{"id":42840,"date":"2011-09-15T14:53:15","date_gmt":"2011-09-15T12:53:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=42840"},"modified":"2011-09-15T14:53:15","modified_gmt":"2011-09-15T12:53:15","slug":"nasser-sommer-2011-bereitet-landwirtschaft-und-hochwasserschutz-probleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nasser-sommer-2011-bereitet-landwirtschaft-und-hochwasserschutz-probleme\/","title":{"rendered":"Nasser Sommer 2011 bereitet Landwirtschaft und Hochwasserschutz Probleme"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Angesichts des nassen Sommers und der Starkregenereignisse hat das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume eine Auswertung der Niederschlagsmengen in Schleswig-Holstein durchgef\u00fchrt. Zum Ergebnis sagte Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf heute (15. September): &#8222;&#8220;Die Zahlen best\u00e4tigen, dass mit den Klimaschwankungen auf die Wasserwirtschaft in Schleswig-Holstein gro\u00dfe Herausforderungen zukommen.&#8220;&#8220;<!--more--><br \/>\nDie monatlichen Niederschlagssummen wichen 2011 stark von den langj\u00e4hrigen Mittelwerten ab. Nach einer durchschnittlichen Winterperiode fiel das Fr\u00fchjahr extrem trocken aus, der Monat M\u00e4rz mit 18 Millimetern (mm) Niederschlag, das sind nur 31 Prozent des langj\u00e4hrigen Mittels, und der April mit acht mm (20 Prozent des langj\u00e4hrigen Mittels).<br \/>\nDer Sommer war extrem feucht. In allen Monaten lagen die Niederschl\u00e4ge \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel, der Juli lag mit 118 mm bereits 51 Prozent dar\u00fcber, im August waren es mit 174 mm sogar 220 Prozent. In dem Bereich zwischen Schlei, Nordstrand und Nord-Ostsee-Kanal sowie auf Fehmarn wurden dabei die h\u00f6chsten Niederschl\u00e4ge innerhalb eines Monats seit dem Beginn des Vergleichszeitraums 1981 registriert.<br \/>\nIm Vergleich der monatlichen Niederschlagssummen zum langj\u00e4hrigen Mittel sticht im August vor allem das ansonsten niederschlagsarme Fehmarn heraus (413 Prozent des langj\u00e4hrigen Mittels), zwischen Schlei und Flensburger F\u00f6rde fiel ungef\u00e4hr das Dreifache der ansonsten im August \u00fcblichen Niederschlagsmenge.<br \/>\n&#8222;&#8220;Wenn auf die wasserges\u00e4ttigten B\u00f6den auch noch Starkregen niedergehen, wie in Gelting geschehen, dann sind lokale Hochwasserereignisse unvermeidlich&#8220;&#8220;, erl\u00e4uterte Umweltministerin Rumpf.<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein hatte schon immer mit \u00dcberschwemmungen zu k\u00e4mpfen. Rund ein F\u00fcnftel des Landes, 350.000 Hektar, sind Niederungsgebiete, die zum gro\u00dfen Teil unter dem mittleren Meeresspiegel liegen.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang lobte Frau Rumpf die Wasser- und Bodenverb\u00e4nde: &#8222;&#8220;Durch das EU-Recht haben unsere ehrenamtlich gef\u00fchrten Verb\u00e4nde heute viel h\u00f6here Anforderungen zu bew\u00e4ltigen. Neben dem Hochwasserschutz und Wassermanagement, also f\u00fcr ausreichende Bodenfeuchte und Entw\u00e4sserung zu sorgen, sind heute auch \u00f6kologische Anforderungen an die Gew\u00e4sserentwicklung zu erf\u00fcllen. Trapezprofil ausbaggern und fertig, das war einmal. Nur in der Kombination von technischem Hochwasserschutz und Regenr\u00fcckhalt in der Fl\u00e4che sind die Anspr\u00fcche heute noch unter einen Hut zu bringen. Wir f\u00f6rdern daher bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie insbesondere den Fl\u00e4chenerwerb durch die Verb\u00e4nde, damit wir mittelfristig in den Talr\u00e4umen zu naturnahen \u00dcberflutungsr\u00e4umen kommen.&#8220;&#8220; Allerdings seien nicht alle Probleme \u00fcber die Gew\u00e4sser zu l\u00f6sen, so die Ministerin weiter: &#8222;&#8220;Wenn wir in den letzten Jahren Hochwassersch\u00e4den an Geb\u00e4uden gehabt haben, so waren sie fast immer auf Probleme in der Ortsentw\u00e4sserung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Vollkommene Sicherheit vor dem Hochwasser kann es allerdings nicht geben. F\u00fcr au\u00dferordentliche Starkregenereignisse k\u00f6nnen wir die Kanalisation und weiterf\u00fchrende Vorflut gar nicht auslegen. Zum Schutz gegen das Hochwasserrisiko ist daher eine Eigenvorsorge unverzichtbar.&#8220;&#8220;<\/p>\n<p>Der nasse Sommer habe auch die Debatte \u00fcber die Folgen des Klimawandels f\u00fcr Schleswig-Holstein neu belebt, unterstrich Juliane Rumpf. Es werde jedoch nicht davon ausgegangen, dass der diesj\u00e4hrige Wetterverlauf typisch sein werde f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung. Die wissenschaftlichen Prognosen kommen zu dem Schluss, dass zuk\u00fcnftig eher mild-nassere Winter und trockenere Sommer zu erwarten sind. Dazu sei allerdings auch vermehrt mit Starkregenereignissen zu rechnen. F\u00fcr solch ein Klima war eher das Jahr 2009 beispielhaft. &#8222;&#8220;Eins ist in jedem Fall klar: Wasser- und Hochwassermanagement wird auch zuk\u00fcnftig in Schleswig-Holstein von zentraler Bedeutung bleiben&#8220;&#8220;, betonte die Umweltministerin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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