{"id":436680,"date":"2024-07-04T17:35:10","date_gmt":"2024-07-04T15:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=436680"},"modified":"2024-07-04T17:35:10","modified_gmt":"2024-07-04T15:35:10","slug":"31-millionen-euro-fuer-die-versorgung-von-long-covid-betroffenen-ministerpraesident-guenther-ueberreicht-foerderbescheide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/31-millionen-euro-fuer-die-versorgung-von-long-covid-betroffenen-ministerpraesident-guenther-ueberreicht-foerderbescheide\/","title":{"rendered":"3,1 Millionen Euro f\u00fcr die Versorgung von Long-Covid-Betroffenen: Ministerpr\u00e4sident G\u00fcnther \u00fcberreicht F\u00f6rderbescheide"},"content":{"rendered":"<p>Schleswig-Holstein st\u00e4rkt Versorgung von Long-Covid-Betroffenen \u00b7 Ministerpr\u00e4sident G\u00fcnther \u00fcbergibt F\u00f6rderbescheide in H\u00f6he von 3,1 Millionen Euro an das UKSH. Das Post-Covid-Syndrom (PCS), auch als Long-Covid bekannt, stellt ein bedeutendes Gesundheitsproblem dar. <!--more-->Vor diesem Hintergrund st\u00e4rkt Schleswig-Holstein die Gesundheitsversorgung f\u00fcr Menschen, die von der Erkrankung betroffen sind. Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther \u00fcbergab heute mehrere F\u00f6rderbescheide in H\u00f6he von insgesamt gut 3,1 Millionen Euro an das Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). Die Mittel werden in drei Projekte flie\u00dfen, die sowohl die Versorgung als auch die Erforschung von Long-Covid verbessern sollen.<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther sagte: \u201eMit der Post-Covid-Ambulanz in Kiel und der Tagesklinik in L\u00fcbeck wird die schleswig-holsteinische Gesundheitsversorgung aufgewertet. Sie sind Meilensteine f\u00fcr die Versorgung von Patientinnen und Patienten, die von Long-Covid betroffen sind. Die Auswirkungen der Corona-Erkrankung werden bei vielen Menschen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, noch lange anhalten. F\u00fcr diese Patientinnen und Patienten sind die neue Ambulanz und eine spezialisierte Tagesklinik von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung, auch, weil die Behandlungsm\u00f6glichkeiten immer noch rar sind. Das gilt auch f\u00fcr die Anlaufstellen, was f\u00fcr die Betroffenen h\u00e4ufig zus\u00e4tzlich Erschwernisse bedeutet. Die Landesregierung nimmt die Sorgen und N\u00f6te dieser Menschen sehr ernst. Eine solche richtige und sichtbare Anlaufstelle erhalten die Erkrankten jetzt mit den Einrichtungen.<\/p>\n<p>Daher ist die finanzielle Unterst\u00fctzung des Landes f\u00fcr die Forschung und die Langzeitversorgung wichtig und richtig.\u201c Der Regierungschef bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im UKSH: \u201eDer Einsatz gegen die Covid-Langzeitfolgen ist ein gemeinsamer, so wie wir auch schon die Pandemie nur gemeinsam bew\u00e4ltigen konnten.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH, erg\u00e4nzte: \u201eDie Diagnose, Behandlung und Erforschung von Long-Covid ist eine \u00e4u\u00dferst komplexe Aufgabe, f\u00fcr die die Universit\u00e4tsmedizin mit ihrer Expertise und Interdisziplinarit\u00e4t optimale Voraussetzungen bietet. Unser Ziel ist es, dass jede Patientin und jeder Patient die bestm\u00f6gliche Behandlung erh\u00e4lt und zugleich sorgen wir daf\u00fcr, dass unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse allen Betroffenen zugutekommen. Unser Dank gilt der Landesregierung f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung bei dieser Herausforderung.\u201c<\/p>\n<p>Gezielte Projekte zur Unterst\u00fctzung von Long-Covid-Betroffenen Zwei Projekte des UKSH, die vom Gesundheitsministerium mit fast zwei Millionen Euro gef\u00f6rdert werden, konzentrieren sich auf die interdisziplin\u00e4re und sektoren\u00fcbergreifende Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schwerem Post-Covid in Schleswig-Holstein. Spezielle Behandlungseinrichtungen am UKSH spielen hier eine zentrale Rolle: Am Campus Kiel wurde eine Post-Covid-Ambulanz f\u00fcr Erwachsene unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Heyckendorf, Direktor der Klinik f\u00fcr Innere Medizin I und Leiter der Pneumologie, eingerichtet.<\/p>\n<p>Am Campus L\u00fcbeck wurde eine spezialisierte Tagesklinik f\u00fcr Kinder und Jugendliche etabliert, die von Prof. Dr. Folke Brinkmann, Leiterin der Sektion f\u00fcr P\u00e4diatrische Pneumologie und Allergologie der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin, geleitet wird.<\/p>\n<p>Die Einrichtungen betreuen Patientinnen und Patienten, die mindestens drei Monate nach einer SARS-CoV-2-Infektion noch an Symptomen wie Fatigue, Konzentrationsst\u00f6rungen, Atembeschwerden, Schlafst\u00f6rungen, Geschmacks- und Geruchsst\u00f6rungen oder kardiologischen Beschwerden leiden. Sie bieten eine umfangreiche diagnostische Abkl\u00e4rung und Behandlung. \u201eLong-Covid als Folge einer SARS-CoV-2-Infektion stellt sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen ein komplexes Gesundheitsph\u00e4nomen dar.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise sind Kinder jedoch weniger h\u00e4ufig betroffen,\u201c erl\u00e4utert Prof. Brinkmann. \u201eEine<br \/>\nfunktionierende Vernetzung zwischen Niedergelassenen, Spezialambulanzen und Rehaeinrichtungen ist f\u00fcr<br \/>\neine effektive Versorgung entscheidend.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiteres Projekt, das mit 1,12 Millionen Euro vom Wissenschaftsministerium gef\u00f6rdert wird, widmet sich<br \/>\nder Erforschung der Langzeitfolgen von Infektionserkrankungen. Ziel ist es, Post-Covid-Zust\u00e4nde systematisch mit Folgen anderer Infektionen wie Influenza zu vergleichen. \u201eMit der geplanten Studie wollen wir einen wichtigen Beitrag zur Ursachenforschung leisten und neue Therapieans\u00e4tze entwickeln,\u201c erkl\u00e4rt Prof. Dr. Jan Heyckendorf, der auch als Professor an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel forscht und lehrt.<\/p>\n<p>Das UKSH hat sich schon fr\u00fch auf die Erforschung von Folgeerkrankungen von Covid-19 fokussiert. Die COVIDOM-Studie, die \u00fcber 3.500 Patientinnen und Patienten langfristig nachverfolgt, war eine der ersten Studien in Deutschland zu den langfristigen Verl\u00e4ufen von Covid-19 und lieferte bereits wichtige Erkenntnisse zur Ph\u00e4notypisierung. Dies bildet die Grundlage f\u00fcr weitere Forschung und die Entwicklung effektiver Pr\u00e4ventions- und Behandlungsstrategien.<\/p>\n<p>Behandlungsweg f\u00fcr Long-Covid-Betroffene<br \/>\nErster Anlaufpunkt f\u00fcr Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Long-Covid sollte immer die Hausarztpraxis sein. Nach einer initialen Einsch\u00e4tzung k\u00f6nnen Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte eine \u00dcberweisung an die spezialisierten Ambulanzen des UKSH vornehmen. In der Post-Covid-Ambulanz f\u00fcr Erwachsene am Campus Kiel sowie in der Tagesklinik f\u00fcr Kinder- und Jugendliche am Campus L\u00fcbeck erfolgt dann eine umfassende Diagnostik durch Expertinnen und Experten.<\/p>\n<p>Die Diagnostik umfasst neurologische, pneumologische und kardiologische Untersuchungen, Laboranalysen und Spezialdiagnostik. Patientinnen und Patienten erhalten dabei einen Plan f\u00fcr die Abl\u00e4ufe in der Ambulanz bzw. Tagesklinik, durch den individuell auf ihre Gesundheitsprobleme eingegangen wird. Bei Bedarf erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Spezialabteilungen des UKSH, darunter auch das Zentrum f\u00fcr Integrative Psychiatrie (ZIP) f\u00fcr psychologische Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Nach Einreichung aller notwendigen Informationen und einer \u00dcberpr\u00fcfung durch das UKSH wird ein konkreter Termin vereinbart. Patientinnen und Patienten werden gebeten, auf die R\u00fcckmeldung zu warten, da eine Terminvereinbarung ohne die geforderten zus\u00e4tzlichen Informationen leider nicht m\u00f6glich ist. \u201eDerzeit ist in unserer Ambulanz leider mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen, wir werden aber jede Patientin und jeden Patienten pers\u00f6nlich kontaktieren\u201c, sagt Prof. Heyckendorf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schleswig-Holstein st\u00e4rkt Versorgung von Long-Covid-Betroffenen \u00b7 Ministerpr\u00e4sident G\u00fcnther \u00fcbergibt F\u00f6rderbescheide in H\u00f6he von 3,1 Millionen Euro an das UKSH. 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