{"id":432925,"date":"2023-09-07T11:45:07","date_gmt":"2023-09-07T09:45:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=432925"},"modified":"2023-09-07T11:45:44","modified_gmt":"2023-09-07T09:45:44","slug":"marien-krankenhaus-gruene-enttaeuscht-von-lindenau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/marien-krankenhaus-gruene-enttaeuscht-von-lindenau\/","title":{"rendered":"Marien-Krankenhaus: Gr\u00fcne entt\u00e4uscht von Lindenau"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/tbf240108_Marienkrankenhaus-Schild-2-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-432927 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/tbf240108_Marienkrankenhaus-Schild-2-1.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/tbf240108_Marienkrankenhaus-Schild-2-1.jpg 418w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/tbf240108_Marienkrankenhaus-Schild-2-1-223x320.jpg 223w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/tbf240108_Marienkrankenhaus-Schild-2-1-383x550.jpg 383w\" sizes=\"auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px\" \/><\/a><\/strong>Foto: TBF <strong>\u00b7 Die Gr\u00fcnen sind sehr entt\u00e4uscht von der Schlie\u00dfung des Marien-Krankenhauses. W\u00e4hrend es f\u00fcr eine Aufrechterhaltung der Geburtshilfe am Standort Parade wegen des Mangels an \u00c4rzt*innen nur geringe Aussichten gab, hatten die Gr\u00fcnen gro\u00dfe Hoffnungen in einen Fortbestand der sonstigen beleg\u00e4rztlichen Behandlungen und Operationen im Marien-Krankenhaus. Deshalb fordern die Gr\u00fcnen nun Aufkl\u00e4rung und die Bereitschaft, Verantwortung zu \u00fcbernehmen.<\/strong><\/p>\n<p>Hierzu \u00e4u\u00dfert sich der B\u00fcrgermeisterkandidat und Fraktionsvorsitzende der B\u00fcrgerschaftsfraktion von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen,<strong> Dr. Axel Flasbarth:<\/strong><\/p>\n<p>\u201cDie L\u00fcbecker B\u00fcrgerschaft hat B\u00fcrgermeister Lindenau bereits im Januar 2023 damit beauftragt, eine kommunale (Teil-)Tr\u00e4gerschaft f\u00fcr das Marien-Krankenhaus zu pr\u00fcfen. Im M\u00e4rz antwortete Herr Lindenau auf Nachfrage, dass eine kommunale Tr\u00e4gerschaft \u201caufgrund der Entscheidung des Eigent\u00fcmers\u201d ausgeschlossen sei. Wie sich jetzt herausstellt, war das jedoch offensichtlich nicht der Fall. Warum also der sehr klare B\u00fcrgerschaftsbeschluss zur Erhaltung des Marien-Krankenhauses auch durch eine kommunale Tr\u00e4gerschaft nicht umgesetzt wurde, erschlie\u00dft sich uns nicht. Wir fordern hier umfassende Aufkl\u00e4rung.<!--more-->Die Entscheidung der Krankenkassen, die Belegarztbetten im Marien-Krankenhaus anzuerkennen, liegt weder bei der Landesregierung noch bei der Hansestadt. Allerdings lag es vor allem in der Verantwortung der Hansestadt, die hierf\u00fcr notwendigen Antr\u00e4ge und Unterlagen rechtzeitig einzureichen. Die Fristen f\u00fcr eine Anerkennung der verbliebenen Belegarztbetten durch die Krankenkassen sind lange bekannt. Unverst\u00e4ndlich ist uns daher, dass die vorbereitenden Arbeiten von Hansestadt und Beratern so lange gedauert haben, dass innerhalb dieser Fristen keine L\u00f6sung mehr gefunden werden konnte. Auch hier fordern wir Aufkl\u00e4rung, warum nicht termingerecht gearbeitet wurde. Dass Herr Lindenau vor diesem Hintergrund versucht, die Schuldigen beim Land zu suchen, erscheint uns nicht sachgerecht.<\/p>\n<p>Es bleibt uns die Hoffnung, dass eine derartige Anerkennung der Belegarztbetten im n\u00e4chsten Zyklus in einem Jahr gelingen k\u00f6nnte. Ob und wie sich eine solche Wiederer\u00f6ffnung des Marien-Krankenhauses nach der jetzt bevorstehenden (tempor\u00e4ren) Schliessung realisieren l\u00e4sst, sollte jetzt gr\u00fcndlich gepr\u00fcft werden.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der gesundheitspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen und direkt gew\u00e4hlte L\u00fcbecker Landtagsabgeordnete, <strong>Jasper Balke<\/strong>, erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201cDie Leidtragenden nach der Entscheidung letzter Woche sind die Menschen der Hansestadt L\u00fcbeck, das Personal des Marien-Krankenhauses, die Beleg\u00e4rztinnen und Beleg\u00e4rzte sowie deren Patient*innen. Dieser Umstand sollte allen Beteiligten bewusst sein. Auch die Komplexit\u00e4t unseres Gesundheitssystems sollte allen Beteiligten eigentlich sp\u00e4testens seit Beginn des Jahres bekannt sein. Dass sich der B\u00fcrgermeister letzte Woche nun trotzdem dazu entschieden hat, pauschale Schuldzuweisungen &#8211; die \u00fcbrigens niemandem weiterhelfen &#8211; zu \u00e4u\u00dfern, wird der gesamten Situation und seiner Verantwortung darin einfach nicht gerecht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe mich in den letzten Monaten immer wieder sehr f\u00fcr den Erhalt eines station\u00e4ren Angebots am Standort der Parade eingesetzt, zwischen einigen Beteiligten vor Ort und dem Gesundheitsministerium vermittelt. Der Standort h\u00e4tte selbst nach dem bedauerlichen R\u00fcckzug des Erzbistums weiterhin ein gro\u00dfartiges Potential f\u00fcr eine vollumfassende Gesundheitsversorgung im Herzen der Altstadt geboten. Diese Einsch\u00e4tzung wurde stets von den meisten Beteiligten auf kommunaler wie Landesebene geteilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den Frust nach der Entscheidung von letzter Woche konnte ich deshalb sehr gut nachvollziehen. Im Sozialausschuss des Landtages von letzter Woche Donnerstag habe ich den Gesundheitsstaatssekret\u00e4r Dr. Oliver Grundei daher sehr ausf\u00fchrlich zu den Vorg\u00e4ngen der letzten Wochen befragt. Auch dort zeigte sich, dass das Land den gesamten Prozess \u00fcber auf eine gute L\u00f6sung f\u00fcr alle hingearbeitet hat. Doch das Land kann niemanden dazu verpflichten, einen Krankenhausstandort als Tr\u00e4ger zu \u00fcbernehmen. Das Erzbistum hat schlie\u00dflich bereits vor mehreren Jahren angek\u00fcndigt, dass sie einen defizit\u00e4ren Standort mit einem sich anbahnenden Fachkr\u00e4ftemangel nicht lange weiterhin tragen k\u00f6nnen. Seitdem gab es weder seitens der Hansestadt, der Beleg\u00e4rzte noch weiterer Krankenhaustr\u00e4ger die Bereitschaft, Verantwortung in gesch\u00e4ftsf\u00fchrender und tragender Rolle zu \u00fcbernehmen. Wozu so etwas f\u00fchrt, mussten alle in der letzten Woche schmerzhaft feststellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer aber die autonome Entscheidungsbefugnis \u00fcber die Zukunft eines Krankenhausstandorts haben m\u00f6chte, muss dazu bereit sein, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Gesundheits- und Daseinsvorsorge geh\u00f6ren eigentlich in \u00f6ffentliche Hand. Zwar kann durch die Verz\u00f6gerungen der letzten Monate nun keine \u00dcbernahme des laufenden Gesch\u00e4fts vorgenommen werden, doch aufgrund der Neuaufstellung des Krankenhausplans 2024 auf Landesebene wird die Aufnahme eines \u00f6ffentlichen Tr\u00e4gers wie der Hansestadt L\u00fcbeck in den neuen Krankenhausplan vereinfacht.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund erneuern wir Gr\u00fcne nun unseren Appell von Beginn des Jahres f\u00fcr die \u00dcbernahme des Marien-Krankenhauses in eine kommunale Tr\u00e4gerschaft. Anstatt dann mit dem Finger auf andere zu zeigen, liegt die Entscheidungsbefugnis dann bei der B\u00fcrgerschaft, dem B\u00fcrgermeister und richtigerweise an erster Stelle bei den Menschen der Hansestadt L\u00fcbeck.\u201d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: TBF \u00b7 Die Gr\u00fcnen sind sehr entt\u00e4uscht von der Schlie\u00dfung des Marien-Krankenhauses. 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