{"id":429053,"date":"2022-07-03T12:31:26","date_gmt":"2022-07-03T10:31:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=429053"},"modified":"2022-07-07T19:38:42","modified_gmt":"2022-07-07T17:38:42","slug":"mehrere-tausend-besucher-kamen-zum-tag-der-schleswig-holsteiner-am-3-juli-2022-im-freilichtmuseum-molfsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/mehrere-tausend-besucher-kamen-zum-tag-der-schleswig-holsteiner-am-3-juli-2022-im-freilichtmuseum-molfsee\/","title":{"rendered":"Mehrere Tausend Besucher kamen zum Tag der Schleswig-Holsteiner am 3. Juli 2022 im Freilichtmuseum Molfsee"},"content":{"rendered":"<p>Mehrere Tausend Besucher kamen zum Tag der Schleswig-Holsteiner am 3. Juli 2022 im Freilichtmuseum Molfsee \u00b7 \u201eHeimat ist kulturelle Vielfalt\u201c \u00b7 Molfsee. Schleswig-Holsteiner zeigen gerne Farbe, k\u00f6nnen auf viele Arten schnacken, mit leisen T\u00f6nen ber\u00fchren und ordentlich auf die Pauke hauen. Das Freilichtmuseum Molfsee und der Schleswig-Holsteinische Heimatbund widmeten den leeve L\u00fc\u00fcd im n\u00f6rdlichsten Bundesland einen ganzen Tag. Mehrere Tausend Besucher schauten sich bei bestem Wetter das bunte Programm an. \u201eDer Tag mit seinen vielen Aktiven zeigt sehr anschaulich: Heimat ist kulturelle Vielfalt\u201c, sagte Eka von Kalben, Vizepr\u00e4sidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, zur Begr\u00fc\u00dfung.<!--more-->Der erste Tag der Schleswig-Holsteiner 2018 liegt schon ein paar Jahre zur\u00fcck. Wegen der Pandemie musste das gro\u00dfe Event 2020 ausfallen. Nun konnten die Norddeutschen zeigen, was das Land zwischen den Meeren ausmacht: eine spannende Geschichte, farbenfrohe Trachten, altes Handwerk, \u201eLiederatur\u201c und vor allem Toleranz und multikulturelle Vielfalt. Und das inmitten historischer Kulisse. \u201eDas Freilichtmuseum Molfsee hat seine ganz besonders starken Momente, wenn es sich wie heute belebt. Wenn wir mit Menschen feiern, singen oder tanzen d\u00fcrfen, wenn wir uns hier auf Augenh\u00f6he und mit gegenseitigem Respekt begr\u00fc\u00dfen, offen f\u00fcr neues\u201c, sagte Guntram Turkowski, kommissarischer Leiter des Freilichtmuseums. Ber\u00fchrend war dabei der Auftritt von ukrainischen Gefl\u00fcchteten, die das Lied \u201eSag mit, wo die Blumen sind\u201c auf Deutsch und Ukrainisch sangen, ebenso der Singer-Songwriter Santos More aus Peru mit dem Lied \u201eGracias a la vida\u201c (Dank an das Leben). Farbenfroh und rhythmisch hingegen die Lieder der Kieler Gruppe Afro Yard Percussion.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Aufgabe als Heimatbund ist es, zu zeigen, wo unsere Wurzeln sind, wie wir geworden sind, was wir sind, was uns heute ausmacht und wo wir hin wollen. Und gleichzeitig wollen wir Menschen, die zu uns kommen um hier zu leben, dabei helfen, hier Wurzeln zu schlagen\u201c, sagte Peter Stoltenberg, Pr\u00e4sident des Heimatbunds. Daf\u00fcr w\u00fcrde der Tag der Schleswig-Holsteiner die Landesgeschichte und -kultur auf unterhaltsame Art und Weise erlebbar machen. \u201eWir hoffen, damit sowohl Alteingesessenen als auch Zugezogenen ein Gef\u00fchl von Heimat zu vermitteln\u201c, sagte er. Zum Ende des Tages verfestigte sich ein Gedanke: \u201eSo viel Leben auf dem Gel\u00e4nde, so ein buntes Bild der Trachten, einfach ph\u00e4nomenal\u201c.<\/p>\n<p>Pr\u00e4gende Sprache des Tages war das Plattdeutsche. \u201eDas hat so unglaublich viele Facetten. Manchmal schnacken die schon ein D\u00f6rp weiter ganz anders\u201c, sagte Jochen Wiegandt, der plattdeutsche Lieder pr\u00e4sentierte. Thorsten B\u00f6rnsen vom Zentrum f\u00fcr Niederdeutsch in Holstein sieht das Interesse am Plattdeutschen durchwachsen, denn die Muttersprachler w\u00fcrden immer \u00e4lter werden. Aber es gebe mittlerweile auch 44 Modelschulen, an denen zwei Stunden in der Woche Plattdeutsch gelernt wird. \u201eUnd auch die mittlere Generation entdeckt wieder Interesse daran\u201c, sagte er. Schleswig-Holstein ist auch altes Kunsthandwerk. Die ehrenamtlichen Bandrei\u00dfer zeigten, wie aus in Molfsee geerntetem Weidenholz Ringe f\u00fcr Holzf\u00e4sser gefertigt wurden. Der Span wurde \u00fcbrigens genutzt, um die Werkstatt zu heizen. Da mit den Ringen heute kaum einer mehr was anfangen kann, fertigte die Gruppe an diesem Tag Staudenhalter. \u201eKulturarbeit ist Ehrenamt, es macht einen riesigen Spa\u00df, nur die Kollegen sind knapp\u201c, sagte Wilfried M\u00fcller. Auch Zeidler Martin war im historischen Wand samt Armbrust ehrenamtlich unterwegs: \u201eDie Zeidler durften den Bienenhonig in den W\u00e4ldern bewirtschaften, die Armbrust diente als Schutz vor B\u00e4ren\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein bedeutet auch viel Liebe zur Natur, so informierte Nicola Brockm\u00fcller von der Stiftung Naturschutz \u00fcber die Wildbienen. \u201eDie Bereitschaft ist bei vielen da, den Wildbienen zu helfen, doch das Wissen darum fehlt\u201c, sagte sie. Und Jonna Kurz von der Akademie L\u00e4ndliche R\u00e4ume stellte ihre Projekte wie den Dorffunk vor, um sich zu informieren wie am schwarzen Brett: \u201e14000 Menschen benutzen ihn in 160 Gemeinden\u201c, sagte sie. Schleswig-Holstein ist halt auch gerne gut informiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrere Tausend Besucher kamen zum Tag der Schleswig-Holsteiner am 3. 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