{"id":448915,"date":"2025-08-07T11:00:00","date_gmt":"2025-08-07T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/dlrg-zwischenbilanz-2025-mindestens-236-menschen-ertrunken-2\/"},"modified":"2025-08-18T14:30:06","modified_gmt":"2025-08-18T12:30:06","slug":"dlrg-zwischenbilanz-2025-mindestens-236-menschen-ertrunken-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/dlrg-zwischenbilanz-2025-mindestens-236-menschen-ertrunken-2\/","title":{"rendered":"DLRG Zwischenbilanz 2025: mindestens 236 Menschen ertrunken"},"content":{"rendered":"<p>Bad Nenndorf\/L\u00fcbeck (ots) &#8211; <\/p>\n<p>&#8211;  Rund drei Viertel der Todesf\u00e4lle in Seen und Fl\u00fcssen<br \/>\n&#8211;  Jugendliche und junge M\u00e4nner sind h\u00e4ufiger unter den Opfern<br \/>\n&#8211;  Kampagne mahnt Eltern zur Aufsicht <\/p>\n<p>Seit Beginn der Badesaison Anfang Mai sind in den Gew\u00e4ssern in Deutschland rund 150 Menschen ertrunken. In den ersten sieben Monaten des Jahres kamen mindestens 236 Personen im Wasser zu Tode, wie aus einer Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht. Das sind 16 Personen weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. &#8222;Sah es im Juni noch danach aus, dass die Zahl der t\u00f6dlichen Badunf\u00e4lle im Vergleich zu den Vorjahren deutlichen ansteigen k\u00f6nnte, traf diese Bef\u00fcrchtung nach dem regenreichen Juli nicht ein&#8220;, berichtete DLRG Pr\u00e4sidentin Ute Vogt bei der Vorstellung der Zahlen heute (7.8.) in L\u00fcbeck.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Insbesondere in der zweiten Monatsh\u00e4lfte im Juni kam es zu einer H\u00e4ufung t\u00f6dlicher Badeunf\u00e4lle. \u00dcber den gesamten Monat hinweg ertranken mindestens 70 Menschen, 18 mehr als vor einem Jahr. Im Juli ereigneten sich 47 Ungl\u00fccksf\u00e4lle. Ein Jahr davor waren es 64. &#8222;Wir wissen, dass es an sonnigen und hei\u00dfen Sommertagen zu mehr Unf\u00e4llen kommt. Das mussten wir zuletzt im Juni erleben. Deshalb mein Appell an alle, die in den kommenden Wochen die Gew\u00e4sser aufsuchen: Bleiben Sie vorsichtig, beachten Sie die Baderegeln und gehen Sie keine Risiken ein&#8220;, so die Pr\u00e4sidentin der DLRG. <\/p>\n<p>Viele Unf\u00e4lle in Seen und Fl\u00fcssen<\/p>\n<p>In den Seen kamen bislang mit 87 Personen mehr Menschen um als im Vorjahr (77), in den Fl\u00fcssen waren es mit 85 (2024: 90) etwas weniger. Insgesamt machten die Todesf\u00e4lle in Seen und Fl\u00fcssen fast drei Viertel der Gesamtzahl aus (73%). Ute Vogt: &#8222;Vielfach ereignen sich diese Unf\u00e4lle abseits unbewachter Badebereiche. Hilfe ist dann oft nicht in Sicht oder zu sp\u00e4t vor Ort.&#8220; <\/p>\n<p>In den Meeren erfasste die DLRG bis Ende Juli zehn Ertrunkene (2024: 13). Alle verloren in der Ostsee ihr Leben. Am Beispiel der K\u00fcsten zeigt sich wie auch in den Schwimmb\u00e4dern (neun Todesf\u00e4lle), dass Baden und Schwimmen dort besonders sicher sind, wo Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer beaufsichtigen. Allein rund 5.500 Ehrenamtliche der DLRG sorgen w\u00e4hrend der Sommersaison an rund 100 Badestellen an Nord- und Ostsee f\u00fcr Sicherheit. <\/p>\n<p>Mehr j\u00fcngere m\u00e4nnliche Opfer<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unter den Menschen h\u00f6heren Alters bisher weniger Opfer zu beklagen sind, kamen mehr junge Menschen zu Tode. 49 Personen waren zwischen elf und 30 Jahre alt (2024: 30). &#8222;Bei diesen F\u00e4llen handelt es sich oft um Badeunf\u00e4lle infolge von Leichtsinn und \u00dcbermut. Viele Opfer konnten kaum oder gar nicht schwimmen&#8220;, erkl\u00e4rte Ute Vogt. Mit einer Ausnahme waren alle Verungl\u00fcckten m\u00e4nnlich (97%). \u00dcber alle Altersgruppen hinweg betrug der Anteil m\u00e4nnlicher Opfer 84 Prozent (2024: 77%). <\/p>\n<p>Knapp jedes vierte Unfallopfer (48) bekannten Alters war \u00e4lter als 70 Jahre. 58 Personen waren zwischen 50 und 70 Jahre alt. Gegen\u00fcber dem Vorjahr ertranken insgesamt 21 Menschen weniger unter den \u00fcber 50-J\u00e4hrigen. Bei \u00e4lteren Schwimmern sind immer wieder gesundheitliche Vorerkrankungen urs\u00e4chlich f\u00fcr Badeunf\u00e4lle, aber auch Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und unzureichende Vorsicht. <\/p>\n<p>Weniger t\u00f6dliche Bootsungl\u00fccke<\/p>\n<p>Bis Ende Juli erfasste die DLRG 13 t\u00f6dliche Unf\u00e4lle bei Freizeitaktivit\u00e4ten wie Paddeln, Boot fahren und Surfen (2024: 20). &#8222;Die meisten von ihnen w\u00e4ren vermutlich noch am Leben, wenn sie eine Rettungsweste oder wenigstens eine Schwimmweste getragen h\u00e4tten&#8220;, sagte die Pr\u00e4sidentin der DLRG und erg\u00e4nzte: &#8222;Insbesondere f\u00fcr Kinder sollte das Tragen einer Weste verpflichtend sein. Erwachsene sollten mit gutem Vorbild vorangehen.&#8220; Eine Weste unterst\u00fctzt mit ihrem Auftrieb beim Schwimmen und sorgt daf\u00fcr, dass der Tr\u00e4ger nach einem Sturz oder dem Kentern an der Wasseroberfl\u00e4che bleibt. Auch gute Schwimmer sind nicht davor gefeit, nach einem Sturz ins Wasser Kreislaufprobleme zu bekommen und sollten sich deshalb sch\u00fctzen. <\/p>\n<p>Eltern sind die Aufsicht<\/p>\n<p>Unter Kindern bis zehn Jahren waren mindestens acht Opfer zu beklagen (2023: 7). Zumeist passieren diese Unf\u00e4lle durch einen kurzen Moment der Unachtsamkeit. &#8222;Eltern untersch\u00e4tzen immer wieder, wie schnell ein wenig Ablenkung zu einer lebensbedrohlichen Situation f\u00fcr ein Kind f\u00fchren kann&#8220;, erkl\u00e4rt der Leiter der Verbandskommunikation im DLRG Pr\u00e4sidium, Frank Villmow. Zudem sei ihnen oft nicht bewusst, dass auch kleine und flache Gew\u00e4sser wie Gartenteiche und aufblasbare Pools zur t\u00f6dlichen Falle werden k\u00f6nnen. Mit Unterst\u00fctzung der Wall GmbH macht die DLRG bereits seit Mitte M\u00e4rz auf tausenden Werbefl\u00e4chen in Gro\u00dfst\u00e4dten auf diese weniger bekannten Gefahren aufmerksam. Zudem sensibilisieren die Lebensretter insbesondere online Eltern mit ihrer Kampagne &#8222;Du bist die Aufsicht&#8220;. Frank Villmow: &#8222;Wir m\u00f6chten allen Eltern klar machen, dass sie beim Baden und Schwimmen f\u00fcr ihre Kinder verantwortlich sind. Das Personal in den Schwimmb\u00e4dern und die Rettungsschwimmer an den Badestr\u00e4nden sind f\u00fcr alle G\u00e4ste da.&#8220; <\/p>\n<p>In absoluten Zahlen betrachtet ertranken die meisten Menschen bislang in Bayern (48). Im Freistaat sind bislang 13 Personen mehr ertrunken als im Vorjahrszeitraum. Auch in Hessen (+4) und Mecklenburg-Vorpommern (+3) gab es einen Anstieg bei den Opferzahlen. <\/p>\n<p>\u00dcber die DLRG<\/p>\n<p>Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierf\u00fcr kl\u00e4ren ihre ehrenamtlich Aktiven \u00fcber Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen rund 55.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer j\u00e4hrlich 2,6 Millionen Stunden \u00fcber die Sicherheit von Badeg\u00e4sten und Wassersportlern. Sie engagieren sich dar\u00fcber hinaus in der \u00f6rtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungsz\u00fcge f\u00fcr den Bev\u00f6lkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG z\u00e4hlt derzeit knapp 630.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen F\u00f6rderinnen und F\u00f6rderer unterst\u00fctzen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier. <\/p>\n<p>Weiteres Material zur DLRG Zwischenbilanz 2025, darunter Grafiken und die Auswertung nach Bundesl\u00e4ndern, finden Sie unter dlrg.de\/ertrinken-2025 (https:\/\/www.dlrg.de\/informieren\/die-dlrg\/presse\/statistik-ertrinken\/zwischenbilanz). Passende Bilder und Audio-Material f\u00fcr die Berichterstattung gibt es auch im DLRG Medienportal (https:\/\/eyebase.bgst.dlrg.de\/view\/pinrW6SFkC5).<br \/>\nPressekontakt:<\/p>\n<p>Martin Holzhause<br \/>\nLeiter DLRG Pressestelle<br \/>\nTelefon: 05723 955 442<br \/>\nMobil: 0162 175 12 04<br \/>\nE-Mail: presse@dlrg.de<\/p>\n<p>Original-Content von: DLRG &#8211; Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7044\/6092166<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bad Nenndorf\/L\u00fcbeck (ots) &#8211; &#8211; Rund drei Viertel der Todesf\u00e4lle in Seen und Fl\u00fcssen &#8211; Jugendliche und junge M\u00e4nner sind<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":448916,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-448915","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/448915","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=448915"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/448915\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/448916"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=448915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=448915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=448915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}