{"id":44245,"date":"2011-09-30T07:52:14","date_gmt":"2011-09-30T05:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=44245"},"modified":"2011-09-30T07:52:14","modified_gmt":"2011-09-30T05:52:14","slug":"bka-interpol-das-zollkriminalamt-und-das-bundeskriminalamt-teilen-mit-internationale-operation-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-interpol-das-zollkriminalamt-und-das-bundeskriminalamt-teilen-mit-internationale-operation-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet\/","title":{"rendered":"BKA: Interpol, das Zollkriminalamt und das Bundeskriminalamt teilen mit: Internationale Operation im Kampf gegen den Handel mit illegalen Arzneimitteln im Internet"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-16107\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/07\/bka-massiver-anstieg-bei-manipulationen-von-geldautomaten-bundeskriminalamt-veroffentlicht-fallzahlen-fur-das-erste-halbjahr-2010\/bundeskriminalamt-4\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-16107\" title=\"Bundeskriminalamt\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Bundeskriminalamt.jpg\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"77\" \/><\/a>Wiesbaden (ots) &#8211; Weltweiter  Einsatz der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden unter Koordination von Interpol (Pangea  IV)<\/p>\n<p>Der Einkauf von Arzneimitteln im Internet birgt Risiken! Dieser  Problematik haben sich \u00fcber 80 L\u00e4nder weltweit angenommen und sind  im Rahmen einer internationalen Aktionswoche gegen den Handel mit  illegalen und gesundheitlich bedenklichen Arzneimitteln im Internet  vorgegangen. Die Ziele der Aktion waren, das Angebot illegaler Produkte  zu unterbinden und das Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die mit dem  Arzneimittelkauf im Internet verbundenen m\u00f6glichen Gefahren f\u00fcr die  Gesundheit zu sch\u00e4rfen.<!--more--> Die Operation Pangea ist die bedeutendste Aktion zur  Unterst\u00fctzung der Internationalen Task-force zur Bek\u00e4mpfung von illegalen  Arzneimitteln (International Medical Products Anti-Counterfeiting Taskforce  &#8211; IMPACT). Sie konzentriert sich auf Webseiten, \u00fcber die illegale und  bedenkliche Arzneimittel vertrieben werden. Der Fokus liegt auf den drei  Hauptkomponenten des illegalen Internethandels: dem Internetdienstanbieter  (ISP), den Zahlungssystemen und den Zustelldiensten.<\/p>\n<p>Die Operation  Pangea IV erfolgte vom 20.-27.09.2011 unter Koordination von Interpol, der  Weltzollorganisation (WZO) und<br \/>\nnationalen Arzneimittel\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden  sowie der pharmazeutischen Industrie und den Internet-Zahlungsabwicklern.<br \/>\nPolizei, Zoll und Arzneimittel\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden wurden bei ihren  Ermittlungen von den Dienstleistungsunternehmen intensiv  unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Das Gesamtergebnis der weltweiten Operation stellt  Interpol in seiner heute ver\u00f6ffentlichten Mitteilung vor (<a href=\"http:\/\/www.interpol.int\/\">www.interpol.int<\/a>).<\/p>\n<p>In Deutschland  bieten unz\u00e4hlige Seiten im Internet den Kunden die M\u00f6glichkeit, Arzneimittel  mit oder ohne Rezept oder nach Konsultationdes auf der Seite beworbenen  &#8222;Online-Doktors&#8220; zu erwerben. Die professionelle Aufmachung der illegalen  Seiten erschwert es den Kunden, seri\u00f6se von unseri\u00f6sen Angeboten zu  unterscheiden. Neben dem enormen gesundheitlichen Risiko besteht zus\u00e4tzlich  die Gefahr, dass pers\u00f6nliche Daten, z. B. Kreditkartendaten, in T\u00e4terh\u00e4nde  gelangen und missbr\u00e4uchlich verwendet werden.<\/p>\n<p>Die Polizei in  Deutschland hat im Jahr 2011 bis Mitte September 268 Ermittlungsverfahren  wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Arzneimittelgesetz gef\u00fchrt, bei denen das Internet  zur Tatausf\u00fchrung genutzt wurde. Die Betreiber der Webseiten stehen im  Verdacht, in Deutschland nicht zugelassene sowie gesundheitlich bedenkliche  Arzneimittel vertrieben zu haben. Die Angebote umfassen die gesamte  Bandbreite des Arzneimittelspektrums. Darunter sind insbesondere  leistungssteigernde und muskelaufbauende Arzneimittel sowie sogenannte  Lifestyle-Arzneimittel, u. a. Arzneimittel zur Behandlung erektiler  Dysfunktion, Haarwuchsmittel, Mittel zur Gewichtsreduktion und  Appetitz\u00fcgler. Die Ermittlungen zeigen, dass die illegalen Arzneimittel  \u00fcberwiegend aus dem Ausland, gr\u00f6\u00dftenteils aus Indien, China, Osteuropa und  Afrika, stammen. Erschwert werden sie durch<br \/>\nkonspirativ organisierte  Handelsstrukturen und eine internationale Vorgehensweise der  T\u00e4ter.<\/p>\n<p>BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;Das Internet als Handelsplattform  nimmt stetig an Bedeutung zu. Durch den illegalen Arzneimittelhandel auf  dieser Plattform wird die Gesundheit der Menschen in r\u00fccksichtsloser Weise  gef\u00e4hrdet. Illegale H\u00e4ndler nutzen die Unbefangenheit der Patienten aus und  bieten nicht zugelassene, gef\u00e4lschte und gesundheitlich bedenkliche  Arzneimittel zum Kauf an. Dieser grenz\u00fcberschreitenden Form der Kriminalit\u00e4t  kann nur durch die kontinuierliche Zusammenarbeit und den st\u00e4ndigen  Informationsaustausch aller beteiligten Beh\u00f6rden national und  international begegnet werden. Patienten k\u00f6nnen sich sch\u00fctzen, indem sie  Arzneimittel &#8211; auch \u00fcber das Internet &#8211; nur bei zugelassenen Apotheken  beziehen.&#8220;<\/p>\n<p>Auch der deutschen Zollverwaltung kommt in diesem  Zusammenhang eine wichtige Filterfunktion f\u00fcr die Gesundheit der Verbraucher  zu. Zwar werden die Medikamente \u00fcber deutsche Internetseiten angeboten,  deren Ursprung liegt jedoch im Ausland. Unter der Federf\u00fchrung des  Zollkriminalamts standen daher bundesweit die Post- und Kurierdienste im  Fokus intensiver Kontrollen. Die beteiligten Zollstellen zogen allein in  dieser Woche insgesamt 1.132 Brief- und Paketsendungen mit rund 53.500  Tabletten, Kapseln und Ampullen aus dem Ausland aus dem Verkehr. Das Gros  der sichergestellten Arzneimittel lag mit rund 80 Prozent bei Potenzmitteln.  Daneben wurden aber auch Schlaf-, Schmerz-und Di\u00e4tmittel sowie  Herzpr\u00e4parate, Anabolika und Wachstumshormone aus dem Ausland  bezogen.<\/p>\n<p>Die Kunden scheint dabei im Wesentlichen der scheinbar  problemlose Bestellvorgang und der h\u00e4ufig g\u00fcnstige Preis zu reizen, so dass<br \/>\njegliche gesundheitliche Bedenken au\u00dfer Acht gelassen werden. Als  &#8222;gesundheitlich bedenklich&#8220; wurden jedoch die meisten der<br \/>\nbeschlagnahmten Medikamente von den Untersuchungsbeh\u00f6rden  eingestuft. Doch damit nicht genug: Jeder Import von in Deutschland nicht  zugelassenen Medikamenten durch Privatpersonen stellt eine  Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbu\u00dfe bestraft werden  kann.<\/p>\n<p>Von dieser M\u00f6glichkeit machen die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden regen  Gebrauch und ahnden Verst\u00f6\u00dfe mit mindestens 35 Euro Bu\u00dfgeld pro  Bestellung. Eine gro\u00dfe Zahl derartiger Bu\u00dfgeldbescheide wird auch in  diesem Jahr nach der Kontrolloperation Pangea IV erwartet. Allein am  Internationalen Postzentrum des Frankfurter Flughafens wurden in dieser  Zeit 761 Postsendungen mit Medikamenten sichergestellt.<\/p>\n<p>Die wachsende  Bedeutung des Handels mit illegalen Arzneimitteln zeigt sich nicht nur an  den Aufgriffen bei den Post- und<br \/>\nFrachtzentren. Auch die Zahl der  Ermittlungsverfahren des Zollfahndungsdiensts im Bereich der mittleren bis  schweren<br \/>\nArzneimittelkriminalit\u00e4t steigt stetig &#8211; allein im Jahr 2010 um  \u00fcber 40 Prozent auf 914 F\u00e4lle (2009: 644), die Tendenz ist weiter<br \/>\nsteigend. Umfangreiche grenz\u00fcberschreitende Ermittlungen zu Potenz- oder  Dopingmitteln stehen dabei im Vordergrund. So ermittelt die Zollfahndung  Berlin-Brandenburg derzeit in einem Verfahren, das unter anderem die  gleichzeitige Durchsuchung von 60 Objekten in Deutschland und Tschechien und  sieben Verhaftungen einschlie\u00dft. Die T\u00e4ter erwirtschafteten mit ihrem  illegalen Potenzmittelhandel mehrere Millionen Euro auf Kosten der  Gesundheit ihrer Kunden.<\/p>\n<p>Dazu der Pr\u00e4sident des Zollkriminalamts, Dr.  Paul Wamers: &#8222;Dem Handel mit illegalen, zum Teil \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlichen  Arzneimitteln,<br \/>\ndie von skrupellosen H\u00e4ndlern via Internet vertrieben werden,  muss endlich Einhalt geboten werden. Es ist daher mehr denn je die enge  internationale Zusammenarbeit aller Ermittlungsbeh\u00f6rden erforderlich, um  kriminellen Verk\u00e4ufern und Organisationen das Handwerk zu legen, damit  Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken und nicht zuletzt vor finanziellen  Verlusten gesch\u00fctzt werden.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeskriminalamt und Zollkriminalamt  sind sich einig mit den f\u00fcr den Arzneimittelhandel zust\u00e4ndigen Stellen, der<br \/>\nArzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (ABDA), dem Bundesverband  Deutscher Versandapotheken (BVDVA), dem Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und  Medizinprodukte (BfArM) und dem Landesinstitut f\u00fcr Gesundheit und Arbeit des  Landes Nordrhein-Westfalen (LIGA), dass diesem Ph\u00e4nomen nur durch ein  gemeinsames Vorgehen entgegengewirkt<br \/>\nwerden kann.<\/p>\n<p>Verbraucher  k\u00f6nnen sich auf den Internetseiten der genannten Stellen sowie auf der  Internetseite des Deutschen Instituts f\u00fcr<br \/>\nMedizinische Dokumentation und  Information \u00fcber den sicheren Handel mit Arzneimittel informieren und anhand  der dargestellten<br \/>\nInformationen &#8222;ihre&#8220; Online-Apotheke \u00fcberpr\u00fcfen (z. B. <a href=\"http:\/\/www.dimdi.de\/\">www.dimdi.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bvda.de\/zugelassene-versandapotheken\">www.bvda.de\/zugelassene-versandapotheken<\/a>,<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.arzneimittelsicherkaufen.de\/\">www.arzneimittelsicherkaufen.de<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Weltweiter Einsatz der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden unter Koordination von Interpol (Pangea IV) Der Einkauf von Arzneimitteln im Internet birgt<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-44245","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44245\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}