{"id":441966,"date":"2025-01-21T16:56:01","date_gmt":"2025-01-21T15:56:01","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=441966"},"modified":"2025-01-21T16:56:01","modified_gmt":"2025-01-21T15:56:01","slug":"luebeck-2035-werden-53-800-menschen-im-rentenalter-sein-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/luebeck-2035-werden-53-800-menschen-im-rentenalter-sein-2\/","title":{"rendered":"L\u00fcbeck: 2035 werden 53.800 Menschen im Rentenalter sein"},"content":{"rendered":"<p>Wer in L\u00fcbeck f\u00fcr den Bundestag kandidiert, dem sollen Besch\u00e4ftigte auf den \u201eRenten-Zahn\u201c f\u00fchlen. L\u00fcbeck kommt in die Jahre: Heute leben rund 48.200\u00a0Menschen in L\u00fcbeck, die im Rentenalter sind. Und 2035 werden rund 53.800\u00a0Menschen der \u201eGeneration \u00dc67\u201c angeh\u00f6ren \u2013 ein \u201eSenioren-Plus\u201c von 12\u00a0Prozent gegen\u00fcber heute. <!--more-->Das geht aus einer \u201eRuhestands-Prognose\u201c hervor, die das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) gemacht hat.<\/p>\n<p>Die NGG L\u00fcbeck warnt jetzt vor zu niedrigen Renten. Es gehe darum, ein \u201eAbrutschen der Rente\u201c zu verhindern: \u201eWer im Alter genug Geld zum Leben haben will, muss sich am 23.\u00a0Februar darum k\u00fcmmern. Denn wie hoch die gesetzliche Rente sein wird, das kann jeder mitentscheiden \u2013 und zwar per Kreuz in der Wahlkabine bei der Bundestagswahl. Und die Rente ist f\u00fcr alle wichtig \u2013 f\u00fcr Jung und Alt: f\u00fcr den Azubi in der Gastronomie genauso wie f\u00fcr den Altgesellen in der B\u00e4ckerei oder f\u00fcr den Lagerarbeiter in der Lebensmittelproduktion\u201c, sagt Dirk Himmelmann.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der NGG L\u00fcbeck richtet deshalb einen \u201eRenten-Appell\u201c an die Besch\u00e4ftigten. Sie sollen den Wahlkampf nutzen, um den Parteien auf den \u201eRenten-Zahn\u201c zu f\u00fchlen: \u201eWer in L\u00fcbeck f\u00fcr den Bundestag kandidiert, muss Farbe bekennen. Die entscheidende Frage beim Stra\u00dfenwahlkampf in der Hansestadt ist: Wie hoch wollen die Bundestagskandidaten die Rentenlatte legen?\u201c<\/p>\n<p>Denn der neue Bundestag und die Bundesregierung m\u00fcssten dringend eine Rentenreform anpacken. \u201eDer wichtigste Punkt dabei ist das Rentenniveau: Je h\u00f6her es ist, desto mehr Geld haben die Senioren im Portemonnaie. Da geht es um jeden Prozentpunkt \u2013 auch hinterm Komma\u201c, so Dirk Himmelmann. Hier m\u00fcsse es eine Haltelinie nach unten geben: \u201eUnter 48\u00a0Prozent darf das Rentenniveau nicht sacken. Sonst rutschen n\u00e4mlich noch mehr Menschen in die Altersarmut\u201c, sagt der Gewerkschafter. Die NGG L\u00fcbeck fordert, dass das Rentenniveau zuk\u00fcnftig auch wieder auf 50\u00a0Prozent und h\u00f6her steigen muss.<\/p>\n<p>Neben diesem \u201eProzent-Check\u201c zur Rentenh\u00f6he gehe es auch darum, die Positionen der Parteien zum geplanten Renteneintrittsalter abzuklopfen: \u201eAb wann sollen die Menschen ohne Abschl\u00e4ge in Rente gehen k\u00f6nnen? \u2013 Genau diese Frage sollten die Besch\u00e4ftigten den Bundestagskandidaten in L\u00fcbeck ebenfalls stellen \u2013 und zwar bei jeder Gelegenheit, die sich bis zur Bundestagswahl bietet\u201c, fordert Dirk Himmelmann.<\/p>\n<p>Parteien, die versuchten, das Renteneintrittsalter nach oben zu schrauben, machten eine \u201eWeit-weg-Politik vom Arbeitsleben der Menschen\u201c. Schon die Rente mit 67 sei f\u00fcr viele jetzt unerreichbar. \u201eVom Koch bis zum Produktionshelfer, der Tag f\u00fcr Tag in der Lebensmittelindustrie am Band steht: Viele, die dauerhaft anstrengende Arbeit leisten, sind oft schon viel fr\u00fcher am Ende\u201c, so Dirk Himmelmann.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fordert die NGG L\u00fcbeck einen \u201eRententopf f\u00fcr alle\u201c: \u201eVon der Rechtsanw\u00e4ltin bis zum Lebensmitteltechniker, von der K\u00f6chin, Kellnerin und Konditorin bis zum Arzt, Apotheker und Architekten \u2013 f\u00fcr alle muss es k\u00fcnftig eine Rentenkasse geben\u201c, sagt NGG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Himmelmann. Wichtig sei dar\u00fcber hinaus, die Rente \u201efinanziell auf solide F\u00fc\u00dfe zu stellen\u201c. Einer Aktienrente erteilt die NGG L\u00fcbeck damit eine klare Absage: \u201eDie gesetzliche Rente mit ihren Beitr\u00e4gen, f\u00fcr die Besch\u00e4ftigte hart gearbeitet haben, hat an der B\u00f6rse nichts zu suchen. Sie darf nicht \u2013 in Aktienpakete verpackt \u2013 gehandelt werden\u201c, so Himmelmann. Auch das von CDU\/CSU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz im Wahlkampf jetzt geforderte staatliche Aktien-Depot f\u00fcr Kinder sei nichts anderes als \u201eder Beginn eines schleichenden Ausstiegs aus der gesetzlichen Rentenversicherung\u201c.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr eine Rente, die zum Leben reicht, sei vor allem aber auch ein guter Lohn. Wer heute zum Mindestlohn arbeite, rutsche im Alter \u201eschnurstracks in die Armut\u201c. Aktuell gibt es nach Berechnungen, die das Pestel-Institut f\u00fcr die NGG gemacht hat, rund 27.900\u00a0Jobs in L\u00fcbeck, in denen die Menschen weniger als 15\u00a0Euro pro Stunde verdienen.<\/p>\n<p>\u201eSo ein Niedriglohn ist nichts anderes als eine Armutsfalle f\u00fcrs Alter\u201c, sagt Himmelmann. Ziel m\u00fcsse es sein, mehr Jobs zu haben, in denen der Tariflohn gezahlt werde. Auch darum gehe es bei der Bundestagswahl. \u201eDas Stichwort hei\u00dft: Bundestariftreuegesetz. Auch darauf warten viele Niedriglohn-Besch\u00e4ftigte in L\u00fcbeck\u201c, sagt Dirk Himmelmann. Es gehe immerhin darum, dass bei \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen k\u00fcnftig konsequent der Tariflohn gezahlt werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer in L\u00fcbeck f\u00fcr den Bundestag kandidiert, dem sollen Besch\u00e4ftigte auf den \u201eRenten-Zahn\u201c f\u00fchlen. 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