{"id":437323,"date":"2024-07-31T12:20:58","date_gmt":"2024-07-31T10:20:58","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=437323"},"modified":"2024-08-01T13:12:49","modified_gmt":"2024-08-01T11:12:49","slug":"luebeck-gruene-travemuende-am-limit-mobilitaetskonzept-gescheitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/luebeck-gruene-travemuende-am-limit-mobilitaetskonzept-gescheitert\/","title":{"rendered":"L\u00fcbeck: GR\u00dcNE: Travem\u00fcnde am Limit \u2013 Mobilit\u00e4tskonzept gescheitert"},"content":{"rendered":"<p>Lange Staus, Parkchaos und genervte Anwohner*innen. Travem\u00fcnde &#8211; Ein Stadtteil am Limit. Die vergangenen Wochenenden haben erneut gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Das 2018 von der Verwaltung vorgestellte \u201eMobilit\u00e4tskonzept Travem\u00fcnde\u201c verspricht wenig Verbesserung und ist zudem auch in der bisherigen Umsetzung entt\u00e4uschend. Es braucht ein grundlegend neugedachtes Verkehrskonzept f\u00fcr Travem\u00fcnde.<!--more-->Dazu <strong>Arne-Matz Ramcke<\/strong>, verkehrspolitischer Sprecher der GR\u00dcNEN Fraktion: \u201eZust\u00e4nde, wie sie an den vergangenen Wochenenden in Travem\u00fcnde vorherrschten, sind Antiwerbung f\u00fcr das Seebad und nicht mehr tragbar. Nicht nur die Aufenthaltsqualit\u00e4t der Travem\u00fcnder leidet unter dem Verkehrschaos, auch schlussendlich das Urlaubserlebnis der wirtschaftlich wichtigen \u00dcbernachtungstouristen selbst.<\/p>\n<p>Wir fordern seit Jahren ein Umdenken in der Verkehrsplanung vor Ort. Der Ortskern muss weitestgehend vom Autoverkehr befreit und der Parksuchverkehr der Tagestouristen durch eine konsequente Verkehrslenkung sowie die Einrichtung von Anwohnerparkzonen einged\u00e4mmt werden. Anreisenden muss bewusst sein, dass eine Fahrt in das Zentrum keinen Sinn macht.<\/p>\n<p>Eine weitere m\u00f6gliche L\u00f6sung k\u00f6nnte ein intelligentes Shuttlebussystem sein, bei dem die G\u00e4ste an gut zu erreichenden Parkfl\u00e4chen in Ortsrandlagen eingesammelt und in den Ort gebracht werden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig muss verst\u00e4rkt auf die Mobilit\u00e4tsalternativen hingewiesen werden. Mit den Bahnh\u00f6fen, Skandinavienkai, Hafen- &amp; Strandbahnhof haben wir eine mehr als gute Voraussetzung f\u00fcr die Anreise mit der Bahn. Dies n\u00fctzt allerdings nur etwas, wenn die Bahn an den hochfrequentierten Tagen auch entsprechende Kapazit\u00e4ten zur Verf\u00fcgung stellt. Zust\u00e4nde wie k\u00fcrzlich am L\u00fcbecker Hauptbahnhof sind leider keine Werbung f\u00fcr einen Umstieg. Einzig der Umstand, dass der Getriebeschaden der Personenf\u00e4hre zum Priwall rechtzeitig vor der Travem\u00fcnder Woche behoben werden konnte und die F\u00e4hre wieder im vollen Einsatz war, war Grund zur Freude. Auch der existierende Radweg von L\u00fcbeck nach Travem\u00fcnde hat zwar gro\u00dfes Potenzial, ist derzeit allerdings in einem derart schlechten Zustand, dass er so keine gute Alternative darstellen kann.<\/p>\n<p>An finanziellen Mitteln und politischem Willen liegt es nicht. Wir erwarten hier seitens der Verwaltung eine entsprechende Priorit\u00e4tensetzung und das dazugeh\u00f6rige Handeln, damit sich etwas zum Besseren ver\u00e4ndert.\u201c<\/p>\n<p><strong>Dr. Axel Flasbarth<\/strong>, Co-Fraktionsvorsitzender der L\u00fcbecker GR\u00dcNEN erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201eEs ist ja nicht so, dass diese Probleme neu sind. Wir GR\u00dcNE haben wiederholt auf die Situation in Travem\u00fcnde aufmerksam gemacht. Im M\u00e4rz 2022 haben wir in unserer Veranstaltung \u201eTravem\u00fcnde \u2013 Hot Spot oder Ruheoase\u201c mit Expert*innen aus Wirtschaft und Verwaltung \u00fcber die zuk\u00fcnftige Entwicklung Travem\u00fcndes diskutiert. Schon damals waren sich alle Beteiligten einig, dass der Autoverkehr im Ortskern reduziert werden muss und wir erhielten breite Zustimmung f\u00fcr ein Shuttlekonzept.<\/p>\n<p>Es war die Rede von einer \u201eneuen Sto\u00dfrichtung des Toursimuskonzeptes\u201c hin zu einem \u201eEntschleunigungsort f\u00fcr Naturliebhaber\u201c, da der \u201eWachstumspeak des Ortes erreicht sei\u201c. Viel zu sehen ist von diesen Vorhaben derzeit nicht, vor allem nicht an den sch\u00f6nen Wochenendtagen im Sommer, wenn der Ort an der Belastung durch parkplatzsuchende Tagestouristen erstickt.<\/p>\n<p>Ein Verkehrskonzept, das einen vertr\u00e4glichen Tagestourismus in Travem\u00fcnde erm\u00f6glicht, muss daf\u00fcr sorgen, dass es sich auch f\u00fcr ortskundige Tagestouristen nicht lohnt, in Wohngebieten nach Parkpl\u00e4tzen zu suchen und muss zudem sicherstellen, dass eine Einfahrt in den Ort f\u00fcr Tagestouristen nicht mehr m\u00f6glich ist, wenn die \u00f6ffentlichen Parkpl\u00e4tze dort belegt sind. Stattdessen m\u00fcssen Ersatzparkpl\u00e4tze au\u00dferhalb des Orts zur Verf\u00fcgung stehen. Wir sollten die Zeit jetzt nutzen, um ein solches Konzept rechtzeitig zur n\u00e4chsten Sommersaison umsetzungsreif vorliegen zu haben.<\/p>\n<p>Verfehlt und ungeeignet ist in unseren Augen der Bau von zus\u00e4tzlichen Parkpl\u00e4tzen im Ort, wie durch das von der Verwaltung konzipierte Parkhaus am Godewindpark, das wegen einer \u00e4u\u00dferst geringen Auslastung im Jahresschnitt der Hansestadt Millionenverluste bescheren wird, aber praktisch nichts daran \u00e4ndern wird, dass Tagestouristen aus der Umgebung weiter nach kostenlosen Parkpl\u00e4tzen am Stra\u00dfenrand suchen.\u201d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange Staus, Parkchaos und genervte Anwohner*innen. Travem\u00fcnde &#8211; Ein Stadtteil am Limit. 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