{"id":434599,"date":"2024-04-05T17:49:52","date_gmt":"2024-04-05T15:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=434599"},"modified":"2024-04-05T17:53:02","modified_gmt":"2024-04-05T15:53:02","slug":"bangladesch-wegen-jesus-aus-dem-job-gemobbt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bangladesch-wegen-jesus-aus-dem-job-gemobbt\/","title":{"rendered":"Bangladesch: Wegen Jesus aus dem Job gemobbt"},"content":{"rendered":"<div class=\"content\">\n<div class=\"field field--name-field-subtitle field--type-string-long field--label-hidden field--item\"><a href=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/open_doors_nachrichten_bangladesch_detailpage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-434601 aligncenter\" src=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/open_doors_nachrichten_bangladesch_detailpage.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"363\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/open_doors_nachrichten_bangladesch_detailpage.jpg 600w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/open_doors_nachrichten_bangladesch_detailpage-320x179.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/open_doors_nachrichten_bangladesch_detailpage-550x307.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Stra\u00dfenszene in der Hauptstadt Dhaka (Symbolbild) \u00b7 Wie Christen im beruflichen Alltag diskriminiert werden. (Open Doors, Kelkheim) \u2013 Wer sich in Bangladesch an seiner Arbeitsstelle als Christ zu erkennen gibt, muss in vielen F\u00e4llen um seinen Job f\u00fcrchten. Drei aktuelle Beispiele veranschaulichen, welche Reaktionen besonders Konvertiten aus dem Islam in ihrem beruflichen Umfeld erleben. Schon ein allt\u00e4gliches Gespr\u00e4ch \u00fcber religi\u00f6se Themen kann f\u00fcr sie schnell eine negative Wendung nehmen, die mitunter in offene Aggression m\u00fcndet.<\/div>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<div class=\"field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item\">\n<div class=\"message-body message-type-news\">\n<h2>Gottesdienstbesuch gezielt verhindert<\/h2>\n<p>Supti* war bei einer weltbekannten Fast-Food-Kette in Bangladesch angestellt und verpasste wegen ihrer Arbeitszeiten oft die Treffen ihrer Kirche. Um das zu \u00e4ndern, bat sie ihren Vorgesetzten um eine Stunde Urlaub am Sonntag. Ihr Vorgesetzter lehnte jedoch kategorisch ab. Und nicht nur das: Von diesem Zeitpunkt an legte er ihre Schichten so, dass sie jeden Sonntag zur Zeit des Gottesdienstes arbeiten musste. Dar\u00fcber hinaus wies er sie einer anderen Abteilung zu, in der sie mehr arbeiten musste als zuvor. Ihre islamischen Kollegen hingegen durften sogar w\u00e4hrend ihrer Dienstzeit den Arbeitsplatz verlassen, um an den muslimischen Gebetszeiten teilzunehmen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu diesen Schikanen erhielt Supti einen Hidschab (Kopftuch nach islamischer Tradition), den sie w\u00e4hrend ihrer Schichten tragen musste, obwohl sie keine Muslima ist. Die st\u00e4ndige Diskriminierung und der Druck setzten ihr so sehr zu, dass sie schlie\u00dflich k\u00fcndigte \u2013 und damit ihre einzige Einnahmequelle verlor.<\/p>\n<p>Tanvir* ist ein ehemaliger Muslim, der sich entschieden hat, Christ zu werden. Nach seiner Abkehr vom Islam wurde er immer wieder von seinen Arbeitskollegen gemobbt. Auch seine Vorgesetzten diskriminierten ihn und machten ihm das Arbeitsleben schwer. Da sie ihn nicht ohne triftigen Grund entlassen konnten, hofften sie offenbar, dass er aufgrund all der Schikanen von sich aus gehen w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich gab Tanvir dem Druck eines Tages nach und k\u00fcndigte. Doch zu seinem Gl\u00fcck fand er eine Stelle bei einer christlichen Organisation. Dort wird er mit Respekt behandelt und kommt auch innerlich langsam zur Ruhe.<\/p>\n<h2>Wer keinen Bart tr\u00e4gt, muss gehen<\/h2>\n<p>Mitali* und Subol* sind zwei christliche Bankangestellte, die in verschiedenen Filialen derselben Bank arbeiten. Obwohl sie keine Muslime sind, werden sie gezwungen, ihr \u00c4u\u00dferes den islamischen Gebr\u00e4uchen anzupassen. Mitali* tr\u00e4gt deshalb seit vielen Jahren an ihrem Arbeitsplatz einen Hidschab, obwohl dies ihren \u00dcberzeugungen als Christin widerspricht. Als sie ihre Stelle antrat, wurde sie von ihren Vorgesetzten dazu angewiesen mit der klaren Ansage: Wenn sie ihre Stelle behalten wolle, m\u00fcsse sie den Hidschab tragen.<\/p>\n<p>Als Mann ist Subol* in anderer Weise herausgefordert. Da viele Muslime aus religi\u00f6ser \u00dcberzeugung einen langen Bart tragen, sollte auch er sich einen solchen Bart wachsen lassen. Andernfalls drohte ihm die K\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Angesichts der Bedeutung, die der islamische Glaube mit all seinen Regeln f\u00fcr die Kultur der Menschen in Bangladesch hat, wiegen solche \u00c4u\u00dferlichkeiten schwer. Christen wie Mitali und Subol erleben den Zwang zum Tragen von Hidschab oder Bart als regelm\u00e4\u00dfige Erinnerung daran, dass ihr Glaube nicht respektiert wird und sie sich zu ihrem eigenen Schutz der islamischen Mehrheit unterordnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dies steht im Widerspruch zur g\u00e4ngigen Rechtsprechung, die jeglichen Zwang zum Tragen religi\u00f6s bedeutsamer Kleidungsst\u00fccke wie dem Hidschab am Arbeitsplatz oder in \u00f6ffentlichen Einrichtungen verbietet. Auch laut der Verfassung Bangladeschs ist jegliche Diskriminierung aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden unzul\u00e4ssig. Christen erleben dies h\u00e4ufig anders.<\/p>\n<p>Auf dem <a href=\"https:\/\/www.opendoors.de\/christenverfolgung\/weltverfolgungsindex\">Weltverfolgungsindex 2024<\/a> steht <a href=\"https:\/\/www.opendoors.de\/christenverfolgung\/weltverfolgungsindex\/laenderprofile\/bangladesch\">Bangladesch<\/a> an 26. Stelle unter den L\u00e4ndern, in denen Christen am st\u00e4rksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.<\/p>\n<p>*Name ge\u00e4ndert<\/p>\n<p><em>Quellen: Open Doors<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stra\u00dfenszene in der Hauptstadt Dhaka (Symbolbild) \u00b7 Wie Christen im beruflichen Alltag diskriminiert werden. 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