{"id":447697,"date":"2025-06-27T20:09:15","date_gmt":"2025-06-27T18:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=447697"},"modified":"2025-06-27T20:09:15","modified_gmt":"2025-06-27T18:09:15","slug":"hotspot28-foerdert-die-beweidung-von-salzwiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/hotspot28-foerdert-die-beweidung-von-salzwiesen\/","title":{"rendered":"\u201eHOTSPOT28\u201c f\u00f6rdert die Beweidung von Salzwiesen"},"content":{"rendered":"<p>Biodiversit\u00e4ts- und Klimaschutz verbinden: Das hat sich der \u201eHOTSPOT28\u201c zur Aufgabe gemacht. Das Projekt kann nun auf der Insel Poel die erste Ma\u00dfnahme umsetzen. Die beiden Landwirte Paul und Thomas Ha\u00df beweiden \u2013 mit finanzieller Unterst\u00fctzung aus Projektmitteln \u2013 Salzwiesen entlang der westlichen Kirchsee mit ihren schottischen Hochlandrindern. Dadurch sollen Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich seltene Pflanzen dort k\u00fcnftig ansiedeln und au\u00dferdem Brutgebiete f\u00fcr Rotschenkel, Austernfischer oder Kiebitze entstehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-447699\" src=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-240x320.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-240x320.jpg 240w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-413x550.jpg 413w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><!--more--><\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns, dass wir jetzt an unserem ersten praktischen Beispiel zeigen k\u00f6nnen, was wir unter anderem auf der Insel Poel vorhaben, um dem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken und die Effekte des nat\u00fcrlichen Klimaschutzes zu f\u00f6rdern. Sch\u00f6n, dass unsere Bem\u00fchungen und Kontakte zu den Landwirten hier vor Ort nun zum ersten Ergebnis gef\u00fchrt haben\u201c, sagt Dr. Matthias Braun, Vorstand des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V. und Koordinator des \u201eHOTSPOT28 \u2013 Nat\u00fcrlicher Klimaschutz im Norden\u201c. Das Gebiet des \u201eHOTSPOT28\u201c \u2013 einer der bundesweit 30 vom Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN) f\u00fcr besonders hohe biologische Vielfalt ausgew\u00e4hlten Regionen \u2013 ist 700 Quadratkilometer gro\u00df und reicht von der Hansestadt L\u00fcbeck in Schleswig-Holstein entlang der westmecklenburgischen Ostseek\u00fcste bis ins Salzhaff nach Rerik. Noch heute finden sich in diesen K\u00fcstenbereichen wichtige Best\u00e4nde typischer Ostseelebensr\u00e4ume, die f\u00fcr die Zukunft bewahrt und optimiert werden sollen.<\/p>\n<p><strong>Salzwiesen sind attraktive Fl\u00e4chen f\u00fcr Brutv\u00f6gel<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-447700\" src=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto4-320x228.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto4-320x228.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto4-550x391.jpg 550w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto4.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Im \u00dcbergang zwischen Meer und Land werden Salzwiesen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberflutet, wodurch sich eine einzigartige Vegetation sowie wichtige Brutgebiete herausbilden. Durch eine Beweidung mit Rindern k\u00f6nnen Fl\u00e4chen, die sich in einem schlechten Zustand befinden, sehr gut renaturiert werden. Die Viehtritte sorgen beispielsweise f\u00fcr eine Verfestigung der B\u00f6den, was nicht nur den Torfaufbau f\u00f6rdert und damit wichtige CO<sub>2<\/sub>-Speicher entstehen l\u00e4sst. Durch die Beweidung und dem damit verbundenen Verbiss entwickeln sich die Fl\u00e4chen auch (wieder) zu wichtigen Bruthabitaten von Wat- und Wasserv\u00f6geln wie Rotschenkel, Austernfischer oder Kiebitze sowie zu B\u00f6den auf denen spezielle Pflanzen wie Strand-Wegerich, Grasnelke oder Englisches L\u00f6ffelkraut gedeihen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>\u201eWir wollen naturnah bewirtschaften\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Paul Ha\u00df, gemeinsam mit seinem Vater Thomas Ha\u00df Landwirt im Nebenerwerb auf der Insel Poel, freut sich, dass er, entsprechend der Vereinbarung, entlang der westlichen Kirchsee auf rund 13 Hektar durch die Beweidung mit seinen insgesamt 18 schottischen Hochlandrindern seinen Teil zum nat\u00fcrlichen Klimaschutz beitragen kann. In den letzten Jahren waren die Wiesen dadurch, dass sie nicht mehr beweidet wurden, in einen schlechten Erhaltungszustand gerutscht. \u201eWir wollen die naturnahe Bewirtschaftung unterst\u00fctzen\u201c, betont der 25-j\u00e4hrige. \u201eFr\u00fcher waren hier bereits offene Fl\u00e4chen. In den letzten Jahren ist leider sehr viel verschilft\u201c, erg\u00e4nzt sein Vater. Die Hochlandrinder sind sehr robust, verbringen das gesamte Jahr drau\u00dfen und eignen sich dadurch optimal f\u00fcr den entsprechenden Einsatz. Bereits seit 1998 h\u00e4lt die Familie diese besondere Rinderrasse. Aus einem Hobby ist inzwischen ein ansehnlicher Mutterkuhbetrieb geworden. Dabei werden die Rinder zu einem kleineren Teil auf eigenen, zum Gro\u00dfteil jedoch auf gepachteten Fl\u00e4chen gehalten. In diesem Jahr konnte ein weiteres Grundst\u00fcck in Kirchdorf von der Kirchengemeinde bzw. der Gemeinde Insel Poel gepachtet werden.<\/p>\n<p>Die Vereinbarung, die Paul und Thomas Ha\u00df im Rahmen des Projekts getroffen haben, l\u00e4uft vorerst f\u00fcr drei Jahre, wie Caroline Oevermann, zust\u00e4ndig f\u00fcr den Agrarnaturschutz im \u201eHOTSPOT28\u201c erl\u00e4utert. Dann k\u00f6nne man sehen, inwieweit sich Flora und Fauna dort entwickelt haben. Alle Beteiligten hoffen, dass die Ma\u00dfnahme nach Ablauf der drei Jahre verl\u00e4ngert werden kann. Das Projekt \u201eHOTSPOT28\u201c l\u00e4uft insgesamt sechs Jahre, bis September 2030.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund <\/strong><\/p>\n<p>Verbundpartner des Projekts \u201eHOTSPOT28\u201c sind der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V. mit Sitz in L\u00fcbeck-K\u00fccknitz und einem neuen B\u00fcro auf der Insel Poel, der BUND Mecklenburg-Vorpommern e. V., die Stiftung Umwelt- und Naturschutz MV, die Gemeinde Ostseebad Insel Poel und die Hansestadt L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Aktionsprogramms Nat\u00fcrlicher Klimaschutz wird das Projekt \u201eHOTSPOT28\u201c durch das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gef\u00f6rdert und kofinanziert durch das Landesamt f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) mit Mitteln des Ministeriums f\u00fcr Klimaschutz, Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern (LM MV) sowie durch das Ministerium f\u00fcr Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein (MEKUN).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biodiversit\u00e4ts- und Klimaschutz verbinden: Das hat sich der \u201eHOTSPOT28\u201c zur Aufgabe gemacht. 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