{"id":441110,"date":"2024-12-16T18:58:28","date_gmt":"2024-12-16T17:58:28","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=441110"},"modified":"2024-12-16T18:59:15","modified_gmt":"2024-12-16T17:59:15","slug":"plueschig-hungrig-fit-erste-kegelrobbengeburt-der-saison-im-nationalpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/plueschig-hungrig-fit-erste-kegelrobbengeburt-der-saison-im-nationalpark\/","title":{"rendered":"Pl\u00fcschig, hungrig, fit:  Erste Kegelrobbengeburt der Saison im Nationalpark"},"content":{"rendered":"<p>Foto: LKN.SH \u00b7 Die Sandbank D-Steert nordwestlich von Trischen ist die Wiege des ersten Kegelrobbennachwuchses dieses Winters im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.<!--more--><\/p>\n<p>Robbenjunge kommen in aller Regel gut allein klar. Andernfalls nimmt sie die Seehundstation Friedrichskoog auf. An weniger entlegenen Orten als dem D-Steert k\u00f6nnen Spazierende Robbenfunde mit der Robben.App melden.<\/p>\n<p>Die Partenavia P.68 ist ein zweimotoriger Hochdecker \u2013 ein Flugzeug also, bei dem die Kabine unter den Fl\u00fcgeln h\u00e4ngt, so dass die Passagiere freie Sicht nach unten haben. Das braucht Thomas Gr\u00fcnkorn von BioConsult SH auch, wenn er von hier aus das Wattenmeer fotografiert, um im Auftrag der Nationalparkverwaltung zum Beispiel Kegelrobben zu deren Wurfzeit zu z\u00e4hlen und dies zu dokumentieren. Vergangene Woche erst ist das Team wieder gestartet. W\u00e4hrend auf Helgoland bereits etliche Jungtiere geboren sind, kommt Kegelrobbennachwuchs im Nationalpark seltener zur Welt und wird meist erst sp\u00e4ter dokumentiert. Als w\u00e4hrend des Z\u00e4hlflugs nun aber die Maschine von der Elbm\u00fcndung aus in Richtung Norden flog, ersp\u00e4hte die Besatzung in etwa 200 Metern H\u00f6he nordwestlich von Trischen eindeutig das wei\u00dfe Robbenjunge mit seiner Mutter auf der Sandbank D-Steert. \u201eDa es zuletzt nicht nennenswert gest\u00fcrmt hat, so dass das Jungtier wohl nicht verdriftet wurde, gehen wir davon aus, dass es hier zur Welt gekommen ist\u201c, sagt Thomas Gr\u00fcnkorn.<\/p>\n<p>Anders als bei den Seehunden kommen sogenannte \u201eHeuler\u201c bei Kegelrobben nur selten vor. Die M\u00fctter bringen ihren Nachwuchs an einem ruhigen, \u00fcberflutungsfreien Strand oder auf einer hoch gelegenen Sandbank zur Welt. Fortan kommen die Jungen im wei\u00dfen, langen Pelz, dem Lanugofell, weitgehend allein klar. Nur zum S\u00e4ugen kommen die M\u00fctter f\u00fcr etwa drei Wochen an Land \u2013 ansonsten sch\u00fctzt die Kleinen der Lanugo gut vor winterlicher K\u00e4lte und Wind. Durch den Fettgehalt der Muttermilch von mehr als 50 Prozent nehmen sie t\u00e4glich bis zu zwei Kilogramm zu. Ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand ist also kein Grund zur Sorge, sondern relativ normal.<\/p>\n<p>Wenn Spazierende eine junge Kegelrobbe am Strand entdecken, sollten sie (und ihre Hunde) unbedingt gro\u00dfr\u00e4umig Abstand halten. Auch die Kleinen unter Deutschlands gr\u00f6\u00dften Raubtieren sind sehr wehrhaft \u2013 au\u00dferdem k\u00f6nnen sie verschiedene Krankheiten \u00fcbertragen. Nur die staatlich bestellten Seehundj\u00e4ger*innen, heute in erster Linie als Seehundheger*innen\u201c aktiv, d\u00fcrfen Meeress\u00e4uger am Strand anfassen, ihnen helfen und wenn dies n\u00f6tig sein sollte, die Tiere bergen. Die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Fachleute entscheiden vor Ort, ob das Tier Hilfe braucht, und bringen es gegebenenfalls zur Pflege bis zur Wiederauswilderung in die Seehundstation Friedrichskoog.<\/p>\n<p>Robben.App alarmiert Seehundj\u00e4ger.<\/p>\n<p>Spazierenden, die ein Kegelrobbenjungtier oder einen anderen Meeress\u00e4uger am Strand entdecken, hilft seit einem Jahr die Robben.App der Nationalpark Service gGmbH. Mit ihr lassen sich Funde an Nord- und auch Ostsee einfach und pr\u00e4zise melden. \u201eDank der Standortfunktion von Smartphones und der App landen alle wichtigen Infos direkt beim zust\u00e4ndigen Seehundj\u00e4ger beziehungsweise der Seehundj\u00e4gerin, um das Tier im Anschluss z\u00fcgig finden und ihm gegebenenfalls auch helfen zu k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Armin Je\u00df, der das von der proWIN Stiftung gef\u00f6rderte App-Projekt in der Nationalparkverwaltung betreut. \u201eSo erhalten Einheimische und Urlaubsg\u00e4ste schnell eine Info, dass sich jemand um \u201aihren\u2018 gefundenen Meeress\u00e4uger k\u00fcmmert.\u201c Die App wurde bereits \u00fcber 4.000-mal heruntergeladen und wird rege genutzt \u2013 Armin Je\u00df hofft auf weiteren Zulauf f\u00fcr die Robben.App.<\/p>\n<p>Insgesamt werden in Schleswig-Holstein j\u00e4hrlich 2.500 bis 3.000 Meeress\u00e4ugerfunde von den Seehundj\u00e4ger*innen bearbeitet. Dabei handelt es sich in erster Linie um Seehunde, darunter sind aber auch rund 200 Kegelrobben- und 200 Schweinswale-Funde. Die App bietet den Nutzenden zudem einen multimedialen Fundus wissenswerter Informationen rund um die marinen S\u00e4ugetiere sowie eine Karte mit Naturschutzinformationszentren in Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p><strong>Robben.App zum Downloaden<\/strong><\/p>\n<p>Erh\u00e4ltlich ist die kostenfreie App auf den g\u00e4ngigen App-Plattformen. Der Link dorthin und weitere Informationen sind online zu finden unter <a href=\"http:\/\/www.nationalpark-wattenmeer.de\/robbenapp\">www.nationalpark-wattenmeer.de\/robbenapp<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: LKN.SH \u00b7 Die Sandbank D-Steert nordwestlich von Trischen ist die Wiege des ersten Kegelrobbennachwuchses dieses Winters im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches<\/p>\n","protected":false},"author":4994,"featured_media":441111,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[9,8],"tags":[24451,24450,24449],"class_list":["post-441110","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sport-freizeit","category-flora-fauna-wasser","tag-fit-erste-kegelrobbengeburt-der-saison-im-nationalpark","tag-hungrig","tag-plueschig"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441110","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4994"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=441110"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441110\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":441112,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441110\/revisions\/441112"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/441111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=441110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=441110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=441110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}