{"id":431070,"date":"2022-12-03T16:46:48","date_gmt":"2022-12-03T15:46:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=431070"},"modified":"2022-12-04T16:48:35","modified_gmt":"2022-12-04T15:48:35","slug":"hochspannung-zum-gelungenen-eisarsch-comeback","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/hochspannung-zum-gelungenen-eisarsch-comeback\/","title":{"rendered":"Hochspannung zum gelungenen Eisarsch-Comeback"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die 54 . Auflage der Eisarsch-Regatta des L\u00fcbecker Yacht-Club entwickelte sich zu einem Duell auf des Messers Schneide. In einem Hauch von Wind mit vielen Drehern auf der Wakenitz setzte sich schlie\u00dflich Matthias D\u00fcwel auf den letzten Metern gegen Nikolaus Mattig (beide Hamburg) durch. D\u00fcwel wiederholte damit seinen Sieg von 2017, Mattig verfehlte wie 2018 nur knapp den Gold-Rang. Als beste Frau im Feld der 55 Teilnehmer zwischen 21 und 83 Jahren platzierte sich Renate Schr\u00f6der aus L\u00fcbeck auf dem siebten Platz.<\/strong><!--more-->Vom Start weg entwickelte sich ein enges Rennen beim Comeback der Traditions-Regatta von erwachsenen Seglern in den Kinder-Opti-Jollen, nachdem sie wegen der Corona-Pandemie zweimal ausfallen musste. Der leichte, aber kalte Ost-Wind war auf dem Innenstadt-Revier schwer zu lesen, lie\u00df kaum Interpretationen zu, welche Seite bevorteilt war. So kam es an der ersten Bahnmarke zum Treffen von Titelverteidiger Sven Kruse (Hamburg), der sein Gl\u00fcck auf der linken Bahnseite gesucht hatte, und Matthias D\u00fcwel, der \u00fcber die rechte Kursseite kam. Es schien sich ein Duell der beiden Dauerrivalen zu entwickeln, doch auf dem Raumwind-Kurs zog Nikolaus Mattig, dem Namen entsprechend mit Nikolaus-M\u00fctze bekleidet, am Feld vorbei und setzte sich an die Spitze.<\/p>\n<p>Auf der zweiten Kreuz fand indes D\u00fcwel wieder den besten Weg durch die Flautenl\u00f6cher und erarbeitete sich eine klare F\u00fchrung. Kaum jemand h\u00e4tte noch mit einem engen Fight gerechnet, der Hamburger sah schon wie der sichere Sieger aus. Erneut war es aber Mattig, der in einem Jahrzehnte alten Holz-Opti f\u00fcr \u00fcberraschenden Speed sorgte. Meter um Meter k\u00e4mpfte er sich heran, musste sich schlie\u00dflich nur um zwei Bootsl\u00e4ngen geschlagen geben.<\/p>\n<p>Sieger D\u00fcwel atmete nach dem Ziel kr\u00e4ftig durch: \u201eIch h\u00e4tte nicht gedacht, dass es noch mal so eng werden w\u00fcrde. Ich bin zur B\u00f6e gesgelt, habe nicht erwartet, dass Niko unter Land so gut fahren w\u00fcrde. Deshalb habe ich ihn nicht abgedeckt. Aber es hat ja noch geklappt.\u201c Nach dem Sieg bei der Kalten Kanne vor zwei Wochen in Hamburg feierte er nun einen Doppelsieg bei den beiden gro\u00dfen Opti-Spa\u00dfregatten: \u201eIch wei\u00df nicht, ob das schon mal jemandem gelungen ist.\u201c<\/p>\n<p>Trotz der knappen Niederlage strahlte Nikolaus Mattig nach seinem gelungenen Coup mit dem alten Holz-Opti: \u201eKeine Ahnung, wie alt der schon ist. Unsere Familie segelt den bereits in der dritten Generation.\u201c Die Jolle sah zwar schon etwas fleckig aus, erwies sich aber als sehr schnell: \u201eIch muss zugeben, ich habe ihn vor der Regatta noch etwas getuned, habe ihn geschliffen und gespachtelt. Das sieht zwar nicht so sch\u00f6n aus, lief aber sehr gut.\u201c<\/p>\n<p>Nur kurz nach den besten M\u00e4nnern kam Renate Schr\u00f6der von der SV Trave ins Ziel. Damit hatte sie das Duell gegen ihre eigene Tochter Ulrike und die anderen f\u00fcnf Frauen in der Flotte gewonnen. \u201eIch bin schon 2019 mitgesegelt, habe jetzt aber keine gro\u00dfe Erwartungen gehabt. Daher bin ich sehr zufrieden, denn es sind gute Seglerinnen und Segler am Start\u201c, sagte die L\u00fcbeckerin. Ihre Tochter nahm die familien-interne Niederlage gelassen: \u201eSo richtig Opti bin ich zuletzt mit 15, also vor 20 Jahren gesegelt. Und meine Mutter kann das gut, trainiert bei uns im Verein die Kinder.\u201c Zu der Windbedingungen fand sie eine klare Zusammenfassung: \u201eZiemlich wild, ein bisschen Lotto mit all den Winddrehern.\u201c<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stand aber ohnehin der Spa\u00df bei Gl\u00fchwein und fetziger Jazz-Musik an Land. Schon im Vorfeld wirkte das Event wie das Klassentreffen der Eisarsch-Legenden. Locker plauderten die Sieganw\u00e4rter \u00fcber ihren Trainingsstand, die zahlreichen Helfer freuten sich, dass sie nach zwei Jahren Pause wieder das Event anbieten konnten.<\/p>\n<p>F\u00fcr einige bildete die 54. Auflage allerdings die Eisarsch-Premiere. Der LYC-Vorsitzende Lutz Kleinfeldt genoss es, das erste Mal dabei sein zu k\u00f6nnen. \u201eBisher hatten wir auf diesem Termin immer ein Familienfest, aber das haben wir in diesem Jahr verlegt. Deswegen kann ich endlich mal dabei sein. Es war schon beim Aufriggen spannend, denn der Opti ist eben etwas ganz anderes als eine Yacht. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte es gern mehr Wind sein k\u00f6nnen. Manchmal hatte man den Eindruck r\u00fcckw\u00e4rts zu fahren, aber vor der Falkenwiese war es ganz sch\u00f6n zu segeln.\u201c<\/p>\n<p>Rundum gl\u00fccklich zeigte sich Hauptorganisator Jan Stemmler: \u201eGro\u00dfartig, dass wir nach zwei Jahren Corona-Pause endlich wieder loslegen konnten. Ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an alle Helfer, die wieder so zahlreich dabei waren. Mit 55 Startern hatten wir einen tollen Re-Start des Eisarsch. F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr, wenn der L\u00fcbecker Yacht-Club seinen 125. Geburtstag feiert, hoffen wir aber darauf, noch mehr Starter aktivieren zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 54 . Auflage der Eisarsch-Regatta des L\u00fcbecker Yacht-Club entwickelte sich zu einem Duell auf des Messers Schneide. 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