{"id":4273,"date":"2007-09-01T16:14:50","date_gmt":"2007-09-01T16:14:50","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4173"},"modified":"2007-09-01T16:14:50","modified_gmt":"2007-09-01T16:14:50","slug":"museumsverein_erwarb_tarasewiczs_ohne_titel_fr_kunsthalle_st_annen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/museumsverein_erwarb_tarasewiczs_ohne_titel_fr_kunsthalle_st_annen\/","title":{"rendered":"Museumsverein erwarb Tarasewicz&#8217;s &#8222;Ohne Titel&#8220; f\u00fcr Kunsthalle St. Annen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"TarasewiczB\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/TarasewiczB.jpg\" alt=\"TarasewiczB\" \/><br \/>\nDie Kunsthalle St. Annen verzeichnet einen bedeutenden Neuzugang. Der Verein der Freunde des Museums hat das Werk &#8222;Ohne Titel&#8220; des polnischen K\u00fcnstlers Leon Tarasewicz nach Erwerb an das Haus \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Foto( RB): Dr. Thorsten Rodiek &#8222;interpretiert&#8220; das Werk des K\u00fcnstlers, der hier im vergangenen Winter schon ausgestellt hat.<!--more-->Die Arbeit wurde nun von Museumsdirektor Dr. Thorsten Rodiek offiziell entgegen genommen. Wie dieser erkl\u00e4rte, z\u00e4hlt der Maler Leon Tarasewicz heute und sp\u00e4testens seit seinem venezianischen Biennale-Beitrag im Jahre 2001 als Alleinvertreter seines Landes zu den bedeutendsten zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnstlern Polens. Leon Tarasewiczs Gem\u00e4lde sind immer Landschaftsbilder. Allerdings keine im bis dahin vertrauten Sinne, da sie es vermeiden, die Natur wie in einem Photo wiedergeben zu wollen. Es sind auch keine Bilder, bei denen man durch ein vom Rahmen gebildetes &#8222;Fenster&#8220; in eine andere Welt zu blicken vermag. Es sind Darstellungen einer stringenten Reduktion, die gerade durch die darin erkennbar werdende Vielschichtigkeit weit \u00fcber den reinen abbildhaften Charakter hinauszugehen verm\u00f6gen. Das 1999 geschaffene Werk, das wie der Ausschnitt einer im Streiflicht gesehenen Waldlichtung erscheint, besitzt ein H\u00f6chstma\u00df an Materialit\u00e4t und Sinnlichkeit.<\/p>\n<p>Wie auch in allen seinen anderen Gem\u00e4lden, ist diese &#8222;Landschaft&#8220; menschenleer. Man begegnet hier der Widergabe der natura naturans, der werdenden und lebenden Natur, welche aber gleichwohl vom Menschen deutlich gepr\u00e4gt wurde. Das Bild dehnt sich (virtuell) aus, auch wenn das Motiv selbst stets nur einen Landschaftsausschnitt darstellt. Diese verdeutlicht auch das Fehlen einer Horizontlinie. Die Arbeiten zeigt eine Art landschaftlicher Nahaufnahme mit ungeheurer k\u00f6rperlicher Pr\u00e4senz. Der Betrachter befindet sich gewisserma\u00dfen bereits inmitten dieser Landschaft. Wegen der sehr gro\u00dfen Dimensionen, das sich gewisserma\u00dfen endlos fortzusetzen vermag, ist es dem Betrachter nicht m\u00f6glich, das Bild als ein in sich abgeschlossenes Ganzes zu erblicken oder eine Art \u00dcberblick zu erhalten. Die Endlosigkeit der Landschaft und die Vitalit\u00e4t der Natur &#8211; man beachte die reliefhafte Oberfl\u00e4che &#8211; sind dem Bild, das naturgem\u00e4\u00df nur einen Ausschnitt wiederzugeben vermag, geradezu eingeschrieben.<\/p>\n<p>Die Farbe selbst wird bei Tarasewicz k\u00f6rperlich und haptisch. Man begegnet hier der reinen physischen Farbe. Das Gem\u00e4lde scheint zu pulsieren und damit den Prozess des naturhaften Wachsens mit seinen grenzenlosen Ver\u00e4nderungsvorg\u00e4ngen, ja, seine innere Dynamik gegenw\u00e4rtig zu machen. Zugleich aber wird durch die streng wirkenden, zeichenhaften Elemente verdeutlicht, dass auch in der &#8222;wilden&#8220; Natur ein stringentes Ordnungssystem herrscht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kunsthalle St. Annen verzeichnet einen bedeutenden Neuzugang. 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