{"id":452727,"date":"2025-10-02T16:25:30","date_gmt":"2025-10-02T14:25:30","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=452727"},"modified":"2025-10-02T16:25:30","modified_gmt":"2025-10-02T14:25:30","slug":"ein-voller-erfolg-erste-deutsch-daenische-wasserstoffkonferenz-crossing-borders-creating-energy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ein-voller-erfolg-erste-deutsch-daenische-wasserstoffkonferenz-crossing-borders-creating-energy\/","title":{"rendered":"Ein voller Erfolg: Erste deutsch d\u00e4nische Wasserstoffkonferenz: \u201eCrossing Borders, Creating Energy\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne Pipeline, starke Br\u00fccke: Deutsch-d\u00e4nische Partnerschaft f\u00fcr klimaneutrale Energie. Knapp 150 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten auf der deutsch-d\u00e4nischen Konferenz \u201eCrossing Borders, Creating Energy\u201c in Flensburg \u00fcber den Aufbau eines grenz\u00fcberschreitenden Importkorridors f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff. <!--more-->Ziel der Veranstaltung war es, die Rolle Schleswig-Holsteins und D\u00e4nemarks in der europ\u00e4ischen Energiewende zu st\u00e4rken und voneinander zu lernen, wie die Wasserstoffwirtschaft effizient aufgebaut und Herausforderungen im Hochlauf gemeistert werden k\u00f6nnen. Organisiert wurde die Konferenz von der Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft Schleswig-Holstein und dem Ministerium f\u00fcr Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein (MEKUN), in Zusammenarbeit mit der Deutsch-D\u00e4nischen Handelskammer sowie der IHK Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>Die Konferenz stand ganz im Zeichen der bereits bestehenden guten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und D\u00e4nemark im Bereich Wasserstoff und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die M\u00f6glichkeit, konkrete Projekte, Herausforderungen und n\u00e4chste Schritte gemeinsam zu diskutieren. Beide L\u00e4nder verbinden eine \u00fcber Jahrzehnte gewachsene Freundschaft und sie eint auch ein gemeinsames energiepolitisches Ziel: den Aufbau einer nachhaltigen Energieinfrastruktur mit gr\u00fcnem Wasserstoff, der als Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr eine klimaneutrale Industrie und Unabh\u00e4ngigkeit von fossilen Energietr\u00e4gern steht.<\/p>\n<p>Energiewendeminister Tobias Goldschmidt betonte im Rahmen der Konferenz: \u201eUnsere Rahmenbedingungen beim Thema Wasserstoff passen perfekt zusammen: Viel erneuerbarer Strom, kurze Wege, \u00e4hnliche wirtschaftliche Strukturen. Hier wollen wir ansetzen, gemeinsam voneinander lernen und gestalten, Wertsch\u00f6pfungspotenziale auf beiden Seiten der Grenze heben und einen wesentlichen Beitrag zur europ\u00e4ischen Energiewende leisten.\u201c<\/p>\n<p>Und Annika Erichsen, Leiterin der Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft, erg\u00e4nzte: \u201eDie Konferenz in Flensburg war ein bedeutender Schritt, um die deutsch-d\u00e4nische Zusammenarbeit im Bereich gr\u00fcner Wasserstoff weiter zu intensivieren. Als Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft Schleswig-Holstein freuen wir uns, diesen Dialog aktiv zu begleiten und konkrete Projekte voranzutreiben, die Schleswig-Holstein als Schl\u00fcsselakteur in der europ\u00e4ischen Wasserstoffwirtschaft positionieren\u201c, sagte Annika Erichsen, Leiterin der Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft SH.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Konferenz standen Fachvortr\u00e4ge und Roundtables zu den zentralen Themen der Wasserstoffwirtschaft, von Wasser- und Abwassermanagement \u00fcber Finanzierungs- und Marktmodelle bis hin zu Infrastruktur- und Abnahmefragen.<br \/>\nF\u00fcr Elektrolyseprojekte, etwa in K\u00fcstenregionen wie Esbjerg, wurde die Bedeutung eines effizienten Wasser- und Abwassermanagements hervorgehoben. Technologien wie Zero Liquid Discharge oder geschlossene Kreislaufsysteme gewinnen zunehmend an Bedeutung, um Wasserressourcen zu schonen und den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck zu minimieren. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese Aspekte in Planungen und Projekten st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden sollten.<\/p>\n<p>Auch die Finanzierung und Marktentwicklung standen im Rahmen der Veranstaltung im Fokus. Dabei wurde deutlich, dass die Skalierung des Wasserstoffmarktes wesentlich von flexiblen Finanzierungsmodellen, langfristigen Abnahmevertr\u00e4gen und staatlicher Risikoteilung abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Im Fokus stand auch die zentrale Bedeutung von Infrastruktur und verbindlichen Abnahmevertr\u00e4gen. In diesem Zusammenhang wurde die \u201alower7\u2018- Pipeline noch einmal hervorgehoben. Diese Pipeline selbst gilt als Schl\u00fcsselprojekt f\u00fcr den Wasserstoffimport, wurde von der d\u00e4nischen Regierung genehmigt und durch staatliche Darlehen sowie Betriebskostenzusch\u00fcsse abgesichert. Die Inbetriebnahme ist sp\u00e4testens f\u00fcr 2031 vorgesehen.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Konferenz wurde noch einmal deutlich, dass der Erfolg des Importkorridors nicht nur von der \u201alower7\u2018-Pipeline abh\u00e4ngt, sondern auch von einer abgestimmten Netzplanung zwischen D\u00e4nemark und Deutschland sowie von einer gesicherten Nachfrage durch die Abnehmer.<\/p>\n<p>Denn f\u00fcr Schleswig-Holstein bedeutet der Korridor eine doppelte Rolle: Das Land plant, bis 2030 eine Elektrolysekapazit\u00e4t von 1,5 Gigawatt aufzubauen und sich gleichzeitig als Eingangstor f\u00fcr den Import von gr\u00fcnem Wasserstoff nach Deutschland zu etablieren. \u00dcber das entstehende deutsche Wasserstoff-Kernnetz sollen Industriecluster in Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen k\u00fcnftig angebunden werden.<\/p>\n<p>Zum Hintergrund: Die Projektpartner arbeiten derzeit daran, bis sp\u00e4testens 2026 verbindliche Rahmenbedingungen f\u00fcr Zertifizierung, Abnahmevertr\u00e4ge und Infrastrukturentwicklung zu schaffen. Konkrete Vertr\u00e4ge befinden sich noch in der Finalisierung. Parallel werden in Schleswig-Holstein eigene Initiativen zu Elektrolyse und Hafeninfrastruktur vorangetrieben, um die Rolle als zentrale Drehscheibe der Energiewende weiter zu st\u00e4rken. Dies wurde im Rahmen der deutsch-d\u00e4nischen Wasserstoffkonferenz \u201ecrossing borders, creating energy\u201c besonders hervorgehoben.<\/p>\n<p>Die Konferenz war nach Ansicht der Organisatoren ein gro\u00dfer Erfolg. Tobias Goldschmidt, Minister f\u00fcr Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holsteins, betonte: \u201eMit D\u00e4nemark haben wir einen Partner, der neben hoher Versorgungssicherheit auch ethische Standards sehr ernst nimmt. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ist Grundlage, um die Energiewende erfolgreich und sozial gerecht und gemeinsam zu gestalten.\u201c<\/p>\n<p>\u00dcber die Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft SH<br \/>\nSeit 2020 ist die Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft (LKS) im Auftrag des Ministeriums f\u00fcr Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) bei der Wirtschaftsf\u00f6rderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) erfolgreich im Einsatz. Sie unterst\u00fctzt Akteure in Schleswig-Holstein bei der Suche nach geeigneten F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten, f\u00f6rdert den Transfer und die Vernetzung von Wissen und Kompetenzen und macht den Markthochlauf auch nach au\u00dfen sichtbar. Weitere Informationen: www.wasserstoffwirtschaft.sh.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne Pipeline, starke Br\u00fccke: Deutsch-d\u00e4nische Partnerschaft f\u00fcr klimaneutrale Energie. 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