{"id":444351,"date":"2025-03-17T18:06:29","date_gmt":"2025-03-17T17:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=444351"},"modified":"2025-03-17T18:08:21","modified_gmt":"2025-03-17T17:08:21","slug":"das-geheimnis-der-stuelper-huk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/das-geheimnis-der-stuelper-huk\/","title":{"rendered":"Das Geheimnis der St\u00fclper Huk"},"content":{"rendered":"<p>Foto: HL \u00b7 Arch\u00e4ologen aus L\u00fcbeck und Kiel erforschen gemeinsam den Hirtenberg an der Trave.<\/p>\n<p>Die St\u00fclper Huk am Dummersdorfer Ufer &#8211; vermutlich diente es einst dem Grafen Adolf II. als strategischer Standort f\u00fcr eine Burg zur \u00dcberwachung des Schiffsverkehrs und Handels auf der Trave. Trotz einer langen Forschungsgeschichte, die bis 1910 zur\u00fcckreicht, hat die St\u00fclper Huk viele seiner Geheimnisse noch nicht offenbart. Die \u00e4ltesten Funde auf dem Berg stammen bereits aus der Jungsteinzeit, weitere Nutzungen fanden in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten, sowie im Mittelalter statt. Unklar ist bislang auch, in welche Epochen die Wallanlagen datieren.<!--more--><\/p>\n<p>Im Zuge einer Kooperation des Bereichs Arch\u00e4ologie und Denkmalpflege (Abteilung Arch\u00e4ologie) und des Instituts f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU), sowie des Exzellenzclusters ROOTS, soll nun Licht ins Dunkel gebracht werden. \u201eSchon als junger Student hat mich die St\u00fclper Huk nachhaltig in ihren Bann gezogen. Ich freue mich sehr \u00fcber die M\u00f6glichkeit, zusammen mit den Kieler Arch\u00e4ologen ein neues Kapitel zur Erforschung dieses Platzes aufzuschlagen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Felix R\u00f6sch, Unterwasserarch\u00e4ologe und Projektleiter im Bereich Arch\u00e4ologie und Denkmalpflege der Hansestadt L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologen wollen verstehen, zu welchen Zeiten der Berg besiedelt war, zu welchem Zweck er genutzt wurde und welche Rolle er f\u00fcr den Verkehr auf der Trave spielte. \u201eDie Idee zur n\u00e4heren Erforschung der St\u00fclper Huk kam Herrn R\u00f6sch und mir schon w\u00e4hrend einer gemeinsamen Ausfahrt zur letztj\u00e4hrigen Wrackbergung im gleichen Bereich der Trave. Die sich \u00fcber mehrere Epochen erstreckende Besiedlung, die durch diverse Funde und Strukturen belegt ist, machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem in der historischen Landschaft L\u00fcbecks\u201c, f\u00fchrt Dr. Till K\u00fchl, Wissenschaftlicher Assistent und Projektleiter am Institut f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte der CAU aus.<\/p>\n<p>Studierende und Arch\u00e4ologen der CAU haben mit Unterst\u00fctzung der Abteilung Arch\u00e4ologie in diesen Tagen mit Voruntersuchungen begonnen. Neben Bohrungen und Oberfl\u00e4chenbegehungen fand auch eine unterwasserarch\u00e4ologische Suche im Flachwasser statt. Im Herbst wird auf Grundlage erster Ergebnisse eine Ausgrabung an einer der Wallanlagen folgen.<\/p>\n<p><strong>Arch\u00e4ologische Funde aus verschiedenen Epochen<\/strong><\/p>\n<p>Die St\u00fclper Huk am Dummersdorfer Ufer ist eine Landzunge der Trave zwischen L\u00fcbeck und Travem\u00fcnde mit einer markanten Erhebung von rund 16 Metern, dem sogenannten Hirtenberg. Bei Ausfl\u00fcgler:innen vor allem durch die reizvolle Landschaft beliebt, ist die St\u00fclper Huk auch ein Ort von historischer Bedeutung. W\u00e4hrend der Berg selbst mit Wall- und Grabenanlagen befestigt ist, sind auf und um die Erhebung arch\u00e4ologische Funde aus verschiedenen Epochen bekannt. Historisch wird der Platz zudem als Vorg\u00e4nger Travem\u00fcndes und als Zollstation diskutiert. Nicht zuletzt sank hier in der sp\u00e4ten 1650er Jahren das 2023 geborgene Hanseschiff. Die Landzunge ragte damals wesentlich weiter in Trave hinein und stellte eine Herausforderung f\u00fcr die Schifffahrt dar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: HL \u00b7 Arch\u00e4ologen aus L\u00fcbeck und Kiel erforschen gemeinsam den Hirtenberg an der Trave. 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