{"id":4445,"date":"2007-09-24T15:55:22","date_gmt":"2007-09-24T15:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4345"},"modified":"2007-09-24T15:55:22","modified_gmt":"2007-09-24T15:55:22","slug":"archologen_machen_auf_geniner_baugelnde_bedeutende_funde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/archologen_machen_auf_geniner_baugelnde_bedeutende_funde\/","title":{"rendered":"Arch\u00e4ologen machen auf Geniner Baugel\u00e4nde bedeutende Funde"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"HLLogo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/HLLogo.jpg\" alt=\"HLLogo\" \/><br \/>\nAm 28. September 2007 werden in L\u00fcbeck-Genin die arch\u00e4ologischen Ausgrabungen abgeschlossen, die im Februar des Jahres auf dem zuk\u00fcnftigen Baugel\u00e4nde des M\u00f6belhauses Dodenhof begonnen haben. Die Ergebnisse der Ausgrabungen auf dem 120 000 Quadratmeter gro\u00dfen Areal erbrachten eine kleine arch\u00e4ologische Sensation: <!--more-->Unweit des Dorfes Genin wurden die \u00e4ltesten Spuren sesshafter Lebensweise auf L\u00fcbecker Stadtgebiet gefunden. Anders als heute war diese Landschaft von tiefen undurchdringlichen Eichen-Buchenmischw\u00e4ldern gepr\u00e4gt. Die Menschen lebten, wie seit \u00fcber einer Million Jahren, als J\u00e4ger und Sammler.<\/p>\n<p>Vor rund 6100 Jahren begann sich ihre Lebensweise zu ver\u00e4ndern. Sie wurden zu sesshaften Bauern. Von diesen ersten Bauern stammen viele der Funde und Befunde aus L\u00fcbeck-Genin, die jetzt erstmals der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert wurden.<br \/>\nDas jungsteinzeitliche Siedlungsareal lag auf einem von den Fl\u00fcssen Trave und Stecknitz umgebenen Nordost-S\u00fcdwest verlaufenden H\u00f6henzug. Im Osten grenzte es an gro\u00dfr\u00e4umige Niederungsgebiete. Die undurchdringlichen W\u00e4lder machten \u00dcberlandreisen m\u00fchsam und beschwerlich, daher waren die Wasserwege von Trave und Stecknitz f\u00fcr die vorgeschichtlichen Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Verkehrssystems.<\/p>\n<p>Nach dem Abschieben des oberen Mutterbodens wurden zahlreiche jungsteinzeitliche Funde und Befunde der Trichterbecherkultur erfasst. Neben den Funden von Keramikscherben, Backtellern, Steinbeilen, und Ger\u00e4ten aus Feuerstein wie Klingen, Bohrer, Schabern und Pfeilspitzen, konnten mehrere Abfallgruben dokumentiert werden. Einige dieser Gruben dienten urspr\u00fcnglich als Lehmentnahmegruben. Alle Siedlungsspuren befanden sich auf der \u00f6stlichen, dem Wind abgewandten Seite des H\u00f6henr\u00fcckens. Die gefundene Keramik erlaubt eine genauere Datierung der Siedlung in die fr\u00fche Steinzeit.<\/p>\n<p>Zahlreiche weitere Befunde lassen sich nicht eindeutig dem steinzeitlichen Siedlungshorizont zuordnen. F\u00fcr sie kommt ebenso eine Datierung in die Bronzezeit in Frage. Neben einfachen Siedlungsgruben wurden Vorratsgruben, Ofenstellen, Abfallgruben, Pfostenl\u00f6cher und Wandgr\u00e4bchen dokumentiert. Gleiches gilt f\u00fcr zwei Grubenh\u00e4user, die sich auf den sandigen B\u00f6den befanden.<\/p>\n<p>Auf den h\u00f6heren Lagen des H\u00f6henr\u00fcckens wurden die Reste eines bronzezeitlichen Urnengr\u00e4berfeldes erfasst. Die Urnen wurden ohne Steinpackungen direkt in den Boden eingebracht und waren im oberen Bereich bereits durch den Pflug gest\u00f6rt. Urnen ohne Steinpackungen sind f\u00fcr die j\u00fcngere Bronzezeit in Schleswig Holstein bisher selten.<\/p>\n<p>Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Investor konnten die Grabungen in einer dem arch\u00e4ologischen Befund angemessenen Weise durchgef\u00fchrt werden. Die anschlie\u00dfenden Bauarbeiten k\u00f6nnen nun ohne Verzug ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 28. 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