{"id":444833,"date":"2025-03-28T17:13:01","date_gmt":"2025-03-28T16:13:01","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=444833"},"modified":"2025-03-28T17:13:01","modified_gmt":"2025-03-28T16:13:01","slug":"nigeria-verletzungen-der-religionsfreiheit-im-fokus-des-us-kongresses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nigeria-verletzungen-der-religionsfreiheit-im-fokus-des-us-kongresses\/","title":{"rendered":"Nigeria: Verletzungen der Religionsfreiheit im Fokus des US-Kongresses"},"content":{"rendered":"<div class=\"content\">\n<div class=\"field field--name-field-subtitle field--type-string-long field--label-hidden field__item\">Foto: OpenDoors \u00b7 Hoffnung finden in der Not: Gottesdienst im Fl\u00fcchtlingslager (Symbolbild) \u00b7 Untersuchung dokumentiert 55.000 Opfer religi\u00f6s motivierter Gewalt innerhalb von f\u00fcnf Jahren. Der US-Kongress hat als Reaktion auf die Gr\u00e4ueltaten an Christen und anderen Minderheiten in Nigeria den Weg f\u00fcr Sanktionen gegen das Land geebnet. Der Unterausschuss f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten f\u00fcr Afrika empfahl nach einer Anh\u00f6rung am 12. M\u00e4rz, Nigeria wieder auf die US-Liste der besonders besorgniserregenden L\u00e4nder (Countries of Particular Concern, CPC) zu setzen.<\/div>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<div class=\"clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item\">\n<div class=\"message-body message-type-news\">\n<h3>\u201eKeine Zweifel\u201c an religi\u00f6ser Motivation zahlreicher Angriffe<\/h3>\n<p>Bischof Wilfred Anagbe aus dem Bundesstaat Benue beschrieb, wie acht Kirchen in seiner Di\u00f6zese niedergebrannt wurden, und berichtete eindringlich von Massakern in Kirchen, \u00dcberf\u00e4llen auf D\u00f6rfer, Massenentf\u00fchrungen und Folterungen ganzer Familien durch islamistische Milizen und dschihadistische Gruppen seit 2010. \u201eEs besteht kein Zweifel \u2013 diese Angriffe sind religi\u00f6s motiviert\u201c, hei\u00dft es in dem Kongressbericht. \u201eDiese Realit\u00e4t zu leugnen, widerspricht den \u00fcberw\u00e4ltigenden Beweisen, die wir mit eigenen Augen gesehen haben. Diese \u201areligi\u00f6se S\u00e4uberung\u2018 muss aufh\u00f6ren, und die Verantwortlichen m\u00fcssen zur Rechenschaft gezogen werden.\u201c<\/p>\n<p>Der Ausschuss st\u00fctzte sich auf <a href=\"https:\/\/www.opendoors.de\/orfa-report-2024\">eine Untersuchung der Beobachtungsstelle f\u00fcr Religionsfreiheit in Afrika (ORFA)<\/a>, die f\u00fcr den Zeitraum 2019-2024 insgesamt 55.910 T\u00f6tungen und 21.000 Entf\u00fchrungen durch Terrorgruppen dokumentiert hat. Darin wird auf ein loses Netzwerk von islamistischen Fulani-Milizen hingewiesen, die verantwortlich seien f\u00fcr mindestens 39 % aller Morde an Zivilisten \u2013 und wahrscheinlich mehr. Dabei seien christliche Bauern ihr Hauptziel.<\/p>\n<p>Kritisch \u00e4u\u00dferte sich der Ausschuss zu der mangelnden Bereitschaft der nigerianischen Sicherheitsdienste auf Bundes- und Landesebene, christliche Gemeinschaften zu sch\u00fctzen. Er verwies auch in diesem Bereich auf die ORFA-Untersuchung, wonach der Staat so gut wie gar nicht gegen die Milizen vorgehe, die f\u00fcr Tausende von Morden verantwortlich waren. \u201eNigeria scheint eine Politik der offenen Grenzen zu verfolgen, die es radikalisierten Fulani-Milizen (FEM) und mit ISIS verbundenen Extremistengruppen, einschlie\u00dflich Lakurawa, erm\u00f6glicht, ungehindert aus Mali, Niger, Tschad und Burkina Faso nach Nigeria einzureisen\u201c, hei\u00dft es in der Resolution des Kongresses.<\/p>\n<h3>Nigerianische Regierung dementiert<\/h3>\n<p>Das nigerianische Au\u00dfenministerium hat umgehend dementiert, dass Christen von islamistischen Milizen verfolgt werden: \u201eDas Au\u00dfenministerium m\u00f6chte seine gro\u00dfe Besorgnis \u00fcber die j\u00fcngste Welle von Fehlinformationen und irref\u00fchrenden Berichten \u00fcber die angeblichen gezielten T\u00f6tungen von Christen in Nigeria zum Ausdruck bringen\u201c, hie\u00df es. Die Krise in Nigeria sei \u201ekomplex und vielschichtig\u201c und auf \u201eKriminalit\u00e4t, Terrorismus und kommunale Zusammenst\u00f6\u00dfe, einschlie\u00dflich Auseinandersetzungen zwischen Bauern und Hirten\u201c zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Beobachter reagierten mit Kritik auf die Dementis. \u201eEs ist an der Zeit, dass die nigerianische Regierung die Gewalt anerkennt\u201c, sagte ein Sprecher von Open Doors. \u201eEs ist an der Zeit, dass die nigerianische Regierung praktische Schritte unternimmt, um Christen vor den weit verbreiteten religi\u00f6s motivierten Angriffen zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<h3>Tausende Christen vor der Gewalt geflohen<\/h3>\n<p>Die <a class=\"ext\" title=\"(opens in a new window)\" href=\"https:\/\/downloads.opendoors.de\/blickpunkte\/subsahara-afrika\/report_no_road_home.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-extlink=\"\">Studie \u201eNo Road Home\u201c von Open Doors<\/a> aus dem Jahr 2024 liefert weitere Beispiele f\u00fcr religi\u00f6s motivierte Angriffe auf Christen. Zus\u00e4tzlich gibt sie Einblick in die dramatischen Lebensbedingungen Tausender vertriebener Christen, die in Lagern in den Bundesstaaten Borno und Plateau Zuflucht gefunden haben. \u201eNo Road Home\u201c enth\u00e4lt klare Empfehlungen an die nigerianische Regierung und die internationale Gemeinschaft, um die Christenverfolgung in Nigeria zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Christliche Leiter wurden Ende letzter Woche in die Villa des Pr\u00e4sidenten geladen. Presseberichten zufolge appellierte der Pr\u00e4sident mit emotionalen Worten, die Kritik an seiner Regierung zu d\u00e4mpfen. Nigerianische Christen sch\u00f6pfen angesichts der aktuellen Diskussion rund um die m\u00f6gliche Einstufung Nigerias als CPC neue Hoffnung, dass ihre Sicherheit und der Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung tats\u00e4chlich verbessert wird.<\/p>\n<p>Auf dem <a href=\"https:\/\/www.opendoors.de\/christenverfolgung\/weltverfolgungsindex\">Weltverfolgungsindex 2025<\/a> steht <a href=\"https:\/\/www.opendoors.de\/christenverfolgung\/weltverfolgungsindex\/laenderprofile\/nigeria\">Nigeria<\/a> an 7. Stelle unter den L\u00e4ndern, in denen Christen am st\u00e4rksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.<\/p>\n<p><em>Quellen: ORFA, Open Doors<\/em><\/p>\n<h3 class=\"message-prayer-title\">Bitte beten Sie f\u00fcr die Christen in Nigeria:<\/h3>\n<ul>\n<li class=\"message-prayer\">Beten Sie darum, dass Jesus die gegenw\u00e4rtigen politischen Diskussionen lenkt und daf\u00fcr sorgt, dass die Lage der Christen und anderer Betroffener sich verbessert.<\/li>\n<li class=\"message-prayer\">Beten Sie f\u00fcr die vielen Tausend vertriebenen Christen, dass sie Gottes N\u00e4he und Versorgung inmitten aller Herausforderungen erleben.<\/li>\n<li class=\"message-prayer\">Beten Sie f\u00fcr Pr\u00e4sident Bola Tinubu, dass Jesus sein Herz anr\u00fchrt und ihm Weisheit schenkt, damit er wirksame Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Situation einleiten kann.<\/li>\n<li class=\"message-prayer\">Beten Sie, dass Gott seinen Geist \u00fcber die Angreifer ausgie\u00dft und sie von der Kraft des Evangeliums ergriffen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: OpenDoors \u00b7 Hoffnung finden in der Not: Gottesdienst im Fl\u00fcchtlingslager (Symbolbild) \u00b7 Untersuchung dokumentiert 55.000 Opfer religi\u00f6s motivierter Gewalt<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":444834,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[22,11],"tags":[25327],"class_list":["post-444833","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-glaubhaft","category-menschlich-gesehen","tag-nigeria-verletzungen-der-religionsfreiheit-im-fokus-des-us-kongresses"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=444833"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444833\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":444835,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444833\/revisions\/444835"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/444834"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=444833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=444833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=444833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}