{"id":45184,"date":"2011-10-12T19:37:39","date_gmt":"2011-10-12T17:37:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=45184"},"modified":"2011-10-12T20:19:19","modified_gmt":"2011-10-12T18:19:19","slug":"ex-pressesprecher-von-lubeck-matthias-erz-warnt-vor-schleichendem-demokratieabbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ex-pressesprecher-von-lubeck-matthias-erz-warnt-vor-schleichendem-demokratieabbau\/","title":{"rendered":"Ex-Pressesprecher von L\u00fcbeck, Matthias Erz, warnt vor schleichendem Demokratieabbau"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium;\"><em><a rel=\"attachment wp-att-45185\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/10\/ex-pressesprecher-von-lubeck-matthias-erz-warnt-vor-schleichendem-demokratieabbau\/erz_\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-45185\" title=\"Erz_\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Erz_.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Erz_.jpg 375w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Erz_-240x320.jpg 240w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Erz_-255x340.jpg 255w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/em><a rel=\"attachment wp-att-45185\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/10\/ex-pressesprecher-von-lubeck-matthias-erz-warnt-vor-schleichendem-demokratieabbau\/erz_\/\"><\/a>B\u00fcrgermeister-Kandidat  beklagt mangelnde Transparenz im L\u00fcbecker Rathaus und warnt vor einem  schleichendem und nachhaltigen Demokratieabbau. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Matthias Erz, Kandidat f\u00fcr die L\u00fcbecker B\u00fcrgermeisterwahlen am 6. und  20. November 2011, hat vor einem schleichenden Demokratieabbau im L\u00fcbecker  Rathaus gewarnt und beklagt mangelnde Transparenz auf allen Ebenen der  Entscheidungs- und Willensfindung im Rathaus der Hansestadt. \u201eWer die Probleme  dieser Stadt in den Griff  bekommen will, muss die B\u00fcrger jedoch st\u00e4rker  einbeziehen und alle Phasen der Willens- und Entscheidungsbildung durchsichtig  und nachvollziehbar machen\u201c, sagt Erz. Davon sei die jetzige Rathausspitze  weiter entfernt denn je.<\/span><em><span style=\"font-size: small;\"><strong><!--more--><\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><strong> <\/strong><\/em><span style=\"font-size: small;\">In den vergangenen zehn Jahren sei die  Information der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch die Akteure im Rathaus immer  schlechter geworden, sagt der fr\u00fchere Senatpressesprecher und Presseamtsleiter  der Hansestadt L\u00fcbeck. Erz,59, tritt f\u00fcr die W\u00e4hlerinitiative L\u00fcbecker BUNT  gegen den Amtsinhaber Bernd Saxe an.<\/span><\/p>\n<p>So sei die Rathauszeitung unter Saxe  massiv unter Einspardruck gesetzt worden und s\u00e4mtliche Redaktionsstellen in der  Verwaltung gestrichen worden. Die fachliche und sachliche Information der  gew\u00e4hlten B\u00fcrgerschaftmitglieder durch den Verwaltungschef reduziere sich zudem  auf ein Mindestma\u00df und sei oft \u201eweder klar noch wahr\u201c, so Erz. So werde von  Verwaltungsmitarbeitern sogar erwartet, Unterlagen und Fakten in den  Verwaltungsvorlagen zu manipulieren, um die B\u00fcrgerschaft zu einem bestimmten  Abstimmungsverhalten im Sinne Saxes oder seiner Partei zu bewegen.<\/p>\n<p>\u201eDiese  best\u00fcrzenden Vorg\u00e4nge, die ich zehn Jahre lange aus n\u00e4chster N\u00e4he, hautnah und  st\u00e4ndig miterlebt habe, zeigen, dass Herr Saxe keine Achtung vor dem W\u00e4hler und  der von ihm gew\u00e4hlten Gemeindevertretung hat und sich selbst lieber als eine Art  <em>gesalbter kleiner K\u00f6nig<\/em> im Rathaus inszeniert\u201c, so Saxes ehemaliger  Sprecher. Man m\u00fcsse sich sogar die Frage stellen, ob dieser Mann \u00fcberhaupt die  charakterliche Reife besitze, ein derart wichtiges Amt in der Hansestadt zu  begleiden.<\/p>\n<p>\u201ePassend dazu herrscht in den entscheidenden Gremien der  B\u00fcrgerschaft und den einflussreichen Besprechungsrunden der Verwaltung ein Klima  der Geheimb\u00fcndelei und Kungelei\u201c, sagt Erz und nimmt Bezug auf das eigene  Erleben w\u00e4hrend seiner fast 15 Jahre dauernden T\u00e4tigkeit f\u00fcr Senat und  B\u00fcrgermeister. \u201eTransparenz und Demokratie sind lediglich wohllfeile Worte, die  einigen Akteuren gerne und vielfach \u00fcber die Lippen kommen\u201c, sagt Erz.<\/p>\n<p>Seiner Beobachtung nach w\u00fcrden die \u201eGrundlagen unserer Demokratie\u201c  jedoch st\u00e4ndig mit F\u00fc\u00dfen getreten, wie auch die j\u00fcngste Entwicklung im  Hauptausschuss beweise. Dort plane der Vorsitzende (SPD) eine Abschaffung von  spontanen Anfragen von Ausschussmitgliedern &#8211; getarnt unter dem Vorwand h\u00f6herer  Ausschusseffizienz. \u201eWenn dies durchgeht und die B\u00fcrger dadurch weiter aus dem  Rathaus gedr\u00e4ngt werden, m\u00fcssen wir die Kommunalaufsicht einschalten und die  Rechte des B\u00fcrgers notfalls vor Gericht durchsetzen\u201c, k\u00fcndigt Erz  an.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Hintergrund:<\/span> Im Hauptausschuss, dem zweitwichtigstes Organ der  Hansestadt, das alle Entscheidungen der B\u00fcrgerschaft vorbereitet und auch eigene  Machtbefugnisse hat, sollen k\u00fcnftig keine spontanen Anfragen im \u00f6ffentlichen  Teil mehr zugelassen werden, jedenfalls wenn es nach dem Willen seines  Vorsitzenden Henri Abler geht. \u201eDabei waren bislang diese Anfragen der  B\u00fcrgerschaftmitglieder die einzigen Punkte, mit denen das ohnehin schon  sp\u00e4rliche Publikum etwas anzufangen wusste,\u201c.sagt Erz. \u201eSie waren sozusagen das  einzig Greifbare in diesem Gremium, das sich ansonsten gern hinten Aktenbergen,  Fachchinesisch und Insiderwissen versteckt und keinerlei Anstalten macht, den  B\u00fcrger zu beteilgen oder sein Handeln durchsichtig, eben transparent zu  machen.\u201c<\/p>\n<p>Trotz billig erschwinglicher Technik komme dort niemand auf die  Idee, das \u201ebasisdemokratische\u201c Medium Internet zu nutzen, um beispielsweise alle  Vorlagen dort leicht lesbar zu pr\u00e4sentieren oder gar Live-\u00dcbertragungen aus  diesen Sitzungen im Internet zuzulassen. \u201eDass sich viele Aussch\u00fcsse, vor allem  aber der wichtige Hauptausschuss am liebsten als geheime Runden verstehen und  \u00fcberwiegend nicht\u00f6ffentlich tagen, belegt diese bittere Analyse\u201c, sagtt Erz. Die  Sitzungen dauern in der Regel ein bis zwei Stunden, zuweilen auch l\u00e4nger. Die  \u00d6ffentlichkeit, inklusive Presse, wird jedoch nach maximal einer halben Stunde  hinausgeworfen, manchmal auch schon nach zehn Minuten. \u201eDies hat nichts mit  Transparenz zu tun und unterh\u00f6hlt unsere Demokratie\u201c, sagt Erz.<\/p>\n<p>Der  Diskussionsbeitrag des B\u00fcrgermeister-Anw\u00e4rters Erz unter dem Slogan \u201eBunte  Farbenlehre\u201c ist im soeben im Internet auf der Seite des L\u00fcbecker BUNT (<a title=\"http:\/\/www.luebeckerbunt.de\/transparnez.html\" href=\"http:\/\/www.luebeckerbunt.de\/transparnez.html\">www.luebeckerbunt.de\/transparnez.html<\/a> ) erschienen. Er hat folgenden Wortlaut und steht unter der  \u00dcberschrift<\/p>\n<p><strong><em>\u201eWas hat Transparenz mit Demokratie zu  tun?\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em> <\/em><\/strong><em>Uns Deutschen ist nach dem Sieg der Alliierten \u00fcber die  kollektive deutsche Nazi-Raserei im Jahre 1945 die Demokratie zur\u00fcckgeschenkt  worden. Diese Gesellschaftsverfassung der Volksherrschaft wurde bekanntlich in  Griechenland vor \u00fcber 2500 Jahren erdacht und erstmals erprobt. Sie gilt bis  heute als die bestm\u00f6gliche Lebensform und ist wesentlich auch von deutschen  Denkern, Aktivisten, Widerst\u00e4ndlern und Querdenkern zu dem geformt worden, was  sie heute zum weltweiten Erfolgsmodell macht.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Demokratie, f\u00fcr die  derzeit tausende von Menschen \u2013 so in den kriselnden arabischen L\u00e4ndern \u2013  t\u00e4glich unter Einsatz ihres Lebens k\u00e4mpfen, geh\u00f6rt als wesentliches Element die  aktive Teilnahme an den staatlichen Entscheidungen und der best\u00e4ndigen,  engagierten demokratischen Willensbildung. Damit dies m\u00f6glich ist, m\u00fcssen alle  gew\u00e4hlten Vertreter des Volkes sich stets bewusst sein, dass sie nur  stellvertretend und auf begrenzte Zeit t\u00e4tig sind und nicht etwa aus eigener  Machtbefugnis oder gar g\u00f6ttlicher Erw\u00e4hltheit.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Souver\u00e4n ist das  Volk, das stets dar\u00fcber informiert sein muss, was seine Vertreter in seinem  Namen beschlie\u00dfen und durchsetzen. Transparenz des Handelns und ein  immerw\u00e4hrender gegenseitiger Informationsfluss sind die Grunds\u00e4ulen der  Demokratie.<\/em><\/p>\n<p><em><em> <\/em> <em>Dies vorausschickend beklagen wir seit langem, dass  die Demokratie im L\u00fcbecker Rathaus und in allen Gremien der B\u00fcrgerschaft  entgegen aller Lippenbekenntnisse von vielen Mandats- und Funktionstr\u00e4gern  schn\u00f6de, manchmal auch nur unbedacht, missachtet wird.<\/em><\/p>\n<p><em>J\u00fcngstes  Beispiel: Im Hauptausschuss, dem zweitwichtigstes Organ der Hansestadt, das alle  Entscheidungen der B\u00fcrgerschaft vorbereitet und auch eigene Machtbefugnisse hat,  sollen k\u00fcnftig keine spontanen Anfragen im \u00f6ffentlichen Teil mehr zugelassen  werden, jedenfalls wenn es nach dem Willen seines Vorsitzenden (SPD) geht. Dabei  waren bislang diese Anfragen der B\u00fcrgerschaftmitglieder die einzigen Punkte, mit  denen das ohnehin schon sp\u00e4rliche Publikum etwas anzufangen wusste. Sie waren  sozusagen das einzig Greifbare in diesem Gremium, das sich ansonsten gern hinten  Aktenbergen, Fachchinesisch und Insiderwissen versteckt und keinerlei Anstalten  macht, den B\u00fcrger zu beteilgen oder sein Handeln durchsichtig, eben transparent  zu machen.<\/em><\/p>\n<p><em>Trotz billig erschwinglicher Technik kommt dort niemand auf  die Idee, das basisdemokratische Medium Internet zu nutzen, um beispielsweise  alle Vorlagen dort leicht lesbar zu pr\u00e4sentieren oder gar Live-\u00dcbertragungen aus  diesen Sitzungen im Internet zuzulassen. Dass sich viele Aussch\u00fcsse, vor allem  aber der wichtige Hauptausschuss am liebsten als geheime Runde verstehen und  \u00fcberwiegend nicht\u00f6ffentlich tagen, belegt diese bittere Analyse. Die Sitzungen  dauern in der Regel ein bis zwei Stunden, zuweilen auch l\u00e4nger. Die  \u00d6ffentlichkeit, inklusive Presse, wird jedoch nach maximal einer halben Stunde  hinausgeworfen, manchmal auch schon nach zehn Minuten. Dies hat nichts mit  Transparenz zu tun und unterh\u00f6hlt die Demokratie.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass sich sogar die  L\u00fcbecker Nachfahren von Karl Kautsky, Ferdinand Lassalle, August Bebel und Willy  Brandt nicht sch\u00e4men, diesen demokratiefeindlichen Bestrebungen den Weg zu  ebnen, zeigt, wie n\u00f6tig ein kompletter Umschwung im Rathaus ist \u2013 sowohl an der  Verwaltungsspitze, wie auch in der B\u00fcrgerschaft und in den gro\u00dfen Parteien, die  nicht verstehen, dass sie sich selbst abschaffen, wenn sie so  weitermachen.<\/p>\n<p>Denn eine Demokratie f\u00e4llt vielleicht manchmal gleichsam  vom Himmel &#8211; wie eben 1945. Doch wer sie nicht jeden Tag verteidigt, ebnet  Diktatoren und Unterdr\u00fcckungsregimes den Weg. \u201eWir wollen mehr Demokratie wagen\u201c  \u2013 dieser Aufruf von Willy Brandt nach seiner Wahl zum Bundeskanzler 1969 ist bis  heute noch nicht in allen K\u00f6pfen angekommen, noch nicht einmal in allen K\u00f6pfen  der Funktionstr\u00e4ger seiner eigene Partei in seiner geliebten Heimatstadt &#8211; der  Hansestadt L\u00fcbeck.<br \/>\nDas muss sich \u00e4ndern, und zwar schnell!<br \/>\n<em> <\/em>Weitere Informationen \u00fcber den L\u00fcbecker BUNT: <a title=\"http:\/\/www.luebeckerbunt.de\/\" href=\"http:\/\/www.luebeckerbunt.de\/\"><strong title=\"http:\/\/www.luebeckerbunt.de\/\">http:\/\/www.luebeckerbunt.de<\/strong><\/a><\/p>\n<p><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em> <\/em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fcrgermeister-Kandidat beklagt mangelnde Transparenz im L\u00fcbecker Rathaus und warnt vor einem schleichendem und nachhaltigen Demokratieabbau. Matthias Erz, Kandidat f\u00fcr die<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-45184","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45184"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45184\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}