{"id":435148,"date":"2024-02-12T08:30:04","date_gmt":"2024-02-12T07:30:04","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/immobilienpreise-schliessen-2023-mit-minus-in-hoehe-von-72-ab\/"},"modified":"2024-02-12T08:30:04","modified_gmt":"2024-02-12T07:30:04","slug":"immobilienpreise-schliessen-2023-mit-minus-in-hoehe-von-72-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/immobilienpreise-schliessen-2023-mit-minus-in-hoehe-von-72-ab\/","title":{"rendered":"Immobilienpreise schlie\u00dfen 2023 mit Minus in H\u00f6he von 7,2 % ab"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; <\/p>\n<p>vdp-Index weist f\u00fcr Wohnimmobilienpreise R\u00fcckgang von 6,1 % aus<\/p>\n<p>Die Preisanpassungen am deutschen Immobilienmarkt hielten auch im vierten Quartal 2023 an: Verglichen mit dem Schlussquartal 2022 fielen die Immobilienpreise um durchschnittlich 7,2 %. Gegen\u00fcber dem dritten Quartal 2023 belief sich die Preiskorrektur auf -2,2 %. Damit erreichte der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) einen Wert von 175,2 Punkten (Basisjahr 2010 = 100 Punkte), gleichbedeutend mit einem Minus von 10,0 % im Vergleich zu seinem H\u00f6chststand im zweiten Quartal 2022 (194,8 Punkte). Der vdp-Index wird seit 2010 von vdpResearch quartalsweise erhoben und basiert &#8211; im Gegensatz zu anderen Immobilienindizes &#8211; auf der Auswertung echter Immobilientransaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten. So deckt der Index Quartal f\u00fcr Quartal die Preisentwicklungen auf dem gesamten deutschen Markt f\u00fcr Wohn- und Gewerbeimmobilien ab. <\/p>\n<p>Die Wohnimmobilienpreise gingen im vierten Quartal 2023 &#8211; verglichen mit dem Vorjahreszeitraum (Q4 2023 zu Q4 2022) &#8211; um 6,1 % zur\u00fcck. Gegen\u00fcber dem Vorquartal (Q4 2023 zu Q3 2023) gaben sie um 1,6 % nach. Seit ihrem H\u00f6chststand im zweiten Quartal 2022 fielen die Preise f\u00fcr Wohnimmobilien in Deutschland um insgesamt 8,4 %. Zuvor hatten sie sich binnen zw\u00f6lf Jahren mehr als verdoppelt. <\/p>\n<p>Die Einbu\u00dfen bei den Gewerbeimmobilienpreisen beliefen sich zwischen den Schlussquartalen 2022 und 2023 auf 12,1 %, im Vergleich zum dritten Quartal 2023 auf 4,9 %. Beide Werte stellen die bislang gr\u00f6\u00dften im vdp-Index gemessenen Preisr\u00fcckg\u00e4nge bei Gewerbeimmobilien dar. Seit dem zweiten Quartal 2022, als die Preise ihren bisherigen H\u00f6chststand erreicht hatten, gingen sie um 16,5 % zur\u00fcck. Zwischen 2010 und 2022 hatten sie sich zuvor um rund 55 % verteuert. <\/p>\n<p>&#8222;Eine Trendwende bei den Immobilienpreisen ist noch nicht absehbar.&#8220; Jens Tolckmitt <\/p>\n<p>&#8222;Hinter der Immobilienbranche liegt ein schwieriges Jahr 2023. Dies zeigt die Preisentwicklung: Auch im vierten Quartal war bei den Preisen noch keine Belebung festzustellen&#8220;, stellte vdp-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jens Tolckmitt fest. Eine Trendwende bei den Immobilienpreisen, \u00fcber die bereits des \u00d6fteren in der \u00d6ffentlichkeit spekuliert wird, ist noch nicht absehbar. Auch 2024 wird vorerst schwierig bleiben.&#8220; <\/p>\n<p>Wohnimmobilien: Deutliche Anstiege bei Mieten und Renditen<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Wohnimmobilienpreise im Vergleich zum direkten Vorquartal einheitlich um 1,6 % abnahmen, zeigten sich im Vorjahresvergleich leichte Differenzen zwischen den einzelnen Objektarten: Selbst genutztes Wohneigentum &#8211; dazu z\u00e4hlen Eigenheime und Eigentumswohnungen &#8211; verzeichneten seit dem Vorjahresquartal einen Preisr\u00fcckgang in H\u00f6he von 5,8 %. Die Preise f\u00fcr Mehrfamilienh\u00e4user gaben im selben Zeitraum noch etwas st\u00e4rker nach: um 6,3 %. Aus beiden Entwicklungen resultierte der Gesamtr\u00fcckgang der Preise f\u00fcr Wohnimmobilien in H\u00f6he von 6,1 %. <\/p>\n<p>Die Jahresver\u00e4nderungsrate bei den Neuvertragsmieten in Mehrfamilienh\u00e4usern verharrte wie im Vorquartal bei 5,8 %. Mit 12,9 % nahmen die Renditen, gemessen am vdp-Index f\u00fcr Liegenschaftszinsen, erneut sp\u00fcrbar zu, die Dynamik war jedoch nicht ganz so ausgepr\u00e4gt wie im dritten Quartal 2023 (+13,5 %). <\/p>\n<p>&#8222;Der Wohnraummangel wird weiter zunehmen.&#8220; Jens Tolckmitt <\/p>\n<p>&#8222;Die Mietentwicklung zeigt: Wohnraum ist in Deutschland weiterhin ein sehr knappes Gut, insbesondere in Ballungsr\u00e4umen. Angesichts der r\u00fcckl\u00e4ufigen Wohnungsfertigstellungen m\u00fcssen wir damit rechnen, dass der Wohnraummangel in den n\u00e4chsten Jahren noch weiter zunehmen wird. Weiter steigende Mieten w\u00e4ren die Folge. Deshalb bedarf es nun dringend der Umsetzung der Ma\u00dfnahmen, die im B\u00fcndnis bezahlbarer Wohnraum beschlossen worden sind, und auch noch weiterer Ma\u00dfnahmen&#8220;, appellierte Tolckmitt an die Politik. <\/p>\n<p>Top 7: Berlin verzeichnet gr\u00f6\u00dfte Mietanstiege<\/p>\n<p>In den Top 7-St\u00e4dten pr\u00e4sentierten sich die Wohnimmobilienpreise etwas resilienter als im gesamten Bundesgebiet: So fielen die Preise in Berlin, D\u00fcsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, K\u00f6ln, M\u00fcnchen und Stuttgart im Vergleich zum vierten Quartal 2022 um durchschnittlich 5,1 %, w\u00e4hrend die Ver\u00e4nderungsrate deutschlandweit -6,1 % betrug. Am st\u00e4rksten gaben die Preise in M\u00fcnchen und in Frankfurt am Main mit -6,3 % bzw. -6,1 % nach. Die geringsten Preisr\u00fcckg\u00e4nge verzeichneten K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf mit -4,4 % und -4,8 %. Die Spanne der Preisentwicklungen zwischen dem dritten und vierten Quartal 2023 bewegte sich zwischen -1,0 % (K\u00f6ln) und -2,3 % (M\u00fcnchen). <\/p>\n<p>Unter den Top 7-St\u00e4dten wies die Bundeshauptstadt jeweils den gr\u00f6\u00dften Anstieg bei den Neuvertragsmieten in Mehrfamilienh\u00e4usern (+ 6,7 %) und bei den Renditen (+12,5 %) auf. Hamburg fiel dagegen mit Steigerungsraten von 3,3 % und 9,0 % etwas ab. Im Durchschnitt erh\u00f6hten sich die Mieten in den sieben Metropolen um 5,4 %, die Renditen um 11,1 %. <\/p>\n<p>Gewerbeimmobilien: H\u00f6chster Mietanstieg bei Einzelhandelsimmobilien<\/p>\n<p>Im vierten Quartal 2023 fiel die Preiskorrektur auf dem Gewerbeimmobilienmarkt (-12,1 % gegen\u00fcber Vorjahresquartal und -4,9 % gegen\u00fcber Vorquartal) erneut deutlich h\u00f6her aus als auf dem Wohnimmobilienmarkt. Dazu trug \u00fcberwiegend die Entwicklung der B\u00fcroimmobilienpreise bei, die auf Quartalssicht um 5,2 %, auf Jahressicht um durchschnittlich 13,3 % nachgaben. Etwas weniger ausgepr\u00e4gt waren die Preisr\u00fcckg\u00e4nge bei Einzelhandelsimmobilien, die um 9,0 % bzw. 3,9 % abnahmen, wobei zu konstatieren ist, dass der Abw\u00e4rtstrend auf dem Einzelhandelsmarkt bereits deutlich l\u00e4nger anh\u00e4lt als bei B\u00fcroimmobilien. <\/p>\n<p>Marktstabilisierend wirkten in beiden Assetklassen die am vdp-Liegenschaftszinssatzindex gemessenen Renditeanstiege sowie die Entwicklung der Neuvertragsmieten: So kletterten die B\u00fcrorenditen zwischen den Schlussquartalen 2022 und 2023 um 17,5 %. Auch der Zuwachs der B\u00fcromieten setzte sich fort (+1,9 %), jedoch nicht mehr so dynamisch wie in den Vorquartalen. <\/p>\n<p>Erstmals seit dem dritten Quartal 2019 wiesen die Neuvertragsmieten im Einzelhandel im Jahresvergleich wieder einen Anstieg auf, der mit +2,5 % gleich eine Bestmarke erzielte: Seit Aufzeichnungsbeginn des vdp-Index im Jahr 2003 gab es kein gr\u00f6\u00dferes Wachstum der Neuvertragsmieten bei Einzelhandelsimmobilien, was auf eine erh\u00f6hte Investorennachfrage schlie\u00dfen l\u00e4sst. Dar\u00fcber hinaus erreichten die Renditeanstiege von Einzelhandelsimmobilien im vierten Quartal 2023 mit 12,7 % ihren mit Abstand h\u00f6chsten Wert in der Historie des vdp-Index. Damit konnte die bisherige Rekordmarke aus dem zweiten Quartal 2023 (+9,5 %) deutlich \u00fcbertroffen werden. <\/p>\n<p>&#8222;Verhaltene Nachfrage dr\u00fcckt die B\u00fcroimmobilienpreise.&#8220; Jens Tolckmitt <\/p>\n<p>&#8222;Die Immobilienkrise trifft Gewerbeimmobilien st\u00e4rker als Wohnimmobilien. Besonders im Fokus stehen derzeit die B\u00fcroimmobilien, deren Renditen in der Breite offenbar noch nicht das Niveau erreicht haben, das Investoren erwarten. Hinzu kommt: Aufgrund der Unsicherheit \u00fcber die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und der nach wie vor unklaren Auswirkungen des Homeoffice-Trends auf die ben\u00f6tigte B\u00fcrofl\u00e4che bleibt die Nachfrage nach B\u00fcros verhalten, was die Preise weiter dr\u00fcckt. Demgegen\u00fcber sind Einzelhandelsimmobilien im Zyklus schon deutlich weiter vorangeschritten, der erste Anstieg der Neuvertragsmieten nach mehr als vier Jahren ist ein Indiz daf\u00fcr&#8220;, stellte Tolckmitt heraus. <\/p>\n<p>Ausblick auf 2024: Neues Preisgleichgewicht noch nicht gefunden&#8220;<\/p>\n<p>Angesprochen auf seine Prognose f\u00fcr das laufende Immobilienjahr erkl\u00e4rte Tolckmitt: &#8222;Zu Beginn des Jahres 2024 befindet sich der Immobilienmarkt weiter im Abschwung, Preisr\u00fcckg\u00e4nge halten nach wie vor an. Es bedarf noch einiger Zeit, bis sich Immobilienverk\u00e4ufer und -K\u00e4ufer auf ein neues Preisgleichgewicht verst\u00e4ndigt haben. Erst dann wird es zu einer sp\u00fcrbaren Belebung des Marktes kommen.&#8220; <\/p>\n<p>&#8222;Abw\u00e4rtstendenzen sollten sich im Laufe dieses Jahres merklich abmildern.&#8220; Jens Tolckmitt <\/p>\n<p>Mit einer Stabilisierung der Preise auf dem Wohnimmobilienmarkt k\u00f6nne im kommenden Sommer gerechnet werden, bei den Gewerbeimmobilienpreisen nicht vor Ende dieses Jahres, so Tolckmitt. &#8222;Alles in allem d\u00fcrfte das Immobilienjahr 2024 nach jetziger Erkenntnis zwar auch herausfordernd werden, doch die seit Mitte 2022 bestehenden Abw\u00e4rtstendenzen sollten sich im Laufe dieses Jahres merklich abmildern.&#8220; Darauf deuteten die Zinsstabilisierung, die steigenden Renditen sowie die anhaltenden Mietsteigerungen hin, durch die die Attraktivit\u00e4t von Immobilieninvestments wieder gesteigert werde. <\/p>\n<p>\u00dcber den vdp-Immobilienpreisindex<\/p>\n<p>Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) ver\u00f6ffentlicht viertelj\u00e4hrlich auf Basis stattgefundener Transaktionen Miet- und Preisindizes zur Entwicklung der Wohn- und Gewerbeimmobilienm\u00e4rkte. Der durch das Analysehaus vdpResearch erstellte Index ist Bestandteil der Immobilienpreisbeobachtung der Deutschen Bundesbank. Grundlage bilden die von \u00fcber 700 Kreditinstituten der deutschen Finanzwirtschaft eingelieferten Transaktionsdaten (tats\u00e4chlich realisierte Kaufpreise und Mieten) zu ihrem Immobilienfinanzierungsgesch\u00e4ft. <\/p>\n<p>Die Entwicklung der Teilm\u00e4rkte sowie s\u00e4mtliche Indexdaten zu den einzelnen vdp-Immobilienpreisindizes (2003 &#8211; 2023) sind in der zugeh\u00f6rigen Publikation dargestellt und als Rohdaten unter www.pfandbrief.de verf\u00fcgbar. Eine differenzierte Betrachtung der regionalen TOP 7-Wohnungsm\u00e4rkte inkl. aller Teilsegmente (selbst genutztes Wohneigentum und Mehrfamilienh\u00e4user) ist unter www.vdpresearch.de verf\u00fcgbar. <\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Carsten Dickhut<br \/>\nT +49 30 20915-320<br \/>\nE dickhut@pfandbrief.de<\/p>\n<p>Horst Bertram<br \/>\nT +49 30 20915-380<br \/>\nE bertram@pfandbrief.de<\/p>\n<p>Original-Content von: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/29608\/5711958<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; vdp-Index weist f\u00fcr Wohnimmobilienpreise R\u00fcckgang von 6,1 % aus Die Preisanpassungen am deutschen Immobilienmarkt hielten auch im<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-435148","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bauen-wohnen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=435148"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435148\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=435148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=435148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=435148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}