{"id":445750,"date":"2025-04-25T13:02:12","date_gmt":"2025-04-25T11:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=445750"},"modified":"2025-04-25T13:02:12","modified_gmt":"2025-04-25T11:02:12","slug":"krebserregende-stoffe-rueckgang-aber-weiterhin-informationsdefizite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/krebserregende-stoffe-rueckgang-aber-weiterhin-informationsdefizite\/","title":{"rendered":"Krebserregende Stoffe: R\u00fcckgang, aber weiterhin Informationsdefizite"},"content":{"rendered":"<p>Krebserregende Stoffe in der Umwelt und am Arbeitsplatz sind eine oft untersch\u00e4tzte Gefahr. Dennoch zeigt sich eine positive Entwicklung:<!--more--> In Deutschland nimmt die Belastung durch gef\u00e4hrliche Substanzen ab. Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e.V. (SHKG) macht zum diesj\u00e4hrigen Welttag f\u00fcr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28. April darauf aufmerksam, dass weiterhin Aufkl\u00e4rung und Pr\u00e4vention notwendig sind, um Gesundheitsrisiken zu erkennen und zu minimieren.<\/p>\n<p>Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist in Deutschland gesetzlich geregelt. \u201eViele Menschen wissen nicht, ob und in welcher Form sie in der Umwelt oder am Arbeitsplatz krebserregenden Stoffen oder anderen gef\u00e4hrlichen Substanzen ausgeliefert sind\u201c, sagt Doris B\u00fcttner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der SHKG. Nicht immer liegt der Fall so klar wie bei Menschen, die unter freiem Himmel arbeiten und dabei starker UV-Strahlung ausgesetzt sind. Daher setzt die SHKG auf mehr Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n<p><strong>Irrglauben und untersch\u00e4tzte Gefahren<\/strong><\/p>\n<p>\u201eSubjektives Empfinden und objektives Vorhandensein von Gefahren gehen nicht immer einher\u201c, sagt Prof. Hans Drexler, Experte f\u00fcr Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin. In der Bev\u00f6lkerung hielten sich hartn\u00e4ckig verschiedene Irrglauben, andererseits fehlten Informationen \u00fcber wirklich gef\u00e4hrliche Stoffe aus der Umwelt.<\/p>\n<p>Die Angst, dass Handy-Strahlung Krebs verursachen kann, ist weit verbreitet. Doch das, so Drexler, sei \u201ev\u00f6llig unbegr\u00fcndet\u201c. Nicht in einer einzigen Studie, lie\u00dfen sich dazu Belege finden. Es gebe auch untersch\u00e4tzte Gefahren, etwa jene, die vom Edelgas Radon ausgeht, das in der Natur als Zerfallsprodukt von Uran vorkommt. So sei in einigen Gegenden Deutschlands eine H\u00e4ufung von Lungenkrebs dokumentiert, f\u00fcr die Radon als Ausl\u00f6ser verantwortlich gemacht wird, darunter in Teilen des Bayerischen Waldes, im Saarland sowie im Erzgebirge. \u201eRadon ist nach dem aktiven Zigarettenrauchen die wichtigste Quelle f\u00fcr die Entstehung von Lungenkrebs.\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Prof_Hans_Drexler_Foto_DGAUMScheere.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-445753 aligncenter\" src=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Prof_Hans_Drexler_Foto_DGAUMScheere-550x367.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Prof_Hans_Drexler_Foto_DGAUMScheere-550x367.jpg 550w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Prof_Hans_Drexler_Foto_DGAUMScheere-320x213.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Prof_Hans_Drexler_Foto_DGAUMScheere.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><strong>Krebs als anerkannte Berufskrankheit<\/strong><\/p>\n<p>Defizite sieht Drexler auch bei der Anerkennung von Berufskrankheiten: Noch immer w\u00fcrden von behandelnden \u00c4rzt*innen zu wenig Krebserkrankungen als Verdacht an die Berufsgenossenschaften gemeldet, etwa wenn Arbeitnehmer*innen am Arbeitsplatz regelm\u00e4\u00dfig mit Schwermetallen oder anderen krebserregenden Stoffen in Kontakt gekommen seien. Drexler ermutigt daher alle Betroffenen, bei einem Verdacht unbedingt aktiv zu werden.<\/p>\n<p><strong>Gesicherte Auskunftsstellen<\/strong><\/p>\n<p>Arbeitnehmer*innen, die sich \u00fcber m\u00f6gliche krebserregende Stoffe an ihrem Arbeitsplatz oder in der Umwelt informieren m\u00f6chten, finden Unterst\u00fctzung bei verschiedenen seri\u00f6sen Stellen. Das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) sowie die Bundesanstalt f\u00fcr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bieten umfangreiche, frei zug\u00e4ngliche Informationen zu Gefahrstoffen, Grenzwerten und Schutzma\u00dfnahmen. Auch die Zentrale Expositionsdatenbank (ZED) kann Aufschluss dar\u00fcber geben, ob und in welchem Umfang bestimmte Berufsgruppen bestimmten Substanzen ausgesetzt sind. Dar\u00fcber hinaus informiert die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) \u00fcber anerkannte Berufskrankheiten und Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen. F\u00fcr eine pers\u00f6nliche Beratung stehen zudem die regionalen Krebsberatungsstellen sowie die<\/p>\n<p><strong>Bildunterschrift:<\/strong><br \/>\nProf. Hans Drexler informiert zu Gefahren und Irrglauben \u00fcber krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz.<br \/>\nFoto: \u00a9 DGAUMScheere<\/p>\n<p>Welchen krebserregenden Stoffen man am Arbeitsplatz ausgesetzt ist, muss der Arbeitgeber dokumentieren.<br \/>\nFoto: freepik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krebserregende Stoffe in der Umwelt und am Arbeitsplatz sind eine oft untersch\u00e4tzte Gefahr. 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