{"id":453246,"date":"2025-10-17T17:33:38","date_gmt":"2025-10-17T15:33:38","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=453246"},"modified":"2025-10-17T17:33:38","modified_gmt":"2025-10-17T15:33:38","slug":"luebecker-brahms-institut-erwirbt-originalbrief-von-johannes-brahms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/luebecker-brahms-institut-erwirbt-originalbrief-von-johannes-brahms\/","title":{"rendered":"L\u00fcbecker Brahms-Institut erwirbt Originalbrief von Johannes Brahms"},"content":{"rendered":"<p>Das Brahms-Institut an der Musikhochschule L\u00fcbeck (MHL) hat einen bedeutenden Neuzugang erworben: Einen Brief, den Johannes Brahms an den Musikgelehrten und Bach-Biografen Philipp Spitta im Sommer 1873 geschrieben hat. Das dreiseitige, eigenh\u00e4ndig signierte Schreiben war bislang in amerikanischem Privatbesitz und ist nun \u00fcber das Brahms-Portal f\u00fcr Forschung und breite \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 12.0pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Calibri',sans-serif;color: black\">Das Brahms-Institut an der MHL konnte j\u00fcngst einen weiteren Brief von Johannes Brahms an Philipp Spitta (1841\u20131894) erstehen. Es ist bereits der zweite in der L\u00fcbecker Sammlung. In dem Brief vom 14. Juni 1873 bedankt sich Johannes Brahms beim Musikgelehrten, der ihm den frisch erschienenen ersten Band seiner gro\u00dfen Bach-Biografie zugesendet hatte. Knapp zehn Jahre hatte Spitta daran gearbeitet.\u00a0Das Dankesschreiben dokumentiert nicht nur die gemeinsame Leidenschaft f\u00fcr die gro\u00dfen Meister der Vergangenheit und insbesondere Johann Sebastian Bach, sondern auch Brahms\u2019 gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Arbeit des Biografen. \u201eWie lange haben wir ein solches, Bach gewidmetes Werk gew\u00fcnscht\u201c, schreibt Brahms und lobt \u201eden warmen lebendigen Ton, die sch\u00f6ne Gr\u00fcndlichkeit, die fesselnden Zeitbilder, die trefflichen Analysen\u201c. Der Respekt f\u00fcr den Mitbegr\u00fcnder der Musikwissenschaft und Herausgeber unter anderem der Orgelwerke Dieterich Buxtehudes zeigt sich auch auf einer anderen Ebene: Der Brief ist \u2013 f\u00fcr Brahms eher ungew\u00f6hnlich \u2013 fein s\u00e4uberlich geschrieben, signiert und datiert. Drei Jahre sp\u00e4ter widmet der Komponist dem Gelehrten seine \u201eMotetten\u201c op. 74, die im Stile Bachs geschrieben sind. Sowohl die handschriftlichen Stichvorlagen als auch der Erstdruck der \u201eMotetten\u201c sind Teil der wertvollen L\u00fcbecker Sammlung. Den Ankauf des Briefes, der dem L\u00fcbecker Institut von einer amerikanischen Privatsammlerin angeboten wurde, erm\u00f6glichten die L\u00fcbecker Possehl-Stiftung und der Verein zur F\u00f6rderung des Brahms-Instituts durch ihre gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung.<\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 12.0pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Calibri',sans-serif;color: black\">\u201eMit dem Erwerb dieses Briefes konnten wir die Sammlung des Brahms-Instituts um ein weiteres herausragendes St\u00fcck erg\u00e4nzen \u2013 und zugleich unseren Anspruch als weltweit herausragendes Forschungszentrum zu Johannes Brahms und seinem Umfeld unterstreichen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Bernd Redmann, Pr\u00e4sident der MHL. Dr. Teresa C\u00e4cilia Ramming, kommissarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Brahms-Instituts, erg\u00e4nzt: \u201eDer Brief ist ein wunderbares Zeugnis f\u00fcr Brahms\u2019 mit Spitta geteilte \u00dcberzeugung, der ,gro\u00dfen deutschen Kunst\u2018 musikalisch wie editorisch Denkm\u00e4ler zu setzen. Inhaltlich ist er der Forschung seit der Briefausgabe von 1920 zwar bekannt, nun ist aber auch das Original zug\u00e4nglich, was uns sehr freut.\u201c <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 12.0pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Calibri',sans-serif;color: black\">Der Brief <\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Calibri',sans-serif\">ist <span style=\"color: black\">\u00fcber das j\u00fcngst gelaunchte Brahms-Portal <\/span>unter <a href=\"https:\/\/www.brahms-portal.de\/objekt\/dc00009614\/\">https:\/\/www.brahms-portal.de\/objekt\/dc00009614\/<\/a> f\u00fcr <span style=\"color: black\">Forschung und breite \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich<\/span>. <span style=\"color: black\">Seit dem 1. August bietet das Brahms-Portal einen neuartigen digitalen Zugang zur weltweit einzigartigen L\u00fcbecker Sammlung sowie zu Leben und Werk des Komponisten. Knapp 10.000 Werke und Objekte \u2013 darunter Autografe, Briefe, Fotografien und Erstdrucke \u2013 sind hier bereits nach neuesten Standards erfasst, semantisch vernetzt und weltweit zug\u00e4nglich. Der Brief wird im Museum des Brahms-Instituts erstmals am 13. Dezember im Rahmen der Veranstaltung \u201eWeihnachten mit Brahms\u201c gezeigt. Weitere Informationen unter <\/span><a href=\"http:\/\/www.brahms-institut.de\">www.brahms-institut.de<\/a><span style=\"color: black\"> und <\/span><a href=\"http:\/\/www.brahms-portal.de\">www.brahms-portal.de<\/a><\/span><span style=\"color: black\">.<\/p>\n<p>Foto: Brahms-Institut \u00b7<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Brahms-Institut an der Musikhochschule L\u00fcbeck (MHL) hat einen bedeutenden Neuzugang erworben: Einen Brief, den Johannes Brahms an den Musikgelehrten<\/p>\n","protected":false},"author":4994,"featured_media":453247,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[15],"tags":[26776],"class_list":["post-453246","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur","tag-luebecker-brahms-institut-erwirbt-originalbrief-von-johannes-brahms"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4994"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=453246"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":453248,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453246\/revisions\/453248"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/453247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=453246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=453246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=453246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}