{"id":429404,"date":"2022-07-28T09:04:59","date_gmt":"2022-07-28T07:04:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=429404"},"modified":"2022-07-28T09:04:59","modified_gmt":"2022-07-28T07:04:59","slug":"gefluegelpest-in-schleswig-holstein-nachweis-in-gefluegelhaltung-im-kreis-dithmarschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gefluegelpest-in-schleswig-holstein-nachweis-in-gefluegelhaltung-im-kreis-dithmarschen\/","title":{"rendered":"Gefl\u00fcgelpest in Schleswig-Holstein: Nachweis in Gefl\u00fcgelhaltung im Kreis Dithmarschen"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Im Kreis Dithmarschen ist die Gefl\u00fcgelpest in einem Zuchtbetrieb mit rund 6.740 G\u00e4nsen festgestellt worden. Nachdem das Landeslabor Schleswig-Holstein am Montag bei entnommenen Proben lebender und verendeter G\u00e4nse das avi\u00e4re Influenzavirus des Subtyps H5 nachgewiesen hatte, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eine Infektion mit dem Gefl\u00fcgelpestvirus des Subtyps H5N1 best\u00e4tigt. Die rechtlich vorgeschriebene, tierschutzgerechte T\u00f6tung aller verbliebenen G\u00e4nse ist bereits erfolgt und die fachgerechte Entsorgung der verendeten als auch get\u00f6teten G\u00e4nse wurde sichergestellt.<!--more-->Um die betroffene Gefl\u00fcgelhaltung wird eine Sperrzone im Kreis Dithmarschen eingerichtet, in der rechtlich vorgegebene Regelungen f\u00fcr alle Gefl\u00fcgelhaltungen gelten. Diese umfassen unter anderem ein Verbringungsverbot f\u00fcr lebendes Gefl\u00fcgel. Weitere Informationen werden durch den Kreis Dithmarschen zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Bereits Mitte Juli gab es zwei Gefl\u00fcgelpestausbr\u00fcche im Kreis Schleswig-Flensburg, bei dem insgesamt \u00fcber 18.000 St\u00fcck Gefl\u00fcgel in den betroffenen Betrieben get\u00f6tet werden mussten. Auch hierbei wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut Gefl\u00fcgelpestvirus vom Subtyp H5N1 nachgewiesen.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des aktuellen Gefl\u00fcgelpestgeschehens im Land ruft das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, L\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) noch einmal eindringlich zur Einhaltung der landesweit geltenden Biosicherheitsma\u00dfnahmen auf und erinnert an die am 23. November 2021 erlassene landesweit verbindliche Allgemeinverf\u00fcgung \u00fcber Biosicherheitsma\u00dfnahmen f\u00fcr alle privaten und gewerblichen Halterinnen und Halter. Dort wird unter anderem vorgegeben, dass in den Haltungen gesonderte Schutzkleidung inklusive getrenntem Schuhwerk getragen werden muss. Alle Gefl\u00fcgelhaltungen m\u00fcssen zudem vor den Eing\u00e4ngen zu den Stallungen Desinfektionsmatten oder -wannen zur Schuhdesinfektion einrichten. Personen m\u00fcssen unmittelbar vor Betreten der Haltung ihre H\u00e4nde waschen und desinfizieren. Transportmittel wie Fahrzeuge und Beh\u00e4ltnisse sind nach jeder Verwendung unmittelbar zu reinigen und zu desinfizieren. Auch ist die Aufnahme von Gefl\u00fcgel \u00fcber M\u00e4rkte, B\u00f6rsen oder den mobilen Handel verboten.<\/p>\n<p>Um Kontakt zwischen Wildv\u00f6geln und Hausgefl\u00fcgel zu vermeiden, sollten Wildv\u00f6gel von Gefl\u00fcgelhaltungen soweit wie m\u00f6glich ferngehalten, beziehungsweise Anreize f\u00fcr Wildv\u00f6gel, die Haltungen aufzusuchen, beseitigt werden. Die Gefl\u00fcgelpest-Verordnung enth\u00e4lt diesbez\u00fcglich verpflichtende Vorgaben. Danach darf Gefl\u00fcgel nur an f\u00fcr Wildv\u00f6gel unzug\u00e4nglichen Stellen gef\u00fcttert werden. Zudem darf kein Oberfl\u00e4chenwasser f\u00fcr das Tr\u00e4nken der Tiere genutzt werden, zu dem auch Wildv\u00f6gel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenst\u00e4nde, mit denen das Gefl\u00fcgel in Ber\u00fchrung kommen kann, m\u00fcssen f\u00fcr Wildv\u00f6gel unzug\u00e4nglich aufbewahrt werden.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Die hochpathogene avi\u00e4re Influenza, auch Gefl\u00fcgelpest genannt, ist eine anzeigepflichtige und daher staatlich bek\u00e4mpfungspflichtige Tierseuche, die bei gehaltenen V\u00f6geln und Wildv\u00f6geln nach teilweise schweren Erkrankungserscheinungen zu massenhaftem Verenden f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Nach einem R\u00fcckgang des Geschehens im Fr\u00fchjahr erh\u00f6ht sich aktuell in Schleswig-Holstein wieder die Anzahl der Nachweise bei Wildv\u00f6geln. Seit Juni wurde Gefl\u00fcgelpest des Subtyps H5N1 in 98 Proben aus sieben Kreisen vom Friedrich-Loeffler-Institut best\u00e4tigt. Das betroffene Artenspektrum umfasst dabei vor allem Brandseeschwalben und Basst\u00f6lpel, aber auch Wildg\u00e4nse und M\u00f6wen sowie Einzelnachweise bei K\u00fcstenseeschwalben, Flussseeschwalben, Eiderenten und L\u00f6fflern.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen finden Sie unter:<\/strong><\/p>\n<p>Informationen der Landesregierung: <a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/landesregierung\/themen\/landwirtschaft\/gefluegelpest\/gefluegelpest_node.html\">schleswig-holstein.de &#8211; Gefl\u00fcgelpest<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Informationen des FLI: <a href=\"https:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest\/\">https:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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