{"id":433442,"date":"2023-12-06T08:53:07","date_gmt":"2023-12-06T07:53:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=433442"},"modified":"2023-12-06T08:53:07","modified_gmt":"2023-12-06T07:53:07","slug":"was-aendert-sich-in-der-gesetzlichen-rentenversicherung-zum-1-januar-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/was-aendert-sich-in-der-gesetzlichen-rentenversicherung-zum-1-januar-2024\/","title":{"rendered":"Was \u00e4ndert sich in der gesetzlichen Rentenversicherung zum 1. Januar 2024"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Mit Beginn des Jahres 2024 kommt es zu einigen \u00c4nderungen rund um die gesetzliche Rentenversicherung. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Nord in L\u00fcbeck hin. <\/span><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Beitragssatz bleibt stabil: <\/span><\/b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Beim Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung \u00e4ndert sich nichts. Er bleibt auch im kommenden Jahr stabil und betr\u00e4gt somit weiterhin 18,6 Prozent.<!--more--><\/span><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Regul\u00e4re Altersgrenze steigt auf 66 Jahre<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wie geplant steigt zu Beginn des n\u00e4chsten Jahres die regul\u00e4re Altersgrenze auf 66 Jahre. Dies gilt f\u00fcr Versicherte, die im Jahr 1958 geboren wurden. F\u00fcr diejenigen, die sp\u00e4ter geboren wurden, erh\u00f6ht sich das Eintrittsalter in 2-Monats-Schritten weiter. 2031 ist dann die regul\u00e4re Altersgrenze von 67 Jahren erreicht.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Altersgrenze f\u00fcr &#8222;Rente ab 63&#8220; steigt<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Auch bei der als &#8222;Rente ab 63&#8220; bezeichneten Altersrente f\u00fcr besonders langj\u00e4hrig Versicherte steigt die Altersgrenze. F\u00fcr 1960 Geborene liegt sie bei 64 Jahren und 4 Monaten. F\u00fcr sp\u00e4ter Geborene erh\u00f6ht sich das Eintrittsalter weiter, bis 2029 die dann g\u00fcltige Altersgrenze von 65 Jahren erreicht sein wird. Die abschlagsfreie Altersrente f\u00fcr besonders langj\u00e4hrig Versicherte kann in Anspruch nehmen, wer mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war. Eine vorzeitige Inanspruchnahme, auch mit Abschl\u00e4gen, ist f\u00fcr diese Rentenart nicht m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Abschlag bei neuen &#8222;Renten f\u00fcr langj\u00e4hrig Versicherte&#8220; steigt weiter<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wer mindestens 35 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war, kann ab einem Alter von 63 Jahren die Altersrente f\u00fcr langj\u00e4hrig Versicherte in Anspruch nehmen. Die Altersrente ist mit einem Abschlag verbunden. Dieser betr\u00e4gt 0,3 Prozent je Monat, den die Rente vor Erreichen des regul\u00e4ren Rentenalters in Anspruch genommen wird. Da das regul\u00e4re Rentenalter bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre steigt, steigt auch der Abschlag bei fr\u00fchestm\u00f6glicher Inanspruchnahme dieser Rente. F\u00fcr Versicherte des Jahrgangs 1961, die im kommenden Jahr 63 werden, liegt das regul\u00e4re Rentenalter bei 66 Jahren und 6 Monaten; bei einem fr\u00fchestm\u00f6glichen Rentenbeginn mit 63 Jahren betr\u00e4gt der Abschlag 12,6 Prozent. F\u00fcr Versicherte des Jahrgangs 1960 lag der Abschlag noch bei maximal 12,0 Prozent.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Hinzuverdienstgrenzen steigen<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die Hinzuverdienstgrenzen f\u00fcr Renten wegen verminderter Erwerbsf\u00e4higkeit steigen 2024. Beim Bezug einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ergibt sich ab Januar eine j\u00e4hrliche Mindesthinzuverdienstgrenze von 37.117,50 Euro, bei Renten wegen voller Erwerbsminderung sind es 18.558,75 Euro.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Verbesserte Absicherung bei Erwerbsminderung<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die H\u00f6he einer Erwerbsminderungsrente berechnet sich aus den bisher zur\u00fcckgelegten Versicherungszeiten. Zus\u00e4tzlich werden erwerbsgeminderte Menschen durch die sogenannte Zurechnungszeit so gestellt, als h\u00e4tten sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet und Beitr\u00e4ge gezahlt. Dadurch erhalten sie eine h\u00f6here Rente. Seit 2019 wird der Umfang der Zurechnungszeit an das regul\u00e4re Rentenalter angepasst. Dieses steigt bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre. Bei einem Rentenbeginn im kommenden Jahr endet die Zurechnungszeit daher statt mit 66 Jahren mit 66 Jahren und 1 Monat.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt 2024 in den alten Bundesl\u00e4ndern von monatlich 7.300 Euro auf 7.550 Euro und in den neuen Bundesl\u00e4ndern von monatlich 7.100 Euro auf 7.450 Euro. Sie bestimmt den H\u00f6chstbetrag, bis zu dem Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags ber\u00fccksichtigt wird. F\u00fcr dar\u00fcberhinausgehendes Einkommen werden keine Beitr\u00e4ge gezahlt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die Bezugsgr\u00f6\u00dfe steigt 2024 in den alten Bundesl\u00e4ndern von 3.395 Euro auf 3.535 Euro im Monat. Die Bezugsgr\u00f6\u00dfe (Ost) steigt in den neuen Bundesl\u00e4ndern von 3.290 Euro auf 3.465 Euro im Monat. Sie hat unter anderem f\u00fcr die Beitragsberechnung von versicherungspflichtigen Selbstst\u00e4ndigen in der Rentenversicherung eine Bedeutung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">2024 wird das letzte Jahr mit unterschiedlichen Beitragsbemessungsgrenzen und Bezugsgr\u00f6\u00dfen f\u00fcr die alten und die neuen Bundesl\u00e4nder sein. Ab 2025 gelten eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze und eine einheitliche Bezugsgr\u00f6\u00dfe in West- und Ostdeutschland.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Freiwillige Versicherung: Mindest- und H\u00f6chstbeitrag steigen<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Der monatliche Mindestbeitrag f\u00fcr die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung steigt ab 1. Januar 2024 von 96,72 Euro auf 100,07 Euro. Der H\u00f6chstbetrag steigt von 1.357,80 Euro auf 1.404,30 Euro im Monat. Freiwillige Beitr\u00e4ge zur gesetzlichen Rentenversicherung k\u00f6nnen alle Menschen zahlen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, mindestens 16 Jahre alt sind und in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht pflichtversichert sind. Unter den genannten Voraussetzungen ist die Zahlung freiwilliger Beitr\u00e4ge f\u00fcr Deutsche mit Wohnsitz im Ausland ebenfalls m\u00f6glich. Ausgeschlossen von der freiwilligen Versicherung sind Personen, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und eine volle Altersrente beziehen. F\u00fcr die freiwillige Versicherung gelten in den alten und neuen Bundesl\u00e4ndern keine Unterschiede.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Minijob-Grenze steigt auf 538 Euro<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die monatliche Verdienstgrenze im Minijob &#8211; auch Minijob-Grenze genannt &#8211; steigt 2024 von derzeit 520 Euro auf 538 Euro. Sie ist dynamisch und orientiert sich am Mindestlohn. Da sich der Mindestlohn im kommenden Jahr von 12 Euro auf 12,41 Euro erh\u00f6ht, steigt somit ebenfalls die Minijob-Grenze.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Midijob: Untergrenze steigt<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die Untergrenze f\u00fcr Verdienste aus Besch\u00e4ftigungen im sogenannten \u00dcbergangsbereich steigt im kommenden Jahr von monatlich 520,01 Euro auf 538,01 Euro. Die Obergrenze bleibt unver\u00e4ndert bei 2.000 Euro im Monat. Besch\u00e4ftigte, die regelm\u00e4\u00dfig zwischen 538 Euro und 2.000 Euro verdienen, gelten als Midijobber. Bei einem Verdienst innerhalb dieses \u00dcbergangsbereichs zahlen sie einen reduzierten Beitragsanteil zur Sozialversicherung, der bis zum Erreichen der Obergrenze von 2.000 Euro steigt und erst dann der vollen Beitragsh\u00f6he entspricht. Die Rentenanspr\u00fcche vermindern sich durch den reduzierten Beitragsanteil nicht. Sie werden auf Basis des vollen Verdienstes berechnet.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">H\u00f6herer Steueranteil f\u00fcr Neurentner<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wer 2024 neu in den Ruhestand geht, muss einen h\u00f6heren Anteil seiner Rente versteuern. Ab Januar 2024 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 83 auf 84 Prozent. Somit bleiben 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Bestandsrenten sind hiervon nicht betroffen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Der Gesetzgeber beabsichtigt, den steuerpflichtigen Rentenanteil r\u00fcckwirkend ab 2023 nur noch in Schritten von jeweils einem halben Prozentpunkt zu erh\u00f6hen. Das entsprechende Gesetzgebungsverfahren ist derzeit allerdings noch nicht abgeschlossen.<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Mit Wohn-Riester die Heizung sanieren<\/span><\/b><br \/>\n<span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Am 1. Januar 2024 tritt das &#8222;Heizungsgesetz&#8220; (Geb\u00e4udeenergiegesetz) in Kraft. Besitzer einer selbst genutzten Wohnimmobilie haben dann die M\u00f6glichkeit, Guthaben aus Riester-Vertr\u00e4gen (&#8222;Wohn-Riester&#8220;) f\u00fcr den Einbau einer W\u00e4rmepumpe zu nutzen. Antr\u00e4ge auf Nutzung eines Riester-Guthabens k\u00f6nnen ab dem 1. Januar 2024 bei der Zentralen Zulagenstelle f\u00fcr Altersverm\u00f6gen unter <\/span><a href=\"https:\/\/riester.deutsche-rentenversicherung.de\/\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">riester.deutsche-rentenversicherung.de<\/span><\/a><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">\u00a0gestellt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Weitere Informationen zu allen Themen rund um die gesetzliche Rentenversicherung gibt es unter online unter <\/span><a href=\"www.deutsche-rentenversicherung.de\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">www.deutsche-rentenversicherung.de<\/span><\/a><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">.<\/span>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Beginn des Jahres 2024 kommt es zu einigen \u00c4nderungen rund um die gesetzliche Rentenversicherung. 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