{"id":444475,"date":"2025-03-19T18:06:12","date_gmt":"2025-03-19T17:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=444475"},"modified":"2025-03-19T18:06:12","modified_gmt":"2025-03-19T17:06:12","slug":"volksbank-saniert-fassaden-am-klingenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/volksbank-saniert-fassaden-am-klingenberg\/","title":{"rendered":"Volksbank saniert Fassaden am Klingenberg"},"content":{"rendered":"<p>Foto: HL \u00b7 Welterbe- und Gestaltungsbeirat diskutierte Bauvorhaben im Gr\u00fcndungsviertel, Johanneum und am Strandsalon.<\/p>\n<p>Am 6. und 7. M\u00e4rz 2025 tagte der Welterbe- und Gestaltungsbeirat in L\u00fcbeck. Auf der Tagesordnung standen Fassadenbemusterungen im Gr\u00fcndungsviertel und f\u00fcr die Volksbank am Klingenberg, der Neubau einer Schirmbar am Strandsalon und die Ergebnisse zweier Werkstattgespr\u00e4che zum Johanneum.<!--more--><\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Beiratssitzung leitete Bausenatorin Joanna Hagen mit der Begr\u00fc\u00dfung des neu in den Beirat berufenen Architekten Sven Fr\u00f6hlich ein. Er ist mit Beschluss der B\u00fcrgerschaft vom 30. Januar 2025 als Mitglied des Welterbe- und Gestaltungsbeirat der Hansestadt L\u00fcbeck berufen worden. \u201eDie in der Gesch\u00e4ftsordnung festgelegte Kontinuit\u00e4t in der Arbeit des Gestaltungsbeirates ist erfreulicherweise nun wieder in vollst\u00e4ndiger Besetzung des Beirates gew\u00e4hrleistet und ich freue mich ganz besonders auf die zuk\u00fcnftige Mitwirkung von Herrn Fr\u00f6hlich, der den Schwerpunkt \u201eArchitektur\u201c im Gestaltungsbeirat vervollst\u00e4ndigt\u201c, so die Senatorin.<\/p>\n<p><strong>Volksbank Klingenberg<\/strong><\/p>\n<p>Seit einigen Tagen ist das Geb\u00e4ude der Volksbank am Klingenberg einger\u00fcstet. Beide Geb\u00e4ude sollen mit einer umfassenden Sanierung eine neue Fassaden- und Dachgestaltung erhalten. Ein Entwurfskonzept war im Juni 2024 vom Welterbe- und Gestaltungsbeirat beraten und der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt worden. Beiratsberatungen im September und im Dezember 2024 haben nun zu einem Ergebnis gef\u00fchrt, welches vor Ort bemustert werden konnte und das in der Sitzung \u00f6ffentlich vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Der Beirat w\u00fcrdigt die Absicht der Bauherrschaft, mit der gestalterischen Neufassung der Fassaden auch den Platzraum am Klingenberg aufzuwerten. Allen Beteiligten ist die stadtbildpr\u00e4gende Wirkung an diesem Ort bewusst. Gesch\u00e4tzt wird die sorgf\u00e4ltige Herleitung und das Bestreben, die neue Fassade gem\u00e4\u00df den Prinzipien der Gestaltungssatzung f\u00fcr die L\u00fcbecker Innenstadt zu entwickeln. \u00dcber die gestalterische Aufwertung hinaus w\u00fcnscht sich die Stadt L\u00fcbeck eine st\u00e4rkere \u00d6ffnung des Erdgeschosses zum Klingenberg, um das heute weitgehend geschlossene Erdgeschoss mit dem Platz zu verbinden und den Platz zu beleben.<\/p>\n<p>Die Volksbank L\u00fcbeck ist in dem Geb\u00e4ude Klingenberg 1-4 und in dem Geb\u00e4ude Klingenberg 5 untergebracht. Der Beirat empfiehlt, die beiden H\u00e4user als eigenst\u00e4ndige Bauten auszubilden und ihre Eigenst\u00e4ndigkeit mit einer jeweils eigenen Farbigkeit des Verblendmauerwerks zu betonen. Die Dreiteiligkeit von Sockel, Mitte und oberem Abschluss soll zudem betont werden. In Anlehnung an den expressionistischen Klinkerbau von 1928 wird das Staffelgeschoss als Klinkerfassade fortgef\u00fchrt, damit letzteres als integraler Teil wirkt.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcndungsviertel<\/strong><\/p>\n<p>Im Gr\u00fcndungsviertel haben gem\u00e4\u00df Freigabe von Fassadenentw\u00fcrfen der vergangenen Sitzungen ebenfalls Fassadenbemusterungen f\u00fcr zwei Mehrfamilienh\u00e4user und ein Hotel- und Mehrfamilienhaus im Gr\u00fcndungsviertel stattfinden k\u00f6nnen. Es wurden Materialien, Farben und die Ausf\u00fchrung beraten. Ausf\u00fchrungsdetails sind weiterhin abzustimmen. Der Beirat stellte in der \u00f6ffentlichen Sitzung zusammenfassend die besondere Gestaltqualit\u00e4t im Gr\u00fcndungsviertel aufgrund der vorbildlich vorbereiteten Herangehensweise anhand von Gestaltungsvorgaben heraus und betonte gleichzeitig die daraus resultierende Herausforderung sowohl f\u00fcr die Bauverantwortlichen als auch f\u00fcr den Gestaltungsbeirat.<\/p>\n<p><strong>Johanneum<\/strong><\/p>\n<p>Das st\u00e4dtische Gymnasium Johanneum stellt als historisches Ensemble den Eingang der \u00f6stlichen Altstadt dar. Mittlerweile weisen die Geb\u00e4ude allerdings neben dringenden Sanierungsbedarfen einen erheblichen Raummangel auf.<\/p>\n<p>In zwei Werkstattgespr\u00e4chen wurden den Gestaltungsbeir\u00e4ten zun\u00e4chst die Analyseergebnisse der vorgeschalteten Ideenwerkstatt pr\u00e4sentiert und auf dieser Grundlage die Notwendigkeit dargelegt, im Zuge der Sanierung auch notwendige p\u00e4dagogische Entwicklungen im denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4udebestand zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang wurden unterschiedliche st\u00e4dtebauliche Erweiterungspotenziale und deren Interaktion mit den historischen Geb\u00e4uden diskutiert. Eine L\u00f6sung durch eine gro\u00dfe Einzelma\u00dfnahme wird demnach nicht favorisiert. Stattdessen sollen f\u00fcr die zukunftsf\u00e4hige Gestaltung des Johanneums vielf\u00e4ltige L\u00f6sungsans\u00e4tze verfolgt werden, um die zeitgem\u00e4\u00dfen Nutzungsbedarfe in Einklang mit den denkmal- und stadtbildpflegerischen Anforderungen zu bringen. Bestandteil dessen sind neben baulichen Sanierungs- und Modernisierungsma\u00dfnahmen behutsame Umbauten im Inneren der Geb\u00e4ude und eine Reorganisation in Fachwelten, um die Qualit\u00e4ten und Potenziale der einzelnen Geb\u00e4ude optimal nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zusammenfassend wurden grunds\u00e4tzlich zwei behutsame Erweiterungspotenziale identifiziert: eine Aufstockung am \u00f6stlichen 60er-Jahre Anbautrakt sowie ein eingeschossiger Anbau n\u00f6rdlich an das Hauptgeb\u00e4ude, zwischen den Eckt\u00fcrmen. Die konkrete Ausformulierung der Erweiterungen in ihrer Kubatur und Materialit\u00e4t wird die nun anschlie\u00dfende Aufgabe sein.<\/p>\n<p><strong>Schirmbar am Strandsalon <\/strong><\/p>\n<p>Das Grundst\u00fcck des Strandsalons ist Bestandteil des Bebauungsplans N\u00f6rdliche Wallhalbinsel. Der Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb befindet sich in prominenter Lage an der Spitze der Halbinsel im Vorfeld der Altstadtinsel. Der Bebauungsplan hat den Erhalt der stadt- und industriegeschichtlich bedeutsamen baulichen Anlagen wie Schuppen, Kran, Kopfsteinpflaster, Gleisanlagen und die behutsame Integration neuer Nutzungen zum Ziel.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Grundst\u00fcck des Strandsalons wurden Festsetzungen getroffen, die den Erhalt beziehungsweise Ersatz der baulichen Anlagen in seiner aktuellen Ausgestaltung weitgehend festschreiben. S\u00e4mtliche Neubauten auf der N\u00f6rdlichen Wallhalbinsel sind gem\u00e4\u00df st\u00e4dtebaulichem Vertrag vom Welterbe- und Gestaltungsbeirat beraten zu lassen.<\/p>\n<p>Ersetzende Neubauten auf dem Gel\u00e4nde des Strandsalons sollen einerseits der besonderen Lage an der Spitze der Wallhalbinsel Rechnung tragen und andererseits den provisorischen und entspannten Charakter des Strandsalons ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Hinweise des Beirates zur Schirmbar ergaben sich hinsichtlich der Farbwahl der Materialien. Ein Eingriff in das Bodendenkmal ist zu vermeiden. Art und Ma\u00df der baulichen Neuerung fanden dessen Zustimmung.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Sitzung des Welterbe- und Gestaltungsbeirates findet voraussichtlich am 10.\/11. Juli 2025 statt.\u00a0 Die Hansestadt L\u00fcbeck wird hierzu im Vorfeld informieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: HL \u00b7 Welterbe- und Gestaltungsbeirat diskutierte Bauvorhaben im Gr\u00fcndungsviertel, Johanneum und am Strandsalon. Am 6. und 7. 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