Jahr 42 Milliarden Liter Wasser, 4,3 Milliarden Kilowattstunden Energie und 1,6 Millionen Tonnen Holz verbraucht. Viele der milliardenfach hergestellten Brosch\u00fcren, die teils auch noch mit Plastik umh\u00fcllt sind, landen ungelesen im M\u00fcll. Dass ein Opt-In-System unn\u00f6tige Werbebrosch\u00fcren schlagartig verringern kann, zeigt etwa die niederl\u00e4ndische Hauptstadt Amsterdam, die es schon 2018 eingef\u00fchrt hat. Laut Stadtverwaltung werden dadurch pro Jahr 6.000 Tonnen Papier und zwischen 650 und 750 Fahrten der kommunalen M\u00fcllabfuhr eingespart.   Links:   &#8211;  Ergebnisdarstellung der DUH-Handelsumfrage unter deutschen H\u00e4ndlern: http:\/\/l.duh.de\/p220619 &#8211;  Weitere Hintergrundinformationen aufhttps:\/\/www.duh.de\/projekte\/schluss-mit-ungewolltem-werbemuell\/  Pressekontakt:  Barbara Metz, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin 0170 7686923, metz@duh.de  Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft 0151 18256692, fischer@duh.de  DUH-Newsroom:  Barbara Metz, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin 0170 7686923, metz@duh.de  DUH-Newsroom: 030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe, www.instagram.com\/umwelthilfe, www.linkedin.com\/company\/umwelthilfe  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/5251439\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; Umfrage der Deutschen Umwelthilfe zeigt: H\u00e4ndler wie Aldi S\u00fcd, Netto Nord oder Rossmann setzen klimasch\u00e4dliche Werbem\u00fcllflut<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-427261","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/427261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=427261"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/427261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":427626,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/427261\/revisions\/427626"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=427261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=427261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=427261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}