{"id":437008,"date":"2024-07-16T10:13:46","date_gmt":"2024-07-16T08:13:46","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lymphom-behandlung-verbessern-deutsche-krebshilfe-foerdert-verbundprojekt-zur-prognose-der-b-zell-lymphom-therapie-mit-rund-34-millionen-euro\/"},"modified":"2024-07-16T10:13:46","modified_gmt":"2024-07-16T08:13:46","slug":"lymphom-behandlung-verbessern-deutsche-krebshilfe-foerdert-verbundprojekt-zur-prognose-der-b-zell-lymphom-therapie-mit-rund-34-millionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lymphom-behandlung-verbessern-deutsche-krebshilfe-foerdert-verbundprojekt-zur-prognose-der-b-zell-lymphom-therapie-mit-rund-34-millionen-euro\/","title":{"rendered":"Lymphom-Behandlung verbessern \/ Deutsche Krebshilfe f\u00f6rdert Verbundprojekt zur Prognose der B-Zell-Lymphom-Therapie mit rund 3,4 Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>Bonn\/G\u00f6ttingen (ots) &#8211; <\/p>\n<p>Mit etwa 6.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist das diffus gro\u00dfzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) die h\u00e4ufigste Lymphomart. Etwa zwei Drittel der Betroffenen k\u00f6nnen mit einer Chemotherapie vollst\u00e4ndig geheilt werden. Die restlichen drei\u00dfig Prozent sprechen jedoch schlecht auf die Standardtherapie an und haben hohe R\u00fcckfallquoten. Diese Patientengruppe ben\u00f6tigt daher speziellere Therapieverfahren wie Immun- oder Stammzellbehandlungen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Forschende aus ganz Deutschland wollen nun eine Methode entwickeln, mit der \u00c4rzte vorhersagen k\u00f6nnen, ob DLBCL-Patienten auf die vorgesehene Therapie ansprechen.<br \/>\nDer 2003 gegr\u00fcndete Forschungsverbund &#8222;Molecular Mechanisms in Malignant Lymphoma (MMML)&#8220; konnte die Diagnose und die Behandlung von DLCBL-Patienten durch seine Arbeiten bereits ma\u00dfgeblich verbessern. Doch die Frage, warum viele Patienten auf die Standardtherapie ansprechen, einige aber nicht, blieb bisher unbeantwortet. Aus diesem Grund hat der Verbund das Projekt &#8222;MMML-Predict&#8220; initiiert, bei dem Wissenschaftler an neun universit\u00e4ren Standorten in Deutschland das Therapieansprechen untersuchen. Das Forschungsvorhaben wird von der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen (UMG) koordiniert. <\/p>\n<p>Therapieerfolg vorhersagen<\/p>\n<p>Im Rahmen von &#8222;MMML-Predict&#8220; will das Forschungsteam ein Register aufbauen, in das die klinischen Daten von 300 DLBCL-Patienten einflie\u00dfen sollen. Anhand umfassender diagnostischer Tests charakterisieren die Wissenschaftler die Lymphome der Erkrankten vor und w\u00e4hrend der Behandlung: Sie untersuchen Tumorbiopsien, Blut- und Speichelproben der Patienten auf bestimmte molekulare Marker und nutzen bildgebende Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomographie\/Computertomographie (PET\/CT). Begleitend halten sie fest, wie gut die Patienten auf die Standardtherapie ansprechen und ob sie einen R\u00fcckfall erleiden. Anhand dieser Daten wollen die Forschenden mithilfe von k\u00fcnstlicher Intelligenz herausfinden, welche diagnostischen Tests den Erfolg der Standardtherapie bereits im Vorfeld zuverl\u00e4ssig vorhersagen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Patienten entlasten<\/p>\n<p>Das Ziel des Konsortiums ist es, ein evidenzbasiertes und kosteng\u00fcnstiges Testverfahren in die Regelversorgung zu bringen. Es soll insbesondere kleinere Kliniken und niedergelassene \u00c4rzte dabei unterst\u00fctzen, DLBCL-Patienten zu identifizieren, bei denen eine Standardtherapie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausreicht. &#8222;Wir wissen, dass spezielle Immuntherapien wie CAR-T-Zell-Therapien in der Rezidivbehandlung sehr erfolgreich sein k\u00f6nnen&#8220;, erl\u00e4utert Professor Dr. Lorenz Tr\u00fcmper, Vorstand des Ressorts Krankenversorgung der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen und Leiter des Konsortiums. &#8222;Wenn wir in Zukunft sagen k\u00f6nnten: &#8218;Sie bekommen diese Immuntherapie schon von Anfang an und nicht erst nach erfolgloser Chemotherapie&#8216;, dann w\u00fcrde das eine gro\u00dfe Entlastung f\u00fcr den Patienten bedeuten.&#8220; <\/p>\n<p>Prognose verbessern durch personalisierte Medizin<\/p>\n<p>&#8222;Mit den von ihr gef\u00f6rderten Forschungsprojekten verfolgt die Deutsche Krebshilfe vorrangig das Ziel, dass die dabei gewonnenen Erkenntnisse rasch den Patientinnen und Patienten zugutekommen. Darauf ist auch das Projekt MMML-Predict ausgerichtet&#8220;, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. &#8222;Das Vorhaben macht aber auch deutlich, wie relevant f\u00fcr einzelne Patientengruppen die Weiterentwicklung der personalisierten Medizin ist.&#8220; <\/p>\n<p>Die Deutsche Krebshilfe f\u00f6rdert &#8222;MMML-Predict&#8220; mit insgesamt 3,4 Millionen Euro \u00fcber eine Laufzeit von f\u00fcnf Jahren. Neben der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen sind wissenschaftliche Arbeitsgruppen der universit\u00e4ren Standorte Essen, Freiburg, Kiel, Leipzig, Regensburg, Ulm und W\u00fcrzburg sowie das Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart an dem Projekt beteiligt. <\/p>\n<p>Interviewpartner auf Anfrage!<\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Deutsche Krebshilfe<br \/>\nPressestelle<br \/>\nBuschstr. 32<br \/>\n53113 Bonn<br \/>\nTelefon: 02 28\/7 29 90-96<br \/>\nE-Mail: presse@krebshilfe.de<br \/>\nInternet: www.krebshilfe.de<\/p>\n<p>Original-Content von: Deutsche Krebshilfe, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/116010\/5823998<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn\/G\u00f6ttingen (ots) &#8211; Mit etwa 6.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist das diffus gro\u00dfzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) die h\u00e4ufigste Lymphomart. 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