{"id":455569,"date":"2026-01-12T18:41:28","date_gmt":"2026-01-12T17:41:28","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=455569"},"modified":"2026-01-12T18:42:32","modified_gmt":"2026-01-12T17:42:32","slug":"luebeck-baut-kaufhaus-zum-bildungshaus-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/luebeck-baut-kaufhaus-zum-bildungshaus-um\/","title":{"rendered":"L\u00fcbeck baut Kaufhaus zum Bildungshaus um"},"content":{"rendered":"<p>Foto: HL \u00b7 Zentrales Projekt zur Belebung der Altstadt und St\u00e4rkung L\u00fcbecks als Bildungsstandort.<\/p>\n<p>Die Hansestadt L\u00fcbeck hat heute den offiziellen Startschuss f\u00fcr die Umbauma\u00dfnahmen am ehemaligen Karstadt-Geb\u00e4ude in der Innenstadt gegeben. B\u00fcrgermeister Jan Lindenau, Bausenatorin Joanna Hagen und die Projektleitenden des Geb\u00e4udemanagements L\u00fcbeck (GMHL) stellten gemeinsam die nun beginnenden Arbeitsschritte vor.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eMit dem Umbau beginnt ein spannendes neues Kapitel f\u00fcr dieses markante Geb\u00e4ude vom Kaufhaus zum Bildungshaus in unserer Innenstadt\u201c, erkl\u00e4rt Jan Lindenau. \u201eWir schaffen Raum f\u00fcr Bildung und Begegnung mitten in L\u00fcbeck und reagieren zugleich auf die wachsenden Anforderungen an Lern- und Kulturfl\u00e4chen in unserer Stadt. Ein neuer Bildungs- und Erlebnisort als neuer Anziehungspunkt in der Altstadt wird entstehen\u201c, B\u00fcrgermeister Jan Lindenau weiter.<\/p>\n<p>\u201eDas Projekt ist ein bedeutender Baustein der Innenstadtentwicklung und soll k\u00fcnftig Raum f\u00fcr Lernen, Austausch, Veranstaltungen und Begegnung bieten. Mit seiner zentralen Lage leistet das Bildungshaus einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Altstadt und zur St\u00e4rkung L\u00fcbecks als Bildungsstandort\u201c, erg\u00e4nzt Joanna Hagen.<\/p>\n<p>Mit der Aufstellung des Bauzauns rund um das Areal sowie auf dem unteren Schrangen im Januar 2026 startet der erste Abschnitt dieses anspruchsvollen Bauprojekts. In den kommenden Wochen erfolgt:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Entr\u00fcmpelung und Ber\u00e4umung des gesamten Geb\u00e4udes als Vorbereitung f\u00fcr die weiteren Umbauschritte.<\/li>\n<li>Die technische Trennung der Geb\u00e4udeinstallationen (TGA-Anlagen) zwischen den beiden ehemaligen Karstadtgeb\u00e4uden Haus A und B, um die bestehenden Versorgungssysteme wie Strom und Wasser f\u00fcr den Umbau neu zu strukturieren und abzusichern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Schritte bilden die Grundlage f\u00fcr den anschlie\u00dfenden Umbau und die umfassende Neustrukturierung des Geb\u00e4udes.<\/p>\n<p><strong>Komplexe Baustellenlogistik in zentraler Innenstadtlage<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund der innerst\u00e4dtischen Lage stellt die Baustellenlogistik eine besondere Herausforderung dar. Die An- und Abfahrt erfolgt \u00fcber die K\u00f6nigstra\u00dfe als Hauptschlagader des innerst\u00e4dtischen Verkehrs, die insbesondere auch vom \u00d6ffentlichen Personennahverkehr stark genutzt wird.<\/p>\n<p>Dies erfordert eine detaillierte und Gewerke \u00fcbergreifende baulogistische Planung sowie eine enge Abstimmung mit den zust\u00e4ndigen st\u00e4dtischen Beh\u00f6rden. Sondergenehmigungen, tempor\u00e4re Umleitungen sowie punktuelle Nacht- oder Wochenendarbeiten werden Bestandteil dieser Planung sein, um einen m\u00f6glichst reibungslosen Bauablauf zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich ist die zur Verf\u00fcgung stehende Baustelleneinrichtungsfl\u00e4che im Bereich der unteren H\u00e4lfte des Schrangen sehr begrenzt. Diese Fl\u00e4che muss im Zuge der Ma\u00dfnahme zun\u00e4chst ert\u00fcchtigt werden, unter anderem durch Arbeiten an der Rohdecke und durch \u00d6ffnungen f\u00fcr das k\u00fcnftig dort entstehende Fahrradparkhaus. Die Koordination der Baustelle soll einem Generalunternehmer \u00fcbertragen werden, um die hohen Anforderungen aller beteiligten Gewerke zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>Vollst\u00e4ndige Erneuerung der Technischen Geb\u00e4udeausr\u00fcstung<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen des Umbaus werden die bestehenden, inzwischen veralteten technischen Anlagen vollst\u00e4ndig demontiert. S\u00e4mtliche technischen Installationen des Geb\u00e4udes werden neu errichtet.<\/p>\n<p>Ziel ist eine klimafreundliche und zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung: Auf fossile Energietr\u00e4ger wird bewusst verzichtet. Stattdessen entsteht im Untergeschoss eine W\u00e4rmepumpenanlage, die in Kombination mit Luft-Wasser-W\u00e4rmetauschern auf dem Dach betrieben wird. Gleichzeitig auftretende W\u00e4rme- und K\u00e4ltebedarfe \u2013 beispielsweise durch Servertechnik \u2013 werden \u00fcber dieses System in Verbindung mit zwei gro\u00dfen W\u00e4rme- beziehungsweise K\u00e4ltespeichern im Untergeschoss abgedeckt.<\/p>\n<p>Auch die elektrischen Anlagen werden vollst\u00e4ndig neu installiert, einschlie\u00dflich einer neuen Photovoltaikanlage. Dar\u00fcber hinaus wird eine Brandmeldeanlage (BMA) zur automatischen Brandfr\u00fcherkennung f\u00fcr das gesamte Geb\u00e4ude sowie f\u00fcr das Fahrradparkhaus eingerichtet.<\/p>\n<p><strong>Technische Trennung und umfangreiche Abbruchma\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund der fr\u00fcheren Nutzung als Warenhaus der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH wurden die Geb\u00e4ude A bis C als baulicher Verbund errichtet. F\u00fcr die Umnutzung ist daher zun\u00e4chst eine vollst\u00e4ndige technische Trennung erforderlich. Dies umfasst die Entkopplung aller technischen Anlagen zu Haus A sowie eine brandschutztechnische Abgrenzung zwischen den Geb\u00e4udeteilen A und C entlang der Eigentumsgrenze. Diese erfolgt in Form einer unterirdischen Innenwand in der Bauart einer Brandwand.<\/p>\n<p>Das f\u00fcr das Bildungshaus vorgesehene Haus B besteht aus vier Stockwerken, einem Staffelgeschoss sowie einem zweigeschossigen Dachgeschoss, das bislang als Sonderbauteil f\u00fcr umfangreiche haustechnische Anlagen genutzt wurde. Aufgrund seiner Konstruktion ist dieses unbelichtete Dachgeschoss f\u00fcr eine Umnutzung ungeeignet. Vorgesehen ist daher der vollst\u00e4ndige Abbruch der 4. und 5. Ebene, um stattdessen zwei Vollgeschosse als fachwerkbasierte Holzkonstruktion neu zu bauen, um den Fl\u00e4chenbedarf abzudecken.<\/p>\n<p>Die Tragstruktur der Stockwerke vom Untergeschoss bis zum 3. Obergeschoss erlaubt au\u00dferdem, ohne gravierende Eingriffe in die Betonkonstruktion ein zentrales Atrium zu realisieren, das k\u00fcnftig f\u00fcr zus\u00e4tzliche Belichtung sowie f\u00fcr L\u00fcftungs- und Entrauchungsfunktionen sorgt.<\/p>\n<p>Im Zuge der Arbeiten erfolgt zudem eine umfassende Entkernung einschlie\u00dflich Schadstoffsanierung. Diese umfasst den kompletten Innenausbau, s\u00e4mtliche haustechnischen Anlagen sowie im Zuge der energetischen Sanierung den fachgerechten R\u00fcckbau der Aluminium-Glas-Fassaden und aller schadstoffbelasteten Bauteile.<\/p>\n<p><strong>Fertigstellung voraussichtlich im Jahr 2028<\/strong><\/p>\n<p>Das Bildungshaus soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2028 in Betrieb gehen und neben zus\u00e4tzlichen Lernr\u00e4umen f\u00fcr Schulen auch Platz f\u00fcr kulturelle Angebote, \u00f6ffentliche Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivit\u00e4ten bieten.<\/p>\n<p>Weitere Informationen und aktuelle Projektupdates sind auf der Projektseite der Hansestadt L\u00fcbeck unter <a href=\"http:\/\/www.luebeck.de\/bildungshaus\">www.luebeck.de\/bildungshaus<\/a> abrufbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: HL \u00b7 Zentrales Projekt zur Belebung der Altstadt und St\u00e4rkung L\u00fcbecks als Bildungsstandort. 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