{"id":4365,"date":"2007-09-11T02:11:48","date_gmt":"2007-09-11T02:11:48","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4265"},"modified":"2007-09-11T02:11:48","modified_gmt":"2007-09-11T02:11:48","slug":"premiere_dido_und_aneas_im_theater_kiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/premiere_dido_und_aneas_im_theater_kiel\/","title":{"rendered":"Premiere Dido und Aneas im Theater Kiel"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"TheaterKILogo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/TheaterKILogo.jpg\" alt=\"TheaterKILogo\" \/><br \/>\nDas  Theater Kiel feiert am Sonntag, dem 23. September 2007 (19 Uhr), im Schauspielhaus die Premiere der Barockoper von Thilo Reinhardt und Mario Schr\u00f6der zu Musik von Henry Demarest und Henry Purcell.<!--more-->Es pr\u00e4sentiert als Auftaktinszenierung zur Jubil\u00e4umsspielzeit ein sparten\u00fcbergreifendes Projekt mit dem Ballett Kiel, dem Opernchor, S\u00e4ngern aus dem Opernensemble und den Schauspielerinnen Ellen Dorn und Eva Krautwig. <br \/>\nDen Beginn des Abends und damit den Auftakt zu Henry Purcells &#8222;Dido und Aeneas&#8220; markiert eine musikalische Rarit\u00e4t: Der erste Akt von &#8222;Didon&#8220; von Henry Demarest, eine franz\u00f6sische Fassung der Dido-Sage, die 1693 in unmittelbarer zeitlicher N\u00e4he zu Purcells Werk uraufgef\u00fchrt wurde. Obwohl man &#8222;Didon&#8220; zuerst in Frankreich und sp\u00e4ter auch in Deutschland nachspielte, ist es in Vergessenheit geraten und wird in Kiel, verbunden mit Purcells &#8222;Dido&#8220;, seine Wiederentdeckung erleben! <\/p>\n<p>Die Handlung der kombinierten &#8222;Dido&#8220;-Versionen l\u00e4sst sich in der Kieler Neuinszenierung nahtlos miteinander verkn\u00fcpfen: Dido, m\u00e4chtigste Frau des arabischen Karthago, wartet auf Aeneas, den ranghohen Offizier aus Europa. In ihrer Vorstellung ist er noch immer der z\u00e4rtliche Br\u00e4utigam, doch der Krieg hat ihn hart gemacht. Sein Marschbefehl gebietet ihm, sich nicht in Karthago aufhalten zu lassen, sondern in Richtung Italien weiterzuziehen. Didos Feinde machen sich Aeneas&#8216; Auftrag zunutze und beginnen die verlassene und verzweifelte Herrscherin zu zerst\u00f6ren. <\/p>\n<p>Der Mythos von Dido und Aeneas erz\u00e4hlt die Geschichte einer gescheiterten Utopie. Denn in einer gegl\u00fcckten Liebe zwischen Dido und Aeneas k\u00f6nnten sich morgen- und abendl\u00e4ndische Kultur miteinander vers\u00f6hnen. Schon bei Vergil, aus dessen Epos &#8222;Aeneis&#8220; die Dido-Episode entnommen ist, kommt es nicht zu einer gl\u00fccklichen Verbindung dieser beiden m\u00e4chtigen Menschen, sondern zur Unterwerfung der Frau. Es siegt nicht die Liebe, sondern der Krieg.<\/p>\n<p>Musikalische Leitung Reinhard Goebel<br \/>\nF\u00fcr die musikalische Leitung der Auftaktpremiere zur neuen Spielzeit konnte die Oper Kiel mit Reinhard Goebel einen der renommiertesten deutschen Barockdirigenten gewinnen. &#8222;Die radikale Ikone der Alten Musik&#8220; (&#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220;) begr\u00fcndete seine Laufbahn als Geiger, tauschte aber schon fr\u00fch den Bogen gegen den Taktstock aus. Im Jahre 1973 gr\u00fcndete er das Ensemble Musica Antiqua K\u00f6ln und setzte 35 Jahre lang mit diesem Klangk\u00f6rper in zahlreichen Konzerten und Einspielungen neue Akzente f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis barocker und fr\u00fchklassischer Musik. Reinhard Goebel ist seit langem gern gesehener Gast in den Funkh\u00e4usern von Saarbr\u00fccken, Frankfurt, M\u00fcnchen, K\u00f6ln und Hannover und gastierte u. a. beim Deutschen Symphonieorchester Berlin, beim Leipziger Gewandhausorchester, beim Tonhalle-Orchester Z\u00fcrich und beim Royal Philharmonic Orchestra London. Er ist Preistr\u00e4ger u. a. des L\u00fcbecker Buxtehude-Preises und des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen. Er gewann au\u00dferdem den ECHO-Award f\u00fcr die beste klassische Filmmusikeinspielung mit der Musik von Jean Baptiste Lully f\u00fcr den Film &#8222;Le roi danse&#8220; (Deutsche Grammophon). Im April dieses Jahres nahm Reinhard Goebel den renommierten International Acoustic Music Award (IAMA) in London entgegen. VonReinhard Goebel liegen zahlreiche CD-Einspielungen u. a. f\u00fcr die Deutsche Grammophon vor.<\/p>\n<p>Regie<br \/>\nDas Regieteam Thilo Reinhardt, Mario Schr\u00f6der und Paul Zoller ist jenseits der klassischen Arbeitsteilung zwischen Regisseur, Choreograf und Ausstattung gemeinsam f\u00fcr die Inszenierung von S\u00e4ngern, T\u00e4nzern und f\u00fcr die Konzeption des Raumes verantwortlich. Die drei K\u00fcnstler verbindet eine langj\u00e4hrige fruchtbare Zusammenarbeit: Paul Zoller ist einer der wichtigsten k\u00fcnstlerischen Partner des Kieler Ballettchefs Mario Schr\u00f6der und entwarf hier zuletzt die Ausstattung zum Orchesterballett &#8222;Schlie\u00dfe deine Li(e)der&#8220;. Das Duo Reinhardt (Regie) \/ Zoller (Ausstattung) hatte Anfang des Jahres mit Offenbachs &#8222;Hoffmanns Erz\u00e4hlungen&#8220; an der Komischen Oper Berlin Publikum wie Presse im Sturm erobert. Thilo Reinhardts letzte Zusammenarbeit mit Mario Schr\u00f6der war eine Produktionsdramaturgie f\u00fcr den Ballett-Abend &#8222;Chaplin&#8220;. F\u00fcr den Entwurf und die Realisierung des Kost\u00fcmbilds von &#8222;Dido und Aeneas&#8220; arbeitet Paul Zoller mit der Kost\u00fcmbildnerin Bianca Deigner zusammen.<\/p>\n<p>Neu im Ensemble:<br \/>\nMerja M\u00e4kel\u00e4 (Dido)<br \/>\nDie finnische Mezzosopranistin Merja M\u00e4kel\u00e4 studierte Gesang zuerst an der Fachhochschule von Pirkanmaa in Tampere bei Satu Sippola-Nurminen. 2003 setzte sie ihr Studium an der Fachhochschule Stadia in Helsinki unter Anita V\u00e4lkki fort. In den Jahren 2005-2006 studierte sie an der Opernhochschule von Stockholm (National University College of Opera, Sweden) bei Dorothy Irving. Zur Vervollkommnung ihres Studiums studierte sie im Sommersemester 2007 auch an der Musikhochschule &#8222;Hanns Eisler&#8220; in Berlin in der Gesangsklasse von Prof. Anneliese Fried.<\/p>\n<p>Merja M\u00e4kel\u00e4 war bei mehreren Gesangswettbewerben erfolgreich. So war sie Finalistin des Nationalen Pentti Koskimies-Liedwettbewerbs 2003 sowie des Timo Mustakallio-Wettbewerbs in Savonlinna 2004. Im Jahr 2005 verlieh ihr die Oper von Tampere das Tampere Opera Grand Prix-Stipendium und in den Jahren 2005, 2006 und 2007 wurde sie von der Finnischen Kulturstiftung unterst\u00fctzt. Auch als Lied- und Oratoriens\u00e4ngerin war Merja M\u00e4kel\u00e4 zu h\u00f6ren. Neben den skandinavischen Komponisten geh\u00f6ren vor allem Werke von deutschen, spanischen, franz\u00f6sischen und finnischen Komponisten zu ihrem Lied-Repertoire.<\/p>\n<p>Ab der Spielzeit 2007\/2008 ist Merja M\u00e4kel\u00e4 an der Oper Kiel engagiert. Sie wird ihr B\u00fchnendeb\u00fct als Dido in &#8222;Dido und Aeneas&#8220; von Henry Desmarest und Henry Purcel geben, wonach u. a. Partien wie Orlowsky (&#8222;Die Fledermaus&#8220;) folgen.<\/p>\n<p>Lesia Mackowycz (Anne\/Belinda)<br \/>\nNach einer klassischen Ballettausbildung studierte die Kanadierin Lesia Mackowycz an der McGill University in Montreal und am Conservatory of Music der University of Cincinnati Gesang. Ihre Ausbildung komplettierte sie durch ein Opernaufbaustudium bei James Wagner an der Musikhochschule L\u00fcbeck, welches sie mit Auszeichnung abschloss.<br \/>\nAnfang 2005 wurde Lesia Mackowycz Ensemblemitglied des Stadttheaters Hildesheim und war dort bisher zum Beispiel als Gretel (&#8222;H\u00e4nsel und Gretel&#8220;), Blonde (&#8222;Die Entf\u00fchrung aus dem Serail&#8220;) und \u00c4nnchen (&#8222;Der Freisch\u00fctz&#8220;) zu erleben. Weitere Engagements f\u00fchrten die S\u00e4ngerin zum Opernfest Gut Immling (Blonde), nach L\u00fcbeck (Najade, &#8222;Ariadne auf Naxos&#8220;) und als K\u00f6nigin der Nacht nach Shanghai sowie zum Cincinnati Symphony Orchestra (Blumenm\u00e4dchen, &#8222;Parsifal&#8220;).<\/p>\n<p>Im Sommer 2005 feierte sie ihr Rollendeb\u00fct als Adele (&#8222;Die Fledermaus&#8220;) bei den Eutiner Festspielen. An der Hamburgischen Staatsoper sang Lesia Mackowycz in der Spielzeit 2006\/07 in der Produktion des Internationalen Opernstudios &#8222;Pierre et Luce\/Totentanz\/S.C.H.A.S.&#8220; die Partie der Stefanie.<\/p>\n<p>Seit dieser Spielzeit ist Leisa Mackowycz als festes Ensemblemitglied am Kieler Opernhaus engagiert. Sie ist hier zun\u00e4chst als Anne\/Belinda in der Produktion &#8222;Dido und Aeneas&#8220; von Henry Purcell und Henry Desmarest zu erleben. In Strau\u00dfens &#8222;Fledermaus&#8220; verk\u00f6rpert sie die Adele. <\/p>\n<p>Musikalische Leitung: Reinhard Goebel \/ Simon Rekers <br \/>\nRegie\/Choreografie: Thilo Reinhardt und Mario Schr\u00f6der <br \/>\nB\u00fchnenbild: Paul Zoller <br \/>\nKost\u00fcme: Paul Zoller \/ Bianca Deigner<br \/>\nMit: dem Ballett Kiel; Sen Akzeybek, Johannes An, Ellen Dorn, Marina Fideli, Kristina Fehrs, Eva Krautwig, Wiebke Lehmkuhl, Merja M\u00e4kel\u00e4, Heike Wittlieb \/ Lesia Mackowycz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Theater Kiel feiert am Sonntag, dem 23. 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