{"id":454256,"date":"2025-11-21T16:40:28","date_gmt":"2025-11-21T15:40:28","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=454256"},"modified":"2025-11-21T16:40:28","modified_gmt":"2025-11-21T15:40:28","slug":"opendoors-syrien-drohungen-gegen-christen-haeufen-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/opendoors-syrien-drohungen-gegen-christen-haeufen-sich\/","title":{"rendered":"OpenDoors: Syrien: Drohungen gegen Christen h\u00e4ufen sich"},"content":{"rendered":"<p>Foto: Feindliche Botschaften verst\u00e4rken die Unsicherheit in der christlichen Gemeinschaft. (Open Doors, Kelkheim) \u2013 W\u00e4hrend der amtierende syrische Pr\u00e4sident Ahmed al-Sharaa von vielen westlichen L\u00e4ndern mit offenen Armen empfangen wird, w\u00e4chst bei den Christen in Syrien die Angst vor weiteren \u00dcbergriffen. <!--more-->Anlass hierzu gaben zuletzt geh\u00e4uft auftretende \u00f6ffentlichkeitswirksame Drohungen. Nachfolgend drei Beispiele aus dem November, die sich innerhalb von 10 Tagen ereigneten und Open Doors durch lokale Kontakte zugetragen wurden.<\/p>\n<p>Drohbotschaften an einer Kirchenmauer, Islamisches Kalifat angek\u00fcndigt<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Vorfall wurde am Sonntag, dem 16. November 2025, in Izra bekannt. Die Ortschaft liegt etwa 82 km s\u00fcdlich der Hauptstadt Damaskus und hat einen hohen christlichen Bev\u00f6lkerungsanteil. In der Nacht zuvor hatten Unbekannte in einem christlichen Viertel eine Botschaft an die Christen hinterlassen. Sie lautete: \u201eEs gibt keinen Gott au\u00dfer Allah. Wir werden eure Tage mit Blut beflecken, ihr Anbeter des Kreuzes und Tawaghit [das bedeutet: diejenigen, die andere G\u00f6tter anbeten]. Das islamische Kalifat wird bestehen bleiben.\u201c An den T\u00fcren eines Ladens stand eine weitere Botschaft: \u201eDer Terrorismus wird euch in Schrecken versetzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Drohung verweist auf t\u00f6dlichen Anschlag im Juni<\/strong><br \/>\nMutma\u00dflich wurde in der Nacht auf den 8. November an die Mauer, die das Gel\u00e4nde der Saint-Elias-Kirche in Maared Saidnaya umgibt, eine Drohbotschaft gegen die Christen in diesem Dorf geschrieben. Darin hei\u00dft es: \u201eChristliche Ungl\u00e4ubige, es gibt keinen Gott au\u00dfer Allah, nach St. Elias Dweila ist nun St. Elias Maared an der Reihe.\u201c Maared Saidnaya liegt 30 km nord\u00f6stlich der syrischen Hauptstadt Damaskus. Der Verfasser bezieht sich mit diesen Worten auf den blutigen Anschlag auf die St.-Elias-Kirche in Dweila, Damaskus, am 22. Juni 2025. Dabei wurden 22 Christen und drei Unbekannte get\u00f6tet, darunter der Attent\u00e4ter.<\/p>\n<p>Bereits am 6. November wurden an den W\u00e4nden der St.-Cyrillos-Kirche in Damaskus, nahe der Altstadt der syrischen Hauptstadt, mehrere Drohungen und Beleidigungen gegen Christen entdeckt. Eine von ihnen lautete: \u201eSo Gott will, wird es in Syrien keine Polytheisten mehr geben. Unsere Begegnung r\u00fcckt n\u00e4her, ihr Schweine des Kreuzes.\u201c Darauf folgt ein weiterer, teils unleserlicher Satz, der mit dem islamischen Glaubensbekenntnis (Schahada) beginnt: \u201eEs gibt keinen Gott au\u00dfer Allah, und Mohammed ist sein Gesandter &#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u00dcberwachungskameras hatten zwischen zwei und drei Uhr morgens einen jungen, schwarz gekleideten Mann beim Betreten des Kirchengel\u00e4ndes gefilmt. Er sprang \u00fcber die Mauer und bewegte sich auf dem Areal in einer Weise, die auf vorherige Planung und Kenntnis der Kamerapositionen oder Vertrautheit mit den \u00d6rtlichkeiten hindeutete. Nachdem er die beleidigenden Botschaften an die W\u00e4nde geschrieben hatte, versuchte er, eine Marienstatue mit einem mitgebrachten Stein zu besch\u00e4digen.<\/p>\n<p><strong>Syrische Christen ringen um Zukunftsperspektiven<\/strong><br \/>\nSeit dem Sturz des Assad-Regimes vor fast einem Jahr wird Syrien von der \u201eHai\u02beat Tahrir asch-Scham\u201c regiert, die aus al-Qaida hervorgegangen ist. Auch wenn den Christen von offizieller Seite immer wieder Schutz zugesichert wird, kommt es regelm\u00e4\u00dfig zu Drohungen und teilweise auch Angriffen auf Christen durch islamische Extremisten. Die Kirchen haben mehrfach ihren Willen und ihre Bereitschaft bekr\u00e4ftigt, zum Wiederaufbau und zur Neugestaltung des vom B\u00fcrgerkrieg gezeichneten Landes beizutragen. Gleichzeitig sehen viele Christen, die nur noch 2,4 Prozent der Bev\u00f6lkerung ausmachen, f\u00fcr sich und ihre Kinder jedoch keine Zukunft in ihrem Heimatland.<\/p>\n<p><strong>Auf dem Weltverfolgungsindex 2025 steht Syrien an 18. Stelle unter den L\u00e4ndern, in denen Christen am st\u00e4rksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.<\/strong><br \/>\nQuellen: Open Doors<\/p>\n<p>Bitte beten Sie f\u00fcr die Christen in Syrien:<br \/>\n\u2022 Beten Sie um Schutz vor weiteren Anschl\u00e4gen und neuen Mut f\u00fcr die Christen.<br \/>\n\u2022 Beten Sie, dass die zahlreichen Drohungen die Christen nicht nachhaltig verunsichern, sondern dass die christliche Gemeinschaft vielmehr zusammenr\u00fcckt und im Glauben gest\u00e4rkt wird.<br \/>\n\u2022 Beten Sie f\u00fcr die Feinde der Christen, dass Gottes Geist unter ihnen wirkt, sie von ihren b\u00f6sen Wegen abbringt und ihnen hilft, Jesus zu erkennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: Feindliche Botschaften verst\u00e4rken die Unsicherheit in der christlichen Gemeinschaft. 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