{"id":435413,"date":"2024-05-17T13:20:00","date_gmt":"2024-05-17T11:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wie-wird-die-integration-internationaler-fachkraefte-zum-erfolg\/"},"modified":"2024-05-21T23:09:08","modified_gmt":"2024-05-21T21:09:08","slug":"wie-wird-die-integration-internationaler-fachkraefte-zum-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wie-wird-die-integration-internationaler-fachkraefte-zum-erfolg\/","title":{"rendered":"Wie wird die Integration internationaler Fachkr\u00e4fte zum Erfolg?"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Fachkr\u00e4ftemangel macht sich besonders in der Alten- und Krankenpflege bemerkbar. Aus dem Ausland angeworbene Kolleginnen und Kollegen k\u00f6nnen Teams bereichern, wenn sie langfristig gut integriert werden. Dazu beitragen soll das Training &#8222;Das interkulturelle Team &#8211; Pflege&#8220; der Berufsgenossenschaft f\u00fcr Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Eine Evaluation unter teilnehmenden Kliniken zeigt: Das Konzept geht auf.<!--more-->Angespannte Arbeitssituation erschwert Integration<\/p>\n<p>Das interkulturelle Training der BGW unterst\u00fctzt die Erg\u00e4nzung von Teams durch ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte in der station\u00e4ren Kranken- und Altenpflege und verkn\u00fcpft das Thema Interkulturalit\u00e4t mit Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Die Voraussetzungen sind angesichts angespannter Arbeitssituationen schwierig: Oft fehlt Zeit, die dringend ben\u00f6tigt wird &#8211; f\u00fcr die Einarbeitung und die M\u00f6glichkeit, gut und sicher in der neuen Umgebung und im Team anzukommen.<\/p>\n<p>Ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte m\u00fcssen in der Regel ein Anerkennungsverfahren durchlaufen, um entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt zu werden. Sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede machen Integrationsprozesse zus\u00e4tzlich anf\u00e4llig f\u00fcr Missverst\u00e4ndnisse und dadurch entstehende Konflikte. Das interkulturelle Training sensibilisiert Besch\u00e4ftigte f\u00fcr Gef\u00e4hrdungen, die hieraus entstehen k\u00f6nnen. So werden Konfliktpotenziale ebenso wie Stresserleben verringert und gesunde und sichere Arbeitsbedingungen gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Zielgruppengenaue Inhalte<\/p>\n<p>Damit Integration gelingt, brauchen Einrichtungen ein Konzept, das \u00fcber den Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme hinausgeht. Im Training lernen Teilnehmende, welche Faktoren positiv auf eine gesunde interkulturelle Zusammenarbeit einwirken. Drei Workshop-Module richten sich an unterschiedliche Zielgruppen: an Teams und F\u00fchrungskr\u00e4fte, an neue Pflegekr\u00e4fte aus dem Ausland sowie an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Unternehmen.<\/p>\n<p>Wie das interkulturelle Training ankommt und wie es weiterentwickelt werden kann, zeigt eine Evaluation durch das Institut f\u00fcr Arbeitsmedizin, Pr\u00e4vention und betriebliches Gesundheitsmanagement der Universit\u00e4t L\u00fcbeck: 80 Prozent des befragten Stammpersonals und 95 Prozent der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gaben an, dass das Training sie motiviere, sich aktiv an interkultureller Arbeit im Unternehmen zu beteiligen. Ebenso zeigten sich 95 Prozent der Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland motiviert, sich mit Interkulturalit\u00e4t sowie der deutschen Kultur zu besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Praxisnahe Inhalte kommen an<\/p>\n<p>Als besonders n\u00fctzlich empfanden die Teilnehmenden praxisnahe Inhalte und Hinweise zum Umgang mit schwierigen interkulturellen Situationen. Fachkr\u00e4ften aus dem Ausland half besonders in der Startphase ein klar definiertes Aufgabenfeld. Als hilfreich empfanden sie eine gute Einarbeitung sowie die Unterst\u00fctzung von der Unternehmensleitung und vom Team.<\/p>\n<p>Eine Online-Befragung im Rahmen der Evaluation best\u00e4tigt: Arbeitszufriedenheit insgesamt h\u00e4ngt stark von der Unterst\u00fctzung der Unternehmen und der Teams ab. Einen positiven Einfluss haben auch soziale Kontakte sowie sicheres Arbeiten und Fehlerkultur.<\/p>\n<p>Wichtig: alle einbeziehen<\/p>\n<p>Die Evaluation des Trainings zeigt auch: Voraussetzung daf\u00fcr, dass die Integration gelingt, ist ein umfassendes Konzept, das viele Unternehmensbereiche und Personen mit einbezieht. Wichtigste Ansprechpersonen beim Thema Arbeitssicherheit sind die Praxisanleitenden. Sie sollten darin geschult werden, Wissen an ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte zu vermitteln: mit einfacher Sprache, Wiederholungen und R\u00fcckfragen, ob alles verstanden wurde. Auch mehrsprachiges Informationsmaterial wurde als hilfreich genannt.<\/p>\n<p>Information und Beteilung sind auch f\u00fcr das Stammpersonal von hoher Bedeutung, damit Integration als gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten gelebt wird. Neue Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland zu integrieren erfordert Geduld und Einsatz. Wenn Besch\u00e4ftigte das Gef\u00fchl bekommen, alle Aktivit\u00e4ten w\u00fcrden nur noch auf die neuen ausl\u00e4ndischen Fachkr\u00e4fte ausgerichtet, gef\u00e4hrdet dies die Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Mehr erfahren<\/p>\n<p>F\u00fcr BGW-Mitgliedsbetriebe ist das Training &#8222;Das interkulturelle Team &#8211; Pflege&#8220; kostenfrei. Es beinhaltet eine optionale Unterst\u00fctzung beim Transfer der Trainingsinhalte bis hin zu einem umfassenden Integrationskonzept. Einrichtungen k\u00f6nnen nach bestimmten Kriterien von der BGW eine Auszeichnung als integrationsfreundlicher Betrieb erhalten. Mehr Informationen gibt es auf www.bgw-online.de\/pflege-interkulturell.<\/p>\n<p>Vorgestellt wird das Training der BGW &#8211; neben weiteren Good-Practice-Beispielen &#8211; auf dem internationalen Symposium &#8222;Kulturelle Vielfalt bei der Arbeit: Sichere und gesunde Integration von Fachkr\u00e4ften&#8220; vom 27. bis 29. Mai 2024 in Dresden. Die Anmeldung zur Online-Teilnahme ist m\u00f6glich unter https:\/\/issa-cultural-diversity.com.<\/p>\n<p>Diese Pressemitteilung finden Sie im BGW-Pressezentrum unter www.bgw-online.de\/presse. Dort finden Sie zudem weitere aktuelle Meldungen und die M\u00f6glichkeit, diese per E-Mail-Service zu abonnieren.<\/p>\n<p>\u00dcber uns<\/p>\n<p>Die Berufsgenossenschaft f\u00fcr Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung f\u00fcr nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist f\u00fcr mehr als 9,3 Millionen Versicherte in \u00fcber 657.000 Unternehmen zust\u00e4ndig. Die BGW unterst\u00fctzt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gew\u00e4hrleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entsch\u00e4digung und sorgt daf\u00fcr, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Berufsgenossenschaft f\u00fcr Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)<br \/>\nSebastian Grimm \/ Mareike Berger<br \/>\nKommunikation<br \/>\nPappelallee 33\/35\/37<br \/>\n22089 Hamburg<br \/>\nTel.: (040) 202 07-27 14<br \/>\nE-Mail: presse@bgw-online.de<\/p>\n<p>Original-Content von: Berufsgenossenschaft f\u00fcr Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/77149\/5781873<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Fachkr\u00e4ftemangel macht sich besonders in der Alten- und Krankenpflege bemerkbar. 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