{"id":431174,"date":"2022-12-12T14:58:13","date_gmt":"2022-12-12T13:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=431174"},"modified":"2022-12-12T14:58:13","modified_gmt":"2022-12-12T13:58:13","slug":"landwirtschaftsministerium-startet-anhoerungsverfahren-zur-aufnahme-des-wolfs-in-das-landesjagdrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/landwirtschaftsministerium-startet-anhoerungsverfahren-zur-aufnahme-des-wolfs-in-das-landesjagdrecht\/","title":{"rendered":"Landwirtschaftsministerium startet Anh\u00f6rungsverfahren zur Aufnahme des Wolfs in das Landesjagdrecht"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) hat am Freitag (9. Dezember) das Anh\u00f6rungsverfahrens zum Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfs in das Landesjagdrecht gestartet. Darauf hatte sich die Landesregierung im Koalitionsvertrag verst\u00e4ndigt. Alle beteiligten Organisationen und Institutionen werden nun schriftlich informiert und haben bis zum 24. Januar 2023 die M\u00f6glichkeit, ihre Stellungnahmen einzureichen.<!--more-->\u201eDieser Schritt dient unter anderem dazu, klare Zust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr den Fall eines zu entnehmenden Problemwolfs zu formulieren. Klar ist aber auch: Der Schutzstatus des Wolfs wird damit nicht aufgehoben. Die Aufnahme des Wolfs ins Landesjagdrecht erfolgt mit einer ganzj\u00e4hrigen Schonzeit\u201c, sagte Landwirtschaftsminister Werner Schwarz. Der Wolf bleibe weiterhin eine nach Anhang IV der FFH-Richtlinie und dem Bundesnaturschutzgesetz streng gesch\u00fctzte Art. Das T\u00f6ten eines Wolfs sei somit nur unter Beachtung enggefasster Kriterien m\u00f6glich, so der Minister.<\/p>\n<p>Die Voraussetzung einer Ausnahme f\u00fcr die Entnahme eines Wolfs sind f\u00fcr jeden Einzelfall zu pr\u00fcfen. Die geplante \u00c4nderung im Landesjagdrecht wird Halterinnen und Halter von Nutztieren nicht davon entlasten, f\u00fcr einen aktiven Schutz ihrer Tiere zu sorgen. \u201eUngeachtet dessen, dass der gro\u00dfe Zielkonflikt Nutztierhaltung und Wolf dadurch nicht gel\u00f6st werden wird, ist es richtig und wichtig den Wolf im Jagdrecht aufzunehmen. Nur so k\u00f6nnen wir die Situation der J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger in den Revieren beim Umgang mit dem Wolf verbessern\u201c, sagte Schwarz.<\/p>\n<p>Ziel der Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht ist es, dass im Falle einer Ausnahme f\u00fcr die Entnahme eines Wolfs auf das jagdrechtliche System zur\u00fcckgegriffen werden kann und die J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger in einem gewohnten und konkreten Rechtsrahmen t\u00e4tig werden k\u00f6nnen. \u201eMit Ihren Ortskenntnissen und Erfahrungen im Umgang mit Wildtieren einschlie\u00dflich des Erlegens, sind J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger die wichtigsten Partnerinnen und Partner f\u00fcr den Fall, dass eine artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme tats\u00e4chlich ausgesprochen werden muss\u201c, sagte Schwarz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zudem soll auch der Umgang mit verletzten W\u00f6lfen im Landesjagdrecht weiter konkretisiert werden, um den J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern klare und handhabbare Vorgaben an die Hand zu geben, wie sie mit einem verletzten Wolf umzugehen haben und unter welchen Bedingungen ein verletzter Wolf erlegt werden darf. Und schlie\u00dflich gilt es, Ausnahmen f\u00fcr das Aneignungsrecht der Jagdaus\u00fcbungsberechtigten zu schaffen, so der Minister.<\/p>\n<p>Gleichzeitig mit der Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht sollen auch die Vorgaben der europ\u00e4ischen REACH-Verordnung im Landesrecht umgesetzt und weitere Anpassungen vorgenommen werden. K\u00fcnftig wird es verboten sein, bleihaltige Schrotmunition bei der Jagd in Feuchtgebieten zu verwenden. Die REACH-Verordnung wurde bereits im Jahr 2021 dahingehend angepasst und gilt unmittelbar. Im Februar 2023 l\u00e4uft der zweij\u00e4hrige \u00dcbergangszeitraum f\u00fcr das Verbot ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) hat am Freitag (9. 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