{"id":432669,"date":"2023-07-20T14:16:01","date_gmt":"2023-07-20T12:16:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=432669"},"modified":"2023-07-20T14:16:01","modified_gmt":"2023-07-20T12:16:01","slug":"bund-schleswig-holstein-fordert-ein-striktes-verbot-von-glyphosat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bund-schleswig-holstein-fordert-ein-striktes-verbot-von-glyphosat\/","title":{"rendered":"BUND Schleswig-Holstein fordert ein striktes Verbot von Glyphosat!"},"content":{"rendered":"<p>Kiel. Trotz zahlreicher anderslautender Studien kommt die EU erneut zu der Auffassung, dass von Glyphosat bei ordnungsgem\u00e4\u00dfer Anwendung keine Gefahr ausgehe. Der BUND Schleswig-Holstein kritisiert dieses Vorgehen: \u201eDamit beugt sich die EU wieder den von der Agrarlobby ausge\u00fcbten Zw\u00e4ngen.\u201c<!--more-->Auch das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz und das Umweltbundesamt beurteilen den Einsatz von Glyphosat weiterhin sehr kritisch. Glyphosat gelangt in Gew\u00e4sser und kann dort f\u00fcr Amphibien t\u00f6dlich sein. Es wurde im Grund- und Trinkwasser festgestellt und geh\u00f6rt dort nicht hin. Marina Quoirin-Nebel vom BUND: \u201eIch m\u00f6chte nicht, dass wir und unsere Kinder durch Glyphosat im Trinkwasser krank werden und die Umwelt durch den vermeidbaren Einsatz weiter leidet\u201c.<\/p>\n<p>Der BUND SH weist dringend daraufhin, dass Glyphosat nicht \u00fcber Nacht seine Gef\u00e4hrlichkeit verloren hat. Schon die sehr einschr\u00e4nkende Aussage der EU bei \u201esachgem\u00e4\u00dfem Einsatz\u201c l\u00e4sst zu viel Spielraum zu Lasten der Natur und aller Lebewesen. Tats\u00e4chlich ist Glyphosat ein Gift, dass auch bei ordnungsgem\u00e4\u00dfer Ausbringung vom Wind verweht werden kann und auch in tiefere Bodenschichten vordringen kann. Insbesondere ist es aber im Rahmen der zweifelhaften ordnungsgem\u00e4\u00dfen Anwendung zul\u00e4ssig, dass zur Abt\u00f6tung von Kartoffelkraut oder zur Unkrautbek\u00e4mpfung routinem\u00e4\u00dfig in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden die gesamte Pflanzenwelt der \u00c4cker sowie zwangsl\u00e4ufig auch Teile der angrenzenden Ackerraine komplett abget\u00f6tet werden. Damit wird den Tieren, die auf die Pflanzen angewiesen sind, regelm\u00e4\u00dfig die Lebensgrundlage entzogen. Der Einsatz von Glyphosat versch\u00e4rft die Verarmung der Ackerbegleitpflanzen und das Insektensterben und er beeintr\u00e4chtigt dar\u00fcber hinaus auch angrenzende Lebensr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem belegen die bisherigen Ergebnisse eindeutig, dass der Einsatz sehr h\u00e4ufig zumindest nicht sachgerecht erfolgt. Zum Schutz des Allgemeinwohls muss auf das Vers\u00e4umnis der EU deutlich reagiert werden.<br \/>\nUm unerw\u00fcnschte Beikr\u00e4uter zu beseitigen, gibt es in der Landwirtschaft schonendere Methoden statt Pestizide (Gifte) zu spritzen. \u00d6kologisch orientierte Landwirte haben nachgewiesen, dass gute Ertr\u00e4ge auch ohne Pestizide m\u00f6glich sind. Nicht jedes Begleitgr\u00fcn (Unkraut) schadet dem Ertrag. Geeignete Begleitpflanzen f\u00f6rdern die Biodiversit\u00e4t, verbessern den Humus, halten die Feuchtigkeit und verhindern das Abtragen wertvollen Bodens durch Wind oder Regen. Diese Bewirtschaftungsform f\u00f6rdert zudem den Klimaschutz. Es wird endlich Zeit, dass Glyphosat aus der Landwirtschaft, den Privatg\u00e4rten und der Umwelt insgesamt verschwindet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel. 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