{"id":439871,"date":"2024-11-13T15:04:41","date_gmt":"2024-11-13T14:04:41","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=439871"},"modified":"2024-11-13T15:10:12","modified_gmt":"2024-11-13T14:10:12","slug":"ihk-umfrage-wirtschaft-norddeutschlands-bekraeftigt-forderung-nach-a-20-ausbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ihk-umfrage-wirtschaft-norddeutschlands-bekraeftigt-forderung-nach-a-20-ausbau\/","title":{"rendered":"IHK-Umfrage: Wirtschaft Norddeutschlands bekr\u00e4ftigt Forderung nach A 20-Ausbau"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Verkehrsinfarkt droht: 80 Prozent der Unternehmen in Norddeutschland sehen die aktuelle Infrastruktur als \u00fcberlastet an.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>A\u00a020 als wirtschaftlicher und \u00f6kologischer Impulsgeber: Der Ausbau verspricht eine bessere Erreichbarkeit (85\u00a0Prozent), verl\u00e4sslichere Termine (84\u00a0Prozent) und weniger CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df (75\u00a0Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Standorttreue gef\u00e4hrdet: Jedes vierte Unternehmen (23\u00a0Prozent) erw\u00e4gt eine Verlagerung ohne A\u00a020; 6\u00a0Prozent haben dies bereits beschlossen.<\/li>\n<li>Forderung nach sofortigem Handeln: Die IHKs fordern von der Politik schnellere Planfeststellungsverfahren, gesicherte Finanzierung und z\u00fcgigen Baubeginn.<\/li>\n<li>Fast 430\u00a0Mitgliedsunternehmen beteiligen sich an A\u00a020-Umfrage von acht norddeutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Acht Industrie- und Handelskammern Norddeutschlands haben die Ergebnisse ihrer aktuellen A\u00a020-Umfrage vorgestellt. Die Befragung unter den Mitgliedsunternehmen zwischen Emden und Flensburg zeigt den dringenden Handlungsbedarf beim Ausbau der Autobahn. Vier von f\u00fcnf Unternehmen (80\u00a0Prozent) klagen \u00fcber eine \u00dcberlastung der bestehenden Infrastruktur. F\u00fcr ein Drittel der Befragten f\u00fchrt kein Weg an Hamburg vorbei; ein weiteres Drittel ist auf die F\u00e4hre Gl\u00fcckstadt-Wischhafen angewiesen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie aktuelle Verkehrssituation ist unhaltbar\u201c, betont Knud Hansen, Vize-Pr\u00e4sident der IHK\u00a0Schleswig-Holstein, stellvertretend f\u00fcr die an der Umfrage beteiligten IHKs. \u201eWir k\u00f6nnen es uns nicht leisten, dass Unternehmen aufgrund fehlender Infrastruktur abwandern oder sich gar nicht erst in Norddeutschland ansiedeln.\u201c<\/p>\n<p>Die Wirtschaft sieht den Ausbau der A\u00a020 als Schl\u00fcsselprojekt f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit der Region. 85\u00a0Prozent der Unternehmen erwarten durch die A\u00a020 eine bessere Erreichbarkeit f\u00fcr Kunden und Lieferanten. Vier von f\u00fcnf Unternehmen (79\u00a0Prozent) erwarten Vorteile f\u00fcr ihre Distribution, indem sie Waren einfacher und effizienter ausliefern k\u00f6nnen. Auch die Termintreue w\u00fcrde sich laut 84\u00a0Prozent der Befragten verbessern.<\/p>\n<p>\u00dcber den rein wirtschaftlichen Nutzen hinaus wird die A\u00a020 auch als Beitrag zum Klimaschutz bewertet. Drei Viertel der Unternehmen (73\u00a0Prozent) gehen von einem geringeren CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df durch k\u00fcrzere und direktere Fahrtwege sowie weniger Staus aus. Zwei Drittel (65\u00a0Prozent) nennen den Klimaschutz als ein Argument f\u00fcr den Bau.<\/p>\n<p>Die Umfrage unterstreicht die Dringlichkeit des A\u00a020-Ausbaus: Fast jedes vierte Unternehmen (23\u00a0Prozent) erw\u00e4gt eine Verlagerung, sollte die Autobahn nicht realisiert werden. 6\u00a0Prozent haben diese Entscheidung bereits getroffen; weitere 17\u00a0Prozent denken konkret dar\u00fcber nach. Besorgniserregend ist die gro\u00dfe Zahl an Unternehmen (23\u00a0Prozent), die unentschlossen sind. \u201eDiese Unternehmen sitzen auf gepackten Koffern. Die A\u00a020 ist zwar nicht f\u00fcr alle Unternehmen gleich wichtig, aber f\u00fcr diejenigen, die sie brauchen, ist sie von strategischer Bedeutung. Diese Relevanz nimmt zu, je n\u00e4her man an der geplanten Trasse sitzt, wie die h\u00f6here Umfragebeteiligung und Betroffenheitswerte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zeigen\u201c, so Hansen.<\/p>\n<p>Angesichts der Umfrageergebnisse richten die norddeutschen IHKs einen dringenden Appell an die Politik. \u201eDie Zeit des Z\u00f6gerns muss vorbei sein. Jetzt brauchen wir Entscheidungen und vor allem: Taten\u201c, fordert Hansen. Konkret verlangen die IHKs schnellere Planfeststellungsverfahren, eine gesicherte Finanzierung und einen z\u00fcgigen Baubeginn.<\/p>\n<p>\u201eDie n\u00e4chsten zwei Jahre werden zur entscheidenden Phase f\u00fcr die A\u00a020\u201c, so Hansen. Gro\u00dfe Hoffnungen setzen die IHKs in die baldige Neuwahl des Deutschen Bundestages und die Bildung einer neuen Bundesregierung mit einer positiveren Einstellung zum Neubau von Infrastruktur. Die IHKs appellieren an die Politik, die notwendigen Schritte einzuleiten, um das Potenzial Norddeutschlands auch als Logistik- und Energiewendedrehscheibe auszusch\u00f6pfen. \u201eOffshore-Windanlagenbauer, Wasserstoffproduktion, Batteriewerke, neue Technologiefirmen: Sie alle brauchen eine verl\u00e4ssliche, leistungsf\u00e4hige Verkehrsanbindung. Die A\u00a020 ist deshalb nicht nur ein Verkehrsprojekt\u00a0\u2013 sie ist ein entscheidender Baustein f\u00fcr das Gelingen der Energiewende in ganz Deutschland.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die IHK zu Kiel, die Handelskammer Bremen, die IHK Elbe-Weser, die IHK\u00a0Flensburg, die Handelskammer Hamburg, die IHK zu L\u00fcbeck, die Oldenburgische IHK sowie die IHK f\u00fcr Ostfriesland und Papenburg haben ihre Mitgliedsunternehmen zwischen dem 26.\u00a0August und dem 20.\u00a0September zu den erwarteten Auswirkungen der Realisierung beziehungsweise Nicht-Realisierung der A\u00a020 befragt. Insgesamt 429 Unternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt; ein Schwerpunkt lag auf Schleswig-Holstein und Niedersachsen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verkehrsinfarkt droht: 80 Prozent der Unternehmen in Norddeutschland sehen die aktuelle Infrastruktur als \u00fcberlastet an. 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