{"id":444618,"date":"2025-03-24T13:50:54","date_gmt":"2025-03-24T12:50:54","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=444618"},"modified":"2025-03-24T13:56:11","modified_gmt":"2025-03-24T12:56:11","slug":"lka-sh-wenn-das-schnelle-geld-lockt-das-landeskriminalamt-schleswig-holstein-warnt-vor-anlagebetrug-im-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-wenn-das-schnelle-geld-lockt-das-landeskriminalamt-schleswig-holstein-warnt-vor-anlagebetrug-im-internet\/","title":{"rendered":"LKA-SH: Wenn das schnelle Geld lockt \/ Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein warnt vor Anlagebetrug im Internet"},"content":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Die Gewinnversprechen klingen fast zu sch\u00f6n, um wahr zu sein &#8211; und das sind sie auch nicht. Cybertrading-Fraud hei\u00dft die perfide Betrugsmasche, mit der auch in Schleswig-Holstein gutgl\u00e4ubige Kleinanleger um ihr Erspartes gebracht werden, im schlimmsten Fall sogar um Haus und Hof. <!--more-->Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA) warnt angesichts steigender Fallzahlen und hoher Schadenssummen eindringlich vor dieser Form des Internetbetrugs.<\/p>\n<p>&#8222;Im vergangenen Jahr 2024 haben wir nur mit den Sch\u00e4den \u00fcber 5000 Euro eine Schadenssumme von insgesamt mehr als 20 Millionen Euro registriert&#8220;, sagt Volker Willert, Leiter des Dezernats f\u00fcr Wirtschafts-, Korruptions- Umweltkriminalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sei eine hohe Dunkelziffer zu bef\u00fcrchten, da gerade bei kleineren Betr\u00e4gen viele Opfer aus Scham nicht zur Polizei gingen. &#8222;Besonders schlimm sind die F\u00e4lle, bei denen sich die Gesch\u00e4digten hoch verschuldet haben und die finanzielle Existenz bedroht ist.&#8220; In 53 F\u00e4llen h\u00e4tten Opfer im Jahr 2024 Summen von mehr als 100.000 Euro verloren. Die T\u00e4ter seien skrupellos und psychologisch geschult.<\/p>\n<p>Letztere sitzen zumeist im Ausland und locken ihre Opfer mit dem Traum vom schnellen Geld. \u00dcber gef\u00e4lschte Trading-Plattformen im Internet, \u00fcber soziale Medien, Fake-Nachrichtenseiten oder -Werbung mit Prominenten wie G\u00fcnther Jauch oder Markus Lanz treten die T\u00e4ter an interessierte Anleger heran. In den Beitr\u00e4gen berichten die Prominenten von ihren angeblich erfolgreichen Geldanlagen und ihrem schnellen Weg zum Reichtum. Dadurch wird eine Seriosit\u00e4t in Verbindung mit hohen Gewinnversprechen und geringem Risiko vorgegaukelt. Auch Dating-Portale werden genutzt, um potenzielle Anleger f\u00fcr angeblich lukrative Geldanlagen in Kryptow\u00e4hrungen zu gewinnen, nachdem zuvor ein luxuri\u00f6ser Lebensstil auf Basis dieser Anlagen suggeriert wurde.<\/p>\n<p>Ob Aktien, Rohstoffe oder Kryptow\u00e4hrungen: Fast alle betr\u00fcgerischen Angebote eint, dass die Gesch\u00e4digten aufgefordert werden, eine telefonische Erreichbarkeit zu hinterlegen und eine Startinvestition in H\u00f6he von rund 250 Euro zu t\u00e4tigen. Hat das Opfer auf diese Weise angebissen, nehmen die T\u00e4ter &#8211; getarnt als erfahrene Anlage- und Verm\u00f6gensberater &#8211; sofort Kontakt auf. \u00dcber eine von den T\u00e4tern betriebene Plattform wird den Kunden eine positive Entwicklung ihrer Anlage vorgespielt. Tats\u00e4chlich erfolgt jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Anlage des Geldes.<\/p>\n<p>Um das Vertrauen der Kunden zu st\u00e4rken und sie zu h\u00f6heren Investitionen zu animieren, &#8222;f\u00fcttern&#8220; die T\u00e4ter sie anfangs mit einer kleinen &#8222;Gewinnaussch\u00fcttung&#8220; an. Diese wird durch die betr\u00fcgerisch erworbenen Gelder weiterer Opfer finanziert. Das b\u00f6se Erwachen folgt erst dann, wenn die Kunden tats\u00e4chliche Auszahlungsw\u00fcnsche \u00e4u\u00dfern. Entweder wird mit pl\u00f6tzlichen Kurseinbr\u00fcchen argumentiert oder die T\u00e4ter tauchen einfach ab. Das Ergebnis ist immer gleich: Das Geld ist weg &#8211; und mit ihm die freundlichen &#8222;Anlageberater&#8220;.<\/p>\n<p>So ging es auch einem 65-j\u00e4hrigen Anleger aus dem Kreis Schleswig-Flensburg.<\/p>\n<p>Nachdem sich seine erste Investition von 250 Euro gut zu entwickeln schien und er eine erste &#8222;Gewinnaussch\u00fcttung&#8220; von 1000 Euro erhalten hatte, zahlte er rund<\/p>\n<p>120.000 Euro auf verschiedene ausl\u00e4ndische Konten ein. Der sp\u00e4te Versuch einer R\u00fcckbuchung \u00fcber die Bank misslang und auch die Anzeigenerstattung erfolgte leider so sp\u00e4t, dass das Geld auch im Ausland nicht mehr r\u00fcckholbar war.<\/p>\n<p>Verloren ist auch das Ersparte eines 44-J\u00e4hrigen, der \u00fcber die Dating-App &#8222;Tinder&#8220; eine junge Frau aus Kanada kennengelernt hatte, die ihm riet, \u00fcber eine Trading-Plattform in Gold zu investieren. Auch in diesem Fall wurde auf seinem<\/p>\n<p>(gef\u00e4lschten) Konto ein hoher Gewinn angezeigt. Doch als er sich einen Teil davon auszahlen lassen wollte, wurde ihm mitgeteilt, er m\u00fcsse zun\u00e4chst &#8222;Steuern&#8220; daf\u00fcr zahlen. Der Gesch\u00e4digte ist am Ende auf einem Schaden von 60.000 Euro sitzengeblieben.\u00a0Cybertrading-Fraud treffe inzwischen alle Altersgruppen, betont Volker Willert.<\/p>\n<p>Er r\u00e4t dazu, im Familienkreis immer wieder \u00fcber die Gefahren dieser Betrugsmasche zu sprechen. Gesch\u00e4digte sollten in jedem Fall Strafanzeige erstatten. Mit etwas Gl\u00fcck k\u00f6nnen \u00dcberweisungen bei zeitnahem Einschreiten noch durch die Hausbank gestoppt werden.<\/p>\n<p>Weitergehende Tipps zum Verhalten im Schadensfall sowie zum Erkennen unseri\u00f6ser Online-Tradingplattformen gibt es unter<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.polizei-beratung.de\/aktuelles\/detailansicht\/trading-scam\/\">https:\/\/www.polizei-beratung.de\/aktuelles\/detailansicht\/trading-scam\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Die Gewinnversprechen klingen fast zu sch\u00f6n, um wahr zu sein &#8211; und das sind sie auch nicht.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":435333,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1527,11],"tags":[25273],"class_list":["post-444618","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blaulicht","category-menschlich-gesehen","tag-lka-sh-wenn-das-schnelle-geld-lockt-das-landeskriminalamt-schleswig-holstein-warnt-vor-anlagebetrug-im-internet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=444618"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444618\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":444619,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444618\/revisions\/444619"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/435333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=444618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=444618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=444618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}