{"id":454090,"date":"2025-11-14T19:22:34","date_gmt":"2025-11-14T18:22:34","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=454090"},"modified":"2025-11-14T19:22:34","modified_gmt":"2025-11-14T18:22:34","slug":"riga-erlesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/riga-erlesen\/","title":{"rendered":"\u201eRiga erLesen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Plakatausstellung vom 5. November bis zum 12. Dezember 2025 in der Stadtbibliothek L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>Die Plakatausstellung der Nationalbibliothek Lettlands \u201eRiga erLesen\u201c ist vom 5. November bis zum 12. Dezember 2025 in der Stadtbibliothek L\u00fcbeck, Hundestra\u00dfe 5 \u2013 17, zu sehen. Die Tafeln pr\u00e4sentieren die Geschichte des lettischen Buchwesens, ziehen aber gleichzeitig Parallelen zu einem Besuch im heutigen Riga. \u201eRiga erLesen\u201c erz\u00e4hlt vielseitige Geschichten, in denen sich lebendige Erz\u00e4hlungen \u00fcber den Austausch von Ideen, Wissen und Dingen verflechten. Die Ausstellung kann w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten, Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr sowie Samstag von 10 bis 14 Uhr, kostenlos besichtigt werden.<!--more--><\/p>\n<p>Riga zog im 18. Jahrhundert gebildete, geistreiche Zwanzigj\u00e4hrige an, die ein Netzwerk von Ideen im deutschsprachigen Europa bildeten. Ohne Riga als Teil dieses intellektuellen Netzwerks s\u00e4he die deutsche klassische Literatur und Philosophie anders aus. Einst wirkten in Riga Pers\u00f6nlichkeiten wie Johann Gottfried Herder, der hier seine Weltanschauung im kulturellen Umfeld der Stadt formte, und Immanuel Kant, dessen bedeutendste Werke in Riga ver\u00f6ffentlicht wurden. Im Ersten Stadttheater Riga arbeitete der herausragende Komponist Richard Wagner. Die Poster veranschaulichen sowohl historische Fakten als auch inspirierende Episoden mit originellen Anspielungen auf heutige Austauschprogramme f\u00fcr Studierende.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund: Verbindung zwischen lettischem Buchwesen und der Hansestadt L\u00fcbeck<\/strong><\/p>\n<p>In den Protokollen des L\u00fcbecker Domdekans l\u00e4sst sich ein erster Hinweis auf Drucke in lettischer, livl\u00e4ndischer und estnischer Sprache finden. Am 7. November 1525 vermerkte der Domdekan Johannes Brandes, dass ein Schiff voller lutherischer B\u00fccher beschlagnahmt wurde. Darunter sollen sich auch Drucke in lettischer, livl\u00e4ndischer und estnischer Sprache befunden haben. Im pro-katholischen Rat wurde daraufhin die Frage aufgeworfen, ob man diese B\u00fccher \u00f6ffentlich verbrennen soll. Der Rat beauftragte jemanden vom Domkapitel, die B\u00fccher zu pr\u00fcfen. Am 24. November 1525 schrieb Johann Brandes, dass die Untersuchung der Schriftst\u00fccke ergeben hat, dass es sich um lutherische Texte handelt und \u201esie es verdienten verbrannt zu werden\u201c. Zur Zeit der Reformation war die Verbrennung lutherischer Texte tats\u00e4chlich keine Seltenheit. Da diese Drucke nie in Riga ankamen, kann davon ausgegangen werden, dass sie tats\u00e4chlich den Flammen zum Opfer gefallen sind.<\/p>\n<p>Foto: HL \u00b7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Plakatausstellung vom 5. November bis zum 12. Dezember 2025 in der Stadtbibliothek L\u00fcbeck. 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