{"id":447369,"date":"2025-06-18T19:39:27","date_gmt":"2025-06-18T17:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=447369"},"modified":"2025-06-18T19:39:27","modified_gmt":"2025-06-18T17:39:27","slug":"60-jahre-guetezeichen-der-landwirtschaftskammer-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/60-jahre-guetezeichen-der-landwirtschaftskammer-schleswig-holstein\/","title":{"rendered":"60 Jahre G\u00fctezeichen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"<p>Das G\u00fctezeichen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein feiert ein rundes Jubil\u00e4um. 1965 wurde es als erstes regionales Qualit\u00e4tssiegel Deutsch-lands eingef\u00fchrt. Heute sind die Erzeugnisse von 171 Betrieben der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft mit dem G\u00fctezeichen gekennzeichnet. Bei der heutigen Jubil\u00e4umsfeier im Kieler Landeshaus blickten Vertreter von Landesregierung, Landwirtschaftskammer und Bauernverband sowie Produzenten, Handel und Verbraucher auf sechs Jahrzehnte Qualit\u00e4t aus Schleswig-Holstein zur\u00fcck und werfen zugleich einen Blick in die Zukunft von Deutschlands \u00e4ltestem Regionalsiegel.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Landwirtschaftsminister Werner Schwarz gratulierte zur Erfolgsgeschichte: <\/strong>\u201eDas G\u00fctezeichen Schleswig-Holstein ist das \u00e4lteste Siegel f\u00fcr regionale Lebensmit-tel in Deutschland und bis heute von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr Schleswig-Holstein. Seit 60 Jahren steht es f\u00fcr gepr\u00fcfte Qualit\u00e4t, transparente Herkunft und eine enge Ver-bindung zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel. In einer Zeit wachsen-der Anspr\u00fcche an Nachhaltigkeit und Regionalit\u00e4t \u00fcbernimmt es eine zentrale Rolle: Es bietet verl\u00e4ssliche Orientierung f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher, st\u00e4rkt die Wertsch\u00f6pfung in den l\u00e4ndlichen Regionen und macht regionale Qualit\u00e4t sichtbar. Als Landesregierung stehen wir klar hinter diesem Zeichen \u2013 f\u00fcr eine starke, zu-kunftsf\u00e4hige Ern\u00e4hrungswirtschaft in Schleswig-Holstein.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ute Volquardsen, Pr\u00e4sidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, beschreibt die Vielfalt der Betriebe unter dem blau-gr\u00fcnen Qualit\u00e4tssiegel<\/strong>: \u201eHeute kennzeichnen 171 Betriebe der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft ihre Produkte mit dem G\u00fctezeichen Schleswig-Holstein der Landwirtschaftskammer. \u00dcber 100 wei-tere landwirtschaftliche Betriebe sind gepr\u00fcfte Vorlieferanten. Neben der besonderen Produktqualit\u00e4t ist dabei die Vielfalt Programm. Das Zeichen verbindet Menschen und M\u00e4rkte, es baut seit 60 Jahren Br\u00fccken zwischen Produzenten, Handelspartnern und Verbrauchern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Im G\u00fctezeichen vereint in Gemeinschaft <\/strong>Nicht nur die regionale Herkunft, sondern vor allem auch die hohe Produktqualit\u00e4t sind wesentliche Aussage des Qualit\u00e4tszeichens. Die G\u00fctezeichen-Produzenten bil-den eine besondere Gemeinschaft &#8211; vom landwirtschaftlichen Betrieb \u00fcber die Hofk\u00e4-serei bis hin zum internationalen Markenartikler, sind alle vertreten. Sie alle haben denselben Ansporn: regional erzeugte Lebensmittel von h\u00f6chster Qualit\u00e4t zu liefern.<\/p>\n<p><strong>Von Fleisch bis Kartoffeln \u2013 alles dabei <\/strong>Zu den ausgesuchten G\u00fctezeichen-Spezialit\u00e4ten geh\u00f6ren Fleischwaren, Fisch und K\u00e4se, aber auch Honig und Kartoffeln. Alle Lebensmittel, die diese Auszeichnung tra-gen, m\u00fcssen sich regelm\u00e4\u00dfig neutralen Kontrollen unterziehen. Bei der Pr\u00fcfung auf Aussehen, Geruch und vor allem Geschmack sind Bestwerte gefragt. Alle G\u00fctezei-chen-Produkte sind damit hochwertige regional erzeugte Lebensmittel und erf\u00fcllen h\u00f6chste Anforderungen an Qualit\u00e4t und Genuss.<\/p>\n<p><strong>Ausgezeichnete Qualit\u00e4t \u2013 der Beginn der Erfolgsgeschichte 1965 <\/strong>Das Ziel war klar gesteckt, als die Landesregierung die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein im Jahr 1965 mit der Entwicklung und Einf\u00fchrung eines regiona-len Warenzeichens beauftragte. Der damalige Landwirtschaftsminister Ernst Engel-brecht-Greve begr\u00fcndete seine Strategie: \u201eNur Qualit\u00e4tserzeugnisse werden die bis-herigen M\u00e4rkte behaupten und neue Marktanteile gewinnen k\u00f6nnen. Wichtig ist so-mit, dass sie schon rein \u00e4u\u00dferlich f\u00fcr jeden als solche leicht erkennbar sind. Darin lie-gen Wert und Bedeutung der G\u00fctezeichen.\u201c<\/p>\n<p>Das war die Geburtsstunde des \u201eLandschaftsgebundenen G\u00fctezeichens\u201c f\u00fcr Quali-t\u00e4tserzeugnisse der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft aus Schleswig-Holstein, damals noch als \u201eHergestellt und gepr\u00fcft in Schleswig-Holstein\u201c.<\/p>\n<p>Und es war auch der Beginn einer einmaligen Erfolgsgeschichte, die bis heute ein-drucksvoll f\u00fcr die St\u00e4rkung heimischer Produkte und das Vertrauen in sie steht. Zu den ersten G\u00fctezeichen-Produkten geh\u00f6rte der Holsteiner Katenschinken, es folgten bekannte Spezialit\u00e4ten, die zum langj\u00e4hrigen Wegbegleiter des Qualit\u00e4tssiegels wur-den. Der Holtseer Tilsiter geh\u00f6rt genauso dazu wie die B\u00f6klunder W\u00fcrstchen, heimi-sche Spirituosen wie K\u00fcstennebel aus Eckernf\u00f6rde oder der Oldesloer Weizenkorn.<\/p>\n<p>Von Beginn an kam das neue G\u00fctezeichen bei den Verbrauchern bestens an. Schnell pr\u00e4sentierte der Lebensmittelhandel die G\u00fctezeichen-Produkte. Und das weit \u00fcber Schleswig-Holstein hinaus.<\/p>\n<p><strong>\u201eZeichen\u201c setzen \u2013 auch \u00fcber Grenzen hinweg <\/strong>Bereits 1968 eroberte sich das G\u00fcte<strong>zeichen <\/strong>im geteilten <strong>Berlin <\/strong>einen festen Platz. Nicht nur bei der Internationalen Gr\u00fcnen Woche konnten die Westberliner das G\u00fcte-zeichen erleben, auch am Ku`Damm und auf zahlreichen Omnibussen strahlte das blau-gr\u00fcne Schleswig-Holstein-Zeichen.<\/p>\n<p>Das n\u00f6rdlichste Bundesland galt damals als so etwas wie der Garten des geteilten Berlins, Schleswig-Holsteins Landwirtschaft und seine Produzenten lieferten viele ih-rer Spezialit\u00e4ten in den Westteil der Stadt. Umso mehr wurden dort die regionalen G\u00fctezeichen-Produkte zu einer identit\u00e4tsstiftenden und \u00fcber Grenzen hinweg verbin-denden Marke.<\/p>\n<p><strong>Diese Marke galt es in den folgenden Jahren weiter zu st\u00e4rken<\/strong>: Bereits <strong>1970 <\/strong>wur-den die ausgew\u00e4hlten G\u00fctezeichen-Produkte nicht mehr allein sensorisch \u00fcberpr\u00fcft, ihre Qualit\u00e4t wurde fortan auch mittels analytischen Tests in unabh\u00e4ngigen Laboren best\u00e4tigt. Die Qualit\u00e4ts- und Pr\u00fcfbestimmungen wurden in Fachgremien aus Herstel-lern entwickelt. Dabei beteiligten sich auch namhafte Produzenten und Institute au-\u00dferhalb Schleswig-Holsteins an der Definition von Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr verschiedene Produktgruppen.<\/p>\n<p>Auch in anderen Bundesl\u00e4ndern war das Interesse an Produkten aus Schleswig-Hol-stein gro\u00df. Bei bundesweiten Verkaufsaktionen erzielten die Produzenten einen steti-gen Zuwachs an Erl\u00f6sen. Der Erfolg des regionalen Qualit\u00e4tskonzeptes fand bundes-weit gro\u00dfe Beachtung. <strong>1977 <\/strong>zeichnete das Branchenblatt \u201eLebensmittelzeitung\u201c dasG\u00fctezeichen der Landwirtschaftskammer mit dem \u201eGoldenen Zuckerhut\u201c aus. Der begehrte Preis wird bis heute f\u00fcr innovative und erfolgreiche Marketingkonzepte in der Lebensmittelbranche vergeben.<\/p>\n<p>In den 80er-Jahren begann die gro\u00dfe Zeit der internationalen Fachmessen. Das G\u00fc-tezeichen reiste mit seinen Firmen- und Produkten um die Welt. Viele der urspr\u00fcngli-chen kleinen Familienunternehmen hatten sich inzwischen zu nationalen Gr\u00f6\u00dfen mit starkem Interesse am Auslandsgesch\u00e4ft entwickelt. Und so leuchtete das Schles-wig-Holstein-Zeichen an Gemeinschaftsst\u00e4nden in New York und San Francisco, in Paris, Br\u00fcssel, Neu-Delhi und auch in Moskau.<\/p>\n<p>Heimische Produkte sind gefragt \u2013 mehr Vertrauen und Identifikation Ein Gro\u00dfteil der Konsumenten, das zeigen Umfragen immer wieder, verlangt heute regelm\u00e4\u00dfig nach Produkten aus der Region. Aus gutem Grund: Heimische Produkte bieten Identifikation, viele Kunden haben einfach auch ein gr\u00f6\u00dferes Vertrauen in die Produkte aus der Nachbarschaft. \u201eRegionale Marken, die auf ihren Ursprung zu-r\u00fcckverfolgt werden k\u00f6nnen, wirken im weiten Meer der anonymen Globalisie-rung wie Anker. Sie bieten Sicherheit und Orientierung\u201c, so Kammerpr\u00e4sidentin Ute Volquardsen. Hinzu komme, dass auch der Faktor Nachhaltigkeit die Kaufent-scheidung zunehmend beeinflusse: Regionale Lebensmittel erm\u00f6glichen kurze Wege, eine St\u00e4rkung der \u00f6rtlichen Wirtschaftskraft und durch die engen Beziehungen zu den Herstellern eine h\u00f6here Transparenz.<\/p>\n<p>Ein St\u00fcck Tradition in die Zukunft f\u00fchren Die lange Tradition des G\u00fctezeichens gilt es zum 60-j\u00e4hrigen Bestehen jetzt nicht nur zu bewahren, sondern alle Beteiligten wollen es auch aktiv in die Zukunft f\u00fchren. Ute Volquardsen, Vorsitzende des Qualit\u00e4tsausschusses, stellt fest: \u201eTransparente heimische Wertsch\u00f6pfungsketten beweisen in schwierigen Zeiten ihren wahren Wert. Sie sind eine stabile Verbindung zwischen Wirtschaftspartnern und geben den Ver-brauchern in der Krise Vertrauen zur\u00fcck. Unser G\u00fctezeichen hat sich in den vergan-genen Jahrzehnten stetig weiterentwickelt und wird sich auch zuk\u00fcnftig neuen Her-ausforderungen stellen m\u00fcssen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese gemein-sam mit unseren Partnern in Schleswig-Holstein auch im kommenden Jahrzehnt er-folgreich meistern werden. \u201c<\/p>\n<p>Foto: Sandra van Hoorn \u00b7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das G\u00fctezeichen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein feiert ein rundes Jubil\u00e4um. 1965 wurde es als erstes regionales Qualit\u00e4tssiegel Deutsch-lands eingef\u00fchrt. Heute sind<\/p>\n","protected":false},"author":4994,"featured_media":447371,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5,9],"tags":[],"class_list":["post-447369","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-wirtschaft","category-sport-freizeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/447369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4994"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=447369"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/447369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":447372,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/447369\/revisions\/447372"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/447371"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=447369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=447369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=447369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}