{"id":435172,"date":"2022-10-30T00:01:00","date_gmt":"2022-10-29T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pwc-umfrage-auswirkungen-hoher-mieten-und-immobilienpreise-auf-den-fachkraeftemarkt-im-grossraum-berlin\/"},"modified":"2024-10-01T17:16:43","modified_gmt":"2024-10-01T15:16:43","slug":"pwc-umfrage-auswirkungen-hoher-mieten-und-immobilienpreise-auf-den-fachkraeftemarkt-im-grossraum-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pwc-umfrage-auswirkungen-hoher-mieten-und-immobilienpreise-auf-den-fachkraeftemarkt-im-grossraum-berlin\/","title":{"rendered":"PwC-Umfrage: Auswirkungen hoher Mieten und Immobilienpreise auf den Fachkr\u00e4ftemarkt im Gro\u00dfraum Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Hohe Preise f\u00fcr Mietwohnungen und Eigentum, zu wenig Wohnraum-Angebot: Berufst\u00e4tige im Gro\u00dfraum Berlin sind mit der Lage auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt unzufrieden. Das hat unmittelbare Folgen f\u00fcr den Arbeitsmarkt in der Hauptstadtregion: <!--more-->So sehen immer mehr Berufst\u00e4tige Probleme auf Unternehmen zukommen, Fachkr\u00e4fte zu finden bzw. in der Region zu halten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung unter 400 Berufst\u00e4tigen zwischen 18 und 65 Jahren im Gro\u00dfraum Berlin im Auftrag der Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.<\/p>\n<p>Frust \u00fcber die angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt<\/p>\n<p>&#8222;Der Frust der Berufst\u00e4tigen \u00fcber die Lage auf dem Berliner Wohnungs- und Immobilienmarkt ist gro\u00df&#8220;, beobachtet David Rouven M\u00f6cker, Leiter des Bereichs Real Estate Consulting bei PwC. &#8222;Das ist bedauerlich, weil sich die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Menschen in der Region sehr wohl f\u00fchlt &#8211; vor allem wegen hervorragender kultureller Angebote, einer guten Infrastruktur und vielf\u00e4ltiger Jobm\u00f6glichkeiten.&#8220; Das belegt auch die Tatsache, dass Berlin seit 2005 kontinuierlich w\u00e4chst &#8211; durch eine nat\u00fcrliche Bev\u00f6lkerungsentwicklung, aber auch durch Zuzug aus dem Aus- und Inland. Allerdings sind 56 Prozent der Befragten mit den hohen Kosten f\u00fcr Wohneigentum unzufrieden, rund zwei Drittel beklagen sich \u00fcber die Mietpreise (63 Prozent) und die geringe Anzahl an freien Wohnungen (65 Prozent). Der Unmut \u00fcber die Wohnsituation ist demnach sehr hoch &#8211; und dar\u00fcber kann auch eine leichte Verbesserung gegen\u00fcber den Befragungsergebnissen im Jahr 2020 nicht hinwegt\u00e4uschen.<\/p>\n<p>&#8222;M\u00f6glicherweise liegt dies daran, dass in den letzten Jahren viele Menschen aus Regionen und St\u00e4dten im In- oder Ausland nach Berlin gezogen sind, in denen das Wohnen historisch schon immer teurer war. Somit w\u00e4chst der Anteil an der Berliner Bev\u00f6lkerung kontinuierlich, der nicht nur \u00fcber ein \u00fcberdurchschnittlich hohes Einkommen verf\u00fcgt, sondern auch das sehr niedrige Berliner Preisniveau von vor zehn Jahren nicht mehr erlebt hat&#8220;, sagt Dr. Frederik Mielke, Leiter des Bereichs Audit Real Estate bei PwC. &#8222;Ich nehme die Situation als extrem angespannt war, da es zwischen dem Wohnungsangebot und der Nachfrage ein sehr starkes Ungleichgewicht gibt. Die Berliner Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst und der Wohnungsbau hinkt schlicht hinterher.&#8220; Erschwerend kommt dazu, dass es wegen der gestiegenen Zinsen f\u00fcr Baukredite und der hohen Baukosten f\u00fcr viele Menschen noch schwieriger wird, sich Eigentum zu leisten: &#8222;So entsteht zus\u00e4tzliche Nachfrage im Mietwohnungsmarkt&#8220;, erkl\u00e4rt Mielke das Dilemma, &#8222;wodurch der Druck auf die Mieten wieder st\u00e4rker und das Angebot noch knapper werden d\u00fcrfte.&#8220;<\/p>\n<p>Steigende Mieten vertreiben ganze Berufsgruppen aus den Zentren<\/p>\n<p>Die angespannte Lage auf dem Wohn- und Immobilienmarkt ist nicht nur ein \u00c4rgernis f\u00fcr die Bewohner:innen, sondern auch ein ernstzunehmendes Problem f\u00fcr Unternehmen im Gro\u00dfraum Berlin. Der Grund: Die Situation versch\u00e4rft den bereits bestehenden Fachkr\u00e4ftemangel weiter. 84 Prozent der Befragten sehen Probleme auf Unternehmen zukommen, Fachkr\u00e4fte zu finden und in der Region zu halten. 2020 \u00e4u\u00dferten erst 75 Prozent diese Sorge. Vor allem die Pflege- und Gesundheitsbranche wird nach Ansicht der Befragten betroffen sein. Aber auch im Handwerk, in Schulen und Kitas oder der Gastronomie d\u00fcrfte die angespannte Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt dazu beitragen, dass es noch schwieriger wird, an qualifizierte Fachkr\u00e4fte zu kommen.<\/p>\n<p>Das liegt auch daran, dass besonders die junge Bev\u00f6lkerung zunehmend bereit ist, den Job zu wechseln, wenn sich keine bezahlbare Wohnung finden l\u00e4sst: Fast jede:r f\u00fcnfte Besch\u00e4ftigte aus dem Gro\u00dfraum Berlin hat bereits einmal den Job aufgrund zu hoher Mieten an den Nagel geh\u00e4ngt (19 Prozent) &#8211; das sind deutlich mehr als noch 2020 (sieben Prozent). Bei den unter 50-J\u00e4hrigen ist es sogar jede:r Vierte. Drei von zehn Befragten haben einen Jobwechsel aus diesem Grund schon einmal in Betracht gezogen. &#8222;Dieser steile Anstieg an K\u00fcndigungen infolge zu hoher Mietpreise sollte die Arbeitgeber alarmieren&#8220;, warnt David Rouven M\u00f6cker. Denn fast zwei Drittel der Berufst\u00e4tigen aus dem Gro\u00dfraum Berlin geben an, dass sie bei einer kr\u00e4ftigen Mieterh\u00f6hung zumindest \u00fcber einen Arbeitsplatzwechsel nachdenken w\u00fcrden. F\u00fcr rund 60 Prozent k\u00e4me grunds\u00e4tzlich ein Umzug in eine andere Stadt oder aufs Land in Betracht &#8211; bezahlbarer Wohnraum oder Eigentum vorausgesetzt. Allerdings r\u00e4umen 72 Prozent der Berufst\u00e4tigen ein, dass es heutzutage \u00fcberall schwer ist, eine Wohnung zu finden. Im Jahr 2020 stimmten dieser Aussage nur 64 Prozent zu.<\/p>\n<p>Appell an die Politik: Schnelle Umsetzung von Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig<\/p>\n<p>Berlin braucht also dringend zus\u00e4tzlichen Wohnraum. Ein Schritt in diese Richtung ist das &#8222;B\u00fcndnis f\u00fcr Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen&#8220;, das im Juni 2022 von der Berliner Landesregierung initiiert wurde. Es verfolgt das Ziel, bis 2026 100.000 neue Wohnungen in der Hauptstadt zu schaffen. &#8222;Ein sch\u00f6ner Plan &#8211; jetzt ist aber auch die schnelle Umsetzung gefragt&#8220;, fordert Frederik Mielke. &#8222;Denn nur durch ein zus\u00e4tzliches Angebot wird der Wohnungsmarkt mittelfristig entlastet und bezahlbarer Wohnraum in der Hauptstadt geschaffen&#8220;.<\/p>\n<p>Laut der PwC-Umfrage hat die Bev\u00f6lkerung klare Erwartungen an die Politik: So sprechen sich 87 Prozent der Befragten daf\u00fcr aus, Wohnungsbauprogramme aufzusetzen, die den Schwerpunkt auf Mietwohnungen f\u00fcr Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen legen. 80 Prozent halten die Verdichtung, etwa durch die Umwandlung von leeren B\u00fcros in Wohnraum, f\u00fcr eine geeignete Ma\u00dfnahme, um Fachkr\u00e4fte trotz hoher Mieten in der Region zu halten.<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigte w\u00fcnschen sich Homeoffice und finanzielle Unterst\u00fctzung<\/p>\n<p>Aber auch die Unternehmen k\u00f6nnen nach Ansicht der Befragten einen Beitrag leisten, damit es sich in Berlin nicht nur gut arbeiten, sondern auch (bezahlbar) wohnen l\u00e4sst &#8211; zum Beispiel durch finanzielle Unterst\u00fctzung: So sprechen sich 79 Prozent daf\u00fcr aus, dass Unternehmen in Regionen mit \u00fcberdurchschnittlichen Mieten einen Mietzuschuss zahlen oder die Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeitsort \u00fcbernehmen und f\u00fcr 77 Prozent der Befragten ist die Finanzierung der Homeoffice-Ausstattung ein geeignetes Mittel. &#8222;In Sachen Homeoffice k\u00f6nnen Arbeitgeber mehr tun, um qualifizierte Fachkr\u00e4fte zu finden und bei der Stange zu halten. Denn die Zukunft der B\u00fcroarbeit wird hybrid sein, die Arbeitnehmer w\u00fcnschen sich einen m\u00f6glichst flexiblen Mix aus Arbeiten im B\u00fcro und zuhause&#8220;, ist sich David Rouven M\u00f6cker sicher. &#8222;Das werden Arbeitgeber in ihren Konzepten ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen.&#8220; Allerdings klafft mit den aktuellen Regelungen f\u00fcr flexibles Arbeiten eine gro\u00dfe L\u00fccke zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Zwei Drittel der Besch\u00e4ftigten, deren Arbeit grunds\u00e4tzlich von zu Hause m\u00f6glich w\u00e4re, w\u00fcnschen sich eine freie Homeoffice-Einteilung ohne Abstimmung und Anwesenheitspflicht. Aber nur knapp jede zweite Firma bietet ihnen diese M\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p>\u00dcber PwC:<\/p>\n<p>PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu l\u00f6sen. Mehr als 327.000 Mitarbeitende in 152 L\u00e4ndern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftspr\u00fcfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.<\/p>\n<p>Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und\/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstst\u00e4ndigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com\/structure.<\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Corinna Freudig<br \/>\nPwC Communications<br \/>\nTel.: (069) 9585 &#8211; 1946<br \/>\nE-Mail: corinna.freudig@pwc.com<br \/>\nwww.pwc.de\/berlin<\/p>\n<p>Original-Content von: PwC Deutschland, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/8664\/5356966<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Hohe Preise f\u00fcr Mietwohnungen und Eigentum, zu wenig Wohnraum-Angebot: Berufst\u00e4tige im Gro\u00dfraum Berlin sind mit der Lage<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-435172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bauen-wohnen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=435172"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":438786,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435172\/revisions\/438786"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=435172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=435172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=435172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}