{"id":448598,"date":"2025-07-27T17:35:42","date_gmt":"2025-07-27T15:35:42","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=448598"},"modified":"2025-07-27T17:36:42","modified_gmt":"2025-07-27T15:36:42","slug":"die-travemuender-woche-laesst-ihre-136-ausgabe-seicht-ausgleiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/die-travemuender-woche-laesst-ihre-136-ausgabe-seicht-ausgleiten\/","title":{"rendered":"Die Travem\u00fcnder Woche l\u00e4sst ihre 136. Ausgabe seicht ausgleiten."},"content":{"rendered":"<p>Meister im Topcat, Dyas und Open Skiff \u00b7\u00a0Die Travem\u00fcnder Woche l\u00e4sst ihre 136. Ausgabe seicht ausgleiten. Zumindest sorgte der Wind daf\u00fcr, dass sich die Akteure auf den f\u00fcnf Bahnen am Sonnabend nicht \u00fcberanstrengen mussten. So wurde der Abschlusstag f\u00fcr sieben Klassen zu einem verk\u00fcrzten Vergn\u00fcgen. <!--more-->Die drei Topcat-Klassen beendeten mangels Brise an der Mecklenburger K\u00fcste die internationalen Meisterschaften ohne weitere Rennen, k\u00fcrten mit den Treichel-Zwillingen im K1, Robert Zank\/Tim Stiegler im K2 und Paul S\u00e4ger Athleten aus Wolfsburg, vom Ammersee und aus Frankfurt zu ihren neuen Meistern.<\/p>\n<p>Eine klare und wiederholte Angelegenheit war die Entscheidung bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Dyas-Klasse. Wie im vergangenen Jahr hei\u00dfen die Deutschen Meister Jens Olbrysch\/Norbert Schmidt (Herrsching). Schneller als erwartet haben die Open Skiff ihren Titelkampf beendet. Bereits nach drei statt der vier Tage hatten die Jugendlichen alle geplanten zehn Wettfahrten gesegelt und k\u00fcrten Mila Weniger erneut zu Deutschlands Besten.<\/p>\n<p>Freude pur herrschte bei den erfolgreichen Topcat-Crews \u00fcber den erfolgreichen Auftritt in Travem\u00fcnde. Foto: Christian Beeck\/TW<\/p>\n<p>F\u00fcr etliche Yachten und Boote der Regatta-Organisation wurde die R\u00fcckfahrt von den Bahnen in den Hafen am Sonnabend zu einem Entenmarsch. Viele hatten ein gro\u00dfes Gefolge im Schlepp. Um den Aktiven den Heimweg zu erleichtern, hatten sie die Schleppleine ausgeworfen und zogen die Flotten heimw\u00e4rts.<\/p>\n<p>Dieser Service kam gut an \u2013 auch bei den frischen Europameistern der Topcat K1-Klasse: \u201eEs war hier wirklich alles top organisiert \u2013 selbst der R\u00fccktransport von der Bahn\u201c, sagte Sascha Treichel, der mit seinem Zwillingsbruder Rene klar die EM und den parallel ausgetragenen World Cup gewann. Sechs Siege hatten sie im Verlauf der Serie von zehn Wettfahrten in den B\u00fcchern: \u201eBis auf den letzten Tag war der Wind wirklich gut. Und den Regen zwischendurch wissen wir als Segler ja abzuwettern.\u201c Gegen\u00fcber der Konkurrenz von den Alpenrevieren hatten die Wolfsburger einen gewissen Heimvorteil: \u201eUns ist der Norden n\u00e4her als der S\u00fcden. Daher sind wir oft auf der Ostsee, kennen die L\u00fcbecker Bucht von den Regatten in Scharbeutz.\u201c Den entscheidenden Vorteil gegen\u00fcber den Verfolgern generierten sie durch die bessere Performance auf dem Vormwind-Kurs.<\/p>\n<p>Im Entenmarsch zur\u00fcck an Land. Mangels Wind wurden die Topcat von der Bahn geschleppt. Foto: Christian Beeck\/TW<\/p>\n<p>Auf dem Silberrang folgte der internationale Klassenboss Mathias Equiluz mit Susanne Wallner (\u00d6sterreich) an der Vorschot. Sebastian Pfohl\/Marco Schleich (Chiemsee) kamen in dem kleinen Feld von nur elf teilnehmenden Booten auf Platz drei. \u201eLeider war das Feld nicht so gro\u00df. Wie viele Klassen leiden wir aktuell unter geringen Meldezahlen. Aber wir haben inzwischen jugendlichen Nachwuchs. Ich hoffe, dass es wieder bergauf geht\u201c, sagte Sascha Treichel.<\/p>\n<p>Noch kleiner, mit lediglich neun Startern war das Feld der Topcat K2 besetzt. Und der Kampf um die Internationale Meisterschaft war fr\u00fch entschieden. Robert Zank vom Ammersee und Vorschoter Tim Stiegler segelten mit sieben Siegen, zwei zweiten und einem dritten Platz in einer eigenen Liga, lie\u00dfen Tobias und Helena Glasl (Bad Wiessee) sowie Sven und Jannis K\u00fchl hinter sich.<\/p>\n<p>Paul S\u00e4ger (rechts) freute sich \u00fcber seinen Erfolg bei den K3 und nahm mit den Konkurrenten ein Siegerbad in der Ostsee. Foto: Christian Beeck\/TW<\/p>\n<p>Gro\u00dfen Jubel gab es bei Paul S\u00e4ger im solo gesegelten Topcat K3. Der Frankfurter, der bei seinem Vater an der Vorschot das Segeln gelernt hat, ist erst kurz allein auf dem K3 unterwegs: \u201eDas ist mein erster Titel als Solist. Deshalb ist es etwas ganz Besonderes. Bis auf letzten Tag hatten wir wunderbare Bedingungen. Ich bin gut in die Meisterschaft reingekommen, weil ich mehr riskiert habe. Das hat sich ausgezahlt\u201c, berichtete der Student der Geschichts- und Politikwissenschaften, der als Werksstudent in der Topcat-Werft seine Geld verdient und bei den Katamaranen auch als Jugendtrainer aktiv ist. Der Auftritt zur Travem\u00fcnder Woche war f\u00fcr ihn das reinste Vergn\u00fcgen: \u201eIch liebe die Ostsee, war aber seit zehn Jahren nicht mehr hier. Die Klasse hat sich hier wohlgef\u00fchlt. Wir kommen gern wieder.\u201c Die weiteren Podiumspl\u00e4tze nach zehn Wettfahrten belegten Christian Enzmann vom Walchensee und der Pole Jakub Drygas.<\/p>\n<p>Als Meisterin ohne Makel darf sich Mila Weniger aus Th\u00fcringen feiern lassen. Die 13-J\u00e4hrige lie\u00df in der Klasse der Open Skiffs bei den German Nationals \u00fcberhaupt nichts anbrennen. Der Seglerin von der Talsperre in Zeulenroda gelang das Kunstst\u00fcck, wirklich s\u00e4mtliche Wettfahrten in der Serie zu gewinnen und somit sogar einen Sieg streichen zu n\u00fcssen. Damit wiederholte sie ihren Titelgewinn aus dem Vorjahr. Auf Platz zwei folgte Clubkollegin Amy Konrad, Rang drei belegte Florian Schlupp aus der Lausitz. \u201eIch bin mega happy. So h\u00e4tte ich das nicht erwartet\u201c, strahlte die Siegerin nach der R\u00fcckkehr an Land. Die Freude war mit Blick auf die folgenden Pl\u00e4tze sogar noch umso gr\u00f6\u00dfer: \u201eWir Drei sind alle beste Freunde, sind jedes Wochenende zusammen und trainieren viel gemeinsam.\u201c Diese Gemeinschaft will das Trio noch weiter genie\u00dfen. \u201eIch will n\u00e4chstes Jahr auf jeden Fall noch Open Skiff segeln. Danach will ich ausprobieren, was am meisten Spa\u00df macht. Darzum geht es ja\u201c, erkl\u00e4rte Mila Weniger, die in diesem Jahr noch die Europameisterschaft im Oktober in Barcelona auf dem Plan hat.<\/p>\n<p>Mila Weniger hatte bei den Open Skiff zu jeder Zeit alles im Griff. Foto: Christian Beeck\/TW<\/p>\n<p>Die Travem\u00fcnder Woche war f\u00fcr die alten und neuen Deutschen Meister in der Dyas-Klasse nicht nur wegen des Erfolges eine runde Sache. \u201eDas ist eine famili\u00e4re Atmosph\u00e4re hier. Deswegen kommen wir immer gern. Es ist toll, hier zu campen. Wir hatten gescheites Wetter. Und dass wir hier nicht den mega Wind hatten, war auch okay. Wir haben Spa\u00df gehabt\u201c, sagte IDM-Sieger Jens Olbrysch, der sich mit Vorschoter Norbert Schmidt \u00fcber eine Vielzahl an Troph\u00e4en der Klasse freute. In Sachen Sport schaltet er nun bereits auf einen Aggregatszustand des Wassers um. Sein Sohn ist aktiver Skirennl\u00e4ufer. Daher geht es zur Saisonvorbereitung in die Skihalle. IDM-Silber holten sich die Norddeutschen Meister Arndt Fingerhut\/Andreas Malcher (Edersee) vor dem alterfahrenen Mosel-Segler Michael Weber mit dem Kieler Ralf Stuhlemmer an der Vorschot.<\/p>\n<p>Jens Olbrysch und Norbert Schmidt (Mitte) feierten den Sieg bei der IDM der Dyas. Foto: Christian Beeck\/TW<\/p>\n<p>Weitere Siegertroph\u00e4en wurden am Sonnabend f\u00fcr die Gewinner der Ranglistenregatten im 470er, der O-Jolle und Kielzugvogel vergeben. In der einzigen Tageswettfahrt verteidigten die Franzosen Bernard Boime\/Gilles Espinasse souver\u00e4n Platz eins der 470er. Dahinter gab es allerdings Verschiebungen: Die Hessen Kristof Doffing\/Jan Kaminski (Langen) sorgten in dem internationalen Feld noch f\u00fcr einen deutschen Medaillengewinn. Mit Rang zwei im letzten Rennen schoben sie sich auch insgesamt auf den Silberrang vor den Schweizern Frederik Huck\/Gabriele Konrad.<\/p>\n<p>Bei den O-Jollen lief es f\u00fcr den F\u00fchrenden zwar gar nicht rund. Aber der Niederl\u00e4nder Thies Bosch konnte seine Fr\u00fchstart-Disqualifikation, die er im Sonnabend-Rennen kassierte, streichen und blieb so auf Platz eins vor den beiden L\u00fcbeckern Ingo H\u00fcter und Arne Assmann.<\/p>\n<p>Hauchd\u00fcnn fiel die Entscheidung der Kielzugv\u00f6gel aus. Die von Beginn an f\u00fchrenden Axel Fischer\/Michael Schiermann (Gifhorn) hatten nach der achten Wettfahrt ihren Vorsprung gegen\u00fcber Wolfgang Emrich\/Klaus Ebbinghaus (W\u00f6rthsee) aufgebraucht. Bei Punktgleichheit entschied die Mehrzahl der Siege zugunsten von Fischer\/Schiermann. Rang drei ging an das Mixed-Duo Manfred Br\u00e4ndle\/Stefanie Gouverneur (Duisburg).<\/p>\n<p>Noch vor dem Abschluss der Formula-18-Regatta hatte Paul Kohlhoff (Kiel) das Abenteuer Travem\u00fcnder Woche bereits wieder beendet. Der Olympiadritte von Tokio 2021 im Nacra 17 war mit Tom Heinrich (P\u00f6nitz) in einem geliehenen Kat an den Start gegangen. Doch es lief nicht rund f\u00fcr das spontan zusammengestellte Duo: \u201eWir haben das geliehene Boot ganz sch\u00f6n beansprucht. Nach einem kaputten Segel am Donnerstag und einer Kollision am Freitag haben wir entschieden, keinen weiteren Schaden mehr zu riskieren und die Regatta fr\u00fchzeitig zu beenden\u201c, berichtete Kohlhoff. So konzentriert sich bei den F18 alles darauf, ob die Br\u00fcder Helge und Christian Sach ihren Rekord zur Travem\u00fcnder Woche mit einem weiteren Sieg auf dann 23 Erfolge aufstocken k\u00f6nnen. In der einzigen Tageswettfahrt am Sonnabend landeten sie einen weiteren Tagessieg, f\u00fchren vor Jesse und Sven Lindst\u00e4dt (Hamburg).<\/p>\n<p>Im leichten Wind spielten Helge und Christian Sach all ihre Expertise f\u00fcr den Trimm des Formula 18 aus und liegen auf Kurs f\u00fcr ihren 23. Sieg zur Travem\u00fcnder Woche. Foto: Christian Beeck\/TW<\/p>\n<p>Ein deutscher Titel wird am Sonntag auch noch vergeben. In der Klasse der Seascape 18 k\u00e4mpfen Deutsche und Schweden um die German Open. Nach nun f\u00fcnf Rennen liegt der Vorteil auf deutscher Seite. Mit einem zweiten und einem ersten Platz am Sonnabend schoben sich Walter W\u00fcllenweber\/Martin Schmidt (Hamburg) an den Schweden Anders Joensson\/Henrik Aulin vorbei auf Platz eins. Maximal drei Wettfahrten am Sonntag werden die Entscheidung bringen.<\/p>\n<p>Das zweite Mittelstrecken-Rennen der Seebahn rundet das Programm am finalen Tag der 136. Travem\u00fcnder Woche ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meister im Topcat, Dyas und Open Skiff \u00b7\u00a0Die Travem\u00fcnder Woche l\u00e4sst ihre 136. Ausgabe seicht ausgleiten. 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