{"id":444295,"date":"2025-03-14T23:04:56","date_gmt":"2025-03-14T22:04:56","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=444295"},"modified":"2025-03-14T23:04:56","modified_gmt":"2025-03-14T22:04:56","slug":"schleswig-holstein-staerkt-landwirtschaftliche-beratung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/schleswig-holstein-staerkt-landwirtschaftliche-beratung\/","title":{"rendered":"Schleswig-Holstein st\u00e4rkt landwirtschaftliche Beratung"},"content":{"rendered":"<p>Foto: Symbolbild \u00b7 Landwirtschaftsminister Schwarz: \u201eWir f\u00f6rdern den Wissenstransfer und st\u00e4rken so unsere Landwirtschaft\u201c.<\/p>\n<p>Die Landesregierung Schleswig-Holstein setzt sich aktiv f\u00fcr eine nachhaltige Landwirtschaft ein und st\u00e4rkt gezielt die Beratung landwirtschaftlicher Betriebe. Mit j\u00e4hrlich rund 1,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europ\u00e4ischen Landwirtschaftsfonds f\u00fcr die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums (ELER) f\u00f6rdert das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) einzelbetriebliche Beratungen in sieben Fachbereichen. \u201eMit dieser F\u00f6rderma\u00dfnahme st\u00e4rken wir die landwirtschaftliche Beratung als zentralen Baustein f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Es ist entscheidend, dass unsere Betriebe umfassend unterst\u00fctzt werden, um die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Tierwohl, Pflanzenbau und Klimaschutz erfolgreich zu meistern. Die Landesregierung setzt hier ein klares Zeichen: Wir f\u00f6rdern den Wissenstransfer und stellen sicher, dass unsere landwirtschaftlichen Betriebe bestm\u00f6glich beraten werden \u2013 und das ohne finanzielle H\u00fcrden\u201c, sagte Landwirtschaftsminister Werner Schwarz.<!--more--><\/p>\n<p>Die Beratungsmodule werden von sieben spezialisierten Beratungstr\u00e4gern durchgef\u00fchrt, die im Rahmen eines EU-weiten Ausschreibungsverfahrens den Zuschlag erhalten haben. Die Beratung wird zu 100 Prozent gef\u00f6rdert, sodass die landwirtschaftlichen Betriebe kostenlos von dem Angebot profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><u>Die Beratungsangebote im \u00dcberblick:<\/u><\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcnlandberatung<\/strong><\/p>\n<p>Gemeinsam erstellen Beraterinnen und Berater sowie Betriebsleiterinnen und -leiter Konzepte f\u00fcr die standortgerechte Gr\u00fcnlandwirtschaft. Der Fokus liegt hierbei auf einer Steigerung der Grundfutterqualit\u00e4t unter effizientem Ressourceneinsatz. In Spezialmodulen wird auf die Anforderungen der Weidehaltung eingegangen und zur St\u00e4rkung von Nachhaltigkeit und Resilienz \u00fcber alternative Verfahren der Gr\u00fcnlandwirtschaft beraten. Beratungstr\u00e4ger ist die <a href=\"https:\/\/www.lksh.de\/\">Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein<\/a>. Die F\u00f6rdersumme betr\u00e4gt 350.000 Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p><strong>Integrierter Pflanzenschutz im Ackerbau<\/strong><\/p>\n<p>Die Beratung im integrierten Pflanzenschutz verfolgt das Ziel, einen effizienten und umweltschonenden Pflanzenschutz zu f\u00f6rdern. Das umfasst unter anderem pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen wie die Wahl der Bodenbearbeitung und Fruchtfolge sowie die Nutzung von Prognosemodellen und Entscheidungshilfen. Dar\u00fcber hinaus werden alternative Verfahren wie mechanische und biologische Methoden vermittelt, neue Entwicklungen in der Robotik vorgestellt und der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel durch optimierte Mengen und H\u00e4ufigkeiten sowie den Einsatz digitaler Tools reduziert. Beratungstr\u00e4ger ist die <a href=\"https:\/\/www.lksh.de\/\">Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein<\/a>. Die F\u00f6rdersumme betr\u00e4gt 182.500 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Integrierter Pflanzenschutz in Baumschulen<\/strong><\/p>\n<p>Wie im Ackerbau soll auch in Baumschulen der chemische Pflanzenschutz minimiert werden. Die Beratung f\u00f6rdert daher die Erhaltung und Nutzung nat\u00fcrlicher Regelmechanismen, die Umsetzung pr\u00e4ventiver Ma\u00dfnahmen sowie den Einsatz technischer Innovationen. In einem Spezialmodul wird besonders auf aktuelle biologische Verfahren eingegangen, auch der Erwerb und die Anwendung von N\u00fctzlingen wird unterst\u00fctzt, um gemeinsam eine nachhaltige Strategie zu entwickeln. Beratungstr\u00e4ger ist die <a href=\"https:\/\/baumschultechnik.de\/btb\/\">BTB Baumschultechnik und Beratung<\/a>. Die F\u00f6rdersumme betr\u00e4gt 100.000 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Klima- und Energieberatung<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Klima- und Energieberatung wird die Verbesserung der Energieeffizienz der Betriebe adressiert. Hierf\u00fcr werden Schwachstellen hinsichtlich von W\u00e4rmeverlusten oder der Freisetzung von Treibhausgasen erfasst. Erg\u00e4nzend wird zu klimaschonenden sowie klimaangepassten Ma\u00dfnahmen in der Pflanzen- und Tierproduktion beraten. Beratungstr\u00e4ger ist die <a href=\"https:\/\/www.iglu-goettingen.de\/\">Ingenieurgemeinschaft Landwirtschaft und Umwelt (IGLU)<\/a>. Die F\u00f6rdersumme betr\u00e4gt 170.000 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Beratung im \u00d6kologischen Landbau<\/strong><\/p>\n<p>Diese Beratung richtet sich an \u00f6kologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe. Neben der Pr\u00fcfung, ob Betriebe sich zur Umstellung auf den \u00f6kologischen Landbau eignen, sind betriebswirtschaftliche Analysen sowie Empfehlungen zur \u00f6kologischen Produktionstechnik und Vermarktung Bestandteil dieses Moduls. Beratungstr\u00e4ger ist der <a href=\"https:\/\/www.oekoring-sh.de\/\">\u00d6koring Schleswig-Holstein<\/a>. Die F\u00f6rdersumme betr\u00e4gt 500.000 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Beratung in milchkuhhaltenden Betrieben zur Vermeidung von Produktionskrankheiten<\/strong><\/p>\n<p>Hierbei handelt sich um eine zweistufige Betriebsberatung: Beim Erstbesuch werden betriebsspezifische St\u00e4rken und Schw\u00e4chen ermittelt, um einen Handlungsplan f\u00fcr die Verbesserung der Tiergesundheit zu entwickeln. Nach fr\u00fchestens f\u00fcnf Monaten kann ein Folgebesuch stattfinden, im Rahmen dessen die betriebliche Situation erneut evaluiert wird und die bisherigen Handlungsempfehlungen gegebenenfalls angepasst werden. Beratungstr\u00e4ger ist der <a href=\"https:\/\/www.rsheg.de\/de\/dienstleistungen\/zuchtberatung-spermaverkauf\/spermavertrieb-nord-gmbh-165.html\">Spermavertrieb Nord<\/a>. Die F\u00f6rdersumme betr\u00e4gt 100.000 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Beratung in schweinehaltenden Betrieben zur Vermeidung des regelm\u00e4\u00dfigen Kupierens von Schw\u00e4nzen<\/strong><\/p>\n<p>Bei dieser Beratung sollen schweinehaltende Betriebe bei der Vermeidung des regelm\u00e4\u00dfigen Schwanzkupierens ihrer Tiere unterst\u00fctzt werden. Dazu k\u00f6nnen bis zu zwei Betriebsbesuche innerhalb von 12 Monaten in Anspruch genommen werden, die eine Situationsanalyse und ein betriebsspezifisches Konzept zur Reduzierung des Schwanzbei\u00dfens beinhalten. Beratungstr\u00e4ger ist die <a href=\"https:\/\/www.lksh.de\/\">Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein<\/a>. Die F\u00f6rdersumme betr\u00e4gt 50.000 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p>\u201eIch bin davon \u00fcberzeugt, dass wir damit einen wichtigen Beitrag zur St\u00e4rkung der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein leisten k\u00f6nnen. Durch die Vielfalt der angebotenen Beratungen \u2013 von Gr\u00fcnlandmanagement \u00fcber Pflanzenschutz bis hin zur Tiergesundheit und zum Klimaschutz \u2013 erhalten unsere landwirtschaftlichen Betriebe die notwendige Unterst\u00fctzung, um ihre Herausforderungen effektiv anzugehen. Dieses breite Angebot tr\u00e4gt dazu bei, die Betriebe zukunftssicher zu machen und kommt dem gesamten l\u00e4ndlichen Raum zugute. Es hilft, Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig den Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig zu f\u00f6rdern\u201c, sagte der Minister.<\/p>\n<p>Einzelheiten zu den Beratungsinhalten und zur Abwicklung der F\u00f6rderung werden zeitnah auf den jeweiligen Internetseiten der Beratungstr\u00e4ger zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: Symbolbild \u00b7 Landwirtschaftsminister Schwarz: \u201eWir f\u00f6rdern den Wissenstransfer und st\u00e4rken so unsere Landwirtschaft\u201c. 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