{"id":448363,"date":"2025-07-18T18:36:59","date_gmt":"2025-07-18T16:36:59","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=448363"},"modified":"2025-07-18T18:36:59","modified_gmt":"2025-07-18T16:36:59","slug":"lifestyle-in-der-dose-wie-ready-to-drink-mixgetraenke-das-trinkverhalten-beeinflussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lifestyle-in-der-dose-wie-ready-to-drink-mixgetraenke-das-trinkverhalten-beeinflussen\/","title":{"rendered":"Lifestyle in der Dose \u2013 wie Ready-to-Drink-Mixgetr\u00e4nke das Trinkverhalten beeinflussen"},"content":{"rendered":"<p>Ob zur sommerlichen Gartenparty, Stadtfesten oder auf dem Weg zum Konzert \u2013 Premixes in Dosen liegen im Trend. Dabei wirft der wachsende Konsum Fragen zur Gesundheit, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Verantwortung auf. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) hat in einem Online-Marktcheck* alkoholische Fertigmischungen sowie alkoholfreie Alternativen verglichen und gepr\u00fcft, was es mit den Trendgetr\u00e4nken auf sich hat.<!--more-->Fertig gemixte Longdrinks und Cocktails sind sofort konsumierbar und beliebt. Auch Hersteller haben dies erkannt und bringen regelm\u00e4\u00dfig Neuheiten auf den Markt. Dass es sich dabei um alkoholische Produkte handelt, tritt oft in den Hintergrund. Dabei besteht die Gefahr, dass Alkohol in unserer Konsumkultur verharmlost wird. Denn Verpackung und Werbung bewirken, dass sich die alkoholischen Getr\u00e4nke auf den ersten Blick teils kaum von Softdrinks unterscheiden. Ein Online-Marktcheck der VZSH nahm 31 Ready-to-Drink-Getr\u00e4nke, davon 21 alkoholhaltige und 10 alkoholfreie, einmal genauer unter die Lupe.<\/p>\n<div class=\"field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden text-formatted field__item\">\n<h2>Cocktails und Co. f\u00fcr Unterwegs \u2013 \u201eWeg-Bier\u201c neu aufgelegt<\/h2>\n<p>Das Angebot an <strong>alkoholischen Mixgetr\u00e4nken<\/strong> aus der Dose wird stetig gr\u00f6\u00dfer. Zum Sortiment bekannter Spirituosenhersteller geh\u00f6ren Mojito, Margarita oder Pi\u00f1a Colada f\u00fcr den Sofortverzehr. \u201eViele der Premixes enthalten Hochprozentiges wie Rum, Wodka oder Gin. Daher besteht f\u00fcr sie eine Altersbeschr\u00e4nkung f\u00fcr die Abgabe ab 18 Jahren\u201c, so Levke Schwanz, Ern\u00e4hrungsexpertin bei der VZSH. Weinhaltige Mischgetr\u00e4nke d\u00fcrfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren einkaufen. Der Alkoholgehalt lag bei vier Getr\u00e4nken im Marktcheck unter 10 Vol.% Alkohol. Die meisten Getr\u00e4nke, n\u00e4mlich mehr als 75 Prozent in der Kategorie \u201ealkoholhaltig\u201c, lieferten zwischen 10 und 20 Vol.% Alkohol. Allerdings sind auch Premixes mit bis 25 % Vol. und mehr erh\u00e4ltlich. Zum Mischen dienen Erfrischungsgetr\u00e4nke, Limonaden, klassische Softdrinks und S\u00e4fte, die viel Zucker und S\u00e4uren enthalten k\u00f6nnen. Die Dosen enthalten meist eine F\u00fcllmenge zwischen 250 und 330 Milliliter Mischung, wodurch sie praktisch f\u00fcr unterwegs sind. \u201eAlkoholgehalt und Allergene m\u00fcssen gekennzeichnet sein. \u00dcber Energie- oder Zuckergehalt werden Verbraucher nur selten informiert, da eine vollst\u00e4ndige N\u00e4hrwert- und Zutatenliste nicht f\u00fcr alle alkoholhaltigen Mixgetr\u00e4nke vorgeschrieben ist\u201c, so Levke Schwanz.<\/p>\n<p>Wer am Trend teilhaben, aber auf Alkohol verzichten m\u00f6chte, wird bei den ebenfalls bunt aufgemachten <strong>alkoholfreien Alternativen<\/strong> f\u00fcndig. Das Angebot besteht haupts\u00e4chlich aus \u201eMocktails\u201c und Alternativen zu Gin Tonic und ist insgesamt weniger umfangreich als das der alkoholhaltigen Varianten. Bei einem (Rest-)Alkoholgehalt von bis zu 0,5 % Vol. gilt das Getr\u00e4nk \u00fcblicherweise als alkoholfrei. Einige Hersteller kennzeichnen auch ihre alkoholfreien Kreationen mit einer Altersempfehlung ab 16 oder 18 Jahren. \u201eEin gro\u00dfer Vorteil gegen\u00fcber den alkoholischen Premixes ist, dass N\u00e4hrwerte und Zutaten bei den alkoholfreien Alternativen immer gekennzeichnet sein m\u00fcssen. Verbraucher k\u00f6nnen sich so \u00fcber Energie- und Zuckergehalt, enthaltene Extrakte, Aromen und Zusatzstoffe, wie beispielsweise Farb-, Konservierungsstoffe und S\u00e4uerungsmittel, informieren\u201c, erl\u00e4utert Levke Schwanz.<\/p>\n<p>Der<strong> Preis<\/strong> von Ready-to-go-Drinks h\u00e4ngt zum einen von der Marke sowie vom enthaltenen Alkoholgehalt ab. In der Stichprobe waren die meisten alkoholischen Getr\u00e4nke deutlich teurer als die alkoholfreien Alternativen. Der Grundpreis der alkoholfreien Mischungen lag mit 8,40 Euro jedoch auf gleicher H\u00f6he mit den niedriger-alkoholischen Premixes, die weniger als 10 Vol.% Alkohol enthielten. Um 40 Prozent und damit deutlich teurer waren die Drinks mit Alkoholgehalten zwischen 10 und 20 Vol.%. Ihr Grundpreis lag bei rund 11,60 Euro. Besonders hochprozentige Cocktails ab 25 Vol.% kosteten rund 60 Euro je Liter und mehr.<\/p>\n<h2>Moderne Drinks aus der Dose \u2013 gef\u00e4hrlicher Trend?<\/h2>\n<p>Durch ihr modernes und auff\u00e4lliges Design wirken die Dosen harmlos und erinnern optisch an gew\u00f6hnliche Softdrinks. Verbraucher k\u00f6nnen diese umgehend konsumieren und auf eine aufwendige Zubereitung verzichten. \u201eDie Werbung stellt Mixgetr\u00e4nke unter anderem als praktische Begleiter f\u00fcr jede Gelegenheit dar, was die Hemmschwelle zum Alkoholkonsum vor allem bei Gelegenheits- oder Nicht-Trinkern senken und so zu einem ver\u00e4nderten Konsumverhalten beitragen k\u00f6nnte\u201c, gibt Levke Schwanz zu bedenken. Gerade bei Jugendlichen besteht die Gefahr, durch gezieltes Marketing einen leichteren Einstieg in den Alkoholkonsum auszul\u00f6sen. Denn der durch Saft und S\u00fc\u00dfe kaschierte Alkoholgehalt f\u00fchrt dazu, dass Jugendliche schneller und mehr Trinken, ohne ihre Grenzen rechtzeitig wahrzunehmen. <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.sh\/pressemeldungen\/lebensmittel\/alkoholfreien-spirituosen-alkoholverzicht-bei-vollem-geschmack-97644\">Alkoholfreie Alternativen<\/a> f\u00fcr einen unbeschwerten Genuss k\u00f6nnten hierzu einen Gegenentwurf darstellen. Die VZSH gibt jedoch zu bedenken, dass sich Verbraucher durch den Konsum an den Geschmack typischerweise alkoholhaltiger Getr\u00e4nke gew\u00f6hnen und somit leichter in gef\u00e4hrliches Trinkverhalten kommen k\u00f6nnten.<\/p>\n<h2>Lifestyle auf Kosten der Nachhaltigkeit<\/h2>\n<p>Kleine Dose, gro\u00dfe Umweltwirkung? <a class=\"ext\" title=\"(opens in a new window)\" href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/218957\/umfrage\/anzahl-der-verkauften-getraenkedosen-in-deutschland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-extlink=\"\">Getr\u00e4nkedosen sind bei Verbrauchern beliebter denn je<\/a>, sch\u00fctzten sie doch den Inhalt zuverl\u00e4ssig vor Licht, gehen unterwegs nicht zu Bruch und sind zudem leicht und handlich. Dosen z\u00e4hlen im Vergleich jedoch zu den umweltsch\u00e4dlicheren Getr\u00e4nkeverpackungen. Zwar besteht grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit, Metalldosen unendlich oft zu recyceln, eine handels\u00fcbliche Dose besteht allerdings nur zu etwa 80 Prozent aus recyceltem Material. Die \u00fcbrigen 20 Prozent m\u00fcssen durch Neumaterial ersetzt werden, was zus\u00e4tzliche Ressourcen beansprucht. Zur Rohstoffgewinnung (Afrika, Australien, Asien, S\u00fcdamerika) werden Urw\u00e4lder gerodet. Bei einigen Erzen fallen giftige Abfallprodukte wie beispielsweise Rotschlamm an, der \u00e4tzende Natronlauge sowie Schwermetalle enth\u00e4lt und B\u00f6den sowie Gew\u00e4sser in der Umgebung stark belastet. <a class=\"ext\" title=\"(opens in a new window)\" href=\"https:\/\/www.bund.net\/ressourcen-technik\/abfall-und-rohstoffe\/aluminium\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-extlink=\"\">Die Herstellung der Aluminium- oder Wei\u00dfblechdosen ist energieintensiv<\/a>. Auch die langen Transportwege der Dosen wirken sich negativ auf die Umweltbilanz aus.<\/p>\n<p>Zum Schutz des Getr\u00e4nks vor direktem Aluminiumkontakt wird das Innere der Dosen mit Kunststoff beschichtet. Bis vor Kurzem wurde daf\u00fcr h\u00e4ufig Bisphenol A (BPA) verwendet, ein Stoff, der als <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.sh\/wissen\/lebensmittel\/lebensmittelproduktion\/schadstoffe-im-essen-von-der-verpackung-ins-lebensmittel-11944\">hormonell wirksam und somit gesundheitlich bedenklich gilt<\/a>. Dies wurde jetzt EU-weit verboten, ab Juli 2026 d\u00fcrfen keine Getr\u00e4nkeverpackungen mehr verkauft werden, die mit BPA hergestellt wurden.<\/p>\n<h3>Kritisches Konsumverhalten<\/h3>\n<p>Viele Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Innerhalb der Altersgruppe der 18- bis 64-J\u00e4hrigen weisen etwa 9 Millionen Menschen einen problematischen Alkoholkonsum auf. Dabei gilt Alkohol als einer der wesentlichen Risikofaktoren f\u00fcr zahlreiche chronische Erkrankungen wie Krebs-, Leber- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ist h\u00e4ufig Ursache f\u00fcr Unf\u00e4lle. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung e.V. (DGE) hat k\u00fcrzlich ihre Empfehlungen \u00fcberarbeitet und r\u00e4t zum <a class=\"ext\" title=\"(opens in a new window)\" href=\"https:\/\/www.dge.de\/fileadmin\/Bilder\/wissenschaft\/referenzwerte\/DGE-Position_Alkohol_EU_2024_10.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-extlink=\"\">vollst\u00e4ndigen Alkoholverzicht<\/a>, da keine sichere Menge definiert werden kann. Wer Hilfe ben\u00f6tigt, kann sich an eine <a class=\"ext\" title=\"(opens in a new window)\" href=\"https:\/\/www.dhs.de\/die-dhs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-extlink=\"\">lokale Suchtberatungsstelle der Deutschen Hauptstelle f\u00fcr Suchtfragen (DHS)<\/a> wenden.<\/p>\n<p>*zuf\u00e4llige Stichprobe ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit und Repr\u00e4sentativit\u00e4t<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"field field--name-field-article-article-type field--type-entity-reference field--label-hidden field__item\">\n<div class=\"views-element-container\">\n<div class=\"view view-meta-line-date view-id-meta_line_date view-display-id-embed_1 js-view-dom-id-684996b3cac2cb8b7ea24a9355e5e639812aedbc71e5e658f63f17c96c493804\">\n<div class=\"view-content\">\n<div class=\"views-row\">\n<div class=\"view view-article-typ2 view-id-article_typ2 view-display-id-embed_2 js-view-dom-id-2e4226f9535b5dc1b306d0e9c5d94e862a150f9263273561e3c49f9905a337d4\">\n<div class=\"view-content\">\n<div class=\"views-row\">\n<div class=\"note\">Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Ver\u00f6ffentlichung wiedergibt.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Foto:\u00a0Breakingpic via Canva.com \u00b7<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob zur sommerlichen Gartenparty, Stadtfesten oder auf dem Weg zum Konzert \u2013 Premixes in Dosen liegen im Trend. 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