{"id":43533,"date":"2011-09-23T16:50:13","date_gmt":"2011-09-23T14:50:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=43533"},"modified":"2011-09-23T16:50:13","modified_gmt":"2011-09-23T14:50:13","slug":"bericht-vor-der-synode-bollmann-wachsam-bleiben-fur-die-bewahrung-der-schopfung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bericht-vor-der-synode-bollmann-wachsam-bleiben-fur-die-bewahrung-der-schopfung\/","title":{"rendered":"Bericht vor der Synode: Bollmann: Wachsam bleiben f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung"},"content":{"rendered":"<p>Rendsburg (mb) \u2013 Vor der nordelbischen Synode hat am  heutigen Nachmittag (23. September) Propst J\u00fcrgen F. Bollmann die anwesenden  Synodalen gemahnt, trotz des durch die Bundesregierung beschlossenen  Atomausstiegs weiterhin wachsam zu bleiben. \u201eWir d\u00fcrfen Gottes Sch\u00f6pfung nicht  neuen Gef\u00e4hrdungen aussetzten\u201c, so Bollmann in seinem Bericht, den er in seiner  Funktion als st\u00e4ndiger bisch\u00f6flicher Stellvertreter im Sprengel Hamburg und  L\u00fcbeck gab.<!--more-->Bollmann hob darin besonders die kirchlichen und  gesellschaftlichen Reaktionen nach dem <strong>Erdbeben und dem Tsunami in Japan<\/strong> mit der anschlie\u00dfenden Atomkatastrophe in Fukushima hervor. Er sagte vor der  Synode: \u201eDie Folgen dort sind noch immer nicht abzusch\u00e4tzen. In unseren Medien  ist es ruhig geworden um Fukushima. Inzwischen hat die Bundesregierung der  Forderung unter anderem der nordelbischen Synode vom letzten September  entsprochen und den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie  zur\u00fcckgenommen.\u201c Der bisch\u00f6fliche Stellvertreter erinnerte daran, dass auch in  Nordelbien, besonders an den Standorten der Atomkraftwerke, aber auch in den  St\u00e4dten Christinnen und Christen gemeinsam mit Menschen aus  Umweltschutzverb\u00e4nden und B\u00fcrgerinitiativen die Abschaltung der AKWs gefordert  hatten. \u201eUnd ich durfte dabei sein. Schon seit 1976 habe ich gemeinsam mit  anderen Kirchenleuten und Vertretern der Gewaltfreien Aktion f\u00fcr den  Atomausstieg gestritten! Jetzt ahne ich, dass sich der lange Atem gelohnt hat\u201c,  so Propst Bollmann.<\/p>\n<p>Des Weiteren ging er auf das Miteinander von <strong>Kirche  und Kunst <\/strong>ein. So h\u00e4tten inzwischen die Vorbereitungen der regionalen  Kulturarbeit f\u00fcr den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg  begonnen. \u201eKirche und Kunst nehmen sich gegenseitig neu wahr. Wir k\u00f6nnen uns  schon heute auf das Angebot zum Kirchentag Anfang Mai 2013 freuen. Ich hoffe  aber auch, dass wir die Chance nutzen und das Gespr\u00e4ch zwischen Kirchenleuten  und K\u00fcnstlern dar\u00fcber hinaus wahrnehmen und intensiv fortsetzen\u201c, so der  bisch\u00f6fliche Stellvertreter. Dies k\u00f6nne ein Gewinn f\u00fcr die Beteiligten, aber  auch f\u00fcr alle Teile der Gesellschaft sein. \u201eDer Mensch braucht Raum und Zeit,  sich k\u00fcnstlerisch wie religi\u00f6s zu artikulieren\u201c, so Bollmann weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die <strong>Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus<\/strong> war in den vergangenen Monaten ebenfalls ein Thema im Sprengel. Vor den  Synodalen berichtete Bollmann: \u201eNicht nur in der Politik, auch in Polizei und  Kirche wird \u00fcber die passenden Mittel nachgedacht, die geeignet erscheinen, den  `Rechten\u00b4 den \u00f6ffentlichen Raum einzuengen.\u201c So f\u00e4nde in L\u00fcbeck allj\u00e4hrlich am  26. M\u00e4rz ein Aufmarsch statt, der zu Gegendemonstrationen herausfordert, an  denen sich auch kirchliche Gruppen beteiligen. Bollmann erinnerte daran, dass  der diesj\u00e4hrige L\u00fcbecker Aufruf zur Sitzblockade von der Polizei als  Aufforderung zum Gesetzesbruch interpretiert wurde. \u201eDie Gespr\u00e4che mit der  Polizei-F\u00fchrung haben aber Kl\u00e4rung in die Positionen bringen k\u00f6nnen und sind in  Verabredungen f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr eingem\u00fcndet. Es war f\u00fcr mich beeindruckend zu  erleben, wie der Kirchenkreis und betroffene Gemeinden um den eigenen Standpunkt  und um angemessenes Handeln gerungen haben und es dann verantwortlich  umsetzten\u201c, lobte Bollmann die Aktivit\u00e4ten in L\u00fcbeck. Aber auch an anderen Orten  im Sprengel g\u00e4be es wichtige Aktionen gegen Rechtextremismus. So habe die Kirche  bei den Hamburger Demonstrationen gegen Rechts im Januar und Februar eigene  Akzente gesetzt. Des Weiteren spiele das Thema in Pinneberg eine wichtige Rolle  in der Koordination derer, die sich die Provokationen der Rechtsextremen nicht  mehr gefallen lassen wollen, betonte Bollmann.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf seines Berichts ging der st\u00e4ndige  bisch\u00f6fliche Stellvertreter auf Aspekte der Klimagerechtigkeit, der  Bildungsarbeit, der \u00d6kumene und der Arbeitsmarktpolitik ein. Zudem informierte  Bollmann die Synodalen \u00fcber konstruktive Begegnungen mit Vertretern des  Hamburger Senats, der Gewerkschaften und freier Initiativen.<\/p>\n<p>Wichtig waren Bollmann auch die innerkirchlichen  Begegnungen. Hier hob er die Freude hervor, die es ihm gemacht habe, Menschen zu  erleben, die in Jesu Namen versammelt seien. \u201eNicht nur bei Kirchweihjubil\u00e4en,  bei der Einweihung des neuen Wichern-Forums im Rauhen Haus oder bei der 450.  Wiederkehr des Tages der Reformation in Pinneberg bin ich Christinnen und  Christen begegnet, die stolz auf ihre Gemeinschaft sind\u201c, so Bollmann  weiter.<\/p>\n<p>Propst Bollmann schloss seinen Bericht mit seiner  pers\u00f6nlichen Perspektive auf zuk\u00fcnftige Themen ab: \u201eIch w\u00fcnsche unserer Kirche,  dass es uns gelingt, bei aller Unterschiedlichkeit zwischen den l\u00e4ndlichen und  st\u00e4dtischen Regionen ein unaufgeregtes Verh\u00e4ltnis zu entwickeln. Und schlie\u00dflich  w\u00fcnsche ich unserer Kirche, dass sie weiterhin ihren Beitrag bereitwillig  leistet f\u00fcr ein friedliches und solidarisches, also liebevolles Miteinander in  Stadt und Land.\u201c Das bedeute, dass die Themen dieses Berichts unsere Themen  bleiben m\u00f6gen, damit der drohenden Spaltung der Gesellschaft entgegengewirkt  werden kann: Kirche und Kunst\/Kultur, Bildung, Wohnen in Stadt und Land, Umgang  mit Rechtsextremismus und Klimagerechtigkeit und Umgang mit Energie, so Bollmann  am Ende seines Sprengelberichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rendsburg (mb) \u2013 Vor der nordelbischen Synode hat am heutigen Nachmittag (23. September) Propst J\u00fcrgen F. 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