{"id":447296,"date":"2025-06-16T19:10:13","date_gmt":"2025-06-16T17:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=447296"},"modified":"2025-06-16T19:10:13","modified_gmt":"2025-06-16T17:10:13","slug":"weichen-stellen-fuer-attraktive-zugverbindung-durch-den-fehmarnbelt-tunnel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/weichen-stellen-fuer-attraktive-zugverbindung-durch-den-fehmarnbelt-tunnel\/","title":{"rendered":"Weichen stellen f\u00fcr attraktive Zugverbindung durch den Fehmarnbelt-Tunnel"},"content":{"rendered":"<p>Fehmarnbelt-Komitee verabschiedet Positionspapier f\u00fcr einen attraktiven grenz\u00fcberschreitenden Schienenpersonennahverkehr in der Region.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Fehmarnbelt Days 2025 unterzeichneten die Mitglieder des Advisory Boards des Fehmarnbelt-Komitees am Sonntag, 15. Juni 2025, ein wegweisendes Positionspapier zum Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs in der Fehmarnbelt-Region. Mit diesem Papier richtet sich das Gremium \u2013 allen voran die B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister entlang der Schienentrasse \u2013 an die Politik und die Entscheidungstr\u00e4ger Schleswig-Holsteins, der Bundesrepublik Deutschland und D\u00e4nemarks. Ziel ist es, die Weichen f\u00fcr einen attraktiven, grenz\u00fcberschreitenden Nahverkehr zu stellen, der die deutsch-d\u00e4nische Region nachhaltig verbindet und das Zusammenwachsen f\u00f6rdert.<!--more--><\/p>\n<p>Die Fehmarnbelt-Region soll eine lebendige, grenz\u00fcberschreitende Gemeinschaft werden, in der Menschen unkompliziert und barrierefrei miteinander verbunden sind. \u201eDie neue Fehmarnbeltquerung zeigt die enge Zusammenarbeit zwischen D\u00e4nemark und Deutschland. Jetzt ist der richtige Moment, um die Grundlagen f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft zu legen \u2013 f\u00fcr die gesamte Fehmarnbelt-Region\u201c, betont B\u00fcrgermeister Holger Schou Rasmussen, der gemeinsam mit Landrat Timo Gaarz den Vorsitz des Fehmarnbelt-Komitees innehat.<\/p>\n<p>Landrat Timo Gaarz erkl\u00e4rt zu der Initiative des Komitees: \u201eNur mit klaren politischen Zusagen, finanziellen Mitteln und einer z\u00fcgigen Organisation kann die Region von der neuen Infrastruktur profitieren. Wir m\u00f6chten mit diesem Positionspapier an das Land Schleswig-Holstein und den Staat D\u00e4nemark appellieren, den grenz\u00fcberschreitenden Nahverkehr auf der Schiene st\u00e4rker in den Fokus zu r\u00fccken. Die notwendigen Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen schnell ergriffen werden, damit mit Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels nicht nur der Fernverkehr funktioniert, sondern auch eine attraktive Nahverkehrsverbindung f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in unserer Region zur Verf\u00fcgung steht\u201c.<\/p>\n<p>Die Hansestadt L\u00fcbeck, Mitglied im Fehmarnbelt-Komitee, unterst\u00fctzt die Initiative ausdr\u00fccklich:<\/p>\n<p>\u201eIm Jahr 2008 haben durch Staatsvertrag Deutschland und D\u00e4nemark den Bau eines Fehmarnbelt-Tunnels vereinbart. Im Jahr 2021 begannen die Bauarbeiten 2029 soll der Tunnel er\u00f6ffnet. Es ist deshalb h\u00f6chste Zeit, dass auch ein Schienenpersonennahverkehr mit klaren Regelungen durch den Fehmarnbelt-Tunnel mitgedacht wird.- Aus diesem Grund unterst\u00fctzt die Hansestadt L\u00fcbeck ausdr\u00fccklich das Positionspapier des Fehmarnbelt-Komitees. Der Bev\u00f6lkerung sollen durch den Fehmarnbelt-Tunnel Querung Barrieren genommen und das Zusammenwachsen einer gemeinsamen Region gef\u00f6rdert werden. Nur wenn die Menschen der Region zusammenkommen und mobil sind, w\u00e4chst auch eine Region zusammen.\u201c, sagt B\u00fcrgermeister Jan Lindenau.<\/p>\n<p>Auf d\u00e4nischer und deutscher Seite sind die Zust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr den lokalen und regionalen Schienenpersonennahverkehr unterschiedlich geregelt. Beiden Seiten gemeinsam ist jedoch, dass die kommunale Ebene keine oder nur geringe Zust\u00e4ndigkeit hat und somit auf Unterst\u00fctzung der deutschen Landes- beziehungsweise der d\u00e4nischen Staatsebene angewiesen sind. Dies betrifft insbesondere finanzielle, aber auch organisatorische Aspekte.<\/p>\n<p><strong>Die Kernforderungen des Positionspapiers<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stundentakt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um ausreichend attraktiv f\u00fcr das Pendeln zu sein, ist mindestens ein Stundentakt des Schienenpersonennahverkehrs zwischen L\u00fcbeck und Nyk\u00f8bing\/Falster mit Zwischenhaltepunkten erforderlich.<\/p>\n<ul>\n<li>Unkompliziertes Fahrkartensystem<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gefordert wird ein System mit Br\u00fcckenkopftarifen, bei denen die Ticketg\u00fcltigkeit jeweils bis in das Nachbarland reicht, also bis L\u00fcbeck beziehungsweise bis Nyk\u00f8bing\/Falster. Dies soll f\u00fcr alle Ticketoptionen vom Einzelfahrschein \u00fcber Mehrfahrtenkarten bis zu Abonnements (einschlie\u00dflich Deutschland-Ticket) gelten.<\/p>\n<ul>\n<li>Bezahlbare Ticketpreise<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ticketpreise m\u00fcssen im normalen Preisrahmen ohne etwaige Tunnelaufschl\u00e4ge liegen, um keine neuen Barrieren aufzubauen.<\/p>\n<p>Ein grenz\u00fcberschreitender Schienenpersonennahverkehr soll dazu beitragen, die engere Fehmarnbelt-Region zu einer dynamischen Grenzregion zu entwickeln, in der die Menschen \u00fcber die Grenze hinweg leben, sich bilden, arbeiten und Gemeinsamkeit erleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>L\u00fcbeck und Ostholstein d\u00fcrfen nicht auf der Strecke bleiben<\/strong><\/p>\n<p>Die neue Infrastruktur zwischen Hamburg und Kopenhagen\/Malm\u00f6 wird den Schienenpersonenfernverkehr entscheidend beschleunigen. Die Partnerinnen und Partnern im Fehmarnbelt-Komitee bef\u00fcrchten jedoch, dass zu geringes Augenmerk auf den lokalen beziehungsweise regionalen Schienenpersonennahverkehr zwischen L\u00fcbeck\/Ostholstein und Lolland\/Nyk\u00f8bing\/Falster gelegt wird.<\/p>\n<p>Nur noch viereinhalb Jahre vor der geplanten Er\u00f6ffnung des Fehmarnbelt-Tunnels und der Schienentrasse, gibt es noch keine verl\u00e4ssliche Planung f\u00fcr den grenz\u00fcberschreitenden Schienenpersonennahverkehr. Angesichts der langen Vorlaufzeiten beispielsweise f\u00fcr die Beschaffung von geeigneten Z\u00fcgen, die den (sicherheits-) technischen Anforderungen gen\u00fcgen und sowohl durch den Fehmarnbelt-Tunnel fahren k\u00f6nnen als auch beide Stromsysteme nutzen k\u00f6nnen, und f\u00fcr die Akquise von Bahnpersonal wird dies im Fehmarnbelt-Komitee kritisch gesehen.<\/p>\n<p><strong>Deutsch-d\u00e4nische Facharbeitsgruppe eingerichtet<\/strong><\/p>\n<p>Es hat sich bereits eine d\u00e4nisch-deutsche Facharbeitsgruppe zum grenz\u00fcberschreitenden Schienenpersonennahverkehr formiert, in der die Aufgabentr\u00e4gerinnen und -tr\u00e4ger sowie verschiedene Gebietsk\u00f6rperschaften vertreten sind. Diese Arbeitsgruppe hat sich mit der zuk\u00fcnftigen Nutzbarkeit der Schieneninfrastruktur befasst und technisch und organisatorisch machbare Szenarien entwickelt. Das Fehmarnbelt-Komitee fordert mit seinem Positionspapier, dass die Arbeit dieser Facharbeitsgruppe fortan intensiviert und konkretisiert werden soll. Hierf\u00fcr bedarf es eines klaren Arbeitsauftrags auf der Basis politischer Entscheidungen des d\u00e4nischen Staates und des Landes Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund: Das Fehmarnbelt-Komitee<\/strong><\/p>\n<p>Das Fehmarnbelt-Komitee setzt sich f\u00fcr das weitere Zusammenwachsen in der Fehmarnbelt-Region ein. \u201eZusammenwachsen\u201c bedeutet, dass sich die Menschen \u00fcber die Grenze hinweg m\u00f6glichst barrierefrei begegnen k\u00f6nnen \u2013 und zwar in allen Lebensbereichen wie Bildung, Ausbildung, Wirtschaft, Freizeit und Kultur. Nur so kann sich tats\u00e4chlich ein gemeinsamer Arbeitsmarkt und Wirtschaftsraum entwickeln. Eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr diese Zukunftschance ist ein attraktiver grenz\u00fcberschreitender \u00d6ffentlicher Personennahverkehr.<\/p>\n<p>Das Fehmarnbelt-Komitee wurde im Januar 2009 gegr\u00fcndet und ist ein deutsch-d\u00e4nisches Kooperationsgremium f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Angelegenheiten in der Fehmarnbelt-Region. Ziel des Komitees ist es, die Entwicklung der Fehmarnbelt-Region zu einer gut integrierten und wettbewerbsf\u00e4higen Region aktiv zu unterst\u00fctzen und mitzugestalten.<\/p>\n<p>Im Komitee sind insgesamt 29 Gebietsk\u00f6rperschaften, Verb\u00e4nde und Organisationen vertreten \u2013 14 von d\u00e4nischer und 15 von deutscher Seite. Der B\u00fcrgermeister der Kommune Lolland, Holger Schou Rasmussen, und der Landrat des Kreises Ostholstein, Timo Gaarz, teilen sich den Vorsitz.<\/p>\n<p>Das Advisory Board ist die politische Stimme des Komitees. Es setzt sich zusammen aus Landr\u00e4ten, deutschen und d\u00e4nischen B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister sowie der Vorsitzenden des Regionsrates der Region Sj\u00e6lland.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6ren Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschafts- und Arbeitgeberverb\u00e4nden, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, aus dem Tourismus sowie aus den Bereichen Kultur und Naturschutz zum erweiterten Fehmarnbelt-Komitee.<\/p>\n<p>Weitere Infos zum Fehmarnbelt-Komitee sowie das vollst\u00e4ndige Positionspapier stehen auf der Homepage <a href=\"http:\/\/www.fbkom.info\">www.fbkom.info<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fehmarnbelt-Komitee verabschiedet Positionspapier f\u00fcr einen attraktiven grenz\u00fcberschreitenden Schienenpersonennahverkehr in der Region. 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