{"id":444590,"date":"2025-03-21T19:47:29","date_gmt":"2025-03-21T18:47:29","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=444590"},"modified":"2025-03-21T19:48:22","modified_gmt":"2025-03-21T18:48:22","slug":"zum-internationalen-tag-des-waldes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/zum-internationalen-tag-des-waldes\/","title":{"rendered":"Zum \u201eInternationalen Tag des Waldes\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Foto: Stiftung Naturschutz S-H \u00b7 Naturw\u00e4lder in Schleswig-Holstein: Lieblingsort, Klimasch\u00fctzer und Schatzkammern f\u00fcr die Artenvielfalt.<\/p>\n<p>Sie sind wertvolle Schattenspender an hei\u00dfen Sommertagen, im Herbst bilden sie mit ihren bunten Bl\u00e4ttern einen Klangteppich, der beim Dar\u00fcber-Spazieren einen unvergleichlich-sch\u00f6nen Ton produziert, in verschneiten Wintern sind sie fabelhaft still und jetzt im Fr\u00fchling zeigen sie mit den ersten zarten gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern, die sie hervorbringen, es geht wieder los: die B\u00e4ume in unseren W\u00e4ldern hier in Schleswig-Holstein. Und sie sind noch mehr als das: W\u00e4lder sind zentrale Akteure im Klimaschutz und oftmals letzter R\u00fcckzugsort f\u00fcr seltene, vom Aussterben bedrohte und stark angepasste Kleinstlebewesen, Pflanzen und Pilze. Und obwohl Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich eines der wald\u00e4rmsten L\u00e4nder ist und nur elf Prozent der Landesfl\u00e4che mit W\u00e4ldern bedeckt sind, kann sich auch die Waldbilanz der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein \u2013 mit knapp 4800 Hektar \u2013 sehen lassen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Effiziente Klimasch\u00fctzer und lebenswichtige R\u00fcckzugsorte <\/strong><\/p>\n<p>Intakte Naturw\u00e4lder \u2013 bestehend aus heimischen Laubb\u00e4umen wie beispielsweise Buchen und Eichen \u2013 speichern nicht nur gro\u00dfe Mengen des klimasch\u00e4dlichen CO<sub>2<\/sub>, sondern tragen auch ma\u00dfgeblich dazu bei, das lokale Klima zu stabilisieren, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und letztlich die Erderw\u00e4rmung auszubremsen. Neben ihrem Beitrag zum Klimaschutz sind heimische Laubmischw\u00e4lder wahre Paradiese f\u00fcr die biologische Vielfalt. Sie sind letzte R\u00fcckzugsorte f\u00fcr Mittelspecht, Schwarzspecht oder den stark bedrohten Eremitenk\u00e4fer, der nur in Uralt-B\u00e4umen lebt. Diese W\u00e4lder sind ein \u00d6kosystem in sich, in dem jede Pflanze und jedes Tier eine Aufgabe erf\u00fcllt, um das Gleichgewicht zu bewahren. \u201eUnsere Naturw\u00e4lder sind ein einzigartiges Netzwerk von Lebensr\u00e4umen, die eine unglaubliche Artenvielfalt beherbergen\u201c, sagt Hauke Drews von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Er war es, der vor mehr als zwanzig Jahren in Stodthagen vor den Toren Kiels den ersten Urwald entstehen oder besser bewahren lie\u00df und ihn \u00fcber die Jahre zu dem machte, was er heute ist: ein quirlig-bunter Lebensraum f\u00fcr seltene Tiere und Pflanzen.<\/p>\n<p><strong>Lieblingsorte laden zum Staunen und Entdecken ein<\/strong><\/p>\n<p><strong>Stodthagen bei Kiel: <\/strong>Eine verwunschene Urwaldlandschaft in der N\u00e4he von Kiel, in der sich Wald, Moor und Sumpf zu einem einzigartigen Lebensraum vereinen. Besonders der Mittelspecht und der Kranich f\u00fchlen sich hier wohl, w\u00e4hrend Libellen \u00fcber den Weihern schwirren und Feenkrebse durch austrocknende Wald\u00fcberflutungen tanzen. In den Abendstunden sorgen der Laubfrosch und die Rotbauchunke f\u00fcr ein abendliches Konzert.<\/p>\n<p><strong>Riesewohld in Dithmarschen:<\/strong> Der \u00e4lteste und mit 700 Hektar der gr\u00f6\u00dfte Wald im Kreis Dithmarschen ist ein echtes Schmuckk\u00e4stchen der Natur mit vielen wertvollen Perlen: wie beispielsweise die St\u00e4ngellose Primel, die im Fr\u00fchjahr ihre Bl\u00fctenteppich unter dem Bl\u00e4tterdach ausrollt. Oder die sagenumwobene F\u00fcnffingerlinde, ein Baum, der optisch an eine Hand erinnert.<\/p>\n<p><strong>Wentorfer Lohe bei Hamburg:<\/strong> Ein kleines, aber faszinierendes Waldgebiet n\u00f6rdlich von Hamburg. Die Region ist reich an alten B\u00e4umen und feuchten Senken, die eine Heimat f\u00fcr seltene Vogelarten wie den Mittelspecht bieten. Besonders im Fr\u00fchjahr und Herbst lohnt sich ein Besuch, um die tierischen Bewohner in ihren nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4umen zu beobachten.<\/p>\n<p><strong>R\u00fclauer Holz im Sachsenwald:<\/strong> Ein spannendes Wildnisprojekt, in dem sich der Buchenforst wieder zu einem \u201ewilden Wald\u201c entwickelt. Feuchte Senken f\u00fcllen sich wieder mit Wasser, und das ungest\u00f6rte Altern der B\u00e4ume schafft neue Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Insekten, Pilze und Tiere wie den Schwarzspecht.<\/p>\n<p><strong>P\u00fclser Vieh im Kreis Pl\u00f6n<\/strong>: Ein kleines, aber feines Naturwaldprojekt n\u00f6rdlich des Selenter Sees, in dem der Holzeinschlag eingestellt wurde und sich der Buchenbestand wieder auf nat\u00fcrliche Weise entwickelt. Hier haben seltene Arten wie der Schwarzspecht und die Waldschnepfe ihren Lebensraum gefunden, und das Totholz der Laubb\u00e4ume bietet eine wichtige Nahrungsquelle f\u00fcr zahlreiche Insektenarten.<\/p>\n<p>Hintergrund: In den 1970er Jahren nahm die FAO (Food and Agriculture Organizaton of the United Nations \u2013 Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen\u00a0 die globale Vernichtung des Waldes zum Anlass, einen Tag des Waldes auszurufen. IM Jahr 2012 beschloss die UN-Generalversammlung, dass der 21. M\u00e4rz eines jeden Jahres zum Tag der W\u00e4lder auf internationaler Ebene begangen wird. In diesem Jahr steht der \u201eInternationaler Tag des Waldes unter dem Motto: \u201eWald und Ern\u00e4hrung\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: Stiftung Naturschutz S-H \u00b7 Naturw\u00e4lder in Schleswig-Holstein: Lieblingsort, Klimasch\u00fctzer und Schatzkammern f\u00fcr die Artenvielfalt. 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